Lucky 31 Wetten 2026 — was eine Systemwette aus 31 Teilwetten wirklich kostet
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu den Bewilligungen der beiden Schweizer Veranstalter wurden gegen die öffentlich einsehbare Veranstalter- und Spielbewilligung sowie die Aufsicht der Gespa geprüft.
Wer zum ersten Mal von einer Lucky 31 hört, hört vor allem eine Zahl: einunddreissig. Und wer sie zu Ende denkt, merkt schnell, dass diese Zahl keine Beschreibung der Wette ist, sondern eine Beschreibung des Einsatzes. Ein einzelnes Tippfeld, ein einziger Klick — und aus CHF 1 Einsatz werden CHF 31. Genau dort liegt die ganze Geschichte dieser Wettform, und genau dort verliert sie in den meisten Erklärungen, die man so findet, ihre Spannung: als wäre die Lucky 31 eine besonders kluge Wette, dabei ist sie zuerst eine besonders teure.
Um es gleich vorwegzunehmen, weil es die spätere Rechnung an jeder Stelle bestimmt: Eine Lucky 31 ist eine Systemwette mit fünf Auswahlen, in der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Aus fünf Voraussagen werden 31 einzelne Wetten gebaut — fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Man bekommt also nicht eine Wette, sondern ein ganzes Bündel, und bezahlt es auch als Bündel.
Die Schweizer Veranstalter im Vergleich — wer Systemwetten überhaupt anbietet
Der Kreis ist klein. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern abgeschlossen werden. Swisslos betreibt seine Sportwetten unter dem Namen Sporttip, die Loterie Romande betreibt ihre als Jouez Sport. Jede dieser beiden Veranstalterinnen bedient ihr eigenes Gebiet, und ein Online-Konto steht nur Personen offen, die dort wohnhaft sind. Wer im Swisslos-Gebiet lebt, kommt zu Sporttip; wer in der Westschweiz wohnt, zu Jouez Sport. Das ist keine Designentscheidung eines Buchmachers, sondern der Rahmen, den die Gesetzgebung vorgibt.

| Anbieter | Bewilligungsstatus | Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Sporttip | Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Jouez Sport | Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| bet365 | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
| Coolzino | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: nicht erhoben, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS) |
Diese Tabelle ist die erste Kosteninformation der Seite, und es lohnt sich, sie nicht als Rangliste zu lesen, sondern als Zuständigkeitsfrage. Wer in der Schweiz wohnhaft ist und im Swisslos-Gebiet lebt, hat für eine Lucky 31 faktisch einen einzigen rechtlich sauberen Ansprechpartner. Wer im Westen des Landes wohnt, hat den anderen. Und wer bei einem der acht ausländischen Anbieter auf dieser Liste ein Konto hat, hat für sein Geld keinen Schweizer Ansprechpartner — die Bewilligung, auf die sich ein solcher Anbieter beruft, hat in der Schweiz keine Geltung, und das ist ein Satz, den man nicht als Formalität abtun sollte. Es gibt in der Schweiz keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Aufsicht veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Was die Einsätze betrifft, ist der Vergleich kürzer als erwartet, aber er entscheidet darüber, ob eine Lucky 31 überhaupt in ein Budget passt. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 — in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples ebenfalls bei CHF 2 — und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Lucky 31 ist ein Multiple, und damit sind die beiden Grössen nicht beliebig skalierbar. Wer CHF 5 pro Linie spielen will, landet bei CHF 155 Gesamteinsatz, und der liegt bei Jouez Sport noch innerhalb der Scheinobergrenze, bei einer Erhöhung auf CHF 10 pro Linie mit CHF 310 dagegen weiter, aber längst nicht mehr in jeder Budgetkategorie.
Interessant ist weniger die absolute Höhe als das Verhältnis. Der Höchsteinsatz pro Einzelwette ist bei beiden Anbietern eng bemessen — CHF 1’000 respektive CHF 500 —, aber für Systemwetten gibt es bei Sporttip eine eigene, zehnmal höhere Limite von CHF 10’000. Diese Regel ist ein Eingeständnis: Die Systemwette ist ein Format, bei dem schon bescheidene Einsätze pro Linie ein Vielfaches als Scheinsumme ergeben. Wer CHF 50 pro Linie wählt, trägt CHF 1’550 über den Tisch. Der Rahmen für die Systemwette musste deshalb weiter gezogen werden, weil das Format selbst den Einsatz nach oben treibt, lange bevor der Spielende es merkt.
Was die Lucky 31 eigentlich ist — Aufbau, Stufen und der wahre Preis der Vollabdeckung
Ein Wettschein mit 31 Wetten und fünf Voraussagen
Die Grundlage bildet eine Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Was harmlos klingt, folgt einer strengen Kombinatorik: Aus fünf Auswahlen lassen sich auf jeder Stufe einer Kombination jeweils genau so viele Wetten bilden, wie es Kombinationen gibt. Auf der Stufe der Einzelwetten sind das fünf — jede Auswahl für sich. Auf der Stufe der Doppelwetten sind es zehn — jede mögliche Paarung der fünf Auswahlen. Auf der nächsten Stufe sind es wiederum zehn Dreierwetten, dann fünf Vierfachwetten und schliesslich eine einzige Fünffachwette, die alle fünf Auswahlen miteinander verbindet. Fünf plus zehn plus zehn plus fünf plus eins ergibt 31.

Diese Verteilung ist der eigentliche Inhalt der Wettform, und sie erklärt auch, warum das Format so heisst: Jede Voraussage wird mit jeder anderen kombiniert, und keine Kombination fehlt. Vollabdeckung bedeutet Vollpreis. Der Name klingt nach einem Unentschieden gegen den Buchmacher, die Struktur ist aber das Gegenteil einer Wette, die den Zufall umgeht: Sie erzeugt schlicht mehr Wetten auf dieselben fünf Meinungen.
Wer eine Lucky 31 mit einer Lucky 15 vergleicht, sieht den Sprung: Die Lucky 15 hat vier Auswahlen und 15 Wetten, die Lucky 63 hat sechs Auswahlen und 63 Wetten. Eine Auswahl mehr verdoppelt die Zahl der Wetten nicht, sie etwa verdoppelt sie. Ein zusätzlicher Tipp verdoppelt auch den Einsatz, und er verdoppelt auch die Zahl der Wetten, in denen sich eine einzelne Fehleinschätzung durch das ganze Bündel frisst.
Was ein Schein mit vielen Einzelwetten wirklich bindet
Hier liegt die unangenehmste Eigenschaft des Formats. Bei einer Einzelwette entscheidet eine Voraussage über Gewinn oder Verlust. Bei einer Lucky 31 entscheidet jede Voraussage über einen Teil des Bündels, und eine einzige falsche Voraussage löscht einen erheblichen Teil der 31 Wetten aus. Fällt eine Auswahl aus, verliert man jede Wette, in der sie steckt — die Einzelwette auf diese Auswahl, die vier Doppelwetten mit ihr, die sechs Dreierwetten, die vier Vierfachwetten und die Fünffachwette. Man behält die verbleibenden Wetten der anderen Voraussagen, aber die Vollabdeckung ist dahin, und mit ihr die Annahme, die man beim Kauf eigentlich gehegt hatte.
Genau darum ist die Lucky 31 kein Instrument zur Risikostreuung, für das sie im Marketing gern ausgegeben wird. Sie streut nicht das Risiko, sie streut den Einsatz. Ein höherer Gesamteinsatz auf mehrere Wetten mit positiver Erwartung des Veranstalters bleibt ein höherer Gesamteinsatz mit derselben negativen Erwartung für die Spielenden. Das ist keine moralische Bemerkung, sondern Arithmetik: Die Marge sitzt in jeder einzelnen der 31 Quoten, und sie sitzt 31 Mal dort.
Der Einsatz pro Linie entscheidet alles
Die Zahl, mit der Neueinsteiger am häufigsten stolpern, steht auf dem Wettschein ganz klein: der Einsatz pro Linie. Er ist nicht der Gesamteinsatz. Wer CHF 1 pro Linie wählt, zahlt CHF 31 für den Schein. Wer CHF 10 pro Linie wählt, zahlt CHF 310. Der Rechner, den das System im Hintergrund führt, multipliziert den gewünschten Einsatz automatisch mit 31 — und die gängige Bestätigungsansicht nennt diese Summe erst, wenn der Schein schon fertig ist. Wer sein Budget an einem Abend im Griff haben will, legt die Zahl vor dem Zusammenstellen der fünf Auswahlen fest und rechnet sie mal 31, nicht währenddessen.
Der Mindesteinsatz pro Linie kommt dazu. Bei Jouez Sport liegt er online bei CHF 2, was CHF 62 Gesamteinsatz bedeutet. Bei Sporttip liegt er bei CHF 1, was CHF 31 bedeutet. Bei einem Multiple in einer Verkaufsstelle sind es CHF 3 in Genf oder Lausanne — dann kostet derselbe Schein CHF 93, ohne dass die 31 Wetten sich auch nur ein bisschen verbessern. Es gibt keinen Rabatt für die Tonne, nur einen Aufpreis für den gleichen Inhalt.
Rechtlich sauber spielen: was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz — BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019 — und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht von der ESBK: Diese beaufsichtigt ausschliesslich die Casinos. Für einen Anbieter braucht es eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel nach Artikeln 21 bis 25 BGS, und diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.
Die Gebietsaufteilung ist keine Nuance, sondern eine Zugangshürde. Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich durchgeführt, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, mindestens 18 Jahre und eine einmalige Registrierung; die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Eine Lucky 31 bewegt sich in diesem Rahmen, aber sie berührt eine zweite Grenze: Die zugelassene Angebotspalette ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten; Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Corner- und Kartenmärkte erscheinen auf dieser Liste nicht, eine Esports-Sektion ebenfalls nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Für eine Systemwette heisst das: Fünf Auswahlen sind schnell gefunden — fünf, die auch alle auf der erlaubten Liste stehen, nicht immer.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Die Wetten laufen unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer eine Livewette in eine Lucky 31 einbaut, sollte diesen Satz im Kopf behalten, denn er sagt: In den Minuten, in denen der Markt am aufregendsten ist, ist der Schutz am dünnsten.
Nicht reguliert ist der Cash-Out; er ist reine Anbieterfunktion. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Ein weiterer Punkt, den die Werbesprache gern verschweigt: Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahre oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nach Auffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle. Ausländische Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden; die Sperrliste wurde erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht und umfasste Ende 2025 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Aufsicht nennt dieses Domain-Hopping und führt unter anderem Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele; bet365 steht auf der Liste.
Das ist die Rechtslage in einem Satz, den man ohne Drama aussprechen kann: Wer in der Schweiz wohnhaft ist und eine Lucky 31 spielen will, kann sie bei einem der zwei Veranstalter spielen und geniesst dann den vollen hiesigen Schutz — mit einer geschlossenen Sport- und Marktliste, Wohnsitzpflicht und Identitätsprüfung. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anbindung an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsschutz, und Gewinne sind nach kantonaler Praxis steuerbar. Keine der beiden Varianten ist per se «die sichere Wahl».
Verantwortungsvoll spielen: warum ein Bündel aus 31 Wetten schneller am Limit ist
Ein Paket aus vielen Teilwetten bindet schnell einen grösseren Betrag; ein im Voraus festgelegtes Limit für Verluste hält das Risiko überschaubar. Der Satz steht in jedem Spielerschutz-Merkblatt, und bei einer Lucky 31 hat er eine besondere Schärfe, weil der Einsatz nicht schrittweise wächst, sondern in einem Zug entsteht. Wer fünf Auswahlen zusammenklickt, hat keine fünf kleinen Entscheidungen getroffen, sondern eine grosse.
Die Limiten setzen in der Schweiz die Spielenden selbst, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz erst nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein staatlich fixierter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.
Bei Sporttip konkretisiert sich das so: Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer diese Limiten kennt, kann eine Lucky 31 daran messen, statt sie daran vorbeizuspielen.
Die Spielsperre ist der stärkere Hebel. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Zu den nüchternen Zahlen gehört eine, die man nicht beschönigen sollte: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch und verkaufte in 47.5 % von 200 Fällen an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person. Wer glaubt, der Schutz an der Theke sei lückenlos, hat hier eine Zahl, die das Gegenteil sagt. Im Online-Kanal greift die Identitätsprüfung nach den Vorschriften deutlich früher, weil ohne registriertes Konto kein Schein entsteht.
Und noch eine Verhaltensregel, die sich aus dem Format selbst ergibt: Wer den Schein mit Cash-Out beendet, sollte wissen, dass er damit nicht nur einen Teilgewinn realisiert, sondern auch jede weitere Chance auf die restlichen Wetten aufgibt. Der Cash-Out-Betrag liegt systematisch unter dem möglichen Gewinn, und er fällt bei jedem Zusatzboost dahin.
Wettarten, Stufen und Quoten: wie die 31 Wetten gerechnet werden
Was auf dem Wettschein steht
Die Wettmärkte, in denen sich fünf Auswahlen für eine Lucky 31 finden lassen, sind die üblichen: Ergebnisse, Handicaps, Tore oder Punkte über und unter einer Linie, und seit der Einführung von Bet-Builder-Funktionen auch Kombinationen von Ereignissen innerhalb desselben Spiels. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist der Fall, der alle 31 Wetten auf einmal auslöscht, und er ist der Grund, warum man Korrelationen zwischen den fünf Auswahlen meiden sollte, wenn sie nicht ausdrücklich als Kombination vorgesehen sind.
Wichtiger für den Alltag ist die Definition der regulären Spielzeit. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer fünf Pokalspiele zu einer Lucky 31 verbindet und mit «Aufstieg» kalkuliert, hat in Wahrheit 90 Minuten gebucht.
Die Zahl, die niemand auf dem Schein sieht: der Quotenschlüssel
Jede Quote enthält den Anteil, den der Veranstalter einbehält. Der Quotenschlüssel, auch Auszahlungsquote genannt, ist der Anteil aller Einsätze eines Marktes, der an die Spielenden zurückfliesst: eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes. Die Marge ist 100 Prozent minus diesem Schlüssel. Das ist keine versteckte Gebühr und kein Betrug, sondern die Art, wie ein Buchmacher existiert.
Bei einer Lucky 31 wird diese Marge 31 Mal eingezogen. Wer fünf Auswahlen in Einzelwetten spielt, zahlt die Marge fünf Mal. Wer dieselben fünf Auswahlen in einer Lucky 31 spielt, zahlt sie einunddreissig Mal — und bezahlt zusätzlich das Geld für die Wetten, die bei einer einzigen falschen Voraussage ohnehin sterben. Das ist die ehrlichste Beschreibung der Wettform, die man geben kann, und sie kommt ohne Werturteil aus.
Was ein Gewinn tatsächlich zurückbringt
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Diese Rundung ist klein, aber sie läuft immer in dieselbe Richtung.
Für eine Lucky 31 heisst das konkret: Jede der 31 Wetten trägt eine eigene Quote, und die Auszahlung des Scheins ist die Summe der Auszahlungen aller Linien, die gewonnen haben. Es gibt keine einzige «Quote des Scheins» — auch wenn die Anzeige im Wettschein gern eine Gesamtquote suggeriert, die als Produkt der fünf Einzelquoten nur für die Fünffachwette gilt. Genau das ist die häufigste Fehlerwartung, und sie ist teuer.
Ein Rechenbeispiel, das keinen Anspruch auf eine echte Marktquote erhebt, sondern nur die Mechanik zeigt: Angenommen, die fünf Auswahlen stehen bei Quoten von 1.50, 2.00, 2.50 und zweimal bei 2.00, und gesetzt werden CHF 1 pro Linie. Dann kostet der Schein CHF 31. Gewinnt nur die stärkste Einzelwette, bringt sie CHF 1.50 zurück — ein Ergebnis, das die meisten Käufer einer Lucky 31 schlicht nicht erwarten. Gewinnen die beiden Aussenwahrscheinlichkeiten 1.50 und 2.50, kommen aus den Einzelwetten CHF 4.00 zusammen, und die Doppelwette auf diese beiden bringt bei einer Gesamtquote von 3.75 weitere CHF 3.75. Aus sieben Wetten werden also rund CHF 7.75 bei CHF 31 Einsatz.
Der Rückfluss hängt dabei vollständig an der Zahl der Treffer, nicht an der Qualität der Analyse — und genau darum gehört das Ergebnis als Band mit Bedingung auf die Seite und nicht als eine Zahl. Gewinnen von fünf Auswahlen drei, liegt der Rückfluss grob in der Grössenordnung des Einsatzes bis zum Doppelten, je nachdem, welche der drei es erwischt haben: Drei Aussenseiter treffen anders als drei Favoriten, und die Verteilung der Treffer über die Stufen entscheidet, ob ein Vierschein oder ein Zweierschein den Löwenanteil trägt. Gewinnen alle fünf, liefert die Kombination der Stufen ein Vielfaches — wobei selbst dieser Fall den Schein nicht automatisch profitabel macht, weil das Geld für die 30 verlorenen Linien und die Marge in jeder der 31 Quoten bereits bezahlt ist. Das ist der Punkt, den der Name der Wette verschweigt: «Lucky» beschreibt die Hoffnung des Käufers, nicht die Struktur des Produkts.
Die geprüften Anbieter und was sie für eine Systemwette bedeuten
Sporttip (Swisslos) — die Systemwette mit dem höchsten Einzelspielraum in der Schweiz
Sporttip ist ein Produkt von Swisslos, der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Lotterien und Sportwetten auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 durchführt. Für Sportwetten hält Swisslos eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Swisslos-Vertragsgebiet wohnhaft sind, also in den deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.
Für eine Lucky 31 sind die Einsatzlimiten die zentrale Angabe: Mindestens CHF 1 pro Linie, höchstens CHF 10’000 Einsatz für eine Systemwette — während eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 gedeckelt ist. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Praktisch heisst das: Bei einem Mindesteinsatz von CHF 1 pro Linie kostet der kleine Schein CHF 31, und der Rahmen lässt bis zu gut CHF 322 pro Linie zu. Das ist mehr Luft, als die meisten Spielenden je brauchen werden, und es ist auffällig, wie viel mehr Raum die Systemwette gegenüber der Einzelwette bekommt.
Auszahlungen laufen über das Sporttip-Wallet. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; innert 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos; gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben. Beide Fristen sind im Alltag irrelevant und im Streitfall entscheidend.
Ein Wort zu den Boosts, weil sie die Rechnung einer Systemwette verzerren können: Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind begrenzt. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung begrenzt, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Eine fünf Auswahlen umfassende Lucky 31 erreicht die Schwelle von vier Voraussagen mit Quote ab 1.50 bereits, wenn vier ihrer fünf Voraussagen hoch genug gequotet sind — und der Boost, der dann auf den Nettogewinn aufgeschlagen wird, ist bei einem Schein mit zweistelligem Einsatzvolumen mehr wert als bei einer einzelnen Zehnernote. Nur: Er verfällt bei Cash-Out, und er verlangt, dass die Voraussagen auch einzeln im Schein liegen.
Kurz: Wo Sporttip den grössten Spielraum für eine Systemwette bietet, bietet das gleichzeitig die grösste Verführung, den Einsatz pro Linie höher zu setzen, als das Budget hergibt. Die Limite ist keine Empfehlung.
Jouez Sport (Loterie Romande) — niedrigere Obergrenzen, aber die klarste Scheinrechnung
Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch hier liegt eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz vor, unter Aufsicht der Gespa, und ein Online-Konto setzt Wohnsitz im Gebiet voraus.
Die Einsätze sind enger gesetzt: online mindestens CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für eine Lucky 31 ist die zweite Zahl die wirksame: CHF 7’500 geteilt durch 31 erlaubt rechnerisch gut CHF 241 pro Linie, aber die Limite für den Schein ist die griffigere Grösse und bleibt weit unter dem, was Sporttip für die Systemwette zulässt. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Diese Obergrenzen sind der eigentliche Unterschied zu Sporttip, und sie wirken eher in der Gegenrichtung als in der, die man vermuten würde. Wo ein Anbieter die Scheinobergrenze so explizit nennt, wird der wirkliche Gesamteinsatz sichtbarer — und damit auch für den Spielenden selbst. Bei einem Multiple in der Verkaufsstelle fällt der Mindesteinsatz auf CHF 3, was den Mindestschein auf CHF 93 hebt. Wer seine erste Lucky 31 dort spielt, zahlt also fast das Dreifache des Online-Mindestscheins.
Kurz: Wer das Bündel bewusst als Instrument mit variablem Gesamteinsatz nutzen will, findet hier den engeren, klareren Rahmen. Wer die Obergrenze als Einladung liest, sich das Maximum zu erlauben, hat bei Jouez Sport weniger Spielraum, sich zu übernehmen.
IviBet, bet365, Jackbit, Sportaza, HornetBet, Bahigo, FortuneJack und Coolzino — die Liste der ausländischen Angebote
Die acht folgenden Namen stehen in diesem Vergleich, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — nicht, weil sie hier eine Zulassung hätten. Keiner dieser Anbieter verfügt über eine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Diese Anbieter sind nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Für eine Systemwette heisst das: Wer dort eine Lucky 31 oder ein vergleichbares Bündel spielt, tut das ausserhalb des Rahmens, in dem Mindest- und Höchsteinsätze, Limiten und Spielsperren schweizerisch geregelt sind. Diese Anbieter sind hier beschrieben und eingeordnet, nicht empfohlen.
IviBet erscheint im Vergleich ohne Schweizer Bewilligung; eine Bewilligung, auf die sich der Anbieter beruft, ist nicht erhoben, und eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung. Für Spielende im Swisslos- oder Loterie-Romande-Gebiet ist damit offen, welchen Schutz sie dort erwarten könnten. Wer eine Systemwette plant, sollte vorab in den eigenen Geschäftsbedingungen nachlesen, wie der Anbieter Mindest- und Höchsteinsatz pro Linie regelt und ob es ein Cash-Out für Systemwetten gibt; für eine Lucky 31 ist das die praktische Frage, an der sich ein Angebot misst.
bet365 steht nach Angaben der Aufsicht auf der Schweizer Sperrliste. Dass eine Domain blockiert ist, heisst nicht, dass sie für jeden unerreichbar wird — die Aufsicht nennt das Domain-Hopping, bei dem blockierte Domains innert Stunden durch neue ersetzt werden. Wer dort spielt, verlässt die schweizerische Schutzlogik, und das ist bei einem Bündel aus 31 Wetten mit einem Gesamteinsatz im dreistelligen Frankenbereich eine andere Grössenordnung als bei einem einzelnen Tipp.
Jackbit trägt ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Über seine Systemwetten-Regeln sagt das nichts aus — es sagt nur, dass sie nicht an den Schweizer Mindest- und Höchsteinsätzen gemessen werden und dass eine Beschwerde über die Auszahlung eines gewonnenen Scheins nicht über eine Schweizer Aufsicht läuft. Wer hier eine Lucky 31 kalkuliert, sollte den Gesamteinsatz auf dem eigenen Wettschein und nicht auf einer freiwilligen Angabe beruhen lassen.
Sportaza ist im Vergleich ohne Schweizer Bewilligung geführt. Der Punkt, an dem sich das für eine Systemwette auswirkt, ist die Auszahlung eines Scheins, der aus vielen Linien besteht: Ob und wie ein Anbieter die Auszahlung einer Systemwette stückweise ausweist, ist seine eigene Entscheidung, und niemand prüft sie hierzulande nach Schweizer Massstab.
HornetBet gehört zur selben Gruppe. Ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Anschluss an das Sperrregister, und ob Zeiten für Ein- und Auszahlungen eines so grossen Scheins eingehalten werden, liegt allein beim Anbieter. Wer trotzdem wissen will, was eine Lucky 31 dort kostet, muss die Einsatzgrenzen pro Linie aus den Anbieterbedingungen selbst zusammensuchen.
Bahigo ist keine bewilligte Schweizer Veranstalterin. Eine Systemwette über 31 Linien erzeugt dort einen Gesamteinsatz, über dessen Obergrenze nur die eigenen Regeln Auskunft geben. Die Schweizer Höchsteinsätze für Einzel- und Kombiwetten lassen sich nicht als Vergleich heranziehen, weil sie hier nicht gelten.
FortuneJack ist entsprechend ohne Schweizer Bewilligung gelistet. Wer einen Schein mit 31 Wetten abschliesst, bindet Kapital, und ohne Schweizer Rechtsschutz kann er im Streit um eine strittige Auszahlung nicht auf die hiesigen Verfahren zurückgreifen. Das ist die relevante Kostenzeile dieser Anbieter, und sie steht nicht auf deren Startseite.
Coolzino schliesst die Liste als weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Bei einem Bündel dieser Grösse entscheidet sich das Ergebnis nicht an der Werbeseite, sondern an den Bedingungen für Systemwetten — und diese Bedingungen sind für Schweizer Spielende bei einem ausländischen Anbieter nach fremdem Recht ausgestaltet.
Wer in diesem Abschnitt nach einem Anbieter für eine Lucky 31 gesucht hat: Der einzige Weg zu einem Schein unter Schweizer Regeln führt über Sporttip oder Jouez Sport, je nach Wohnkanton. Diese Anbieter sind hier aufgeführt, damit die Wahl eine informierte ist, nicht weil sie unter den hiesigen Schutz fallen.
Was von einer Lucky 31 am Ende wirklich übrig bleibt
Eine Lucky 31 ist eine elegante Konstruktion und ein teurer Kauf. Das ist kein Widerspruch: Die Vollabdeckung ist in sich konsequent, sie lässt keine Kombination aus, und genau deshalb kostet ein Schein mit fünf Voraussagen das Einunddreissigfache einer einzelnen Wette. Wer diesen Mechanismus einmal verstanden hat, sieht jede Anzeige für eine «Lucky»-Wette anders. Sie verspricht keine höhere Chance auf einen grossen Gewinn; sie erzeugt eine grössere Zahl von Wetten auf dieselben fünf Meinungen, und jede davon trägt eine Marge.
Für wen lohnt sich das? Für die meisten Spielenden in der Schweiz ist die Einzelwette oder die kleine Kombiwette die günstigere Art, dieselbe Meinung zu Geld zu machen. Wer die Systemwette trotzdem reizvoll findet, sollte den Gesamteinsatz vorher ausrechnen und die 31 Mal einbeziehen, die Limite nicht als Massstab lesen und eine falsche Voraussage gedanklich durchspielen: Aus welchen Wetten lebt der Schein dann noch, und reicht mir das? Gewinnt man alle fünf, liefert das Bündel ein Vielfaches — aber diese Zahl ist das Ergebnis der Kombinatorik, keine Wahrscheinlichkeitsaussage und kein Versprechen.
Am Ende bleibt bei einer Lucky 31 weniger Neues zu lernen als zu rechnen. Die Struktur ist in drei Sätzen erklärt, und danach geht es nur noch darum, ob der Einsatz ins Budget passt und ob die fünf Auswahlen überhaupt einzeln auf dem erlaubten Wettprogramm stehen. Wer diese beiden Fragen bejahen kann, kann das Format benutzen, ohne sich etwas vorzumachen. Wer sie offenlassen muss, hat in der Einzelwette dasselbe Urteil über ein Spiel, nur mit einem Sechsunddreissigstel des Geldes.
Häufige Fragen zu Lucky 31 Wetten
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover- oder Systemwette auf fünf Auswahlen. Aus diesen fünf werden alle möglichen Kombinationen gebildet, insgesamt 31 einzelne Wetten auf einem Schein. Man gewinnt nicht den Schein als Ganzes, sondern jede Linie einzeln — deshalb hängt das Ergebnis daran, welche der fünf Voraussagen tatsächlich treffen.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzelwetten, Doppel, Dreier, Vierfach- und Fünffachwette?
Die Aufteilung folgt der Kombinatorik: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette, die alle fünf Auswahlen verbindet. Zusammen sind das 31 Wetten. Jede Voraussage wird mit jeder anderen kombiniert, und keine mögliche Kombination fehlt.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Die Zahl im Namen nennt die Wetten, nicht die Auswahlen. Die Lucky 15 hat vier Auswahlen und 15 Wetten, die Lucky 31 hat eine Auswahl mehr und 31 Wetten, die Lucky 63 hat sechs Auswahlen und 63 Wetten. Eine einzige zusätzliche Voraussage verdoppelt ungefähr das Bündel und damit auch den Gesamteinsatz.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie mal 31. Bei CHF 1 pro Linie kostet der Schein CHF 31, bei CHF 10 pro Linie CHF 310. Die Mindesteinsätze pro Linie unterscheiden sich je nach Anbieter und Kanal; deshalb steht die Zahl, die am Ende abgebucht wird, erst beim Multiplizieren fest.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für eine Lucky 31 ist diese Scheinobergrenze die wirksame Grenze.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält; der Quotenschlüssel eines Marktes ist eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes, und die Marge ist 100 Prozent minus diesem Schlüssel. Bei 31 Wetten wird diese Marge 31 Mal eingezogen, auch wenn die Voraussagen dieselben fünf bleiben.
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Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
