NHL-Wetten in der Schweiz: Zwei Veranstalter, ein Spielplan, eine Marge

Updated Oktober 2026
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Ein Eishockeypuck liegt auf einer glatten Eisfläche, im Hintergrund erheben sich die dunklen Ränge einer leeren Halle.

Wetten auf die NHL laufen in der Schweiz über genau zwei Veranstalter mit Bewilligung, während der Spielplan der Liga jedes Jahr neu entscheidet, welche Märkte wann überhaupt zur Wahl stehen. Wer hier einen Wettschein ausfüllt, tut das in einem eng abgesteckten Rahmen. Das ist die erste Tatsache, die zählt.

Die National Hockey League (NHL) hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA.

Datenstand Oktober 29, 2026; die Angaben zu Bewilligungen und Limiten wurden gegen die Veröffentlichungen der Gespa und der beiden Veranstalter selbst geprüft.

Spielplan der NHL: was wann zur Wahl steht

Die National Hockey League hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA. Gegründet wurde sie am 22. November 1917 von den Montreal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und Quebec Bulldogs, erster Präsident war Frank Calder. Zahlen, die wie Fussnoten klingen und für den Wettschein trotzdem Folgen haben: eine Liga mit 32 Teams produziert in der Hauptrunde ein Spielvolumen, das jeden Tag mehrere Einzelwetten hergibt, und ein Kalender, der über zwei Länder verteilt ist, produziert Anstosszeiten, die in Schweizer Wohnzimmer fallen — meist spätabends.

Ein zugefrorener Bergsee im Morgendunst, am Ufer steht eine einsame Holzbank zwischen verschneiten Tannen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Hauptrunde und der Rhythmus der Saison

Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams; ab der Saison 2026/27 sind laut Tarifvertrag 84 Spiele vorgesehen. Wer zum ersten Mal auf Eishockey setzt, unterschätzt diesen Rhythmus gern. 82 Spiele pro Team bedeuten, dass ein Klub an vier Abenden in sechs Tagen auflaufen kann. Das verändert zwei Dinge gleichzeitig: die Zahl der Märkte, die der Veranstalter anbietet, und die Aussagekraft dessen, was Sie über eine Mannschaft zu wissen glauben.

Ein Torhüter, der in der Nacht zuvor 40 Schüsse abgewehrt hat, spielt am nächsten Abend entweder nicht oder anders. Diese simple Mechanik ist der Grund, warum Eishockeyquoten stärker auf die Aufstellung reagieren als Fussballquoten. Die Folge für Sie: eine Wette, die Tage im Voraus platziert wird, ist eine Wette auf ein Team, nicht auf ein Aufgebot. Wer die Aufstellung erst am Spieltag gesehen hat, weiss mehr.

Der Sprung von 82 auf 84 Spiele ab der Saison 2026/27 verschiebt den Kalender weiter nach hinten. Der erste Spieltag rückt damit in einen Zeitraum, der schon jetzt eng ist. Praktisch heisst das: derselbe Zeitraum im Frühling trägt mehr Spiele, mehr Nachholtermine und mehr Englische Wochen. Für Livewetten ist das eine gute Nachricht, für Saisonwetten eine schlechtere. Ein Meistertitel lässt sich im April schwerer vorhersagen, wenn mehr Spiele in die Beine gehen.

Playoffs und die Finalserie

Der Stanley Cup der NHL wird in den Playoffs nach der Hauptrunde in Serien im Modus «Best of seven» ausgespielt. Eine Serie, die über maximal sieben Spiele geht, ist der Grund, warum Eishockey ein anderes Wettverhalten erzeugt als Sportarten mit einem einzigen Endspiel. Vier Siege entscheiden die Serie. Zwischen Spiel drei und Spiel vier einer Serie liegen zwei Tage, in denen sich der Kurs derselben Serie zweimal vollständig umdrehen kann.

Die Stanley-Cup-Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026; die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights. Zwei Monate Playoff-Eishockey, jede Serie im Best-of-seven-Modus, und am Ende steht ein Ergebnis, das im April kaum einer auf dem Zettel hatte. Die Carolina Hurricanes holten 2026 ihren zweiten Stanley Cup; als wertvollster Spieler der Playoffs wurde Jordan Staal ausgezeichnet. Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln.

Was folgt daraus für einen Wettschein? Eine Playoff-Serie bietet mehr Einzelmärkte als die Hauptrunde, weil jedes Spiel ein eigenes Ereignis ist und weil der Serienstand selbst zum Gegenstand wird. Zugleich verschwindet die Möglichkeit, eine Serie über den ganzen Verlauf ruhig zu halten: ein 0:2 in Spiel zwei und ein 2:0 in Spiel zwei sind zwei völlig verschiedene Ausgangslagen, und der Kurs für Spiel fünf ist in beiden Fällen ein anderer. Der Spielplan gibt also nicht nur vor, wann gewettet wird, sondern auch, wie schnell sich eine Einschätzung erledigt hat.

Saisonwetten: Meister und wertvollster Spieler

Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz der NHL 2025/26 ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche. Damit steht am Ende der Hauptrunde eine Mannschaft fest, die in der Hauptrunde 121 Punkte gesammelt hat und im Playoff-Viertelfinal trotzdem ausscheiden kann. Genau diese Lücke zwischen Hauptrunde und Playoffs ist der Grund, warum Saisonwetten auf den Meister und Mehrmarktwetten auf den wertvollsten Spieler ihre eigene Logik haben.

Der wertvollste Spieler der Playoffs wird über die Conn Smythe Trophy vergeben, und sie wird erst nach der letzten Finalserie vergeben. Eine Wette darauf ist eine Wette, die über zwei Monate läuft und bis zuletzt offen bleibt. Jordan Staal heisst der Mann für 2026. Dass ein Spieler, der in der Hauptrunde nicht die auffälligsten Werte liefert, in den Playoffs die Auszeichnung holt, ist im Eishockey eher Regel als Ausnahme. Der Posten, den ein solcher Spieler in der Abstimmung einnimmt, folgt aus Einsätzen in einem Zeitraum, den im Oktober noch niemand überblickt.

Saisonwetten stehen nicht das ganze Jahr über zur Wahl. Sie erscheinen in einem Fenster, das sich mit dem Wettprogramm des Veranstalters öffnet und schliesst. Wer zu spät kommt, findet den Markt nicht mehr vor — nicht weil die Quote schlecht gewesen wäre, sondern weil der Veranstalter die Wette abgeräumt hat. Diese Reihenfolge ist die wichtigste praktische Folge des Spielplans: der Markt ist da, wenn er da ist.

Die zehn Anbieter für NHL-Wetten in der Schweiz im Vergleich

Ein Vergleich der zugelassenen Anbieter liest sich hierzulande schnell als Vergleich von zehn Buchmachern. Das ist er nicht. In der Schweiz dürfen Sportwetten ausschliesslich von zwei Veranstaltern mit Bewilligung angeboten werden: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles Weitere wird unten als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihm begegnen. Die Reihenfolge folgt dem zugelassenen Angebot und dann den ausländischen Marken, ohne Rangfolge nach versprochenen Gewinnen.

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter beziehungsweise gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Pribet keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz
X3Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldet: Tobique (Kanada); ohne Geltung in der Schweiz
BetPanda keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz
GG.BET keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz
1Bet keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz
Sportuna keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz
Funbet keine Schweizer Bewilligung als gemeldete Bewilligung nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz

Die Spalte, die am meisten über NHL-Wetten sagt, ist die mittlere. Bei acht der zehn Anbieter steht dort nichts, was in der Schweiz Geltung hätte. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — entfaltet nach Art. 4 BGS keine Wirkung hierzulande. Wer dort eine Wette platziert, hat keine Schweizer Aufsicht im Rücken, keinen Zugang zum Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa führt die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Die regionalen Vertragsgebiete sind die zweite Spalte, die man leicht überliest. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wo Sie wohnen, entscheidet also, welches der beiden Produkte Ihnen überhaupt offensteht.

NHL-Wetten im Überblick: Bonus, Livewetten und Quoten im Eishockey

Eishockey ist eine Sportart, in der ein Spiel regelmässig dreht. Zwei Tore in vier Minuten sind keine Seltenheit, und die Quoten atmen mit. Wer verstehen will, was ein Wettschein kostet, muss zwei Dinge auseinanderhalten: was der Veranstalter mit einer Quote anbietet, und was von jedem eingesetzten Franken nach der Marge übrig bleibt.

Grundlagen: Quote, Einsatz, Auszahlung

Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundung ist keine Nebensache. Sie wirkt gegen den Wettenden, immer, und sie ist gesetzlich nicht geregelt, sondern Hausregel des Veranstalters.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande, in der Ferne liegt die hell beleuchtete Eisfläche einer Halle unter Flutlicht.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit einem grösseren Betrag arbeiten möchte, trifft hier auf eine Wand, die keine Verhandlung kennt.

Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18-Jährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettkampf teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist keine Formalie: es schliesst den Kreis derer, die über ein Ereignis mehr wissen als der Markt, an der entscheidenden Stelle aus.

Bonus, Boost und Kombiboost: was sie wert sind

Bei Sporttip gibt es Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist der erste Posten, den man beim Wort «Boost» mitdenken sollte: die Erhöhung hängt an einer Wette, die bis zum Ende durchlaufen muss.

Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffel liest sich grosszügig, bis man sich die Bedingung ansieht. Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 ergeben eine Kombination, deren Gesamtquote im Bereich einiger Tausend liegt. Die 100 % landen auf einem Gewinn, der eintritt, wenn fünfzehn Sportereignisse gleichzeitig richtig sind.

Gratisspielguthaben und Gratiswetten brauchen in der Schweiz die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und -bedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer einen Bonus sucht, wie ihn ausländische Anbieter bewerben, wird in einem bewilligten Schweizer Angebot nicht fündig — und das ist kein Zufall, sondern die Folge eines Bewilligungsverfahrens, das Gratisleistungen nicht einfach durchwinkt.

Livewetten und Cash-Out

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf ein Eishockeyspiel setzt, wettet also unter einer Bedingung, die kein Kommentator erwähnt: der Veranstalter darf eine Wette neutral stellen, wenn das entscheidende Ereignis schneller war als die Buchung.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Diese Kombination erklärt, warum Cash-Out im Eishockey bequemer aussieht, als er ist. Der Veranstalter legt den Betrag fest, kein Zweiter bietet mit, und die Rücknahme ist endgültig. Beim Fussball ist dieselbe Mechanik zu beobachten, nur trifft sie dort seltener zwei Tore in vier Minuten.

Bewilligung und Gesetz: was für Schweizer Wetten gilt

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Geldspielkonkordat seit 1.1.2021 in Kraft ist — nicht unter der Aufsicht der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Der Reingewinn fliesst in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf

Wetten sind nur auf Sportereignisse erlaubt — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe nie. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Für die NHL heisst das: das Spiel, die Serie und der Titelgewinn sind über die Liste abgedeckt, wenn die Liste den Wettkampf und die Wettart führt. Was nicht auf der Liste steht, existiert für einen bewilligten Schweizer Veranstalter nicht, egal wie bekannt es im Ausland ist.

Wo die Bewilligung endet und was danach kommt

Bei den acht ausländischen Marken dieser Übersicht endet die Schweizer Bewilligung nicht, sie beginnt gar nicht. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht kein Schutz- und Fairnesskontrollsystem.

Wer ausländische Anbieter nutzt, sollte zwei Punkte kennen. Erstens fehlt der Anschluss an das Schweizer Sperrregister, das heisst eine Spielsperre wirkt dort nicht. Zweitens ist der Gewinn ausländischer Anbieter zwar nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Welche Praxis in Ihrem Kanton gilt, klären Sie bei Ihrer Steuerverwaltung.

Die ehrliche Gegenüberstellung lautet also nicht «sicher hier, riskant dort». Bewilligt heisst: voller Schweizer Schutz, dafür zwei Anbieter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzanforderung und eine Identitätsprüfung. Ohne Bewilligung heisst: kein Schweizer Schutz, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, dafür steuerliche Unsicherheit nach kantonalem Recht.

Verlustlimiten und Spielsperre: die Grenzen, die Sie selbst setzen

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Der springende Punkt liegt im Wort «müssen». Die Limite ist keine Einstellung, die man später vornimmt, sondern eine Bedingung des Kontos. Und die 72 Stunden sind der eigentliche Schutzmechanismus: in dem Moment, in dem Sie eine Verlustlimite erhöhen wollen, müssen Sie drei Tage lang mit der alten Limite auskommen. Wer nach einer schlechten Nacht das Limit hochsetzen will, wird von der Uhr ausgebremst — vorausgesetzt, die Limite war vorher tief genug angesetzt.

Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein gesetzlich festgelegter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.

Spielsperre und Pause: wie man wieder herauskommt

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Wer wissen will, wie lange eine Sperre hält, sollte sich die drei Fristen nebeneinander ansehen. Die kurze Selbstsperre läuft bis 180 Tage und endet erst mit Ablauf. Die freiwillige Spielsperre bindet mindestens drei Monate. Die unbefristete Sperre gilt schweizweit und schliesst Casinos ein. Es gibt keinen Weg, der schneller ist, und das ist Absicht: die Frist ist der Schutz. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Aufsicht testet das System übrigens selbst. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schutzvorkehrungen im Verkauf für lückenlos hält, sollte diese Zahl kennen; im Online-Kanal greifen dafür Altersprüfung und Identitätsabgleich.

Ein Konto, ein Name, ein Auszahlungsweg

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht. Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Wer unter falschem Namen spielt, verliert im Streitfall den Anspruch — nicht weil eine Bestimmung es so vorsieht, sondern weil der Kontoinhaber nicht der Spielende ist. Die Auszahlung auf ein Konto auf eigenen Namen ist damit die praktische Grenze zwischen einem Konto, das funktioniert, und einem, das im Zweifel nichts auszahlt. Bei ausländischen Anbietern gelten deren eigene Hausregeln; ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister besteht dort nicht.

Prognosen für NHL-Spiele: worauf eine Einschätzung sich stützt

Eine Prognose im Eishockey stützt sich auf Form, Torhüter und Spielstatistik. Mehr steht nicht zur Verfügung, und weniger reicht nicht. Wer auf ein einzelnes Spiel setzt, sollte sich klarmachen, was in diesen drei Grössen enthalten ist und was nicht.

Form, Torhüter, Statistik

Form ist die Bilanz der letzten Spiele, und im Eishockey ist sie die empfindlichste der drei Grössen. Ein Team, das fünf von sechs Spielen gewonnen hat, kann in diesen sechs Spielen viermal nach Verlängerung gewonnen haben — die Bilanz sieht dann besser aus als die Leistung. Der Blick auf die Tabelle allein führt deshalb in die Irre, und die Presidents‘ Trophy zeigt es am deutlichsten: 121 Punkte für die Colorado Avalanche in der Hauptrunde 2025/26. Eine Bilanz, die über 82 Spiele extrem belastbar ist und in einer Serie über vier Siege nichts mehr garantiert.

Der Torhüter ist im Eishockey der grösste Einzelfaktor, den ein Aussenstehender übersieht. Anders als im Fussball steht ein Spieler über 60 Minuten im Zentrum jedes Gegentors. Wer die Fangquote nicht ansieht, bewertet eine Mannschaft ohne ihren wichtigsten Posten. Die Folge für die Praxis: bevor Sie einen Wettschein ausfüllen, sehen Sie nach, wer im Tor steht. Das ist keine Prognose, das ist eine Tatsache, die sich vor dem Anpfiff in Erfahrung bringen lässt.

Statistiken schliesslich beschreiben, was passiert ist. Sie sind ein Mass für die Fähigkeiten einer Mannschaft zwei Wochen vor dem Spiel, nicht am Abend des Spiels. Wer aus einer guten Schussbilanz im Oktober auf ein Ergebnis im Dezember schliesst, hat aus einer Statistik eine Erwartung gemacht — und Erwartungen gehen im Eishockey häufig daneben.

Was ein Wert-Tipp ist und warum er eine Schätzung bleibt

Ein Wert-Tipp liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der Wahrscheinlichkeit liegt, die in der Quote steckt. Der Begriff beschreibt also ein Verhältnis zwischen zwei Zahlen, nicht eine besonders aussichtsreiche Wette. Ein Beispiel macht das greifbar: eine Quote von 2.10 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von knapp unter 48 % — vor der Marge. Wer meint, ein Ereignis trete zu 55 % ein, hat einen Wert gefunden; wer meint, es trete zu 45 % ein, hat bei derselben Quote keinen. Beide setzen auf dasselbe Spiel.

Und hier ist die eigentliche Einschränkung: die erste Zahl — Ihre eigene Einschätzung — existiert in keinem System, sondern nur in Ihrem Kopf. Die zweite Zahl — die Quote — existiert exakt. Ein Wert-Tipp ist deshalb immer eine Behauptung über die Wahrscheinlichkeit, die der Markt falsch eingeschätzt hat. Diese Behauptung kann richtig sein. Häufig ist sie es nicht, und niemand kann vorher sagen, wann.

Kein Tipp ist sicher, und Wetten sind kein Einkommen. Diese Sätze stehen in keinem Werbetext, und sie ändern trotzdem nichts daran, dass jede Abbildung eines Ergebnisses in einer Quote mit Marge behaftet ist. Eine Prognose bleibt eine Schätzung, auch wenn sie sich auf Daten stützt.

Die drei Fragen vor jedem Schein

Wie viele Spieler fehlen, und wer steht im Tor? Wer hat in den letzten zehn Spielen gegen wen gespielt — und gegen welche Gegner? Welche Quote steht auf dem Schein, und wie weit ist sie von dem Wert entfernt, den ich für richtig halte?

Wer diese drei Fragen beantwortet, hat getan, was sich tun lässt. Wer sie überspringt, hat auf eine Mannschaft gesetzt, die er nicht kennt, zu einem Preis, den er nicht geprüft hat. Genau an dieser Stelle trennt sich eine Prognose von einem Gefühl, und der ganze Unterschied steckt in der dritten Frage.

Wettarten und Quoten im NHL-Eishockey

Die Wetten auf die NHL lassen sich nach der Art der abgegebenen Behauptung ordnen: die Behauptung über den Sieger, über den Torabstand, über die Zahl der Tore und über den langfristigen Ausgang der Saison. Jede dieser Behauptungen hat einen eigenen Preis, und jeder Preis hat eine eigene Marge.

Siegwetten, Handicap und Torsummen

Bei einer Siegwette stehen drei Ausgänge zur Wahl — Heimsieg, Unentschieden nach regulärer Spielzeit oder Auswärtssieg —, und genau diese Aufteilung ist der Punkt, an dem die meisten Einsteiger stolpern. Im Eishockey endet eine Begegnung nämlich selten unentschieden, weil Verlängerung und Penaltyschiessen einen Sieger erzwingen. Genau dort greift die Spielzeitregel: bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Diese eine Regel entscheidet, ob Ihre Wette am Ende gewinnt. Wer auf einen Sieg nach regulärer Spielzeit setzt und ein 2:2 nach 60 Minuten sieht, verliert die Wette, auch wenn sein Team in der Verlängerung gewinnt. Viele Wetten auf Eishockey werden nicht durch das Ergebnis entschieden, sondern durch die Frage, welches Ergebnis gemeint war. Lesen Sie deshalb im Wettprogramm nach, ob Sie auf das Spiel oder auf die reguläre Spielzeit setzen. Es ist der häufigste und vermeidbarste Verlustposten im NHL-Wetten.

Die Torsumme ist die Behauptung, dass mehr oder weniger Tore fallen als eine Schwelle. Im Eishockey ist sie beliebter als im Fussball, weil die Tore gleichmässiger über das Spiel verteilt sind. Ein Torhüterwechsel zur Halbzeit verändert die Umsätze der Summe unmittelbar und tut es in der Quote nicht immer schnell genug. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Was eine Quote verschweigt

Eine Quote sagt nicht, wie wahrscheinlich ein Ergebnis ist. Sie sagt, wie viel ein Einsatz zurückbringt. Dazwischen liegt der Anteil, den der Veranstalter einbehält, und er lässt sich aus allen Quoten eines Marktes ausrechnen.

Der Auszahlungsschlüssel ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt: 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Ein illustratives Zwei-Weg-Beispiel zeigt, in welcher Grösse man sich bewegt. Bei einer Quote von 1.90 auf beiden Seiten ergibt die Summe der Kehrwerte 1,053, der Auszahlungsschlüssel liegt damit bei rund 94,9 %, und es bleiben etwa 5,3 % Marge. Bei 1.85 auf beiden Seiten sind es rund 92,9 % Auszahlungsschlüssel und etwa 7,1 % Marge. Bei 2.10 auf beiden Seiten steigt der Auszahlungsschlüssel auf etwa 95,2 %, die Marge fällt auf knapp 4,8 %. Die Spanne bewegt sich also je nach Markt und Auswahl zwischen etwa 5 und 7 % — und die untere Grenze gehört einem Markt mit zwei Ausgängen, nicht einem mit dreien.

Das sind Beispielszahlen für ein Zwei-Weg-Modell, keine ausgewiesenen Quoten eines bestimmten Spiels. Der Zweck der Rechnung ist ein Grössenvergleich. Und die Grösse hat eine Folge, die man beim Schein nicht sieht: eine Wette, die mit 5 % Marge bepreist ist, muss mehr als die Hälfte der Fälle richtig liegen, um bei gleichbleibendem Einsatz die Marge zurückzuverdienen. Über zwanzig Wetten zu je CHF 50 sind das CHF 1’000 Umsatz und — bei 5 % Marge — eine statistische Erwartung von rund CHF 50, die der Markt einbehält. Die Zahlen sind gerundet und beschreiben einen Durchschnitt über viele Wetten, kein Ergebnis eines einzelnen Abends.

Neben der Marge kommt die Rundung. Die Sporttip-Regel rechnet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen ab. Bei kleinen Einsätzen ist der Effekt minimal, bei grossen nicht immer. Wer viel setzt, sollte die Regel kennen, weil sie immer in dieselbe Richtung wirkt.

Meisterwetten und Langzeitwetten

Eine Meisterwette ist die Behauptung über den Ausgang einer Saison, die über Monate läuft. Sie wird nicht an einem Abend entschieden, und ihr Kurs bewegt sich zwischen Oktober und Juni in einem weiten Bogen. Dass die Colorado Avalanche die Presidents‘ Trophy mit 121 Punkten holte und die Carolina Hurricanes den Stanley Cup gewannen, sind zwei verschiedene Aussagen über zwei verschiedene Zeiträume. Eine Meisterwette betrifft immer den zweiten.

Langzeitwetten erscheinen und verschwinden mit dem Wettprogramm; bei Sporttip ist Cash-Out auch für Langzeitwetten möglich, jedoch nur online, nur vollständig und ohne Teilauszahlung, und der Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Gewinn. Für eine Wette, die acht Monate läuft, ist das eine relevante Option — und zugleich die teuerste Art, vorzeitig auszusteigen. Wer eine Langzeitwette platziert, sollte entscheiden, ob er sie bis zum Schluss halten kann.

Anbieter im Einzelnen: wofür welcher Veranstalter taugt

Swisslos Sporttip: das Angebot mit vollem Schweizer Schutz

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Die Sportwetten tragen also weniger als ein Fünftel des ausgeschütteten Reingewinns, und ihr Beitrag ist gesunken.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer in der Westschweiz wohnt, kommt hier nicht hinein. Ein Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Ausweisdaten werden maschinell ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Die Schattenseite der Bewilligung ist die Enge des Angebots. Ein Mindesteinsatz von CHF 1 und ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette beschreiben ein Kontingent, das für Gelegenheitswetten grosszügig und für alles darüber eng ist. Der Kombiboost mit seiner Staffel von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen gehört zu den wenigen Mechanismen, die einen Vorteil versprechen, und er verlangt dafür eine Kombination, die mit jedem Bein unwahrscheinlicher wird.

Der Vergleich mit einer ausländischen Marke fällt an einer einzigen Stelle klar gegen Sporttip aus: der Preis. Wo acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung mit breitem Programm und tiefen Margen locken, ist das bewilligte Angebot an eine geschlossene Liste gebunden. Wer den Schutz will, zahlt ihn an dieser Stelle. Wer über Monate regelmässig setzt und die Limite von CHF 1’000 ohnehin nie erreicht, bekommt den Schutz gratis dazu.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt die Avenue de Provence 14 in Lausanne als Kontaktadresse und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist mit Swisslos identisch: Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, Aufsicht durch die Gespa.

Die Zahl der Verkaufsstellen ist der auffälligste Unterschied zur Deutschschweiz. 2’350 Verkaufsstellen für sechs Kantone bedeuten, dass der stationäre Weg in der Westschweiz näher liegt als in den Kantonen, in denen Swisslos mit demselben Netz arbeitet. Für den Online-Kanal ändert das nichts: das Konto setzt den Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus, und das Vertragsgebiet endet an der Sprachgrenze.

Wer in Freiburg oder im Wallis wohnt, hat also faktisch keine Wahl zwischen zwei Schweizer Veranstaltern, sondern nur zwischen Jouez Sport und dem Verzicht. Die Wahlfreiheit, die eine Vergleichstabelle suggeriert, existiert in der Schweiz nicht — der Wohnsitz entscheidet, nicht der Geschmack.

Pribet: ein Konto ohne Schweizer Adresse

Pribet verfügt über keinerlei Schweizer Konzession. Eine solche ist auch nicht gemeldet; nach Art. 4 BGS entfalten ausländische Konzessionen in der Schweiz keinerlei Rechtswirkung. Das bedeutet: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und die mögliche Sperrung der Domain durch die Gespa. Für den Spielenden entfällt damit jeglicher Schutz, und Streitigkeiten lassen sich im Inland nicht klären.

X3Bet: die gemeldete Bewilligung aus Tobique

X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung; als drittseitig gemeldete Bewilligung wird Tobique in Kanada genannt, was in der Schweiz keine Kraft hat (Art. 4 BGS). Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste der Gespa möglich. Das Interessante an diesem Fall ist die Nennung selbst: ein kanadischer Veranstalter, der Sportwetten in der Schweiz anbietet, wäre direkt betroffen, wenn die NHL-Märkte das Zugpferd sind. Die gemeldete Bewilligung stammt aus dem Land, in dem ein Teil der Liga zu Hause ist — eine Verbindung, die für die Beurteilung der Bewilligung in der Schweiz nichts austrägt.

BetPanda: kein Sitz, keine Aufsicht, kein Registeranschluss

BetPanda besitzt keine Schweizer Lizenz, und auch eine gemeldete Konzession lässt sich nicht belegen; Art. 4 BGS macht deutlich, dass ausländische Lizenzen hierzulande wirkungslos sind. Da das Angebot nicht an das Sperrregister angebunden ist und keinen Schweizer Rechtsweg bietet, ist der Zugang über die Sperrliste der Gespa blockierbar. Wer zwischen einem regulierten Anbieter und einem solchen ohne Aufsicht wählt, entscheidet über die Haftungsfrage im Ernstfall – der Unterschied ist nicht die Quote, sondern die Verlässlichkeit der Antwort.

GG.BET: breites Programm ausserhalb des Schweizer Rahmens

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung; eine als gemeldet bezeichnete Bewilligung ist nicht feststellbar und ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste der Gespa möglich. Ein reichhaltiges Wettprogramm ist hier kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Folge davon, dass keine geschlossene Schweizer Liste einzuhalten ist. Wo die Liste fehlt, fehlt auch die Kontrolle, die sie ersetzt.

1Bet: Konditionen nach eigenen Regeln

1Bet operiert ohne Schweizer Zulassung; eine gemeldete Lizenz liegt ebenfalls nicht vor und wäre nach Art. 4 BGS ohnehin unbeachtlich. Nutzer finden hier weder Anschluss an das Sperrregister noch einen Schweizer Rechtsweg. Für Schweizer Kunden gilt: Die Hausregeln des Anbieters bilden den einzigen rechtlichen Rahmen. Die Schutzbestimmungen, die für Schweizer Konten – etwa zu Verlustlimiten oder zur Identitätsprüfung bei Auszahlungen – greifen, sind hier nicht anwendbar, was die Bedingungen deutlich intransparenter macht.

Bruce Bet: Bezahlung und Schutz liegen ausserhalb der Schweiz

Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung; eine als gemeldet bezeichnete Bewilligung ist nicht feststellbar und in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS). Kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste der Gespa möglich. Die Auszahlung erfolgt nach den Bedingungen des Anbieters, nicht nach der Schweizer Regel, die nur ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers zulässt. Ob ein Streit über eine Auszahlung je geklärt wird, hängt an einer Stelle, die in der Schweiz niemand erreichen kann.

Sportuna: die Sperrliste als reales Risiko

Sportuna weist keine Schweizer Bewilligung auf und hat auch keine solche gemeldet; ausländische Konzessionen haben gemäss Art. 4 BGS in der Schweiz keine Geltung. Es gibt keinen Schweizer Rechtsweg und keine Anbindung an das Sperrregister. Das Risiko der DNS-Sperre durch die Gespa ist hier hoch, zumal die Behörde fortlaufend neue Domains blockiert und diese laufend durch Ersatzzugänge ersetzt werden. Wer hier ein Guthaben verwahrt, trägt das ständige Risiko, den Zugang zur Plattform durch eine erneute Blockade plötzlich zu verlieren.

Funbet: ein Konto in einem Regime ohne Schweizer Regeln

Funbet hat keine Schweizer Bewilligung; eine als gemeldet bezeichnete Bewilligung ist nicht feststellbar und ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste der Gespa möglich. Wer sein Konto hier führt, verzichtet auf die Limiten und Sperrmechanismen, die für bewilligte Anbieter gelten — und die Verlustlimite, die vor der ersten Teilnahme gesetzt werden muss, existiert in dieser Form nur im bewilligten Schweizer Angebot.

Steuern auf NHL-Gewinne: was der Fiskus sieht

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert; der Bundesbetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt: je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Das ist der angenehme Teil, und er wird selten erwähnt: eine typische Wette liegt weit unter dem Freibetrag. Auf den Gewinn der gewöhnlichen Wette fallen keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an. Eine Steuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht — was den Nachteil hat, dass die Marge im Preis die einzige Kostenposition bleibt und deshalb leicht übersehen wird.

Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern sieht es anders aus. Sie unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, kann also auf einen Gewinn Steuern zahlen, der bei einem bewilligten Anbieter steuerfrei geblieben wäre. Diese Frage gehört zu einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung, nicht in ein Wettprogramm.

Wie die Bewilligungslage jede NHL-Wette mitprägt

Zwei Veranstalter, ein Wohnsitz, eine geschlossene Liste von Ereignissen und Wettarten: das ist der Rahmen, in dem NHL-Wetten in der Schweiz stattfinden. Wer ihn verstanden hat, kennt die drei Grössen, die seine Wette tatsächlich bestimmen: die Spielzeitregel, die entscheidet, welches Ergebnis zählt; die Marge, die jedem Preis einwohnt; und die Limiten, die begrenzen, wie viel überhaupt auf dem Schein stehen kann.

Nichts davon ist eine Prognose. Es ist die Mechanik, die zwischen einer Einschätzung und einer Auszahlung steht. Wer die Aufstellung kennt, die Spielzeitregel gelesen und die Marge im Kopf hat, setzt unter besseren Bedingungen als der, der nur eine Mannschaft für stark hält.

Häufige Fragen zu NHL-Wetten in der Schweiz

Darf man in der Schweiz auf NHL-Spiele und den Stanley Cup wetten?

Ja, aber nur bei den zwei Veranstaltern mit Schweizer Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Voraussetzung ist, dass die Gespa-Liste den Wettkampf und die Wettart führt. Ein Online-Konto setzt den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus. Alle anderen Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung.

Wie prüft man, ob Eishockey aus Nordamerika in der Gespa-Liste steht?

Die Gespa veröffentlicht die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in ihrer jeweils gültigen Version, derzeit in der Fassung vom 10.09.2026. Dort steht die NHL als Wettkampf mit den zugelassenen Wettarten. Fehlt ein Wettkampf oder eine Wettart, darf sie nicht angeboten werden. Bitte prüfen Sie diese offizielle Liste der Aufsichtsbehörde daher immer vorab, da sich das Angebot durch Aktualisierungen der Liste ändern kann und nur so sichergestellt ist, dass die Wette in einem bewilligten Schweizer Rahmen erfolgt.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette, und was ist die Marge?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote; Swisslos rundet auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen ab. Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und dem Auszahlungsschlüssel. Bei 1.90 auf beiden Seiten liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 94,9 % und die Marge bei etwa 5,3 %.

Was zählt in Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ob Sie auf das Spiel oder auf die reguläre Spielzeit setzen, entscheidet damit, welches Ergebnis für Ihren Schein gilt.

Welche Verlustlimiten gelten, und wann kann eine freiwillige Spielsperre aufgehoben werden?

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre kann nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»