Heinz-Wette in der Schweiz – 57 Wetten, zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog

Updated Oktober 2026
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Sechs Fussbälle liegen in zwei Reihen auf einem Rasen, das flache Abendlicht zieht lange Schatten über das Gras.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Einsatzgrenzen wurden gegen die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport sowie gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa geprüft.

Die 57 Einzelwetten einer Heinz-Wette setzen sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette zusammen.

Eine Heinz-Wette klingt nach einem Fussballabend mit Freunden. Ein Wettschein, sechs Auswahlen, ein Einsatz, ein Gesamtgewinn. Bei Sporttip heisst das Mindesteinsatz CHF 1 pro Einzelwette, und deshalb sitzt man schnell vor 57 einzelnen Wetten, von denen keine einzige mehr heisst, was man sich vorgestellt hat. Genau dort liegt der Preis dieses Systems: nicht in der Quote, nicht in der Bearbeitungsgebühr, sondern in der Zahl der Wetten, die aus einem Wetteinsatz ein Mehrfaches machen.

Der Name stammt aus einer Zeit, in der Englander über Mehrfachwetten sprachen wie über Automobile. 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer, 1 Sechser – zusammen 57. Wer auf sechs Ergebnisse tippt und sie in einem Kombischein bündelt, bekommt einen Ertrag, sobald alle sechs stimmen. Wer sie als Heinz setzt, bekommt 57 Wetten und einen Ertrag ab zwei richtigen Auswahlen. Der Unterschied zwischen den beiden Wegen ist die Frage dieser Seite: was der eine kostet, was der andere kostet.

In der Schweiz ist dieser Unterschied grösser als in jedem anderen Markt. Nur zwei Organisationen dürfen hier Sportwetten veranstalten, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide führen Systemwetten, beide setzen Obergrenzen, und beide bedienen ihr eigenes Gebiet. Wer in Zürich wohnt, kann nicht zu Jouez Sport. Wer in Genf wohnt, nicht zu Sporttip. Und die ungefähr zehn internationalen Marken, die ein Schweizer Wettender beim Suchen findet, liegen auf einer Sperrliste, von der er vielleicht noch nie gehört hat.

Damit ist die Vergleichsgruppe kleiner als der Titel vermuten lässt. Was folgt, ist eine nüchterne Abrechnung: welche zwei Anbieter Systemwetten führen dürfen, was eine Heinz-Wette in Einzelwetten und Einsatz wirklich ausmacht, welche Zahlen bei sechs richtigen Auswahlen herauskommen und warum die zwei Schweizer mit Abstand schmalsten Auswahlkatalog haben, mit dem ein Gewinn überhaupt zustande kommt.

Heinz-Wetten im Vergleich: die zehn Marken, die ein Schweizer Wettender findet

Wer nach Wettanbietern sucht, landet auf einer Liste, auf der nicht steht, dass neun davon in der Schweiz gar nichts anbieten dürfen. Der folgende Überblick holt das nach. In der ersten Spalte steht die Marke, in der zweiten Spalte die Einordnung nach Schweizer Recht, in der dritten der Veranstalter oder die Organisation, die als Bewilligungsgrundlage angegeben wird.

Ein Bleistift und ein Radiergummi liegen auf einem kleinen Stapel Notizzettel, gelbes Licht einer Schreibtischlampe.
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.
Marke Bewilligung in der Schweiz Veranstalter / angegebene Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja – Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja – Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande)
Rainbet Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
BassBet Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
Pribet Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
Rabona Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
GG.BET Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
BetLabel Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
Bettilt Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt
N1 Bet Keine Schweizer Bewilligung Ohne Schweizer Bewilligung; angegebene Bewilligung nicht belegt

Zwei Zeilen mit einer Schweizer Bewilligung, acht ohne. Diese Zahl ist der Kern des Vergleichs, denn sie bestimmt alles andere mit. Wo eine Bewilligung fehlt, fehlt auch der Anschluss an das Sperrregister, und wer sich sperren lassen will, bleibt bei einer ausländischen Marke auf seine eigene Disziplin angewiesen. Eine anderweitige Bewilligung habe ich bei keiner der acht ausländischen Marken wiedergefunden – keine von ihnen ist im Bundeshaus verzeichnet, und nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes entfaltet eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung.

Die Ungleichheit der Liste hat noch einen zweiten Grund. Die Gespa führt kein Verzeichnis weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt. Sie führt nur die Sperrliste der ausländischen Domains, die Swisscom und Co. per Namensauflösung blockieren – am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf, und die Liste wird laufend nachgeführt, weil blockierte Adressen innert Stunden ersetzt werden. Ein Wettender, der eine dieser Adressen trotzdem öffnet, ist deshalb nicht Voraussetzungsloser unterwegs, sondern bloss Voraussetzungsloser unterwegs als gedacht.

Was eine Heinz-Wette ist: sechs Auswahlen und ein Bauplan aus 57 Wetten

Die Heinz-Wette deckt alle Kombinationen ab dem Doppel ab, die sich aus sechs Auswahlen bilden lassen. Einzelwetten sind nicht enthalten, und das ist keine Spitzfindigkeit, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Zahl 57 überhaupt zusammenkommt: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Wäre die Einzelwette dabei, hätte man sechs Wetten mehr und eine andere Spielform samt anderer Einsatzhöhe.

Ein Brunnen auf einem Dorfplatz mit Kopfsteinpflaster, im Hintergrund eine Kirche mit Zwiebelturm und Berge.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Alle diese Mehrfachwetten haben dieselben sechs Auswahlen als Bausteine. Sie unterscheiden sich nur darin, welche davon sie bündeln. Die kleinste bündelt zwei, die grösste alle sechs. Das erklärt den zweiten wichtigen Punkt: es gibt keine Heinz-Wette mit vier Auswahlen. Wer vier Auswahlen bündeln will, setzt einen Kombischein oder eine Yankee, und die Zahl der Wetten fällt dann ganz anders aus. Der Bauplan hängt an der Anzahl Auswahlen, nicht an der Höhe des Einsatzes.

Spielform Auswahlen Einzelwetten insgesamt Aufbau
Heinz 6 57 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer, 1 Sechser
Super Heinz 7 120 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser, 1 Siebener
Goliath 8 Keine Angabe in der Quelle Vollständige Abdeckung, wie Heinz und Super Heinz

Heinz, Super Heinz und Goliath gehören alle drei zu den Full-Cover-Wetten, also zu jenen Spielarten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Zahl von Auswahlen umfassen. Der Sprung von sechs auf sieben Auswahlen verdoppelt die Zahl der Wetten beinahe – aus 57 werden 120, weil zu jeder alten Kombination die neue Auswahl hinzutritt und obendrein die Siebenerwette entsteht. Wer sich über den Sprung wundert, findet hier seine Erklärung: nicht die Auswahl vermehrt sich, die Kombinatorik tut es. Und wer nicht nur den Aufbau, sondern die zu erwartende Auszahlung durchrechnen will, braucht dafür einen Rechner, der alle 57 Linien einzeln verfolgt: ein Super-Heinz-Sportwettenrechner für sechs Auswahlen ist die praktische Variante dieser Tabelle, allerdings nur dann brauchbar, wenn er mit den tatsächlich gespielten Quoten gefüttert wird und nicht mit Beispielwerten.

Ein Detail fehlt in der Tabelle ‚Heinz-Wetten im Vergleich: die zehn Marken, die ein Schweizer Wettender findet‘ und gehört ausgesprochen: ob eine Siebenerwette aus sieben Quoten überhaupt in die Nähe des Höchstgewinns kommt, den ein Schweizer Veranstalter auszahlt. Jouez Sport begrenzt den Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette auf CHF 300’000 und alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. Ein Super Heinz mit sieben mittelhohen Quoten liegt rechnerisch schnell über der Einzelgrenze. Die Grenze ist keine Formalie: sie legt fest, dass ein Wettschein ab einer bestimmten Quotensumme weniger einbringt als auf dem Papier steht.

Woher der Name kommt und warum er bleibt

Die Bezeichnung «Heinz» steht für die 57 Mehrfachwetten, die in ihr stecken. In der englischen Wettsprache war eine Zahl mit einem Markennamen belegt worden, weil eine berühmte Firma mit 57 Sorten warb, und die Systemwette hat den Scherz übernommen. Der Name sagt also nichts über die Sportart, nichts über die Liga und nichts über den Anbieter. Er sagt nur, wie viele Wetten auf dem Wettschein stehen. In der Schweiz ist die Heinz-Wette damit keine eigene Spielform des Rechts, sondern eine Spielart innerhalb der Systemwette, und dieser Begriff wiederum ist der, den die Spielregeln benutzen.

Wo Kombination und Systemwette auseinandergehen

Eine Kombiwette bei Jouez Sport umfasst zwei bis zehn Voraussagen. Eine Heinz-Wette umfasst sechs Auswahlen und daraus 57 Wetten. Der Unterschied liegt nicht in der Anzahl der Auswahlen – sechs ist keine besonders grosse Kombiwette –, sondern in der Anzahl der Wetten pro Auswahlkombination. Bei einer Kombiwette aus sechs Voraussagen entsteht eine einzige Wette, die alle sechs Quoten multipliziert. Bei der Heinz-Wette entstehen 57 Wetten, von denen jede nur einen Teil der Auswahlen bündelt, und die Erträge addieren sich. Nimmt man die kleinste Kombi aus zwei Voraussagen als Vergleich, sieht man das Ausmass: sie zahlt einen Ertrag, wenn beide stimmen. Eine Heinz-Wette zahlt schon dann, wenn zwei von sechs stimmen. Dafür ist das Doppel in der Heinz-Wette auch nur eine von 57 Wetten, und die grosse Mehrheit der 57 verliert in dem Moment, in dem zwei Auswahlen danebengehen.

Das ist der eigentliche Handel, den die Spielform anbietet: Sicherheit statt Höhe. Ein Kombischein mit sechs Auswahlen ist entweder ganz richtig oder wertlos. Die Heinz-Wette hat viele kleine Rückwege – aber sie kostet auch den vielfachen Einsatz, und beide Bewegungen gehören zusammen. Wer nur den Rückweg sieht, übersieht die Rechnung. Wer nur die Kosten sieht, übersieht, warum die Spielform überhaupt existiert.

Was eine Heinz-Wette kostet: der Einsatz bei sechs Auswahlen

Der Einsatz multipliziert sich mit der Zahl der Wetten, und das ist die unbequemste Eigenschaft dieses Systems. Ein Wettender, der CHF 10 pro Wette setzen will, setzt CHF 570. Nicht CHF 10, nicht CHF 60, nicht CHF 100. Wer CHF 10 als «Einsatz pro Tipp» meint, findet sich mit CHF 570 als Abrechnung wieder. Diese Zahl überrascht mehr Wettende als jede Quote.

Bei Sporttip hilft die Rechnung nicht mit, sie verschärft sie: dort liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Spielraum für eine Heinz-Wette reicht also von CHF 57 bis CHF 10’000 Gesamteinsatz – wobei das obere Ende nicht als Empfehlung zu lesen ist, sondern als die Grenze, bis zu der Swisslos einen Wettschein überhaupt annehmen würde.

Die untere Grenze erklärt, warum die Spielform in der Schweiz überhaupt funktioniert. CHF 1 Mindesteinsatz bei 57 Wetten ergibt CHF 57 für eine vollständige Heinz-Wette. Wer mit kleinem Budget ausprobieren will, wie sich ein System mit sechs Auswahlen verhält, kann das hier tun, ohne einen vierstelligen Betrag zu binden. Wer CHF 1’357 einsetzt, hat die obere Grenze erreicht – bei CHF 10’000 Gesamteinsatz liegt der Höchsteinsatz pro Linie unter dem Maximum, das für Einzelwetten gilt.

Der Vergleich mit Jouez Sport zeigt, wie stark sich die beiden Schweizer Veranstalter hier unterscheiden. Dort beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für denselben Aufbau aus 57 Wetten liegt der Mindesteinsatz damit bei CHF 114 und der Höchsteinsatz bei CHF 500 pro Wette, gedeckelt durch den Gesamtbetrag des Wettscheins. Das ist eine andere Spielklasse als bei Sporttip, und sie ist keine Kleinigkeit für den Leser: derselbe Bauplan kostet online rund das Doppelte beim Minimum und hat beim Maximum die Hälfte an Raum.

Quoten und Auszahlung: was eine Heinz-Wette bei sechs richtigen Auswahlen zahlt

Rechnen wir es durch, mit einem Beispiel, das ausdrücklich keine Preisangabe ist, sondern drei erfundene Quoten, wie sie ein Wettender selbst findet. Sechs Auswahlen, deren Quoten in zwei Dreiergruppen liegen: die erste Dreiergruppe zu je 1.50, die zweite zu je 2.00 – macht sechs Auswahlen aus zwei verschiedenen Dreiergruppen mit je drei Auswahlen. Der Sechser aus diesen sechs Quoten kommt auf 1.50 hoch drei mal 2.00 hoch drei, also 3’375 mal 8.00, und das ergibt 27.00.

Bleiben die vier anderen Wetten unbetrachtet. Bei sechs richtigen Auswahlen zahlt die Heinz-Wette nämlich nicht nur die Sechserwette aus, sondern alle 57 Linien, weil jede einzelne Kombination aus siegreichen Auswahlen besteht. Die Auszahlungsspanne dafür hängt an der ersten Dreiergruppe. Wäre jede der sechs Quoten 1.50, lieferte der Sechser 1.50 hoch sechs, und wer mit CHF 1 pro Linie spielt, hat CHF 57 Gesamteinsatz getätigt.

Anders gerechnet und für den Leser nützlicher: Bei sechs richtigen Auswahlen aus sechs Quoten von je 1.90 beträgt die Auszahlung CHF 254.98. Bei einer durchschnittlichen Quote von 2.10 steigt der Ertrag auf CHF 490.58. Werden die Einsätze von CHF 1 pro Linie auf CHF 2 verdoppelt, verdoppelt sich der Ertrag auf CHF 509.97 beziehungsweise CHF 981.17. Das sind rund 4.5-mal oder 8.6-mal der eingesetzte Gesamtbetrag. Nur bei einem Volltreffer – und nur, wenn alle Quoten gleich hoch sind. Sobald eine einzelne Auswahl eine deutlich höhere Quote hat, kippt das Verhältnis, weil diese Quote in 32 der 57 Linien steckt.

Am unteren Ende sieht es anders aus. Bei einem Volltreffer aus sechs Quoten von je 1.20 – was rund 1.4-mal dem Einsatz entspricht. Wer sich die Mühe macht, den ganzen Rechenweg nachzuvollziehen, merkt schnell: Das System zahlt bei einem Volltreffer nicht deshalb viel, weil es viele Wetten enthält, sondern weil eine hohe Einzelquote in vielen Wetten gleichzeitig steckt.

Ein zweiter Punkt gehört zu einer ehrlichen Rechnung: der Mindestquote. Bei Jouez Sport muss die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 betragen. Der Wert liegt so niedrig, dass er praktisch nur ausschliesst, was ohnehin kaum jemand setzt. Für die Heinz-Wette heisst das: die untere Grenze der Auswahlen ist gesetzlich nicht das Problem, die obere auch nicht – das Problem ist die Anzahl der Wetten, die aus sechs Auswahlen entsteht. Wo die Quote unter 1.10 fallen würde, kann ein Veranstalter die Wette gar nicht annehmen.

Was bei einer abgesagten Begegnung passiert, ist ebenfalls keine Nebensache. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Auf eine Heinz-Wette angewandt heisst das: Die betroffenen 32 Linien der sechs Auswahlen bleiben in der Rechnung, aber eine Auswahl zählt nicht mehr als Treffer. Aus 57 Chancen werden faktisch weniger, ohne dass der Einsatz sinkt. Das ist der Preis einer Spielform, die auf Vollständigkeit gebaut ist: Jede ausgefallene Auswahl schlägt auf die Hälfte der Linien durch.

Und noch eine Zahl, die man kennen sollte, bevor man das untere Ende des Einsatzes feiert: bei Sporttip wird der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote berechnet, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Bei CHF 1 pro Linie ist dieser Rundungsschritt je Linie ein halber Rappen – über 32 gewinnende Linien redet man von einigen Rappen. Es ist kein Skandal, und es geht auch nicht um die Summe. Es geht um die Richtung: der Betrag wird nach unten korrigiert, nie nach oben. Wer das einmal weiss, wird beim Nachrechnen eines Wettscheins nicht misstrauisch, sondern findet die Differenz selbst.

Interessant wird es, wenn mehrere Quoten unterschiedlich hoch sind. Wer drei Quoten von 1.50 und drei von 2.50 kombiniert, ist mit einem einzigen Volltreffer nicht fertig: die Linien mit drei 2.50er zahlen erheblich mehr, die Linien mit drei 1.50er fast nichts. Der Bauplan aus 57 Wetten verwandelt eine kleine Quotenspreizung in eine breite Ertragsspanne. Genau das ist der Grund, warum sich professionelle Spieler beim Systemspielen auf gleich hohe Quoten konzentrieren und nicht auf einen vermeintlichen Favoriten: die Systemwette belohnt Homogenität und bestraft Spreizung.

Anbieter in der Schweiz: welcher Veranstalter für welche Auswahlen passt

Der Vergleich bleibt kurz, weil die Bewilligungslage ihn kurz macht. Zwei Veranstalter dürfen Systemwetten anbieten, beide mit eigenem Gebiet, eigenen Limiten und eigenem Katalog. Wer die falsche Region als Wohnsitz hat, hat keine Wahl. Das ist die härteste Einschränkung dieses Marktes – keine Geschmacksfrage, sondern eine Wohnortfrage.

Für beide gilt dieselbe gesetzliche Obergrenze der Veranstalter: Die Kantone haben Lotterien und Sportwetten auf zwei Organisationen begrenzt. Ein dritter lizenzierter Sportwettenanbieter ist in der Schweiz nicht zugelassen, und die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste, keine Liste weiterer Bewilligungen. Die acht ausländischen Marken auf der Sperrliste sind deshalb nicht die Alternative zum zweiten Schweizer Anbieter, sondern etwas ganz anderes: Anbieter, für die der Schweizer Schutz nicht gilt.

Wichtig bleibt, was Systemwetten von Bonusangeboten unterscheidet. Bei beiden Schweizer Veranstaltern kommen Wetten über Systemlinien von der Boost-Mechanik her in Betracht, aber mit Grenzen. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live, Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen, alle über 1.50, liegt also zwischen der 4er- und der 7er-Stufe – der nächste Boost kommt erst bei sieben Auswahlen und heisst dann Super Heinz mit 120 Linien.

Wer sich für Swisslos entscheidet, sollte auch die Selbstsperre kennen: Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer die Frist kennt, weiss auch, dass sich eine 180-Tage-Sperre nicht zurücknehmen lässt, wenn die Auswahlen am Samstag plötzlich vielversprechend aussehen. Das ist eine Funktion, kein Fehler – aber man sollte sie vorher kennen.

Betrachtet man den Katalog der zugelassenen Wettarten, wird schnell klar, warum ein Heinz-Spieler weniger Auswahl hat als ein Spieler auf einer ausländischen Seite: die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und diese Liste ist abschliessend. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Auf der Liste stehen keine Corner- oder Kartenmärkte und kein Esport. Wer gewohnt ist, sechs Auswahlen quer über Spieler-Karten, Eckbälle und Sonderwetten zu verteilen, muss seinen Bauplan umstellen. Zwölf oder zwanzig Auswahlen gibt es hier nicht.

Diese Enge hat zwei Seiten. Sie beschneidet die Auswahl und schützt gleichzeitig vor dem, was ein ausländischer Katalog an unklaren Märkten mitbringt. Für die Heinz-Wette heisst das: die sechs Auswahlen werden homogener, und homogene Auswahlen sind für eine Systemwette kein Nachteil.

Ertrag steuerlich: was von einem Heinz-Gewinn übrig bleibt

Wettgewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, darüber hinaus steuerbar. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 – im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Das kantonale Pendant weicht davon ab, weshalb hier nur «je nach Kanton» gilt und keine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Wer das auf die Heinz-Wette anwendet, sieht sofort, dass die Frage für die meisten Wettenden akademisch ist. Ein Heinz-Gewinn aus sechs Auswahlen müsste schon in die Millionenhöhe laufen – dann wäre allerdings die Einzelgrenze von CHF 300’000 bei Jouez Sport bereits erreicht, und der Schweizer Höchstgewinn deckelt die Sache vor der Steuerschwelle. Für den Regelfall heisst das: kein Steuerabzug, keine Verrechnungssteuer, kein Eintrag in der Steuererklärung. Was eine wichtige, sachliche Klarstellung ist, denn vom ausländischen Anbieter wird sie anders: Gewinne aus ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, die kantonale Steuerpraxis kann sie jedoch als steuerbares Einkommen behandeln – im Kanton Thurgau zum Beispiel vollständig, unabhängig von der Höhe. Wer seinen Systemgewinn auf einer ausländischen Seite erzielt, erklärt ihn also selbst. Die konkrete Auskunft für den eigenen Fall geben die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung. Und wer mit dem Gedanken spielt, den ausländischen Weg wegen der Verrechnungssteuer zu wählen, sollte den Satz noch einmal lesen: Steuerfrei ist der Schweizer Gewinn unter dem Freibetrag, der ausländische ist es nicht zwingend.

Verlustlimiten: warum die Heinz-Wette sie mehr braucht als eine Einzelwette

Eine Heinz-Wette bündelt viele Einzelwetten, und deshalb steigt der Gesamteinsatz schnell – nicht weil jemand mehr pro Wette setzt, sondern weil 57 Wetten aus sechs Auswahlen entstehen. Genau dort setzen die Verlustlimiten an, und genau deshalb sind sie hier kein Nebenthema, sondern die eigentliche Bremse.

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die gesetzliche Grundlage verlangt solche Maximalwerte ausdrücklich: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Die 72 Stunden sind eine Verschärfung durch den Veranstalter – das Gesetz sieht 24 Stunden vor, Swisslos und die Loterie Romande wenden 72 Stunden an. Wer seine Limite an einem Donnerstagabend anheben will, setzt also am Sonntag.

Für einen Heinz-Spieler ergibt sich daraus eine konkrete Rechnung. Bei einem Mindesteinsatz von CHF 1 pro Linie kostet ein Wettschein CHF 57. Fünf solcher Scheine in sieben Tagen sind CHF 285. Bei einem Einsatz von CHF 10 pro Linie kostet ein einziger Wettschein CHF 570 – die Wochenlimite ist damit unter Umständen schon erreicht, bevor eine zweite Idee geprüft ist. Die 30-Tage-Limite ist die eigentlich interessante Grösse, weil eine Systemwette selten einmalig gespielt wird. Die freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist hier das zweite Werkzeug: Wer CHF 100 pro Monat für Wetten ausgeben will, kann eine Heinz-Wette gar nicht durchziehen und merkt das an der Einzahlung, bevor er den Wettschein abschickt.

Die Limitenfrage ist bei einem so grossen Einsatzvolumen auch deshalb wichtig, weil der Gesamteinsatz nicht mit einem Schlag spürbar wird. CHF 57 fühlen sich an wie ein Feierabendbetrag. CHF 57 fünfmal im Monat sind CHF 285 im Monat, CHF 3’420 im Jahr.

Der zweite Mechanismus ist die Spielsperre. Bei Swisslos gilt eine freiwillige Sperre produktbezogen für 1 bis 180 Tage ohne Aufhebung vor Ablauf, und eine unbefristete Sperre landet in einem schweizweiten Register, das auch Casinos einschliesslich Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein umfasst. Eine unbefristete Selbstsperre ist einstweilen endgültig. Es gibt keine Beschleunigung, es gibt keinen Anruf beim Kundendienst und es gibt keinen Ausweg über ein zweites Konto – jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden gegen Adress-Datenbanken geprüft. Diese Härte ist keine Schwäche des Systems, sondern ihr Zweck. Wer sie im Weg steht, ist im Moment ihres Wirksamwerdens nicht in der Verfassung, sie zu beurteilen.

Erwachsenenschutz und Ausweiskontrolle gehören zum gleichen Block, weil die Kontrolle an denselben Stellen scheitert. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Bei der Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Die Online-Schranke hält verglichen mit dem Verkauf: 2025 ergaben Testkäufe der Gespa, dass an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Vor diesem Hintergrund macht die Ausweisprüfung am Bildschirm allein tatsächlich Sinn – und die 47,5 % sind eine Zahl, die man kennen sollte, bevor man die Selbstverständlichkeit eines Schalters gleich der eines Kontos setzt.

Das Sperrregister hat noch eine unangenehme Seite, die einen Wettenden direkt betrifft: Gesperrte und minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer sich sperren lässt und den Wettschein vorher abgegeben hat, verliert ihn nicht – aber wer eine Sperre ignoriert und auf einem Zweitkonto spielt, hat bei einem Gewinn nichts in der Hand. Diese Regel ist hart, und sie ist der Preis dafür, dass die Sperre überhaupt wirkt.

Was fehlt, ist ebenso eigenartig wie wichtig: die Schweiz kennt keine feste gesetzliche Einzahlungsgrenze, und die Limiten werden von den Spielenden selbst gesetzt, nicht vom Staat. Eine fehlende Limite gibt es nicht. Beim ersten Start der App wird sie verlangt, und danach ist eine unbedachte Zahl drei Monate weit weg von jeder Korrektur.

Was der Kombiboost einer Heinz-Wette bringt – und was nicht

Der Sporttip-Kombiboost gilt ausschliesslich online, im Prematch, im Live-Bereich und für Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind.

Für eine Heinz-Wette ist das eine reizvolle Konstellation: sie hat sechs Auswahlen, und wenn alle sechs über 1.50 liegen, greift die Stufe mit 5 %. Das klingt nach mehr, als es ist, denn der Effekt greift nur, wenn es einen Gewinn zu erhöhen gibt. Bei einem Volltreffer aus sechs Quoten von je 1.90 macht der zusätzliche Fünfer aus dem Gewinn von CHF 254.98 rund CHF 12.75. Bei einer Quote von 2.10 kommt auf CHF 490.58 rund CHF 24.53 hinzu. Die Deckelung von Einsatz und Erhöhung ist dabei die eigentliche Grösse: was der Boost an Prozenten verspricht, hängt an einem begrenzten Betrag, und wer mit CHF 1 pro Linie spielt, wird die Limite nicht erreichen.

Wichtiger als der Prozentsatz ist der Zeitpunkt. Ein ausgeführter Cash-Out lässt den Boost verfallen. Wer eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen zwischendurch auflöst, weil zwei Mannschaften hinten liegen, verliert die Erhöhung, für die er überhaupt Systemwetten gespielt hat. Der Boost ist also kein Geschenk, sondern eine Bedingung: Gewinne werden dann erhöht, wenn man durchhält.

Der Boosten-Mechanismus trifft nur einen Teil der Wettarten. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Auf eine Heinz-Wette ist der Quotenboost also nicht anwendbar – er verlangt eine Einzelwette, und eine Heinz-Wette ist gerade keine. Wer von Boosts profitieren will, wählt einen anderen Weg: eine Einzelwette mit Quote-Boost oder eine Kombi aus vier bis sechs Voraussagen, die in den Kombiboost fällt.

Cash-Out: was eine Heinz-Wette abbricht, wenn man aussteigt

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live – aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Für eine Heinz-Wette hat das eine Folge, die man nicht sofort sieht: Ein Cash-Out bezieht sich auf den Wettschein, nicht auf einzelne Linien. Wer mitten in einem Sechser merkt, dass zwei Auswahlen kippen, kann nicht die 32 betroffenen Linien verkaufen und die übrigen 25 behalten. Die Wahl ist ganz oder gar nicht. Das macht den Cash-Out für ein System mit 57 Einzelwette unattraktiv – die Stärke der Spielform ist ihre Aufteilung, die der Cash-Out gerade aufhebt, und der Betrag liegt ohnehin tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn.

Wie stark der Abschlag ausfällt, hängt vom Stand der Sportereignisse ab, und Swisslos kann den Betrag jederzeit ändern. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht: was auf dem Bildschirm steht, kann nicht neu verhandelt werden. Wer die Option dennoch zieht, tauscht einen möglichen grösseren Gewinn gegen einen sicheren kleineren. Bei einer Heinz-Wette ist dieser Tausch besonders ungleich, weil die noch laufenden Linien in einem normalen Verlauf an Wert gewinnen und nicht verlieren. Je länger man in einem System wartet, desto vollständiger wird der Wettschein. Der Ausstieg kostet also nicht nur die Erhöhung, sondern auch Chancen, die im Bauplan schon angelegt sind.

Nüchtern betrachtet: Wer eine Heinz-Wette spielt und sie mittendrin per Cash-Out auflöst, hat die falsche Spielform gewählt. Wer einen frühen Ausstieg will, braucht eine Kombi oder eine Einzelwette mit klarem Risikoprofil. Die Systemwette ist ein Durchhalte-Produkt, und Cash-Out ist die Gegenfigur dazu.

Die acht ausländischen Marken: ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Marken nehmen Schweizer Spielende ins Visier. Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung, keine ist im Schweizer Recht als Veranstalter anerkannt, und für alle gilt: sie sind für einen Schweizer Wettenden nicht die Alternative zum zweiten bewilligten Anbieter, sondern ein anderer Rechtsraum.

Das ist kein Vorwurf an die Marken und keine Warnung vor ihrer Software. Es ist eine Beschreibung dessen, was einer Schweizer Regulierung fehlt, wenn man dort spielt. Das Sperrregister gilt nicht, die Verlustlimiten des Schweizer Rechts gelten nicht, der Schweizer Rechtsweg gilt nicht, und die Sperrliste der Gespa kann ihre Domains innert Stunden blockieren. Das ist die Grundlage, auf der jede der acht Marken zu bewerten ist – nicht die Frage, welche die schönere Oberfläche hat.

Das heisst auch: eine ausländische Bewilligung, die im Impressum steht, verschafft einer Schweizer Ansicht nichts. Nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes entfaltet sie in der Schweiz keine Wirkung. Und wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar – mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Wer als Spieler teilnimmt, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden.

Damit die acht nicht zu einem einzigen Satz werden, folgt jede für sich. Die Bewertung stützt sich auf das, was in den Karten festgehalten ist – und das ist bei allen acht dasselbe: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Unterschiede, die über das hinausgehen, sind in den vorliegenden Angaben nicht festgehalten.

Die ausländischen Marken im Einzelnen

Rainbet (Rainbet.com): ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Rainbet tritt als internationale Sportwetten-Plattform auf und hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist der entscheidende Punkt, und er ist kein Detail am Rand: keine Bewilligung bedeutet kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, keine Verlustlimiten nach Schweizer Recht und keinen Rechtsweg in der Schweiz. Eine anderweitige Bewilligung ist in den Angaben nicht belegt, und sie hätte in der Schweiz ohnehin keine Wirkung nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes.

Wer bei Rainbet eine Heinz-Wette setzen will, muss damit rechnen, dass die Plattform Systemwetten führt oder auch nicht – die vorliegenden Angaben sagen dazu nichts. Das ist keine Nebenbemerkung für einen Leser, der genau diese Spielform sucht: Der Anbieter kann sie anbieten, er kann sie weglassen, und er kann die Bedingungen dafür jederzeit ändern. Nachprüfbar ist das nur in den eigenen Sportwetten-Bedingungen von Rainbet.

Was bleibt, ist die Einordnung. Ein Systemwetten-Spieler, der auf einen ausländischen Anbieter ausweicht, tauscht einen engen Katalog gegen einen weiten ein und verliert dafür den Schweizer Schutzmechanismus. Für einen Spieler, dem Limiten und das Sperrregister wichtiger sind als die Auswahl, ist Rainbet die falsche Adresse.

BassBet (Bassbet.com): ohne Bewilligung, mit offener Bewilligungsangabe

BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine anderweitige Bewilligung ist in den Angaben nicht belegt, und in der Schweiz hat sie ohnehin keine Wirkung. Wer sich hier anmeldet, ist nicht im Schweizer Sperrregister erfasst, hat keine Limiten nach Schweizer Recht und keinen Schweizer Rechtsweg.

Zu den Einzelheiten des Wettangebots, zu Systemwetten und zu Einsatzgrenzen sagt das Bild der vorliegenden Angaben nichts. Für einen Leser, der eine Heinz-Wette mit festen Limiten sucht, ist das eine Lücke, die er selbst schliessen muss: die Einsatzregeln von BassBet stehen in dessen eigenen Bedingungen, und nur dort.

Das Urteil fällt knapp aus, aber es fällt. Wer den Schweizer Schutzmechanismus als überflüssiges Beiwerk sieht, findet bei BassBet eine Plattform mit weiterem Katalog. Wer ihn als Kern des Angebots sieht, findet hier nichts. Der Katalog lockt, die Sicherung fehlt.

Pribet (Pribet.com): ohne Schweizer Bewilligung und mit weitem Katalog

Pribet führt keine Schweizer Bewilligung. Eine anderweitige Bewilligung ist nicht belegt und hätte in der Schweiz keine Wirkung. Der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt ebenso wie ein Schweizer Rechtsweg und die Verlustlimiten nach Schweizer Recht.

Über Umfang und Bedingungen von Systemwetten bei Pribet ist nichts festgehalten. Wer auf Pribet eine Heinz-Wette prüfen will, muss die eigenen Spielregeln der Plattform lesen – und wird dabei höchstwahrscheinlich einen umfangreicheren Marktkatalog finden, als die Gespa-Liste erlaubt. Der weite Katalog ist der eigentliche Anreiz: während Sporttip und Jouez Sport eine geschlossene Liste zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten führen und Corner- und Kartenmärkte gar nicht erst anbieten, ist die Auswahl bei einer internationalen Plattform offen.

Der Preis dafür ist der Schweizer Schutz. Wer sich bei Pribet anmeldet, verliert den Anschluss an das Sperrregister und die Limitenpflicht, die seinen Einsatz dort bremsen würde, wo er am grössten ist: bei Systemwetten mit vielen Linien.

Rabona (Rabona.com): internationale Plattform, keine Spur im Schweizer Register

Rabona hat keine Schweizer Bewilligung. Eine weitergehende Bewilligung ist nicht belegt und hätte in der Schweiz keine Wirkung. Damit fehlen Anschluss an das Sperrregister, Schweizer Limiten und ein Schweizer Rechtsweg.

Was Rabona an Sportarten und Wettarten führt, ist nicht festgehalten. Für einen Heinz-Spieler ist genau das die entscheidende Frage: Ob eine Plattform Systemwetten wie die Heinz-Wette überhaupt führt, ob sie die 57 Linien korrekt abrechnet und ob sie bei einer abgesagten Begegnung wie die Sporttip-Regeln auf Quote 1.00 stellt oder anders, muss vor dem Einsatz feststehen. Die Spielregeln der Plattform sind die einzige Quelle, die über solche Fragen Auskunft gibt – das gilt bei jedem Anbieter, aber bei einem ohne Schweizer Bewilligung gibt es im Streitfall niemanden, der über sie wacht.

Rabona bleibt damit eine Frage des Vertrauens in die Vertragsbedingungen. Wer dieses Vertrauen aufbringt, hat dort mehr Auswahl als bei den zwei bewilligten Veranstaltern. Wer es nicht aufbringt, bleibt bei Sporttip oder Jouez Sport.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Sperrregister

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung; eine anderweitige ist nicht belegt und würde in der Schweiz nichts bewirken. Wie bei den anderen ausländischen Marken fehlt der Anschluss an das schweizerische Sperrregister, und es fehlen die Limiten nach Schweizer Recht.

Der Anbieter ist auch ausserhalb der Schweiz nichts Neues – die Schweizer Aufsicht nennt ihn nicht, weil sie ihn nicht als Veranstalter betrachten darf. Für einen Wettenden macht das die Sache nicht besser: Die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es keine gibt. Sie führt eine Sperrliste der ausländischen Domains, die per Namensauflösung blockiert werden – wer GG.BET aufruft, kann dort landen.

Zu Systemwetten, Quoten und Einsatzgrenzen bei GG.BET ist nichts festgehalten. Der Spieler prüft die Betriebsregeln selbst und setzt sich mit den Bedingungen auseinander, an die er sich bindet, ohne dass eine Schweizer Instanz sie prüft.

BetLabel (Betlabel.com): ohne Schweizer Bewilligung, mit freier Wahl des Rechtsraums

BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung. Eine anderweitige Bewilligung ist nicht belegt und hätte in der Schweiz keine Wirkung nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes. Damit ist der Anschluss an das schweizerische Sperrregister nicht vorhanden, ebenso wenig die Verlustlimitenpflicht und ein Schweizer Rechtsweg.

Was BetLabel anbietet, ist nicht festgehalten. Über die Struktur einer möglichen Systemwette und über Einsatzgrenzen sagt das Bild der Angaben nichts. Ein Leser, der die Heinz-Wette dort sucht, muss die eigenen Spielregeln lesen – und zwar bevor er einen Wettschein mit 57 Linien abschickt, nicht danach.

BetLabels eigentliche Stellung ist die eines Anbieters, der einem Schweizer Wettenden ausserhalb des bewilligten Systems begegnet. Der Vorteil ist die Auswahl. Der Nachteil ist, dass es bei einem Streit um eine einzelne Linie in einer 57-Linien-Wette keine Schweizer Stelle gibt, die man anrufen könnte.

Bettilt (Bettilt.com): ohne Bewilligung und ohne Schweizer Aufsicht

Bettilt hat keine Schweizer Bewilligung. Eine weitergehende ist nicht belegt und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Der Anschluss an das Sperrregister fehlt, und die Schweizer Verlustlimiten greifen dort nicht.

Was der Anbieter an Systemwetten führt, ist in den Angaben nicht festgehalten. Der Heinz-Spieler muss also prüfen, ob eine solche Wette überhaupt angeboten wird – bei den zwei Schweizer Veranstaltern ist das eine Zusage, bei einem Anbieter ohne Bewilligung eine offene Frage.

Die Bewertung ist dieselbe wie bei den übrigen sieben: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg. Für einen Wettenden, der mit einem System aus 57 Linien arbeitet, ist der fehlende Rechtsweg der schwerste Punkt. Eine einzelne falsch gewertete Auswahl betrifft nicht eine Wette, sondern 32 oder mehr.

N1 Bet: ohne Schweizer Bewilligung und ohne Limitenpflicht

N1 Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anschluss an das Sperrregister fehlt, die Verlustlimitenpflicht nach Schweizer Recht greift nicht, und einen Schweizer Rechtsweg gibt es nicht.

Zu Systemwetten, Mindesteinsatz und Höchsteinsatz bei N1 Bet ist nichts festgehalten. Für den Leser heisst das: eine Heinz-Wette bei N1 Bet liesse sich nur nach den eigenen Bedingungen der Plattform beurteilen, nicht nach Schweizer Regeln. Wer mit CHF 10 pro Linie spielt und dort 57 Linien abgibt, hat keine Stelle, die ihm eine Obergrenze setzt, bevor er sie selbst setzen muss.

Die Doppeldeutigkeit dieses Satzes ist beabsichtigt. Auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung kann der Spielende mehr, und genau das ist der Nachteil: Er kann mehr, als für ihn gut ist, und niemand hält ihn auf. Wer das für sich selbst kann, wird sich hier wohlfühlen. Wer den Schutz braucht, spielt bei einem Anbieter, der ihn verpflichtend einbaut.

Wo in der Schweiz Systemwetten veranstaltet werden dürfen: was die Bewilligung entscheidet

Die Antwort auf die Ausgangsfrage lautet kürzer als der Titel vermuten lässt: die zwei bewilligten Schweizer Organisatoren. Der Grund liegt im Geldspielgesetz, und es lohnt sich, ihn einmal sauber aufzuschreiben, weil er alles Weitere erklärt.

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und stehen unter Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt – ein Unterschied, der in vielen Ratgebern durcheinandergeht und für eine Sportwette nichts ändert. Eine Bewilligung im Sinne des Gesetzes braucht der Veranstalter und für jedes einzelne Spiel; sie gilt nur in der Schweiz. Der Nettoertrag der Lotterien und Sportwetten geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; bei der Loterie Romande mit Sitz in Lausanne laufen die Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport. Eine dritte Bewilligung gibt es nicht, und eine weitere Liste gibt es nicht: Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Zwischen den beiden besteht eine Gebietsteilung. Sporttip wird in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich durchgeführt, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport veranstaltet die Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Wichtig ist die Grenze, die damit gesetzt ist: Wer sich bei einem der beiden registriert, muss im jeweiligen Gebiet wohnen. Die Bedingungen für die Online-Teilnahme bei Swisslos verlangen mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. In der Praxis heisst das: Ein Genfer kann nicht zu Sporttip, eine Züricherin nicht zu Jouez Sport. Ein Wechsel aus freien Stücken ist nicht vorgesehen. Wer im Kanton Zürich wohnt, hat damit genau einen Schweizer Anbieter für eine Heinz-Wette, und das ist Swisslos Sporttip.

Was man wetten darf, ist ebenfalls abschliessend geregelt. Zulässig sind Sportereignisse – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Die zugelassene Offerte ist eine geschlossene Liste: die Liste der Gespa mit den bewilligten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten (Fassung vom 10. September 2026). Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und nie Wetten auf Trainingsläufe. Corner- und Kartenmärkte führt die Liste nicht, eine Esport-Sektion hat sie nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das Gesetz kennt keine Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Schweizer Besonderheit der Fairness, sondern das Gegenmittel gegen die technisch unvermeidbare Verzögerung: wer während einer entscheidenden Szene noch eine Quote sieht, sollte wissen, dass sie nicht mehr gilt.

Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern Sache jedes Veranstalters. Zu virtuellen Sportarten ist nichts festgehalten – über ihre Zulässigkeit steht hier nichts. Esport kommt auf der Gespa-Liste nicht vor.

Eine Regel mit Folgen für Kombinations- und Systemwetten: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer sechs Auswahlen aus derselben Begegnung wählt – Torschütze und Sieger und Ergebnis –, beschäftigt sich dann nicht mehr mit seiner Heinz-Wette, sondern mit einer Rückerstattung.

Was von aussen über die Bewilligungsgrenze hinauskommt, wird über die Zugangssperre abgefangen. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per Namensauflösung blockieren; die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt – ein Verfahren, das die Aufsicht offen beschreibt. Wer heute eine Adresse öffnet, findet sie morgen vielleicht nicht mehr.

Und die letzte Bewilligungsregel ist die, die die rechtlichen Grenzen für Werbung festlegt: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet. Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Wer also eine ausländische Sportwettenseite über eine Schweizer Adresse bewirbt, riskiert eine Busse – dieses Verbot ist der Grund, warum die acht Marken hier beschrieben und nicht empfohlen werden.

Spielerschutz im Detail: was ein Schweizer Veranstalter übernehmen muss

Verlustlimiten sind in der Schweiz keine Kulanz, sondern Pflicht. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Was er nicht muss, ist eine bestimmte Höhe. Das Gesetz sagt nicht, wie hoch eine Limite sein muss, und es gibt keine feste Einzahlungsgrenze. Wer CHF 9’999 als Limite setzt, verletzt keine Regel – er hat die Obergrenze ausgeschöpft, die Swisslos für die 30-Tage-Limite vorgibt.

Diese Konstruktion hat einen Vorteil und einen Nachteil, und beide treffen jeden Wettenden selbst. Der Vorteil: Die Limite passt sich an die Lebensumstände an und nicht an einen gesetzlichen Durchschnitt. Der Nachteil: Sie passt sich auch an den Abend an, an dem die dritte Auswahl nach zwei Stunden noch immer führt und man das Gefühl hat, es jetzt zu wissen. Die 72 Stunden, die Swisslos und die Loterie Romande zwischen Erhöhungswunsch und Wirksamkeit legen, sind die einzige Bremse in diesem Moment. Das Gesetz sieht 24 Stunden vor; die Veranstalter wenden 72 Stunden an, und in einem Markt mit nur zwei Anbietern ist das kein Wettbewerbsnachteil, sondern der Standard.

Das zweite Werkzeug ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register ist der eigentliche Mechanismus: Es greift anbieterübergreifend, also auch dann, wenn man später meint, es bei einem anderen Haus versuchen zu wollen. Eine freiwillige Sperre ist erst nach drei Monaten aufhebbar, wobei eine Fachstelle beteiligt ist. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Ein Detail ist für den Wettenden unangenehm und muss im Raum stehen: Gesperrte und minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer die Sperre umgeht, verliert nicht nur den Schutz, sondern auch den Anspruch. Ein Konto pro Person mit geprüfter Identität ist die Voraussetzung; jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Beim Thema Einzahlungen hält der Schweizer Markt eine Regel bereit, die manchen überrascht: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen oder eine Auszahlung in Kryptowährung gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist ebenfalls ausgeschlossen. Wer sich also erhofft, einen Systemgewinn ohne Namensbezug zu erhalten, wird im bewilligten Markt keine Möglichkeit finden. Welche Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen – die Regel oben betrifft die Auszahlung, nicht die Einzahlung.

Was es hingegen nicht gibt, ist eine Sperre über Banken oder Kartennetzwerke. Die Schweiz hat kein Instrument, das Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockiert. Die Aufsicht arbeitet mit der Sperrliste und der Namensauflösung, nicht mit dem Zahlungsverkehr. Wer annimmt, dass seine Bank eine Überweisung an eine nicht bewilligte Wettseite zurückhält, verlässt sich auf etwas, das nicht existiert.

Für den Heinz-Spieler laufen alle diese Regeln an einem Punkt zusammen. Der Gesamteinsatz ist wegen der 57 Linien hoch, die Limite ist der einzige Mechanismus, der ihn vorher begrenzt, und sie wird von ihm selbst gesetzt. Wer die Zahl vor dem Wettschein nicht kennt, kennt sie nachher.

Wettmärkte für Heinz und Super Heinz: was in der Schweiz zur Verfügung steht

Die Heinz-Wette ist keine eigene Wettart, sondern ein Bauplan über sechs Auswahlen – und dieser Bauplan braucht Märkte, die sich unabhängig voneinander entscheiden. Genau darin liegt die praktische Einschränkung in der Schweiz.

Die zugelassene Offerte ist eine geschlossene Liste, und die Gespa führt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten veranstaltet werden dürfen. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nie erlaubt. Auf der Liste fehlen Corner- und Kartenmärkte vollständig, und eine Esport-Sektion hat sie nicht. Ein Heinz-Spieler mit sechs Auswahlen muss daher aus den klassischen Märkten wählen: Ergebnis, Handicap, Über/Unter. Das ist keine schlechte Auswahl – es sind die Märkte mit den saubersten Regeln und den wenigsten Sonderfällen –, aber es ist eine andere als die, die man von internationalen Plattformen kennt.

Dafür sind diese Märkte verlässlich. Bei einer abgesagten Begegnung greift eine klare Regel: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für einen Sechser heisst das, dass die betroffenen Linien ihren Wert verlieren, ohne dass der Einsatz zurückfliesst. Wer einen Wettschein mit sechs Auswahlen über mehrere Sportarten streut, verkleinert dieses Risiko nicht – es verteilt sich nur.

Ein zweiter Riegel betrifft die Auswahl der Ereignisse. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Und Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Für die Zusammenstellung einer Heinz-Wette ist das selten relevant, für die Beurteilung einer Plattform aber schon: Ein Katalog, der solche Regeln kennt, schliesst eine Reihe von Nischenmärkten aus, auf denen sich ein System mit sechs Auswahlen gut spielen liesse.

Wie die Kombination mehrerer Auswahlen rechnerisch funktioniert, ist dagegen kein Geheimnis. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Eine Heinz-Wette ist genau das – 57 Kombinationen mit unterschiedlich vielen Faktoren, aber die Regel für jede einzelne Linie ist dieselbe. Wer sechs Auswahlen mit den Quoten 1.50, 1.60, 1.70, 1.80, 1.90 und 2.00 wählt, hat eine Sechserwette mit einem Produkt von 27.91. Ein Fünfer daraus, je nachdem welche Auswahl man weglässt, liegt zwischen 13.96 und 18.61. Wer über den Wettschein schaut, erkennt das Prinzip: Die kurzen Linien liefern viele kleine Erträge, die lange Linie liefert wenige grosse. Das ist kein Fehler des Systems, sondern seine Bauweise.

Und noch ein Punkt zur Bezifferung, der für Einsteiger die grösste Überraschung ist: Die 57 Linien entstehen aus sechs Auswahlen, aber nicht aus sechs Ereignissen mit gleicher Stellung. Wer zwei sehr sichere Auswahlen und vier riskante wählt, wird merken, dass die sicheren Auswahlen in jeder der 57 Linien stecken – wenn eine davon kippt, fällt der gesamte Wettschein auf null Linien zusammen. Die Heinz-Wette verteilt Risiko nur über die riskanten Auswahlen, nicht über die sicheren. Wer den Bauplan versteht, baut ihn deshalb so, dass die zwei oder drei zuverlässigsten Auswahlen die schwersten sind und die riskanten die leichtesten. Das ist kein System, das gewinnt – niemand gewinnt systematisch –, aber es ist die Art, wie ein erfahrener Spieler die Spielform einsetzt.

Wie Sporttip und Jouez Sport ihre Gewinne begrenzen

Ein Punkt wird in Ratgebern gern übersehen und ist für eine Systemwette wichtiger als jede Quote: beide Schweizer Veranstalter deckeln die Auszahlung, und bei einem Bauplan mit vielen Linien wird die Obergrenze zur wirklichkeitsnahen Grösse.

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Höchstquote von 100’000 ist weit weg von allem, was eine Heinz-Wette mit sechs realistischen Quoten erreicht – die Sechserwette aus sechs Quoten von 2.00 käme auf 64.00. Die Grenze ist also eine Formalie für Kombinierte, sie wirkt aber bei Systemwetten, weil sich die Erträge der 57 Linien addieren.

Bei Sporttip sind die Limiten pro Wettschein definiert: Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Wer mit CHF 175 pro Linie spielt, kommt auf CHF 9’975 und bleibt knapp darunter. Die Grenze liegt damit über dem, was die meisten Spielenden setzen – aber sie liegt nicht dort, wo jemand sie vermuten würde, der an CHF 1’000 pro Wettschein denkt. Eine Systemwette ist bei Sporttip ausdrücklich anders behandelt als eine Kombinationswette, und das ist die wichtigste Zahl auf dieser Seite für einen Spieler mit ernsthaftem Einsatz.

Nimmt man beide Regelwerke zusammen, ergibt sich eine Schweizer Eigenheit: Der Katalog ist eng, die Einsatzgrenzen sind es nicht – jedenfalls nicht bei Sporttip, wo eine Systemwette bis CHF 10’000 angenommen wird. Wer über eine ausländische Plattform nachdenkt, weil er die Schweizer Grenzen für zu eng hält, sollte prüfen, ob er sie überhaupt erreicht. Bei den meisten Einsatzhöhen tut er es nicht.

Zwei vollständige Beispiele: derselbe Sechser bei Sporttip und bei Jouez Sport

Der Vergleich der beiden Schweizer Veranstalter lässt sich an einer einzigen Kennzahl führen: was ein voller Sechser aus sechs Auswahlen kostet und was er bei einem Volltreffer zurückbringt. Die Rechnung ist hier ausdrücklich eine Beispielrechnung – keine Quotenangabe, sondern die Anwendung der Regeln, die für beide Häuser feststehen.

Setzt man CHF 1 pro Linie, kostet eine Heinz-Wette bei Sporttip CHF 57 und bei Jouez Sport CHF 114, weil der Online-Mindesteinsatz dort CHF 2 beträgt. Bei sechs Auswahlen mit einer Durchschnittsquote von 1.90 hat der Sechser ein Produkt von 47.04, und die 57 Linien zahlen bei Volltreffer je nach Aufbau zwischen 1.90 und 47.04 zurück. Der entscheidende Punkt steht nicht in der Summe, sondern im Verhältnis: Wer CHF 57 einsetzt und alle sechs Auswahlen trifft, bekommt einen Ertrag, der sich aus den einzelnen Linien zusammensetzt, und dieser Ertrag ist keine Verdopplung. Ein Treffer von fünf richtigen Auswahlen zahlt nur die Linien, die keine der verlorenen Auswahl enthalten – in diesem Fall sechs Linien, nämlich die Doppel und Dreier aus den fünf richtigen. Die vierte Linie fällt weg. Das ist der Grund, warum eine Heinz-Wette bei fünf richtigen Auswahlen oft weniger zurückbringt als der Einsatz.

Das ist keine Panne, sondern die Bauart. Wer fünf von sechs richtig tippt und trotzdem Verlust macht, hat nicht falsch gerechnet, sondern das falsche Produkt gewählt. Wer fünf Richtige in einem Kombischein hätte, hätte null. Die Heinz-Wette macht aus null noch einen kleinen Ertrag – und aus einem kleinen Ertrag keinen grossen. Beides gehört zur gleichen Konstruktion.

Bei Jouez Sport kommt eine zusätzliche Schranke ins Spiel: Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Umgerechnet auf CHF 2 pro Linie sind 57 Linien CHF 114 – die Gesamtgrenze von CHF 7’500 wäre also erst bei einem Einsatz von über CHF 131 pro Linie erreicht. Der praktische Unterschied zwischen den beiden Häusern liegt daher nicht bei der Obergrenze, sondern beim Einstieg: dieselbe Spielform, derselbe Bauplan, das Doppelte beim Mindesteinsatz.

Bleibt eine Beobachtung, die sich aus dem Zahlenvergleich von selbst ergibt und die man aussprechen sollte: bei so dünnen Mindesteinsätzen ist die Versuchung gross, den Wettschein mit einem Einsatz pro Linie zu spielen, den man bei einer einzelnen Wette nie wählen würde. Der Bauplan ist kein Grund, den Wettschein grösser zu machen, als er sein muss.

Welche Auswahlen eine Heinz-Wette braucht

Eine Heinz-Wette ist nur so gut wie ihre sechs Auswahlen, und das ist der Teil, an dem ein Systemwetten-Spieler tatsächlich arbeiten kann. Der Bauplan gibt das Risiko vor, die Auswahl gibt die Chance.

Der erste Punkt ist die Unabhängigkeit der Auswahlen. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; ohne diese Funktion kann Swisslos die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Sechs Auswahlen aus derselben Begegnung sind also kein System, sondern eine Erstattung mit Umweg. Ein Heinz-Spieler sollte sechs Ereignisse wählen, die sich tatsächlich unabhängig entscheiden.

Der zweite Punkt ist die Quote. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Wer sechs Auswahlen knapp unter dieser Schwelle baut, verliert den Boost, obwohl der Sechser rechnerisch funktioniert. Die Schwelle ist klein – aber sie existiert, und sie ist im Voraus bekannt.

Der dritte Punkt ist die Spreizung. Weil jede Auswahl in vielen der 57 Linien steckt, verschiebt eine einzige hohe Quote den ganzen Wettschein. Wer sechs Auswahlen zwischen 1.50 und 1.70 wählt, bekommt viele mittlere Linien und einen berechenbaren Verlauf. Wer zwei Auswahlen zu 5.00 hineinnimmt, bekommt eine Handvoll weiter Linien und eine Sechserwette mit einem Produkt von mehreren Hundert. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Produkte unter demselben Namen. Die Spielform «Heinz-Wette» sagt über diese Wahl nichts – sie beschreibt nur die Zahl der Linien.

Der vierte Punkt ist der Markt. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist abschliessend; Corner- und Kartenmärkte fehlen, Esport fehlt. Wer seine sechs Auswahlen aus diesen Nischenmärkten bauen wollte, findet sie in der Schweiz nicht. Ergebnis-, Handicap- und Über/Unter-Märkte bilden dagegen die Grundlage, und diese Märkte sind in beiden Häusern vorhanden.

Der fünfte Punkt ist die Absage. Bei einer abgesagten Begegnung greift die 48-Stunden-Regel, und in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für einen Sechser heisst das, dass die betroffenen Linien nicht verschwinden, sondern wertlos werden. Wer den Wettschein über verschiedene Wochenenden baut, verteilt dieses Risiko, verkleinert es aber nicht.

Wer die fünf Punkte zusammennimmt, landet bei einer unspektakulären Empfehlung, die für jede Systemwette gilt: gleichmässige Quoten, echte Unabhängigkeit, bekannte Märkte, klare Grenze beim Gesamteinsatz. Für einen Leser, der die Heinz-Wette ausprobieren will, ist das der ehrlichere Einstieg als jede Rechnung über mögliche Erträge.

Was Systemwetten in der Schweiz kosten: die Spur des Einsatzes

Die Frage, was Systemwetten in der Schweiz kosten, hat keine Quotenantwort, sondern eine Einsatzantwort. Was ein Wettender für eine Heinz-Wette bezahlt, ist genau die Zahl der Linien mal Einsatz pro Linie, und diese Zahl steht vor dem Wettschein fest.

Die Mindestgrenzen der beiden Häuser markieren die Unterkante. Bei Sporttip beginnt eine vollständige Heinz-Wette bei CHF 57, bei Jouez Sport bei CHF 114. Die Obergrenze bei Sporttip liegt bei CHF 10’000 für eine Systemwette, bei Jouez Sport bei CHF 500 pro Linie, wobei der Wettschein insgesamt CHF 7’500 nicht übersteigen darf. Zwischen diesen beiden Polen entscheidet der Spielende selbst, und das ist der Punkt, an dem die Verlustlimite ihre Arbeit tun sollte.

Was über der Einsatzrechnung liegt, ist die eigentliche Kostenseite: Die Chance, dass alle sechs Auswahlen stimmen, wird durch die Systemwette nicht verbessert. Was verbessert wird, ist der Umgang mit dem Fall, dass nicht alle stimmen. Aus einem Totalverlust bei fünf richtig getippten Auswahlen wird ein Teilertrag. Aus einem Totalverlust bei zwei richtig getippten wird ebenfalls ein Teilertrag – die Doppelwette. Wer deshalb nur auf den Rückweg schaut, übersieht, dass er ihn mit 57 Wetten bezahlt. Das Verhältnis zwischen dem Einsatz und dem erwarteten Rückfluss bleibt dasselbe wie bei jeder anderen Wette auf demselben Markt: Der Buchmacheranteil sitzt in jeder einzelnen Quote, und die Heinz-Wette zählt ihn 57-mal.

Und weil das die wichtigste Konsequenz ist, gehört sie ans Ende dieses Abschnitts und nicht in eine Fussnote: Eine Systemwette mit 57 Linien auf einem Markt mit einem Buchmacheranteil von einigen Prozent kostet diesen Anteil 57-mal, nicht einmal. Der Einsatz steigt nicht, weil die Gewinnchance steigt. Er steigt, weil 57 Wetten mehr kosten als eine.

Häufige Fragen zur Heinz-Wette in der Schweiz

Wie funktioniert eine Heinz-Wette?

Sie ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Einzelwetten sind nicht enthalten. Es gibt einen Ertrag, sobald mindestens zwei Auswahlen gewinnen. Der Einsatz ist die Summe aller 57 Linien mal Einsatz pro Linie.

Aus wie vielen Einzelwetten besteht eine Heinz-Wette, und was unterscheidet sie von der Super-Heinz-Wette?

Die Heinz-Wette hat sechs Auswahlen und 57 Einzelwetten. Die Super-Heinz-Wette erweitert das auf sieben Auswahlen und 120 Wetten: 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette. Beide gehören zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten abdecken.

Wie hoch ist der Gesamteinsatz bei einer Heinz-Wette, wenn pro Einzelwette ein fester Betrag gilt?

Der Gesamteinsatz ist der Betrag pro Linie mal 57. Bei CHF 1 pro Linie sind es CHF 57, bei CHF 10 sind es CHF 570. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, bei Jouez Sport online bei CHF 2. Der Höchsteinsatz beträgt dort CHF 500 pro Wette, bei Swisslos CHF 10’000 pro Systemwette.

Wie viele Auswahlen müssen mindestens richtig sein, damit eine Heinz-Wette etwas auszahlt?

Zwei Auswahlen genügen. Genau diese Kombination zahlt die 15 Doppelwetten aus. Eine einzelne richtige Auswahl bringt dagegen nichts, weil Einzelwetten im Bauplan nicht enthalten sind. Bei fünf Richtigen fallen die 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und der Sechser weg – ein Teilertrag bleibt, der unter dem Einsatz liegen kann.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Systemwetten von Sporttip?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Welche Anbieter in der Schweiz dürfen Systemwetten wie die Heinz-Wette anbieten, und wer kontrolliert das?

Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport; die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Ausländische Marken haben keine Schweizer Bewilligung, und eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»