Tischtennis Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine kurze Liste und ein Preis, den niemand anschreibt
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026 · Die Bewilligungen und die Aufsicht wurden gegen die Angaben der Gespa und des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51) geprüft.
Tischtennis ist eines der wenigen Sportarten, bei denen ein Ballwechsel kürzer dauert als das Ausfüllen eines Wettscheins. Trotzdem gehört die Sportart zum erlaubten Programm der beiden Schweizer Veranstalter. Was viele nicht wissen: Es gibt keine Auswahl. Das Geldspielgesetz hat die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und seit der Einführung des Gesetzes am 1. Januar 2019 hat sich daran nichts geändert — Schweizer Sportwetten sind ein Grossspiel, und Grossspiele dürfen nur die beiden durchführen, die eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung erhalten haben. Neben dem Verband und dem Regelwerk der ITTF, die 1926 in Berlin gegründet wurde, zählt für den hiesigen Wettmarkt also vor allem eine Aufsichtsbehörde in Bern, und der Preis der Legalität ist die Enge des Angebots.
Was die Bewilligung erlaubt und was sie ausschliesst
Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten will, braucht mehr als eine Registrierung. Das Gesetz verlangt eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und beide zusammen gelten «nur in der Schweiz». Eine ausländische Konzession, ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland, hat hier keine Wirkung. Das ist keine Formalie, sondern der Kern der Frage, die viele bei «Tischtennis wetten verboten» suchen: Verboten ist nicht das Wetten, verboten ist das Veranstalten ohne Bewilligung.

Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Grundlage das Geldspielkonkordat ist, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Nicht bei der ESBK — die prüft Casinos und nur Casinos. Wer sich bei der Suche nach einem Schweizer Anbieter an die falsche Behörde hält, findet dort nichts über Sportwetten.
Bewilligt sind genau zwei:
- Swisslos mit dem Produkt Sporttip, veranstaltet von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
- Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Das Unternehmen hat seinen Kontakt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Ein Konto lässt sich nur dort eröffnen, wo man wohnt. Für die Online-Teilnahme verlangt Swisslos mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer in Genf sitzt, kommt an Sporttip nicht heran, und wer in Zürich wohnt, nicht an Jouez Sport.
Was der Bewilligungsrahmen ebenfalls festlegt, ist die Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Sie ist geschlossen, und sie kennt Tischtennis. Qualifikationsrunden stehen nur dann im Programm, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eck- und Kartenmärkte ebenso, und E-Sport taucht in der Liste nicht auf. Wer ein Tischtennisturnier im Programm sucht, sollte sich die Mühe machen und im Wettprogramm nachsehen, ob genau dieser Anlass gelistet ist — die Liste entscheidet, nicht die Sportart.
Was die Bewilligung nicht mitbringt, ist ein Steuervorteil, den viele vermuten. Es gibt in der Schweiz keine Wettsteuer auf den Einsatz. Gewinne aus einem bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei — auf Bundesebene CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026, in der Vorjahresperiode CHF 1’070’400 — und der kantonale Freibetrag weicht davon ab, also «je nach Kanton». Wer darüber liegt, dem wird eine Verrechnungssteuer von 35 % abgezogen, die man über die Steuererklärung zurückholt. Für einen normalen Tischtennis-Wettschein ist das eine theoretische Grösse. Interessanter ist die Gegenrichtung: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen — der Satz gilt hier wörtlich, weil die Kantone unterschiedlich entscheiden.
Die Sperrliste und das, was sie für ausländische Anbieter bedeutet
Bei Sporttip läuft nichts ohne Konto, und ein Konto gibt es nur mit Adresse im Vertragsgebiet. Diese Schranke hat eine Kehrseite, die kaum ein ausländischer Anbieter erwähnt. Ein Schweizer Konto ist immer auch an das Sperrregister gekoppelt: Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dort auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich bei einem Anbieter ohne Bewilligung anmeldet, steht in diesem Register nicht — und damit ausserhalb des Mechanismus, der einen im Ernstfall schützen soll.

Die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Sie führt die Sperrliste: ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste stammte vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping beim Namen und führt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, bet365 steht auf der Liste. Das ist die praktische Konsequenz für einen Schweizer Spieler: Der Zugang kann verschwinden, ohne dass sich etwas am Vertrag ändert.
Rechtlich endet die Sache bei der Aufsicht: Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Veranstalter, nicht der Spieler. Nur: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Aufsicht, die für einen kämpft. Die ehrliche Zusammenfassung lautet deshalb nicht «legal gegen illegal». Sie lautet: Auf der einen Seite steht ein voller Schweizer Schutz mit zwei Anbietern, einer geschlossenen Sportliste, einer Wohnsitzpflicht und einer Identitätsprüfung; auf der anderen Seite steht ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg — und mit einer Steuerfrage, die ein Kanton anders beantwortet als der nächste. Keine der beiden Seiten ist von sich aus die sichere Wahl.
Was Verlustlimiten, Pausen und Sperren den Spielenden abverlangen
Der wichtigste Punkt beim Spielerschutz ist einer, den die Werbung nie erwähnt: Die Limite setzt nicht der Staat, sondern der Spielende selbst. Das Gesetz verpflichtet den Veranstalter, von jedem Konto maximale Werte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste zu verlangen. In der Schweiz gibt es keine gesetzlich fixierte Einzahlungsgrenze, keine Höchstgrenze, die für alle gilt. Wer vor der ersten Wette eine Zahl wählen muss, wählt sie ohne Vergleichsmassstab — und liegt damit in der Regel zu hoch.
Wie das konkret aussieht, lässt sich bei Swisslos nachlesen: Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Mechanismus, der diese Zahlen erst wirksam macht, ist die Asymmetrie: Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das Gesetz sieht 24 Stunden vor, Swisslos wendet in seinen eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Drei Tage Bedenkzeit sind die eigentliche Schutzfunktion — nicht die Zahl, sondern die Wartezeit davor.
Dasselbe Muster bei der Sperre: Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und vor Fristablauf wird sie nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre dagegen landet im Register, und sie ist nicht nur eine Sache des Sportwettenkontos, sondern gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer glaubt, er könne die Sache schnell rückgängig machen, irrt. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder lösen, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Wer als Ausgeschlossener oder Minderjähriger dennoch spielt, hat laut Gesetz keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne — ein Satz, der im Streitfall mehr kostet als jede Gebühr.
Was die Aufsicht selbst dazu sagt, ist unbequem. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl ist keine Randnotiz, sie ist der Massstab. Der Verkaufsstellenschutz funktioniert also keineswegs zuverlässig, und wer einem 17-Jährigen am Kiosk begegnet, sollte sich auf die Selbstkontrolle nicht verlassen. Der Kontoschutz online mit Ausweisprüfung und Einmal-Registrierung ist ein anderer Mechanismus als die Verkaufsstelle um die Ecke — beide gehören zur selben Bewilligung, und beide sind unterschiedlich dicht.
Einen Punkt sollte man sauber trennen: Die Limiten, die für Swisslos und Loterie Romande gelten, sind Schweizer Regeln. Ein Anbieter ohne Bewilligung führt sein eigenes Hausrecht. Wessen Verlustlimite dort scharf ist und wessen nicht, hängt von dessen Bedingungen ab und von nichts sonst. Wer das für den gleichen Schutz hält, vergleicht eine Hausordnung mit einem Gesetz.
Ein zweiter Nachtrag, weil er häufig übersehen wird: Die Limiten gelten beim Schweizer Anbieter nur für Wetten, während das Konto beim selben Unternehmen auch andere Produkte umfassen kann. Wer ein Casino-Konto beim selben Haus nutzt, hat es mit einer anderen Bewilligung und einem anderen Limitenträger zu tun. Sport und Casino sind getrennte Bewilligungen mit getrennten Regeln.
Gratisspielguthaben: eine Bewilligung, die man nicht sieht
Freispiele und Gratisguthaben sind in der Schweiz nicht einfach eine Marketingentscheidung. Das Gesetz verlangt dafür die vorherige Zustimmung der Gespa, und die Aufsicht hat im Jahr 2025 vierundzwanzig Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt. Eine Zahl, die die Verhältnisse zeigt: acht.
Was das für den Werbemarkt heisst, ist klar. Die Anbieter ohne Schweizer Bewilligung dürfen hier nicht für nicht bewilligtes Glücksspiel werben — Werbung dafür ist strafbar und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Eine zeitliche Beschränkung der Werbung existiert dagegen nicht.
Wie eine Tischtennis-Vorhersage entsteht, und was sie nicht ist
Der Modus ist der erste Faktor, nicht die Form. Ein Satz endet, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung führt; bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler 2 Punkte Vorsprung hat. Eine Partie im Punktspielbetrieb läuft über Best of five, also drei Gewinnsätze, bei grossen Turnieren über Best of seven mit vier Gewinnsätzen. Der Unterschied ist nicht kosmetisch. Wer drei Sätze gewinnen muss, hat weniger Raum für einen schwachen Start, und der Favorit wird seltener überrascht als in einem Best-of-five-Spiel. In der Vorhersage heisst das: Der Spielplan sagt dir, wie viel Varianz überhaupt zugelassen ist, bevor du auf ein Einzelergebnis blickst.
Das Aufschlagrecht erzeugt dann die kurzen Bewegungen, die Live-Quoten so unruhig machen. Aufgeschlagen wird abwechselnd nach jeweils 2 Punkten, bei 10:10 nach jedem einzelnen Punkt; im letzten Satz wird die Seite gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte erreicht hat. Das bedeutet: Alle zwei Ballwechsel wechselt die Kontrolle, und ein Spieler, der zwei gute Aufschläge hatte, verliert sie sofort wieder. Es gibt keinen Aufschlagwechsel nach 5 Punkten mehr — bis 2001 wurde im Tischtennis bis 21 Punkte gespielt, mit einem Wechsel nach 5 Punkten. Wer mit Zahlen aus dieser Zeit arbeitet und das nicht weiss, rechnet mit einem anderen Spiel.
Solche Verschiebungen schlagen direkt auf die Quote durch, denn die Materialbeschaffenheit hat das Spiel verändert: Der Ball hat 40 mm Durchmesser und wiegt 2,7 g, und seit dem 1. Januar 2018 werden nur noch Kunststoffbälle produziert, nachdem die ITTF den Plastikball 2014 beschlossen hatte. Ein Ballwechsel mit dem heutigen Kunststoffball ist schneller als in den Jahren davor — mehr Spin, weniger Luftwiderstand, andere Flugkurven. Diese Details sind keine Nebensache, sondern der Grund, warum Rekordmarken aus der Zelluloid-Ära keine Vergleichsbasis für eine Vorhersage sind.
Die Methode ist deshalb immer dieselbe: Form über die letzten Wochen, der direkte Vergleich der beiden Spieler, und die Quoten, die jemand anderes bereits gestellt hat. Alles andere ist Selbstbetrug. Ein «sicherer Tipp» existiert nicht, so wenig wie ein System, das regelmässig gewinnt. Wer einen Tipp weitergibt, gibt eine Einschätzung, und eine Einschätzung, die als Tatsache verkauft wird, ist der eigentliche Betrug am Spieler.
Der wirksamste Teil einer Strategie bleibt die Einsatzdisziplin, und sie ist reine Kostenrechnung. Wer Einsätze verdoppelt, um einen Verlust auszugleichen, zahlt für jeden einzelnen zusätzlichen Wettschein erneut die Marge. Genau hier endet jede Spielstrategie, die auf Verfolgung setzt: Sie kann einen einzelnen Abend retten und über zwanzig Abende das Konto abräumen, weil die Marge in jeder Wette bezahlt wird, egal wie sie ausgeht.
Vorhersage und Livewette: die kurzen Ballwechsel
Tischtennis ist schnell, und es ist genau die Sportart, in der eine Livewette den Quotenlauf nicht einholt. Drei Sätze im Best of five sind bei 11 Punkten pro Satz und Aufschlagwechsel alle zwei Punkte ein Ereignis, das in zwanzig Minuten vorbei sein kann. Zwischen dem Blick auf die Quote und dem Klick auf den Wettschein ändert sich der Spielstand zweimal. Dazu kommen zwei Mechanismen, die den Livewettenden direkt treffen.
Erstens: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Man braucht keine Bildübertragung, um live zu wetten — man hat dann aber auch keine Möglichkeit, die tatsächliche Situation zu prüfen. Zweitens werden Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 gewertet, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Tischtennis heisst das im Umkehrschluss: Wenn der Punkt gefallen ist, bevor die Wette im System war, wird sie zum Einsatz zurückgezahlt. Zwei Sekunden zu spät, und der Gewinn ist weg. Der Wettschein sieht danach nicht so aus, als hätte man verloren — er sieht aus, als hätte nie jemand gesetzt.
Wer live auf Tischtennis wetten will, sollte deshalb nicht auf Reaktionszeit setzen, sondern vorher die Bedingungen seines Anbieters lesen. Bei einem bewilligten Veranstalter stehen sie in den Teilnahmebedingungen und sind nachlesbar. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung ist der Platzhalter, auf den man sich verlassen müsste, eine Hausregel, die sich jederzeit ändern lässt.
Was der Tischtennis-Spielplan ins Wettprogramm bringt — und was nicht
Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch. Dazu kommen die Weltmeisterschaften, die Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals. Das ist der Rahmen, in dem internationale Tischtenniswetten stattfinden: vier bis fünf Formate, die über das Jahr verteilt regelmässig Aufmerksamkeit erzeugen, dazwischen Ligen und nationale Meisterschaften.
Auf der Materialseite gibt es eine Zahl, die jede Einschätzung der Sportart begründet: Die Platte ist 2,74 m lang und 1,525 m breit und liegt 76 cm über dem Boden, das Netz ist 15,25 cm hoch. Das ist ein kleiner Raum. Ein Spieler, der einen halben Meter hinter der Platte steht, deckt schon den grössten Teil des Winkels ab — deshalb ist Tischtennis ein Spiel, das an der Platte entschieden wird, und deshalb sind kleine Leistungsunterschiede hier sichtbarer als etwa im Fussball. Ein Weltklassespieler gegen einen guten nationalen Spieler ist kein fifty-fifty, und das drückt sich in kurzen Quoten aus.
Nun der Teil, den kaum ein Vergleich erwähnt: Was im Wettprogramm steht, entscheidet nicht die Bedeutung eines Turniers, sondern die Liste. Bewilligte Veranstalter dürfen nur Sportwetten auf einer geschlossenen Liste anbieten, und diese Liste nennt Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden sind nur zulässig, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe ebenso; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet; Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Ein grosses Turnier bedeutet daher nicht automatisch einen grossen Markt, und eine kleine Liga nicht automatisch gar keinen.
Das ist der eigentliche Kostenpunkt für den Spieler, der Tischtennis über die ganze Saison begleiten will: Die Auswahl ist schmal, und die Anlässe sind es auch. Wer auf einen bestimmten nationalen Mannschaftswettkampf setzen möchte, weil er die Aufstellung kennt, findet ihn nur dann im Programm, wenn er dort steht. Und weil der Ausgang eines Best-of-five-Matches an zwei Aufschlägen hängen kann, ist die Anzahl der Plätze in einem Konto nicht das Problem — die Anzahl der Anlässe ist es.
Dasselbe für Live: Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, und das Gesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte ein. Diese Freiheit liegt beim Veranstalter, nicht beim Gesetzgeber. Wo also Live-Tischtennis fehlt, liegt es am Wettprogramm und nicht an einem Verbot.
Welche Wettarten der Modus hergibt
Aus dem Satzsystem ergeben sich die Märkte fast von selbst. Ein Sieger wird nach Sätzen entschieden (3:0, 3:1, 3:2 im Best of five; 4:0 bis 4:2 im Best of seven), und jeder Satz ist selbst ein Teilwettkampf mit eigener Quote. Wer auf den Gesamtstand eines Matches setzt, wettet auf eine Folge von Sätzen; wer auf einen einzelnen Satz setzt, wettet auf elf Punkte. Das sind zwei sehr verschiedene Ereignisse mit sehr verschiedenen Auszahlungen, und die Quoten für beide bewegen sich während eines einzigen Satzes.
Dazu tritt das, was in den Teilnahmebedingungen steht. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Tischtennis hat kein Penaltyschiessen, aber der Grundsatz gilt auch hier: Ob ein Satzverlust als Ergebnis zählt und welcher Spielabschnitt in die Wertung geht, steht in der Ausschreibung und nirgends sonst. Wer sich eine Wette in zwei Märkten desselben Matches vorstellt, sollte wissen, dass voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden dürfen. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Freude über einen hohen Kombischein ist also vorsichtig zu dosieren.
Und dann ist da der Cash-Out. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos ihn nicht. In einem Match, das in zwanzig Minuten vorbei ist, ist Cash-Out damit weniger ein Werkzeug als eine Gelegenheit, die man ergreifen muss, bevor sie verschwindet. Wer sich einen Ausstieg aus einer Wette als Notbremse vorstellt, hat den Mechanismus nicht verstanden.
Die zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Schweizer Bewilligung, acht mit Zugangssperre
Die folgenden zehn Namen stehen für das, was ein Schweizer Spieler tatsächlich findet: zwei bewilligte Veranstalter und acht ausländische Anbieter, die sich an Schweizer Spieler wenden. Die Bewertung erfolgt nach denselben Kriterien — Bewilligungsstatus, Aufsichtsanschluss und Rechtsweg. Die beiden Gruppen werden bewusst nicht vermischt, und kein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wird hier als legal oder sicher bezeichnet.
| Brand | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Donbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung; ausländische Bewilligung nicht festgestellt |
Was diese Tabelle nicht leisten kann, ist ein Vergleich der Quoten, weil sie es nicht darf. Ein Preis für ein Tischtennismatch gilt für ein bestimmtes Spiel, einen bestimmten Markt, einen bestimmten Anbieter und einen bestimmten Moment, und ein Vergleich über zehn Buchmacher hinweg wäre genau die fiktive Zahl, die eine leere Zelle verhindern soll. Lesen Sie die Spalte, die tatsächlich unterscheidet: In der Zeile für Swisslos und Loterie Romande steht ein Rechtsweg, in den acht anderen steht keiner. Eine ausländische Bewilligung hat nach Gesetz keine Wirkung in der Schweiz, und wer sie angibt, hat die Schweizer Prüfung noch nicht bestanden. Das ist keine Frage des Vertrauens, sondern des Status.
Die Verhältnisse in der zweiten Gruppe sind bis auf die Domain identisch, und genau das ist die Erkenntnis: Acht austauschbare Angebote stehen zwei Anbietern gegenüber, deren Bewilligung sich in einem Register nachprüfen lässt. Wer nach einem Konto sucht, prüft die Bewilligung, nicht das Bonusbanner.
Was die Marge kostet: eine Beispielrechnung mit Bedingung
Die Quoten auf einem Wettschein sind nicht das Ergebnis einer Messung, sondern das Ergebnis einer Kalkulation mit einem eingebauten Anteil für den Veranstalter. Diesen Anteil kann man ausrechnen, und es lohnt sich, weil er die eigentliche Gebühr des Spielers ist — sie fällt bei jeder einzelnen Wette an, auch bei der, die man gewinnt.
Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beide Seiten. Das ist ein Beispiel und kein notierter Preis. Um zu sehen, was dieser Markt zurückzahlt, bildet man den Kehrwert beider Quoten — 1 durch 1.90 ergibt je rund 0,526 — und addiert sie zu etwa 1,053. Der Auszahlungsschlüssel liegt damit um 0,95, also bei rund 95 %; die Marge ist die Differenz zu 100 % und beträgt damit rund 5 %. Etwas pauschal gesagt: Von jedem Franken, der in diesem Markt gesetzt wird, kommen im Schnitt rund 95 Rappen als Gewinne zurück, und rund 5 Rappen bleiben beim Veranstalter. Das ist die Zahl, die eine Marketingaussage über «faire Quoten» nicht überlebt.
Die Zahl ist eine Bandbreite und kein einzelner Wert, und sie hat eine Bedingung: Sie gilt für genau diese Quoten und genau diesen Markt. Stehen die Quoten bei 1.90 und 1.90, kostet der Vorgang rund 5 % des Einsatzes. Steht eine Seite bei 1.80 und die andere bei 1.95, verschiebt sich der Auszahlungsschlüssel, und die Marge wird grösser — für den Spieler, nicht für den Veranstalter. In einem Markt mit drei oder mehr Ausgängen, wie dem 1X2 im Mannschaftssport, sinkt der Auszahlungsschlüssel in der Regel weiter, weil mehr Positionen abgedeckt werden müssen. Auf Tischtennis mit seinen kurzen Quoten heisst das: Die Marge sitzt im Bereich, den ein Buch mit einer 1.90er-Linie vorgibt, und jeder Satz, den man zusätzlich setzt, trägt sie ein weiteres Mal.
Der Vergleich mit dem Schweizer Anbieter ist an dieser Stelle nicht mit Zahlen zu führen — für Sporttip sind keine Marktquoten überliefert —, und er ist trotzdem aussagekräftig. Bei einem bewilligten Veranstalter ist die Marge Teil eines Auszahlungsschlüssels, den die Aufsicht kennt und dessen Rahmen in den Teilnahmebedingungen nachlesbar ist. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung ist sie eine Hausentscheidung ohne schweizerische Kontrolle. Wer zwanzig Wetten im Monat setzt, zahlt bei 5 % Marge etwa einen Einsatz pro Monat zusätzlich — nicht sichtbar auf dem Wettschein, aber effektiv vom Konto abgebucht.
Auf Live- und Kombiwetten wirkt sie stärker, und das ist die Stelle, an der die meisten ihre Bilanz falsch einschätzen. Eine Kombination aus vier Bein multipliziert die einzelnen Quoten, aber die Margen der vier Märkte vervielfachen sich mit — aus rund 5 % pro Markt wird über vier Beine ein spürbar grösserer Anteil. Und der Kombiboost gleicht das nicht aus. Bei Sporttip gilt er nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit je einer Quote von mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Vier Beine mit 5 % bringen einem die Zahl zurück, die man an Marge bezahlt hat. Zehn Beine mit 40 % klingen nach sehr viel mehr, als sie sind — man hat die Marge zehnmal bezahlt und bekommt einen Teil davon als Bonus zurück.
Ähnlich die Quoten- und Profitboosts: Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und erhöhen die Quote einer einzelnen Vorhersage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost annimmt und dann vorzeitig aussteigt, hat die Erhöhung bezahlt und nicht erhalten.
Bei den Mindest- und Höchsteinsätzen schliesslich geht es um Beträge, die das Verhältnis von Einsatz und Marge schärfen. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern das direkte Gegenstück zur Verlustlimite: Ein Systemwette-Einsatz von CHF 10’000 sprengt jede vernünftige Verlustlimite, die ein Spieler sich vorher gesetzt hat. Die Zahlen müssen zusammenpassen, sonst ist die Limite reine Theorie.
Und ein Satz, der den ganzen Abschnitt einrahmt: Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Diese Regel ist im Tischtennis strenger, als sie klingt — die Szene ist klein, und wer in einem Verein spielt, kennt Spieler, gegen die er antritt. Ein Markt, den man nicht bespielen darf, ist kein Markt.
Was bei einem Sieg zurückkommt: der Auszahlungsweg
Der Auszahlungsschlüssel sagt, was im Markt bleibt. Der Weg vom Wettschein zum Geld ist ein zweiter, unabhängiger Kostenfaktor, und ihn kontrolliert der Bewilligungsrahmen, nicht das Marketing. Wer bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter spielt, findet dort die Kondition, die den oder die Kontoinhaber betrifft: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt also nicht. Ebenfalls ausgeschlossen: Kredit an Spieler.
Diese Vorgaben sind keine Erschwernis, die man umgehen sollte, sondern der Grund, warum ein Gewinn überhaupt bei einem selbst ankommt. Für den Spieler, der mit dem Wettkonto spart, bedeutet es vor allem eine Frage, die vor der ersten Wette geklärt sein will: Das Geld muss auf dem Weg zurück dieselbe Identität treffen, die im Konto registriert ist. Wer sich ein Konto mit einem Nickname einrichtet und erst beim Auszahlungsversuch merkt, dass der Name auf dem Bankkonto ein anderer ist, hat Zeit verloren, die in einem Cash-Out-Fenster besonders teuer ist.
Prüfen Sie das vor dem Setzen, nicht danach. Bei Sporttip steht in den Bedingungen für die Online-Teilnahme, dass bei der Registrierung Alter und Aufenthalt geprüft werden und dass Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken abgeglichen werden. Wer in diesem Verfahren hängen bleibt, kann Geld auf dem Konto haben, das er noch nicht abheben kann.
Bei beiden Schweizer Veranstaltern gilt dieser Weg. Über Loterie Romande und Jouez Sport ist hier keine weitere Auszahlungsregel überliefert — was das für die Westschweizer Verkaufsstellen bedeutet, ist bei 2’350 Annahmestellen eine eigene Frage, und sie stellt sich vor Ort. Für die acht ausländischen Anbieter in dieser Liste lässt sich über den Auszahlungsweg hier nichts sagen. Wer dort spielt, hat keine Schweizer Stelle, an die er sich wendet, und keine Schweizer Aufsicht, die einen Auszahlungsstreit prüft. Das ist der Punkt, an dem die fehlende Bewilligung praktisch wird: nicht bei der Anmeldung, sondern wenn Geld zurückfliessen soll.
Zwei Bewilligungen, ein Rechtsweg: die Anbieter im Einzelnen
Zwei Anbieter, die sich in einem Punkt fundamental von allen anderen unterscheiden, und acht, die sich untereinander in keinem unterscheiden. Die Reihenfolge folgt der Bewilligung, nicht der Sympathie.
Swisslos Sporttip: der bewilligte Veranstalter mit dem engsten Wohnsitzkriterium
Swisslos betreibt Sportwetten unter dem Namen Sporttip auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, veranstaltet von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, im Auftrag der Kantone. Der Vertragsbereich umfasst die deutschsprachigen Kantone sowie Tessin und Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Konto eröffnen — mit mindestens 18 Jahren, mit Ausweisprüfung, einmal pro Person, und nur ohne bestehende Spielsperre.
Das Modell hat eine Herkunft, die man kennen sollte, weil sie erklärt, wohin das Geld geht. Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, aus der Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt werden. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Zwei Dinge daran sind für den Spieler relevant. Erstens: Der Ertrag sinkt, während die Marge im Markt nicht sinkt — der Rückgang wird also nicht dadurch aufgefangen, dass man grosszügiger wird. Zweitens: Ein Teil des eigenen Einsatzes wandert über den kantonalen Fonds in den Breitensport, was nicht dasselbe ist wie ein Bonus, aber die Frage «wohin geht mein Geld» anders beantwortet als bei jedem anderen Eintrag auf dieser Liste.
Für Tischtennis ist Swisslos besonders wegen der Nebenbedingungen interessant. Die Limiten sind eng gezogen: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette, jederzeit ohne Angabe von Gründen änderbar, Wetten über der Limite werden nicht angenommen. Die Verlustlimiten von CHF 9’999 für 1, 7 und 30 Tage mit CHF 1’000 für unter 21-Jährige, dazu die freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage, sitzen auf der anderen Seite des Kontos — und die 72-stündige Wartezeit bei Erhöhungen ist die einzige Bremse, die den Spieler vor einem späten Abend schützt.
Weniger angenehm ist der Umgang mit dem Ausstieg. Ein Cash-Out ist möglich, aber nur vollständig, nur online, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie für jeden Markt, und der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und kann jederzeit geändert werden. In einem Match, das über drei bis vier Gewinnsätze läuft, ist das ein enger Korridor. Wer die Wette vorzeitig schliessen will, muss den erlaubten Moment treffen — und der wird nicht angekündigt.
Fazit: Der Fall, der diese Zeile entscheidet, ist die Wohnadresse — wer ausserhalb des Vertragsgebiets sitzt, findet hier keine Tür, und wer darin sitzt, findet hier den einzigen Anbieter, dessen Bedingungen eine Aufsicht kennt. Für einen Spieler, der Tischtennis nur gelegentlich und mit kleinen Einsätzen spielt, ist die Einschränkung bei den Marktarten der Preis für einen Weg, der auch im Streitfall einer ist. Für einen Vielspieler ist die enge Marktpalette der Zufriedenheit nicht dienlich.
Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rechtsrahmen, sechs Kantone und 2’350 Verkaufsstellen
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura — dieselbe Kategorie Bewilligung, dieselbe Aufsicht, dieselbe Grundlage im Geldspielgesetz, nur ein anderes Vertragsgebiet. Das Unternehmen nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Das ist mehr als eine Adresse. Sportwetten in der Schweiz laufen für einen erheblichen Teil des Publikums über den physischen Weg, und Jouez Sport hat mit 2’350 Verkaufsstellen eine Präsenz, die kein anderes Produkt in diesem Vergleich erreicht. Wer einen Wettschein lieber am Schalter abgibt als auf dem Handy, findet hier etwas, das eine reine Online-Plattform nicht anbietet. Umgekehrt gilt die Online-Registrierung nur für Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Kantone — wer in Bern wohnt, bleibt ausgeschlossen.
Über die Wettarten im Tischtennis und über eine allfällige Live-Abdeckung beim Westschweizer Produkt ist hier nichts überliefert, und ich schreibe hier nichts dazu. Sicher ist nur der Grundsatz: Was im Wettprogramm steht, folgt derselben geschlossenen Liste, und was dort fehlt, ist nicht verboten, sondern nicht im Programm.
Fazit: Die Stärke der Loterie Romande liegt nicht in den Konditionen, sondern im Zugang — wer in Genf oder Freiburg wohnt und die Annahmestellen als Teil seiner Gewohnheit nutzt, findet hier eine Infrastruktur, die die Westschweiz flächendeckend bedient. Umgekehrt ist die Wohnsitzgrenze streng: sechs Kantone, kein Zentimeter mehr.
Rabona: ohne Schweizer Bewilligung, und was das konkret heisst
Rabona tritt an Schweizer Spieler heran, ohne über eine Schweizer Bewilligung zu verfügen. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine ausländische Konzession hat nach Gesetz hier keine Wirkung. Eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz ist nicht festgestellt. Das Unternehmen ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Über das Wettangebot für Tischtennis, über Limiten und über einen Bonus ist bei diesem Anbieter hier nichts belegt.
Fazit: Die Zeile, die diese Bewertung entscheidet, ist die von Gespa geführte Sperrliste — der Zugang kann per DNS-Sperre innerhalb von Stunden verschwinden, und der Spieler steht dann vor einem Konto, das er nicht mehr erreicht.
Betscore: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister
Wie der vorgenannte Anbieter: kein Schweizer Permit, keine hier geltende ausländische Bewilligung festgestellt, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, sperrbare Domain. Das ist der gesamte Befund, der für diesen Anbieter überliefert ist.
Fazit: Hier fallen Status und Rechtsweg in einem Satz zusammen — die fehlende Bewilligung schliesst nicht nur die Aufsicht aus, sondern auch die Steuerfrage, die bei einem Anbieter mit Bewilligung klar zu beantworten ist.
Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Aufsicht
Playzilla ist in dieser Liste derselbe Fall: keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz, keine festgestellte ausländische Konzession, kein Eintrag im Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich. Weiteres ist über den Anbieter nicht belegt.
Fazit: Was bleibt, ist die Feststellung, die für alle acht gilt: Ein Konto bei einem Anbieter ohne Bewilligung bekommt keine Schweizer Stelle dazu, die im Fall eines Auszahlungsstreits einen Blick auf die Bedingungen wirft.
Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung, Bewertung nach demselben Massstab
Auch für Sportuna gilt: keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz nicht festgestellt und in der Schweiz ohne Wirkung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich. Spezifisches zum Wettangebot ist nicht belegt.
Fazit: Bei gleichem Status bleibt als Unterschied zum bewilligten Veranstalter die Kostenfrage — kantonale Steuerpraxis auf ausländische Gewinne, die je nach Kanton vollständig greift.
Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung, ein Blatt in der zweiten Gruppe
Bettilt gehört zur Gruppe der acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Keine hier geltende Bewilligung, keine festgestellte ausländische Konzession, kein Anschluss an das Schweizer Sperrsystem, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrung durch Telekom-Anbieter möglich.
Fazit: Die Prüfung, die diese Zeile trägt, findet einen einzigen Unterschied zum Nachbarn auf der Liste, und der ist der Name.
Bruce Bet: ohne Schweizer Bewilligung, im gleichen Status wie die übrigen sieben
Für Bruce Bet liegt derselbe Befund vor: keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz, keine festgestellte ausländische Konzession, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich. Belastbare Angaben zu Tischtennis-Märkten, Limiten oder Auszahlungen sind nicht belegt.
Fazit: Wer einen dieser acht Anbieter wählt, wählt ihn für das Programm und nicht für den Schutz — und beim Tischtennis-Programm gibt es keinen belegten Grund, das zu tun.
Donbet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Instanz
Donbet ist der nächste Eintrag ohne Schweizer Permit: kein in der Schweiz geltendes Recht zur Veranstaltung, keine festgestellte ausländische Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste der Gespa als Möglichkeit. Spezifische Angaben zum Produkt liegen nicht vor.
Fazit: Der Punkt, der hier mehr wiegt als jede Produktfrage, ist die Aufsichtslücke — niemand in der Schweiz prüft diese Bedingungen.
Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung, letzter Eintrag der zweiten Gruppe
Rainbet schliesst die Liste der acht ab: keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte und hier wirksame ausländische Konzession, kein Anschluss an das Sperrsystem, kein Schweizer Rechtsweg, Domain sperrbar. Mehr ist für diesen Anbieter nicht belegt.
Fazit: Achtmal dieselbe Ausgangslage ist kein Zufall, sondern der Bewilligungsrahmen — es gibt keine dritte Art von Anbieter, und wer einen der acht wählt, wählt den Status «ohne Schweizer Bewilligung». Eine Verlustlimite, die bei Swisslos greift, ist dort eine Hausregel ohne Aufsicht.
Häufig gestellte Fragen
Ist Tischtennis in der Schweiz verboten, oder kann man bei Swisslos und Loterie Romande darauf wetten?
Erlaubt, aber es gibt nur zwei Veranstalter. Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Zahl dafür auf Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport begrenzt. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Verboten ist das Veranstalten ohne Bewilligung, nicht die Teilnahme.
Steht Tischtennis mit seinen Turnieren auf der Liste der zugelassenen Sportarten?
Die Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist geschlossen, und Tischtennis gehört dazu. Qualifikationsrunden stehen nur im Programm, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Trainingsläufe sind ausgeschlossen, E-Sport steht nicht auf der Liste. Ob ein bestimmtes Turnier im Programm steht, zeigt das Wettprogramm.
Welche Wettarten ergeben sich aus dem Modus Best of five und Best of seven?
Ein Satz endet bei 11 Punkten mit mindestens 2 Punkten Vorsprung, bei 10:10 wird verlängert. Punktspiele laufen über Best of five mit drei Gewinnsätzen, grosse Turniere über Best of seven mit vier. Daraus entstehen Siegwetten auf den Spielausgang, Wetten auf den exakten Satzstand und Wetten auf einzelne Sätze — jedes mit eigener Quote und eigener Bewegung während der Partie.
Wie lässt sich eine Vorhersage begründen, und warum gibt es keine sichere Strategie?
Eine Begründung stützt sich auf Form und direkte Duelle, geprüft an den gestellten Quoten, und auf eine klare Einsatzdisziplin. Eine sichere Strategie gibt es nicht, weil jeder Ausgang offen ist und die Marge in jeder Wette bezahlt wird. Wer Einsätze verdoppelt, um Verluste auszugleichen, zahlt diese Marge öfter, ohne den Ausgang zu kennen.
Was bedeutet die Marge, und wie wirkt sie sich auf Livewetten bei kurzen Ballwechseln aus?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Markt behält. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95 % und die Marge bei rund 5 % — eine Bandbreite, gebunden an genau diese Quoten. Live kommt die Geschwindigkeit hinzu: Nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platzierte Wetten zählen mit Quote 1.00.
Wie funktionieren Verlustlimiten und Spielsperre bei den bewilligten Veranstaltern?
Die Limiten setzt der Spielende selbst: Bei Sporttip vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Sperre läuft 1 bis 180 Tage und lässt sich vor Fristablauf nicht aufheben; eine unbefristete Sperre gilt auch für Casinos.
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Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
