Online Serie A wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und was es kostet
Ladevorgang...
Wer aus der Schweiz auf die italienische Liga wetten will, stösst zuerst nicht auf Vereine, sondern auf eine Zahl: zwei. Sporttip und Jouez Sport, sonst niemand. Alles andere – die Quoten, die Marge, die Limiten, die Steuer – ordnet sich dieser Ausgangslage unter.
Stand: Oktober 29, 2026; die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Veranstalterbewilligungen nach Geldspielgesetz und die Aufsicht der Gespa geprüft.
Inter Mailand holte in der Saison 2025/26 den 21. Meistertitel der Vereinsgeschichte und lag am Ende bei 87 Punkten. Das ist der Schlusspunkt einer Liga, die von Ende August bis Ende Mai läuft und in der jede Mannschaft 38 Spieltage absolviert. Wer auf diese Liga wettet, wettet auf einen Kalender, der seit über zwanzig Jahren derselbe ist – und auf ein Angebot, das in der Schweiz strenger begrenzt ist als fast überall sonst in Europa.
Der italienische Spielplan: was ein Serie-A-Jahr für Schweizer Wettende bedeutet

Serie A ist ein geschlossener Kreis von zwanzig Vereinen. Seit der Saison 2004/05 spielen genau zwanzig Mannschaften, vorher waren es achtzehn. Jeder Verein trifft jeden Gegner zweimal, zu Hause und auswärts, was 38 Spieltage ergibt. Von der ersten Runde im Spätsommer bis zur letzten im Frühling gibt es damit achtunddreissig Gelegenheiten pro Verein, und für den Wettenden heisst das: ein Rhythmus, der fast durchgehend läuft, mit einer Winterpause, die in Italien traditionell kurz ausfällt.
Diese Zahl 38 ist mehr als eine Statistik. Sie ist der Grund, warum Langzeitwetten auf die Serie A überhaupt funktionieren. Ein Meistertitel entscheidet sich über ein Dutzend Spiele, ein Abstieg über noch mehr, und wer im August auf einen Meister setzt, hält seine Wette zehn Monate lang. Genau daraus entsteht die eigentliche Besonderheit dieser Liga für Schweizer Wettende: Die langlaufenden Märkte sind die interessanten, und die sind in der Schweiz an denselben geschlossenen Katalog gebunden wie die kurzen.
Wer unten landet, verlässt die Liga direkt. Die letzten drei Mannschaften steigen in die Serie B ab. Aus der zweiten Liga kommen die beiden Erstplatzierten und der Sieger der Play-offs, an denen die Vereine auf den Plätzen drei bis sechs teilnehmen. In der abgelaufenen Saison traf es US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 und Pisa SC mit 18. Dass der Abstand zwischen dem drittletzten und dem letzten Platz sechzehn Punkte beträgt, sagt etwas über die Spreizung in der unteren Tabellenhälfte – nicht über die Qualität der Liga, sondern über den Abstand zwischen einem Verein, der sich knapp hält, und einem, der die Saison über nicht mithält.
Bei Punktgleichheit entscheidet in der Serie A der direkte Vergleich. Entscheidungsspiele gab es bis zur Saison 2005/06, seither nicht mehr. Das ist keine Fussnote für Historiker. Es ist der Grund, warum zwei Mannschaften mit gleicher Punktzahl am letzten Spieltag nicht dieselbe Platzierung bedeuten können – und warum eine Wette auf eine Platzierung oder auf die Champions-League-Qualifikation an einem Kriterium hängt, das der Tabellenrechner auf den ersten Blick nicht zeigt. Platzierungsmärkte sind damit fehleranfälliger als ein einfacher Sieg-Tipp, und wer sie nutzt, sollte den direkten Vergleich kennen.
Die Liga wird von der Lega Nazionale Professionisti Serie A organisiert, kurz Lega Calcio, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands FIGC. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den ersten Titel gewann der CFC Genua. Den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946, mit der die Lega Calcio entstand. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, dahinter Inter Mailand mit 21 und der AC Mailand mit 19.
Wer die Titelzahlen liest, sieht sofort die Verschiebung. Inter hat in der Saison 2025/26 auf 21 gestellt und damit den Abstand zu Milan auf zwei Titel vergrössert, während Juventus weiter bei 36 steht. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter mit 17 Toren. Siebzehn Tore für die Torjägerkrone sind für italienische Verhältnisse ein niedriger Wert – wer in der Vorsaison auf einen Torjäger mit dreissig Treffern gesetzt hatte, wurde für die Erwartung bezahlt, die diese Liga nicht mehr durchgehend liefert.
Was daraus für Schweizer Wettende folgt, ist unspektakulär, aber nützlich: Die Serie A ist eine Liga mit stabiler Struktur und langsamer Verschiebung an der Spitze. Wer ein Jahr lang mitliest, kennt die Tabellenlage im Frühling besser als im September. Ein Tipp, der im August genauso klingt wie im April, ist meistens keiner.
Zwei Bewilligungen, ein Vertragsgebiet, ein Wohnsitzkriterium
Der entscheidende Punkt für Schweizer Wettende steht nicht in der Tabelle, sondern im Gesetz: Sportwetten sind bewilligungspflichtig, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Beide decken je ein eigenes Gebiet ab, und ein Online-Konto bekommt nur, wer in diesem Gebiet wohnt.
Für die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ist Swisslos zuständig, mit Sporttip als Produkt. Die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura werden von der Loterie Romande mit Jouez Sport bedient; das Unternehmen nennt Lausanne als Sitz, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Konkret: Wer in Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, und wer in Genf wohnt, kein Sporttip-Konto. Die Grenze ist nicht technisch, sie ist strukturell.
Was das mit dem Spielplan der Serie A zu tun hat, ist schnell erzählt. Die Liga liefert das ganze Jahr über Anlässe, aber der Zugang zu ihnen hängt am Wohnkanton. Ein Umzug innerhalb der Schweiz kann aus einem Wettkonto ein geschlossenes machen. Das ist kein Detail am Rand; es ist die Bedingung, unter der alles andere auf dieser Seite steht.
Die geprüften Veranstalter im Vergleich: wer welche Liga anbietet und unter welchen Bedingungen
| Anbieter | Bewilligungsstatus | Veranstalter beziehungsweise Bewilligung nach Angaben des Anbieters |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, Sportwetten unter dem Namen Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Loterie Romande in Lausanne, Westschweizer Kantone |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| myBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung nach Art. 4 BGS |
Die Spalte mit den acht ausländischen Marken steht nicht zum Spass dort. Schweizer Wettende treffen diese Seiten täglich über Werbung, über Streaming und über Suchtreffer, und die Zeile «keine in der Schweiz gültige Bewilligung» ist die einzige Auskunft, die für die Entscheidung wirklich zählt. Eine Bewilligung aus einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.
Was in der Tabelle nicht steht, ist die eigentliche Rechnung. Zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung haben ein geschlossenes Wettprogramm, ein Wohnsitzkriterium und eine Identitätsprüfung. Die acht ausländischen Marken haben das nicht, dafür aber auch keine Schweizer Bewilligung – und damit keine Schweizer Aufsicht. Der Vergleich ist deshalb kein Vergleich zweier Produkte, sondern zweier Rechtsräume. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter gewinnt, gewinnt in einem Verfahren, in dem Schweizer Instanzen ihm nicht helfen können.
Wie sich die Seria-A-Wette einordnet
Bevor es um einzelne Märkte geht, lohnt ein Blick auf das, was die Liga dem Schweizer Markt liefert: einen Katalog von Ereignissen, die alle untereinander vergleichbar sind. Zwanzig Vereine, dieselbe Zahl von Spielen, dieselbe Tabellenlogik über Jahre. Das macht die Serie A zu einer Liga, in der Formkurven tatsächlich etwas aussagen – im Unterschied zu Wettbewerben, in denen die Teilnehmer jedes Jahr wechseln.
Zwanzig Mannschaften, achtunddreissig Runden, drei Absteiger, direkter Vergleich bei Punktgleichheit: Das sind die Parameter, mit denen jede Wette auf diese Liga arbeitet. Wer ein halbes Jahr lang mitschreibt, hat ein besseres Bild als die Quote, und das ist der einzige Vorteil, den ein Wettender in einem Markt mit eingebauter Marge überhaupt haben kann.
Was die Rechtslage für Serie-A-Wetten konkret bedeutet
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht von der ESBK – die Aufsichtsbehörde für Casinos hat mit Sportwetten nichts zu tun. Eine Bewilligung braucht zwei Teile, eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Was auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten steht
Der erlaubte Katalog ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer Liste, die in der Fassung vom 10. September 2026 vorliegt. Es gibt keine zweite Liste mit weiteren Bewilligungen, weil es keine weiteren bewilligten Anbieter gibt.
Einige Punkte daraus sind für Serie-A-Wettende praktisch relevant. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenso. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind untersagt.
Was heisst das in der Praxis? Wer einen Markt sucht, den er von ausländischen Seiten kennt – Eckbälle, gelbe Karten, eine TV-Show –, findet ihn bei den bewilligten Anbietern nicht. Das ist keine technische Lücke, sondern die Konsequenz einer Liste, die jede Wettart einzeln aufführt.
Livewetten sind erlaubt, sowohl vor dem Spiel als auch während des Spiels, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt. Eine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Cash-Out ist dagegen nicht geregelt; es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, und wie sie ausgestaltet ist, steht in dessen Bedingungen.
Die Bewilligung und was sie nicht abdeckt
Wer eine Swisslos- oder Loterie-Romande-Wette abschliesst, bewegt sich in einem Rahmen, der vom Gesetz bis zum Vollzug durchdacht ist. Die Kehrseite ist, dass dieser Rahmen eng ist: zwei Anbieter, ein geschlossener Sportarten- und Wettkatalog, ein Wohnsitzkriterium, eine Identitätsprüfung. Wer mehr Auswahl will, findet sie nicht innerhalb dieses Systems.
Der Nettoertrag aus den bewilligten Spielen geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Ein kleiner Rückgang in einem Jahr, der sich in dieser Grössenordnung bewegt – der Sporttip-Umsatz ist kein Wachstumsfeld, in dem ein Anbieter um jeden Kunden kämpft, und das merkt man am Angebot.
Warum eine ausländische Bewilligung hier nichts wert ist
Gespa-Bewilligungen gelten nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land entfaltet hier keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Anbieter, nicht der Spielende.
Kein Schweizer Schutz heisst konkret: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht über Auszahlungen und Fairness. In Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und führt unter anderem Interwetten und Bet-at-Home in diesem Zusammenhang, während sie bet365 als auf der Liste stehend nennt. Ein Block ist eine Hürde, keine Mauer.
Zahlungen im bewilligten Bereich laufen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers, und Kredite an Spielende sind untersagt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht. Umgekehrt existiert in der Schweiz kein Zahlungsblockierungsinstrument gegen unerlaubte Wettseiten – Banken und Kartenherausgeber sperren solche Zahlungen nicht. Wer die Wahl hat, hat sie ohne Netz.
Verlustlimiten, Spielsperre und was davon vor der ersten Wette gilt
Das Schweizer Modell legt die Grenzen nicht fest, sondern verlangt, dass der Spielende sie setzt. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Eine feste staatliche Einzahlungsobergrenze gibt es nicht.
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Nach dem Gesetz wirkt eine Erhöhung nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Wer vor dem 21. Geburtstag ein Konto eröffnet, sitzt also auf einem Zehntel der Limite, die für ältere Spielende offensteht. Das ist der Punkt, an dem die Regulierung am unangenehmsten wirkt und am klarsten argumentiert: Wer in diesem Alter gewinnen will, gewinnt weniger, und wer verlieren will, verliert weniger. Ob einem das gefällt, ist eine andere Frage als die, ob es wirkt.
Ein zweites Werkzeug ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Nach dem Gesetz kann eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Dass Sportwetten erst ab 18 Jahren offenstehen und Minderjährige online nicht zugelassen sind, schliesst den Verkaufskanal nicht automatisch ein. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch; an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer annimmt, die Kontrolle am Kiosk sei streng, sollte diese Zahl kennen.
Bei der Online-Registrierung sind mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet nötig, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Eine Sportwette ist damit kein anonymes Geschäft, und wer ein zweites Konto anlegen will, wird schon an der Ausweisprüfung scheitern.
Vor der Wette: die regulatorische Reihenfolge
Auf dieser Seite kommt die Reihenfolge vor dem Lesen: erst die Regeln, dann das Angebot. Wer ein Konto eröffnet, durchläuft sie in umgekehrter Richtung. Die Registrierung kommt zuerst, mit Ausweis und Wohnsitznachweis. Danach steht die Identitätsprüfung, und jede Person darf nur ein Konto führen. Erst dann lässt sich Sporttip überhaupt nutzen, und erst dann verlangt die Plattform die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Ohne diese Werte geht es nicht weiter.
Wer die Limiten hochsetzen will, wartet 72 Stunden. In dieser Zeit läuft die Wette nicht, aber der Entschluss läuft auch nicht weg – genau das ist der Sinn. Ein Konto, das an einem Sonntagabend zu eng wirkt, sieht am Mittwoch anders aus.
Wie aus Form, Tabelle und Quote eine Einschätzung wird
Keine Prognose auf dieser Seite sagt, wer gewinnt, und das ist keine Zurückhaltung, sondern die einzige Haltung, die sich halten lässt. Was sich zeigen lässt, ist, wie eine Einschätzung überhaupt entsteht: aus Form, Tabellenlage und Quoten, gewichtet nach dem eigenen Urteil.
Die Form ist das kurzfristige Signal. In einer Liga mit zwanzig Vereinen und achtunddreissig Runden sagen die letzten fünf Spiele mehr über den Zustand einer Mannschaft als über ihr Niveau. Die Tabelle ist das langfristige Signal, und in der Serie A kommt der direkte Vergleich bei Punktgleichheit hinzu – ein Platzierungsunterschied kann an einem Ergebnis hängen, das Monate zurückliegt.
Die Quote ist das Signal, das am meisten missverstanden wird. Sie ist keine Vorhersage, sondern ein Preis. Ein hoher Preis auf einen Aussenseiter heisst nicht, dass die Buchmacher eine Überraschung erwarten; er heisst, dass sie sich gegen sie absichern. Wer das verwechselt, liest Marketing statt Mathematik.
Serie-A-Tipps sind deshalb als Orientierung nützlich und als Einkommensquelle wertlos. Eine gut begründete Einschätzung bleibt unsicher, und keine Begründung hebt die Unsicherheit auf. Wer Tipps als Anlage behandelt, trägt das Risiko eines Glücksspiels und die Erwartung einer Anlage – die beiden passen nicht zusammen.
Der ehrlichere Umgang mit einer Prognose ist der Vergleich. Zu einem Spiel existieren drei Preise, und wer zwei davon gegeneinander abwägt, erfährt mehr über die Einschätzung des Marktes als aus jeder Expertenzeile. Der Markt selbst schätzt, und er schätzt vorsichtig.
Das Limit der Einschätzung
Es gibt einen Punkt, an dem jede Prognose aufhört, nützlich zu sein: dort, wo sie sich nicht mehr von der Quote unterscheidet. Wer auf eine Mannschaft tippt, weil sie zu Hause stark ist, hat nichts gesagt, was nicht im Preis steht. Wer auf sie tippt, weil er die aktuelle Verfassung anders einschätzt als der Markt, hat eine Position. Das ist der Unterschied zwischen einem Tipp und einer Meinung, und er ist der einzige Grund, überhaupt zu wetten.
Einzelwette, Kombi, System: welche Wettarten die Liga hergibt
Wer eine Wette auf ein einzelnes Spiel setzt, hat es mit einer Einzelwette zu tun, und bei Sporttip gilt für Einzel- und Kombinationswetten ein Mindesteinsatz von CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Diese Beträge sind auffällig moderat für einen Anbieter mit einem Umsatzrückgang in den Sportwetten. Ein Maximum von CHF 1’000 pro Einzelwette ist keine Drohkulisse, sondern eine Bremse – wer gross setzen will, kann es hier nicht. Für die meisten Wettenden spielt das keine Rolle. Für alle, die es spielt, ist es die erste Information, die sie brauchen.
Bei der Sporttip-Livewette gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist eine wichtige Klarstellung in einer Zeit, in der Livewetten oft mit einem Stream verknüpft gedacht werden. Zwei Regeln dazu sind unbequem: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheiden kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Im Livegeschäft entscheidet also nicht nur der Ausgang, sondern auch der Moment der Platzierung.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip ausserdem nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist keine Schikane, aber es ist eine Regel, die man kennen muss, bevor man sich über eine stornierte Kombination wundert.
Kombiboosts und Quotenboosts sind im Sporttip-Programm vorhanden, aber mit Bedingungen: Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide lassen sich pro Wettendem nur einmal nutzen und sind in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und staffelt sich deutlich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Wer den vollen Bonus will, muss fünfzehn Beine mit einer Mindestquote von 1.50 kombinieren. In einer Zwanzig-Vereine-Liga ist das eine strukturelle Frage, nicht nur eine arithmetische – so viele hinreichend wahrscheinliche Ausgänge an einem Tag zu finden, gelingt selten.
Cash-Out: was der Knopf wert ist
Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Betrag, den der Cash-Out einbringt, ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und hängt vom Stand der Sportereignisse ab; Swisslos kann ihn jederzeit ändern. Wer einen laufenden Tipp mit einem Klick schliesst, kauft Sicherheit und bezahlt sie mit Abstand. Das ist kein Skandal – es ist eine Funktion, die jedem Cash-Out innewohnt –, aber es ist ein Preis, den man sehen sollte, wenn man den Knopf drückt.
Was die Marge in einer Serie-A-Quote ausmacht
Quoten sind Preise mit einem eingebauten Abschlag. Wer verstehen will, was eine Wette kostet, muss die Quoten aller Ausgänge eines Marktes zusammenrechnen.
Nehmen wir einen illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 – ein Rechenbeispiel, kein angebotener Preis. Der Auszahlungsanteil dieses Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) und liegt bei etwa 0,938, also 93,8 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 % und beträgt damit rund 6,2 %. Was der Buchmacher von jeder Einheit behält, die in diesen Markt fliesst, liegt bei etwa sechs Rappen pro Franken.
Die Bandbreite ist der Punkt. Sechs Prozent Marge sind in einem Hauptmarkt einer grossen Fussballliga ein Wert, der sich sehen lassen kann – bei Nebenmärkten, kleineren Wettbewerben und langlaufenden Märkten wie einem Meistertitel steigt er typischerweise deutlich darüber, weil dort weniger Geld fliesst und die Unsicherheit höher ist. Wer auf Zeit spielt, zahlt den höheren Satz.
Wer die Nettorendite einer Wette hochrechnet, indem er nur die Quote anschaut, übersieht diesen Anteil. Der Auszahlungsanteil von 93,8 % und die Marge von 6,2 % sind derselbe Markt aus zwei Richtungen; die eine Zahl sagt, was zurückkommt, die andere, was hängen bleibt.
Diese Quote ist knapp unter der Zwei für den Favoriten. Das ist ein Ausgang, der etwas wahrscheinlicher als ein Drittel liegt, und wer das Gefühl hat, Wetten seien im Kern eine Frage des richtigen Bauchgefühls, kann an dieser Zahl nachrechnen, wie viel das Buch für das Gefühl nimmt.
Für Meister- und Langzeitwetten schlägt die Marge daher stärker durch als im Spieltagsgeschäft. Eine Wette, die zehn Monate im Markt liegt, wird nicht billiger, weil man lange wartet – im Gegenteil. Langzeitwetten sind das Gegenteil eines Kurzzeitgeschäfts, und ihr Preis verhält sich entsprechend.
Langzeitwetten und das Halten
Eine Meisterwette über die Serie A hat einen anderen Charakter als ein Spieltagstipp, und zwar aus zwei Gründen. Erstens ist der Markt klein: Es gibt nur ein Dutzend realistisch gehandelte Kandidaten, und die Geldmenge in diesem Markt liegt weit unter der eines Spitzenspiels. Zweitens ist die Wette lange gebunden, und wer sie verkaufen will, braucht Cash-Out – bei Sporttip für Langzeitwetten möglich, aber nur vollständig und nicht garantiert.
Der praktische Umgang mit beiden Punkten ist unspektakulär: Wer eine Langzeitwette auf die Serie A setzt, sollte sich vorher klarmachen, dass er sie im Zweifel bis zum Saisonende hält. Wer den Cash-Out als Ausstieg einplant, plant mit einem Betrag, der unter dem möglichen Gewinn liegt.
Die geprüften Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: der bewilligte Veranstalter mit dem geschlossenen Wettprogramm
Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung samt Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, beaufsichtigt von der Gespa.
Zum Vertragsgebiet gehören die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wo andere Anbieter Bundesländer oder Staaten als Zielgruppe führen, führt Swisslos eine Kantonsliste. Wer seine Wette auf die Serie A abschliessen will und nicht in einem dieser Gebiete wohnt, kommt nicht durch die Registrierung.
Preislich arbeitet Sporttip mit einem Instrumentarium, das den Markt eher verwaltet als bewirbt. Der Kombiboost staffelt sich von 5 % bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 bis 100 % bei fünfzehn, alles online und limitiert. Der Cash-Out ist tief und jederzeit änderbar. Die Limiten liegen bei CHF 1 bis CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für Systemwetten. Der Sportwetten-Nettoertrag ging 2025 leicht zurück, auf CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr – ein Anbieter, der nichts verkaufen muss, verhält sich anders als einer, der muss.
Was Sporttip für Schweizer Wettende von den anderen Marken unterscheidet, ist weniger das Produkt als der Rahmen: die gesetzlichen Limiten, die Sperrregister-Anbindung, die Zahlung nur auf ein eigenes Konto, der gemeinnützige Ertrag. Wer dort setzt, hat die volle Schweizer Aufsicht und ein geschlossenes Wettprogramm. Das ist ein Tausch, kein Geschenk.
Die strukturelle Schwäche bleibt die Auswahl. Wer Eckball- und Kartenmärkte kennt, findet sie nicht. Wer fünfzehn Beine für den vollen Kombiboost finden will, sucht in einem Katalog mit zwanzig Vereinen. Und wer in einer Westschweizer Stadt wohnt, findet Sporttip nicht als Option, sondern nur Jouez Sport.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Spiel, ein anderes Gebiet
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der von Swisslos: Veranstalterbewilligung samt Spielbewilligung für ein Grossspiel unter der Aufsicht der Gespa.
Für Serie-A-Wetten heisst das: Im Westschweizer Markt gibt es genau eine bewilligte Anlaufstelle, und ihre Verkaufsstellen sind breit verteilt. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, kann nicht wie ein Zürcher auf das Swisslos-Programm ausweichen. Umgekehrt gilt derselbe Satz für Zürcher, die in Neuenburg wohnen wollen.
Der Vergleichspunkt, der sich aus den Zahlen wirklich ziehen lässt, ist die unterschiedliche Grösse der Organisation: 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende in sechs Kantonen stehen einem Anbieter mit Vertragsgebiet in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein gegenüber. Wo eine Wette abgeschlossen wird, ist damit regional geprägt: In der Westschweiz führt der Weg über den Kiosk, in der Deutschschweiz genauso, aber mit anderem Absender.
Wer sein Konto bei Jouez Sport führt, bekommt die volle Schweizer Aufsicht und die im Gesetz verlangten Schutzinstrumente. Das Preisniveau und die Auswahl stehen auf derselben Stufe wie bei Sporttip, weil beide auf denselben Katalog verpflichtet sind. Ein Umzug über die Kantonsgrenze macht das Konto nicht übertragbar – wer in Freiburg wohnt und nach Bern zieht, verliert seine Plattform.
22Bet: ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
22Bet ist eine ausländische Marke und als solche nicht für die Schweiz bewilligt. Eine Schweizer Bewilligung hat sie nicht, sie steht für Leser, die ihr über Werbung oder Streaming begegnen.
Die Bewilligungslage ist die einzige harte Aussage, die sich hier treffen lässt. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Aufsicht – und die Domain kann jederzeit auf die Sperrliste der Gespa geraten und per DNS blockiert werden. Wer dort spielt, spielt in einem Rechtsraum, der ihn nicht kennt.
Wer auf der Suche nach einem grossen Wettprogramm ist, wird bei solchen Marken eher fündig als bei den beiden Bewilligten. Der Preis dafür ist der Verzicht auf jede Schweizer Durchsetzung. Ob einem das einen Markt mehr wert ist, ist eine persönliche Entscheidung, aber sie ist eine Entscheidung mit zwei ungleichen Seiten.
IviBet: internationaler Auftritt, schweizerisch ungeprüft
IviBet ist ebenfalls eine ausländische Marke und in der Schweiz nicht bewilligt. Die Bewilligungslage entspricht dem, was für die ausländischen Anbieter in dieser Liste gilt.
Was bleibt, ist der Umkehrschluss: Wer eine ausländische Seite nutzt, kann deren Auszahlungspraxis, deren Streitschlichtung und deren Marktangebot nicht gegen Schweizer Aufsicht prüfen lassen. Die Sperrliste der Gespa trifft auch diese Marke, wenn sie dort geführt wird.
Ein Anbieter mit einem internationalen Auftritt wirkt grösser als zwei Schweizer Veranstalter mit einem begrenzten Katalog. Die Grösse liegt aber ausserhalb jedes Mechanismus, der in der Schweiz eine Beschwerde möglich macht.
BassBet: nicht bewilligt, keine Schweizer Anbindung
BassBet tritt als ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine in der Schweiz gültige Bewilligung besteht nicht.
Für Wettende bedeutet das: keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und das Risiko, dass die Domain über die Sperrliste blockiert wird. Wer ein Konto dort führt und auszahlen lassen will, verlässt sich auf die Praxis eines Unternehmens, gegen das kein Schweizer Weg offensteht.
Bei einer Marke ohne bekannte Position im hiesigen Markt ist der ehrlichste Satz, dass sie keiner Schranke unterliegt. Das ist kein Vorteil, auch wenn es so klingt.
Sportuna: ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Sportuna ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung und damit in derselben Gruppe wie die übrigen acht.
Der Unterschied zwischen den bewilligten Veranstaltern und dieser Marke ist nicht die Qualität des Angebots, sondern der Umfang des Schutzes. Zwei Anbieter unter Schweizer Aufsicht stehen acht gegenüber, die ausserhalb jeder hiesigen Zuständigkeit liegen. Wer vergleicht, vergleicht diese zwei Seiten.
Rollbit: nicht bewilligt, kein Schweizer Rechtsweg
Rollbit ist eine ausländische Marke und in der Schweiz nicht bewilligt. Eine Schweizer Bewilligung fehlt.
Das Muster wiederholt sich bei jeder dieser Marken: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit, mögliche Blockade über die Sperrliste. Bei einer Marke mit einer Spezialität ausserhalb des klassischen Sportwettgeschäfts fällt die Sportwette auf die Serie A zusätzlich anders ins Gewicht als bei einem reinen Wettanbieter – wer das Angebot beurteilen will, muss die Bedingungen selbst lesen.
Ohne Bewilligung gibt es keinen Schweizer Massstab, an dem sich die Sportwette auf die italienische Liga bei dieser Marke messen liesse. Das ist die ganze Auskunft.
BillyBets: ausländische Marke, nicht für die Schweiz bewilligt
BillyBets gehört zur Gruppe der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine in der Schweiz gültige Bewilligung besteht nicht.
Wer sich für diese Marke interessiert, sollte zwei Dinge vorher klären: ob sie auf der Sperrliste der Gespa steht oder dort landen kann, und welche Stelle für eine Streitigkeit zuständig wäre. Die zweite Frage hat für Schweizer Wettende keine gute Antwort, weil keine Schweizer Stelle zuständig ist.
Bei einer Marke, über die in der Schweiz nichts bewilligungsrechtlich festgehalten ist, bleibt die Bewertung notgedrungen formal. Swisslos und Loterie Romande werden an Bewilligungen gemessen, die sie haben; hier gibt es keine zu messen.
BetAlright: nicht bewilligt, nur die Sperrliste als Bezugspunkt
BetAlright ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine Schweizer Bewilligung besteht nicht.
Ein Name, der Vertrautheit suggeriert, ändert an der Rechtslage nichts. Die Domain kann blockiert werden; das Sperrregister führt sie nicht; eine Schweizer Aufsicht besteht nicht. Der Weg zu einer Beschwerde führt ins Ausland, mit dem Aufwand, den das bedeutet.
Der Katalog der Gespa-Bewilligungen ist in der Schweiz vollständig – und dieser Name steht nicht darauf. Das ist keine Meinung, sondern eine Feststellung.
myBet: international bekannt, in der Schweiz ohne Bewilligung
myBet ist eine ausländische Marke und für die Schweiz nicht bewilligt. Eine Schweizer Veranstalterbewilligung besteht nicht.
Für Schweizer Wettende auf die Serie A heisst das: keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerde, blockierungsfähige Domain. Wer dort gewinnt, gewinnt in einem Verfahren, das in der Schweiz nicht durchsetzbar ist; wer dort einen Streit hat, führt ihn dort, wo das Unternehmen sitzt.
Ein etablierter Name ist kein Ersatz für eine Bewilligung, und in dieser Frage gibt es in der Schweiz nur zwei Antworten.
Wohin das führt
Wer auf die Serie A wetten will und in der Schweiz wohnt, hat zwei Wege. Der bewilligte Weg führt über Sporttip oder Jouez Sport – mit voller Schweizer Aufsicht, einem geschlossenen Wettkatalog, einem Wohnsitzkriterium, Verlustlimiten und einer Zahlung nur auf das eigene Konto. Der andere Weg führt zu einer der acht ausländischen Marken – mit einem breiteren Programm und ohne jede Schweizer Durchsetzung.
Die Steuer ist der letzte Baustein. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» gilt und keine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender liegt weit darunter und zahlt auf seinen Gewinn weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis voll steuerbar sein – die Praxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Verbindliche Auskunft gibt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.
Für den Regelfall ist die Steuer also kein Faktor. Wer einmal einen grossen Gewinn erzielt, merkt, dass die Frage nach dem Veranstalter plötzlich eine steuerliche ist – und dass der bewilligte Weg hier den mechanischen Vorteil hat: Der Veranstalter führt die Verrechnungssteuer ab, und der Gewinn lässt sich in der Steuererklärung sauber deklarieren.
Gratisspielguthaben und Freiwetten brauchen im Übrigen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wer eine solche Aktion nutzt, spielt mit einem Produkt, das aufsichtsrechtlich genehmigt wurde – und das ist in diesem Markt die Ausnahme, nicht die Regel.
Fragen und Antworten zu Serie-A-Wetten in der Schweiz
Wer darf in der Schweiz Wetten auf die Serie A anbieten?
Sportwetten sind ein Grossspiel und bewilligungspflichtig. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Bewilligung existiert nicht. Jeder Anbieter bedient nur sein eigenes Gebiet, und ein Konto setzt Wohnsitz in diesem Gebiet voraus.
Sind Seria-A-Wetten von der Gespa-Liste abgedeckt?
Zugelassen ist, was auf der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht, in der Fassung vom 10. September 2026. Für die Serie A heisst das: gängige Spiel- und Turniermärkte sind abgedeckt, Eckball- oder Kartenmärkte stehen nicht darauf, ebenso wenig eine Esport-Sektion. Ranglistenwetten sind nur in bestimmten Fällen zulässig.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der mögliche Gewinn ist Einsatz mal Quote. Bei einer Quote von 2.10 und CHF 50 Einsatz ergibt das CHF 105 brutto, davon CHF 55 Nettogewinn. Bei einer Kombinationswette werden die Quoten der einzelnen Beine zu einem Preis multipliziert, sodass schon ein unglückliches Bein die gesamte Wette kostet.
Was bedeutet die Marge bei Meister- und Langzeitwetten?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem Einsatz behält. Bei einem illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 beträgt der Auszahlungsanteil rund 93,8 % und die Marge etwa 6,2 %. In Neben- und Langzeitmärkten wie einem Meistertitel liegt sie typischerweise höher, weil dort weniger Geld fliesst.
Zählt bei Fussballwetten die Nachspielzeit mit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer von etwa 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf das Endergebnis nach 90 Minuten erfasst also die Nachspielzeit, eine Wette auf den Turniersieger nicht.
Ab welchem Betrag wird ein Gewinn besteuert?
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab – je nach Kanton. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.
Fussball – mobilzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
