Online Biathlon wetten in der Schweiz: das Angebot, die Bewilligung, der Preis der Quote
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungen und Spielregeln der beiden konzessionierten Veranstalter Swisslos und Loterie Romande sowie gegen die behördliche Liste der Gespa für Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten.
Wer im Winter auf ein Biathlon-Rennen setzen will, stösst in der Schweiz auf eine Lage, die es so in kaum einem anderen Land gibt. Es gibt nicht viele Anbieter zur Auswahl, sondern genau zwei. Und es gibt nicht irgendein Programm, sondern eine geschlossene Liste, auf der steht, worauf überhaupt gesetzt werden darf. Beides ist kein Zufall und beides hat einen Preis — einen Preis in Auswahl, in Limiten und in der Quote, die am Ende auf dem Wettschein steht.
Genau darum geht es hier. Nicht um die Frage, wie man ein Rennen vorhersieht, sondern um die Frage, was ein Biathlon-Wettangebot in der Schweiz kostet: was es den Wettenden an Freiheit nimmt, was es an Schutz zurückgibt und welche Zahl in der Quote steckt, die niemand bewirbt.
Veranstalter im Vergleich: Bewilligung, Servicegebiet und was auffällt
Der Vergleich der Anbieter beginnt nicht bei Boni und nicht bei der Optik einer Wettseite, sondern bei der einen Zeile, die alles andere entscheidet. Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten darf, ist abschliessend bestimmt.

| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin bzw. gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| myBet | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| 22Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| Jackbit | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| Interwetten | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| AmunRa | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| 20Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
| Sportaza | Keine Schweizer Bewilligung | Keine in der Schweiz gültige Lizenz |
Zwei Zeilen dieser Tabelle sind ein vollständiger Markt, acht weitere sind das, was ein Schweizer Wettender im Netz zusätzlich antrifft. Die Aufteilung ist nicht graduell, sie ist binär: hier eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz mit Aufsicht durch die Gespa, dort eine ausländische Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung hat. Eine Zwischenstufe gibt es nicht, und genau das macht die Wahl so einfach wie unangenehm. Wer die zwei Schweizer Veranstalter nicht will oder wegen seines Wohnsitzes nicht nutzen kann, hat keine dritte bewilligte Option. Er hat nur noch Anbieter, die in der Schweiz nichts dürfen.
Warum das den Preis der Sache ausmacht: Bei den beiden bewilligten Veranstaltern ist der Schutz mitgeliefert. Bei allen anderen ist er es nicht — kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain auf der Sperrliste der Gespa landet und über DNS gesperrt wird. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt; der Aufwand auf Veranstalterseite ist gering, der Aufwand auf der Seite der Wettenden besteht darin, dass ein Konto, auf dem noch Geld liegt, plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Das ist das konkrete Risiko, und es ist kein theoretisches.
Eine Eigenheit, die in keinem Marketingtext steht: Die zwei bewilligten Veranstalter sind keine Konkurrenten im landesweiten Sinn. Sie teilen sich das Land auf. Ein Konto lässt sich nur dort eröffnen, wo man wohnt. Wer in Zürich lebt, kommt an Jouez Sport nicht heran; wer in Genf lebt, nicht an Sporttip. Aus zwei Anbietern wird für den einzelnen Wettenden also faktisch einer.
Und dann die Zahl, die den ganzen Markt erklärt. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz — für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Das ist der eigentliche Charakterzug dieses Marktes: Die Einsätze fliessen in öffentliche Zwecke, nicht in ein Privatunternehmen. Der Rückgang um CHF 13 Mio. innerhalb eines Jahres sagt zugleich, dass dieses Geschäft nicht beliebig wächst — und dass ein bewilligter Veranstalter nicht jeden Franken braucht, um zu überleben.
Was der Vergleich in der Praxis bedeutet
Die Reihenfolge dieser Bewertung ist bewusst nicht die Reihenfolge, in der Werbung üblicherweise argumentiert wird. Zuerst kommt die Bewilligung, dann das Produkt, dann die Bedingungen. Eine Übersicht, die mit der Quote beginnt, verkauft; eine, die mit der Bewilligung beginnt, ordnet ein.
Dass alle acht ausländischen Anbieter in der Tabelle dieselbe Zeile tragen, ist kein Versehen und keine Abkürzung. Es gibt in der Schweiz keinen weiteren bewilligten Veranstalter, und deshalb kann dort nichts anderes stehen. Für jeden dieser acht gilt derselbe Rahmen: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, und eine ausländische Lizenz, die vor Schweizer Gerichten nichts wert ist.
Wer trotzdem vergleicht, vergleicht also nicht Bewilligungen, sondern Produkte. Das ist legitim — aber es verändert, worauf man achten muss. Bei den beiden bewilligten Veranstaltern sind Limiten, Sperren und Auszahlungswege gesetzlich gerahmt. Bei den übrigen hängt all das an allgemeinen Geschäftsbedingungen, die sich jederzeit ändern lassen, und an einem Gerichtsstand, der nicht hier liegt.
Online Biathlon wetten: wie ein Rennen, ein Schiessen und eine Quote zusammenhängen
Biathlon sieht einfach aus und ist es nicht. Wer eine Quote auf ein Rennen beurteilen will, muss wissen, was in dieses Rennen hineingehört — denn jede Wettart bildet etwas anderes davon ab.
Im Biathlon-Weltcup gibt es sieben Disziplinen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel, Mixed-Staffel und Single-Mixed-Staffel. Sie unterscheiden sich nicht in der Länge, sondern darin, wie ein Fehler bestraft wird. In Sprint, Verfolgung, Massenstart und Staffel kostet jeder Fehlschuss eine Strafrunde von 150 m, in der Single-Mixed-Staffel 75 m. Im Einzelrennen dagegen wird pro Fehlschuss eine Strafminute addiert. Das ist der technisch wichtigste Satz dieses ganzen Abschnitts, und er erklärt, warum eine Quote über mehrere Bewerbe hinweg nie dieselbe Bedeutung hat. 150 m laufen sich je nach Athlet in etwa 20 bis 30 Sekunden weg; 60 Strafsekunden sind dagegen ein Betrag, der in der Ergebnisliste fast immer sichtbar bleibt.
Dazu das Schiessen selbst. Die Entfernung zu den Scheiben beträgt 50 m, der Trefferbereich misst 4,5 cm im Durchmesser beim Liegendschiessen und 11,5 cm beim Stehendschiessen. Eine Quote auf «Sieger» ist damit im Kern eine Quote auf zwei verschiedene Fähigkeiten, die in einem Rennen nacheinander abgefragt werden. Ein Athlet kann der schnellste Läufer des Feldes sein und trotzdem nichts gewinnen. Genau diese Doppelnatur macht Biathlon für Wettende interessant und für Prognosen unangenehm.
Was ein Rennen wert ist, entscheidet sich auch ausserhalb des Rennens. Für einen Sieg in einem Einzelrennen des Weltcups gibt es seit der Saison 2022/23 jeweils 90 Punkte; von 2008/09 bis 2021/22 waren es 60. Die Erhöhung klingt nach einer Formalität, ist aber für den Stellenwert eines Rennens erheblich: In der Saison vor einem Grossereignis wird ein Athlet, der um die Gesamtwertung fährt, anders laufen als einer, der um eine Einzelwertung kämpft. Die Gesamtsieger erhalten die «grosse Kristallkugel», die Sieger der Disziplinenwertungen die «kleinen Kristallkugeln»; Rekordsieger im Gesamtweltcup sind bei den Männern Martin Fourcade mit sieben und bei den Frauen Magdalena Forsberg mit sechs Erfolgen. Wer heute auf Biathlon setzt, setzt also auf Sportler, die eine Karriere lang um genau diese Wertungen kämpfen.
Die Geschichte des Sports hilft beim Lesen von Quoten mehr, als man denkt. Die ersten Biathlon-Weltmeisterschaften der Männer fanden 1958 in Saalfelden in Österreich statt, die Frauen-Weltmeisterschaften begannen 1984 und werden seit 1989 gemeinsam mit den Männern ausgetragen. Seit 1960 gehört Biathlon mit dem 20-km-Rennen der Männer zum olympischen Programm, Wettbewerbe der Frauen wurden erstmals 1992 in Albertville ausgetragen. Der Weltverband IBU entstand nach der Saison 1993/94 aus der Trennung von der UIPMB. All das sind keine Randnotizen — es erklärt, warum ein Frauenrennen und ein Männerrennen in der gleichen Liste stehen, und warum olympische Disziplinen und WM-Disziplinen sich unterscheiden.
Was das für den Preis des Wettens bedeutet, ist nüchtern. Wer die Disziplin nicht im Kopf hat, beurteilt eine Quote über den falschen Mechanismus. Eine Quote auf einen Sprint ist eine andere Wette als eine Quote auf ein Einzelrennen, selbst wenn beide dieselben zwei Namen tragen.
Wie die Quoten entstehen und was in ihnen steckt
Ein Rennen mit vielen Startenden ist nicht automatisch ein Rennen mit vielen sinnvollen Quoten. Die Anzahl der möglichen Ausgänge bestimmt, wie viel die Summe der Wahrscheinlichkeiten überschreitet, die die Veranstalterin einpreist.
Ein Beispiel, das ausdrücklich kein abgefragter Preis ist: Angenommen, ein Markt mit zwei Ausgängen wird zu 1.90 und 1.90 angeboten. Die Auszahlungsquote liegt dann im Bereich von etwa 94,7 %, die Marge also bei rund 5,3 % des umgesetzten Betrags — unter der Annahme, dass beide Seiten gleich hoch angeboten werden und die Veranstalterin den Markt so ausgeglichen kalkuliert. Umgekehrt, auf dieselben Zahlen angewandt: Was als faire Marge von rund 5 % erscheint, kann in einem realen Biathlon-Markt deutlich nach oben kippen, weil die Veranstalterin dort nicht gegen eine gleichmässig verteilte Wette kalkuliert. Die Auszahlungsquote sagt, welcher Anteil der gesamten Einsätze eines Marktes zurückfliesst; die Marge ist die Kehrseite. Beide Zahlen stehen hier nebeneinander, weil sie dieselbe Sache aus zwei Richtungen beschreiben.
Für einen Wettmuster-Rechner heisst das: Nicht die einzelne Quote ist der Preis, sondern die Summe eines Marktes. Ein Markt mit vielen Startenden und nur einem spürbar bewetteten Favoriten trägt die Marge dorthin, wo die meisten Einsätze liegen. Das ist der Grund, warum ein Aussenseiter in einem Biathlon-Feld oft weniger wert ist, als die grosse Zahl auf dem Bildschirm vermuten lässt — und mehr, als ein Vergleich mit einer Fussballquote über einen Zweiwetter nahelegt.
Wer den eigenen Erwartungswert überschlagen will, rechnet am einfachsten über die Rückzahlung: Bei einem Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.10 beträgt die Rückzahlung bei einem Treffer CHF 42, der Nettogewinn CHF 22. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Gesamtpreis. Was eine Wette zurückzahlt, ist damit vollständig bekannt — ob sie gewinnt, ist es nie.
Warum es keinen sicheren Tipp gibt
Die Suche nach Biathlon-Tipps führt fast immer an die falsche Stelle. Gefragt ist nicht, wer gewinnt, sondern wie sich aus Form und Schiessleistung eine Erwartung bauen lässt, die man gegen die Quote halten kann.
Der Baukasten ist bekannt: die Laufzeiten der letzten Rennen, die Schiessstatistik, die Windverhältnisse am Stand, die Startposition, die Form am Ende einer Saison. Was daraus wird, ist eine Wahrscheinlichkeit — nie eine Gewissheit. Ein Rennen über 20 km mit vier Schiessergebnissen hat zu viele unabhängige Momente, als dass irgendeine Vorhersage sie abdecken könnte. Wer eine Wette mit dem Wort «sicher» beschreibt, beschreibt nicht den Sport, sondern die eigene Zuversicht.
Ein Value-Bet ist in diesem Denken nicht die Wette auf den wahrscheinlichsten Sieger. Es ist die Wette, deren eingepreiste Wahrscheinlichkeit niedriger liegt als die eigene Einschätzung. Das lässt sich nie beweisen, sondern nur behaupten — und genau deshalb ist die Marge der Gegner jedes Value-Arguments. Ein Markt mit rund 5 % Marge in einem Zweiwetter nimmt dem Wettenden bereits diesen Anteil, bevor überhaupt ein Rennen gelaufen ist. Bei einem Feld mit vielen Startenden kann dieser Betrag grösser ausfallen, und dann reicht eine gute Einschätzung nicht mehr aus, um ins Plus zu kommen.
Rechtslage in der Schweiz: welche Wettarten überhaupt erlaubt sind
Wer sich den Kopf über eine Quote zerbricht, ohne zu wissen, ob der Markt überhaupt angeboten werden darf, arbeitet in der falschen Reihenfolge. In der Schweiz ist der erlaubte Umfang nicht Verhandlungssache der Veranstalterin.

Sportwetten im Internet sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht zuständig ist die ESBK — sie beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Eine Bewilligung braucht zwei Teile, eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21 bis 25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit ihrem Sportwettenangebot. Swisslos ist in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein tätig; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet ihre Sportwette für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis einen Wohnsitz im jeweiligen Gebiet der Veranstalterin. Eine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter existiert nicht, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains. Der Reingewinn geht in öffentliche Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).
Und dann der Punkt, der am meisten kostet und am wenigsten diskutiert wird: Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Liste der Gespa für bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält weder Eckball- noch Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Für Biathlon heisst das konkret: Ob ein bestimmtes Rennen, eine bestimmte Disziplin oder eine bestimmte Wettart angeboten werden darf, steht nicht auf der Wettseite, sondern auf dieser Liste. Livewetten sind erlaubt, vor dem Rennen und währenddessen, soweit die Veranstalterin über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das Geldspielgesetz enthält keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Der Cash-Out dagegen ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt eine Funktion der einzelnen Veranstalterin.
Vollständig: Der Zugang zu Biathlon-Wetten in der Schweiz ist damit nicht durch die Nachfrage begrenzt, sondern durch eine behördliche Aufzählung. Ein Markt, der dort fehlt, fehlt — unabhängig davon, wie viele Wettende ihn wollen.
Wer unter 18 Jahren ist, ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Ausländische Anbieter und die Sperrliste der Gespa
Die acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind kein Graubereich. Eine ausländische Lizenz — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS).
Der Wettende selbst wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und zugleich die einzige. Denn ohne Bewilligung gibt es keinen Anschluss an das schweizerische Sperrregister, keinen schweizerischen Rechtsweg und keine Fair-Play-Kontrolle; Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die schweizerische Telekommunikationsanbieter über DNS sperren (Art. 86 bis 93 BGS); die erste Liste datiert vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 als auf der Liste geführt.
Ehrlich formuliert, ohne beide Seiten zu glätten: offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein schweizerisches Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und Gewinne, die nach kantonaler Praxis steuerbar sein können. Eine Schweizer Bewilligung bedeutet vollen Schutz, aber nur zwei Veranstalterinnen, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist per se «die sichere Wahl».
Und die Werbung, die oft als harmlose Zugabe gelesen wird, ist hier nicht harmlos, sondern geregelt. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine Sperrstunde für Werbung existiert nicht.
Wo ein Konto eröffnet wird und was dort geprüft wird
Registrierung ist kein Formular, das man schnell ausfüllt. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität ist gesetzlich vorgeschrieben (Art. 47 bis 52 VGS).
Für die Auszahlung gilt eine Regel, die viele überrascht: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Kredite an Spielende sind ebenfalls ausgeschlossen (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken eine Veranstalterin akzeptiert, ist ihre eigene Sache und steht nur in ihren Bedingungen.
Verlustlimiten und Spielsperre: der gesetzlich vorgeschriebene Preis der Vorsicht
Die Schweiz kennt keine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze. Sie kennt etwas anderes: die selbst gesetzte Limite. Und sie kennt sie nicht als Empfehlung, sondern als Pflicht der Veranstalterin, eine oder mehrere Oberlimiten für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste zu verlangen (Art. 87 VGS).
Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Gesetzlich wäre eine Erhöhung nach 24 Stunden möglich; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Das ist die Regel dieses Abschnitts, und sie verdient einen zweiten Blick. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung lässt auf sich warten. Es gibt keinen Schalter, der sich in einem impulsiven Moment zurückdreht — und keine Obergrenze, die von aussen gesetzt wird. Die Limite ist damit nicht der Schutz, den man glaubt, wenn man sie setzt, sondern ein Abkommen mit sich selbst, das erst wirkt, wenn es genau dann steht, wenn man es braucht.
Dazu die Spielsperre (Art. 80 bis 82 BGS). Sie erfasst überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen und die Selbstsperre; beides wird in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen erfasst. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Ein Punkt, der in keiner Selbstdarstellung steht: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch. An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an der Verkaufsstelle als streng darstellt, stellt ihn falsch dar. Die Limite im eigenen Konto ist das Instrument, das tatsächlich hält — nicht die Kontrolle am Schalter und nicht ein Werbeverbot.
Wer merkt, dass die gesetzte Limite zu hoch liegt, senkt sie sofort. Das ist die einzige Änderung, die ohne Wartezeit greift.
Der Biathlon-Spielplan des Winters und welche Märkte dazu passen
Die Disziplinen des Weltcups sind nicht nur Sport, sie sind der Kalender, nach dem wettbare Rennen überhaupt entstehen.
Im Programm stehen Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel sowie Mixed- und Single-Mixed-Staffel, dazu Einzelrennen und Weltmeisterschaften. Jede dieser Formen bringt andere Märkte mit. Ein Sprint mit einem einzigen Schiessen liegt anders im Feld als ein Einzelrennen mit vier Schiessen und Strafminuten. Eine Staffel verteilt das Ergebnis auf vier Athleten, was einen einzelnen Ausreisser stärker ausgleicht als ein Einzelrennen. Ein Massenstart setzt ein Feld von zwei Dutzend Startern mit identischer Ausgangslage an die Linie, was den Unterschied zwischen Läufern und Schützen wiederum vergrössert.
Was angeboten wird, folgt dieser Struktur — und endet dort, wo die Gespa-Liste endet. Es gibt keine Eckball- oder Kartenmärkte, weil Biathlon keine Eckbälle kennt; es gibt auch keine Esports-Sektion. Livewetten sind möglich, vorausgesetzt die Veranstalterin hält die entsprechende Bewilligung. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintritt des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Biathlon ist der Nebensatz wichtiger als der Hauptsatz: Eine Wette, die während eines laufenden Schiessens abgegeben wird, kann auf ein Ergebnis treffen, das im selben Moment schon feststeht.
Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Wintersport sind diese Fussballbegriffe vor allem ein Hinweis darauf, wo die Sporttip-Regeln ihren Ursprung haben — und darauf, dass Sonderregelungen im Wettprogramm gelesen werden müssen und nicht angenommen.
Boosts, Kombiboost und Cash-Out: was in den Bedingungen steht
Sporttip bietet Quotenboosts und Profitboosts an. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Ein «risikofreier» Boost ist damit kein Risiko-Ablass. Vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 haben eine kombinierte Wahrscheinlichkeit, die deutlich unter der einer einzelnen Wette liegt, und der Boost fällt weg, sobald man den Cash-Out nutzt. Der Bonus bezahlt sich also in genau den Fällen nicht aus, in denen man ihn am ehesten brauchen möchte.
Der Cash-Out bei Sporttip ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos ihn nicht für alle Wetten. Für einen Biathlonschein heisst das: Wer einen Cash-Out einkalkuliert, kalkuliert mit einer Summe, die kleiner ist als der Gewinn auf dem Wettschein, und mit einem Angebot, das nicht garantiert ist.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein Vorabkauf der Karte ist nicht möglich, dafür ist das Kapital bis zur Auszahlung gebunden. Die Limiten sind ebenfalls Veranstalterbedingungen: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt bei Sporttip CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Wer für ein Biathlon-Rennen über die Systemwette nachdenkt, sollte die Zahl CHF 1’000 im Kopf behalten. Sie ist keine Einzahlungsgrenze und kein Verlustlimit, sondern die Grenze eines einzelnen Wettscheins.
Sind Gewinne steuerfrei und was heisst «je nach Kanton»
Die kurze Antwort lautet: für fast alle Wettenden ja. Die lange Antwort hat eine Schwelle und einen Vorbehalt.
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt die Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerbar. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000; 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb «je nach Kanton» die richtige und die einzige belastbare Formulierung ist. Oberhalb der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.
Für einen typischen Biathlon-Wettenden ist die relevante Grösse nicht der Freibetrag, sondern der Abstand dazu. Ein Gewinn bleibt weit unter CHF 1’071’000, und deshalb fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn an. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht; wer von einer solchen Abgabe liest, liest von einem anderen Land.
Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus. Gewinne aus ausländischen Angeboten unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Wer offshore spielt, spielt also mit einem steuerlichen Risiko, das im Gewinnfall auftritt — und nicht mit dem Schutz des Freibetrags. Das ist allgemeine Information und ersetzt keine Auskunft: Für den eigenen Fall hilft nur eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.
Die Veranstalter im Einzelnen: zehn Bewertungen nach prüfbaren Kriterien
Zehn Einschätzungen, in einer Reihenfolge, die nicht die Reihenfolge der Bewerbung ist. Bewertet wird, was sich prüfen lässt: Bewilligung, Bedingungen, Zugang, und für den Kern dieser Seite das Biathlon-Angebot, soweit es in den Bedingungen der Anbieterin steht.
Swisslos Sporttip: die einzige Bewilligung für die Deutschschweiz, und die strengsten Kontoregeln des Landes
Swisslos ist eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa. Hinter dem Produkt Sporttip steht die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Tätigkeit auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt.
Das Verbreitungsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich. Für einen Wettenden in Zürich ist Sporttip damit der einzige bewilligte Zugang; für einen in Genf ist er es nicht.
Zum Biathlon selbst hält das Regelwerk die allgemeinen Bedingungen bereit, unter denen auch ein Wintersportmarkt läuft: die Definition der regulären Spielzeit, die Bet-Builder-Regel für abhängige Ereignisse und die Livewetten-Regel zur Quote 1.00. Biathlon-Märkte verlangen Biathlon-Kenntnis; die Regeln dagegen sind sportübergreifend.
Die Preisstruktur dieses Angebots ist vollständig in den eigenen Bedingungen nachlesbar. Mindesteinsatz CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette, Höchsteinsatz CHF 1’000, für Systemwetten CHF 10’000 — jederzeit ohne Angabe von Gründen änderbar. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind vor der ersten Teilnahme Pflicht, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die produktbezogene Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen, die nicht vor Fristablauf aufgehoben wird.
Fazit. Der teuerste Teil dieses Angebots ist nicht die Quote, sondern die Wohnsitzbedingung: Wer ausserhalb des Vertragsgebiets lebt, kann die Bewilligung nicht nutzen, und keine Alternative auf dieser Liste ersetzt sie.
Loterie Romande Jouez Sport: das Spiegelbild für die Westschweiz
Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin, die Sportwetten in der Schweiz anbieten darf, mit derselben zweiteiligen Bewilligung nach dem BGS unter Aufsicht der Gespa. Sie veranstaltet ihr Sportwettenangebot für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Der Zugang ist spiegelbildlich zu Swisslos geregelt: Ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz im Gebiet der Veranstalterin voraus. Wer in der Deutschschweiz lebt, kommt hier nicht an ein Konto — und wer in der Westschweiz lebt, nicht an Sporttip. Die zwei bewilligten Veranstalterinnen konkurrieren also nicht um denselben Wettenden.
Für Limiten und Spielsperre gilt derselbe gesetzliche Rahmen wie bei Swisslos: verlangte Oberlimiten nach Art. 87 VGS, Erhöhung nach 72 Stunden in den eigenen Bedingungen statt der gesetzlichen 24 Stunden, und die Spielsperre im gemeinsamen Register nach Art. 80 bis 82 BGS. Wer jahrelang bei einer privaten Wettseite gesetzt hat, merkt hier zuerst, wie aufwendig die Kontoeröffnung ist — Ausweis hochladen, Adressprüfung, eine Registrierung pro Person.
Fazit. Zwei Veranstalterinnen, dieselben Pflichten, getrennte Gebiete — der Wettbewerb, den man in diesem Markt erwarten würde, findet nicht statt, und die Folge trägt der Wettende an der Quote.
myBet: solide Produktoberfläche ohne Schweizer Bewilligung
myBet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Eine gemeldete ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS gesperrt werden. Die AGB des Anbieters enthalten keine spezifischen Regelungen für Biathlon-Wetten; wer dort aktiv werden möchte, findet nähere Details zu den geltenden Wettbedingungen und Limits direkt auf der Plattform.
Fazit. Ohne Bewilligung und ohne Schweizer Rechtsweg bleibt von einem guten Produkt das, was ein sperrbares Konto hergibt — wenig, sobald etwas schiefgeht.
22Bet: breites Programm, kein Schweizer Rahmen
Auch 22Bet hat keine Schweizer Bewilligung; die Schweiz kennt für Sportwetten ausserhalb von Swisslos und der Loterie Romande keine Zulassung. Eine Lizenz aus einem anderen Land gilt hier nicht (Art. 4 BGS). Das bedeutet kein Sperrregister, keinen schweizerischen Rechtsweg und die Möglichkeit einer DNS-Sperre über die Gespa-Liste. Spezifische Hinweise zu Biathlon-Märkten sind in den Dokumenten dieses Anbieters nicht enthalten; Nutzer werden gebeten, die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Webseite zurate zu ziehen.
Fazit. Ein Anbieter ohne Schweizer Rechtsweg verlagert jedes Risiko auf den Wettenden, der dort sein Geld liegen lässt.
Jackbit: Casino-Profil, Sportwetten ohne Bewilligung
Jackbit gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt derselbe Rahmen wie für die anderen dieser Gruppe: keine Zulassung nach BGS, keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich. Biathlon-Wetten werden in den Unterlagen des Betreibers nicht explizit thematisiert.
Fazit. Wo Sportwetten nicht die Hauptdisziplin des Hauses sind, wird ein Rennen zur Randerscheinung — und die Quote trägt das mit.
Interwetten: erfahrener Wettanbieter, in der Schweiz ohne Zulassung
Interwetten tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf und wird in diesem Rahmen bewertet. Eine ausländische Lizenz entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Gespa führt das Unternehmen ausdrücklich unter den Anbietern, deren Domains über Domain-Hopping ersetzt werden und die auf der Sperrliste stehen können. Ein Konto bei diesem Anbieter hat damit ein Risiko, das kein Produktvorteil ausgleicht. Für Biathlon-Märkte gibt es bei diesem Anbieter keine gesonderten Bedingungen.
Fazit. Ein Name, der seit Jahren im Markt ist — und in der Schweiz trotzdem ohne jede Rückendeckung dasteht, sobald eine Auszahlung stockt.
AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung, mit dem üblichen Risikoprofil
AmunRa gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Es gelten die nämlichen Folgen: keine Zulassung nach BGS (Art. 4 BGS), kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste und DNS-Sperre möglich, Einziehung von Einsätzen und Gewinnen in einem Verfahren gegen die Anbieterin nicht ausgeschlossen. In den Geschäftsbedingungen dieses Anbieters finden sich keine Informationen zu Biathlon-Wetten.
Fazit. Der Verzicht auf eine Schweizer Bewilligung ist kein Formfehler, sondern der Verzicht auf alles, was den Wettenden im Streitfall stützt.
20Bet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg
20Bet fällt in dieselbe Kategorie: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten; eine Lizenz aus einem anderen Land hat keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS). Kein Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, Sperrliste möglich. Zu Biathlon-Wetten finden sich in den Unterlagen des Anbieters keine Informationen.
Fazit. Zwischen einem verlockenden Programm und einem durchsetzbaren Anspruch liegt hier ein Gerichtsstand, den man selbst nicht erreicht.
Boomerang Bet: ohne Bewilligung, mit den bekannten Folgen
Boomerang Bet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung an. Der Rahmen ist der gleiche wie bei allen ausländischen Anbietern dieser Liste: keine Zulassung nach BGS (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, Aufnahme in die Sperrliste und DNS-Sperre möglich. Wettquoten für Biathlon-Rennen sind bei diesem Anbieter nicht explizit in den Bedingungen dokumentiert.
Fazit. Ohne Bewilligung ist der ganze Vorteil eines günstigen Angebots der, dass es im Streitfall niemanden interessiert.
Sportaza: ausländisches Angebot ohne Schweizer Zulassung
Sportaza gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Konsequenzen: keine Zulassung nach BGS (Art. 4 BGS), kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste und DNS-Sperre möglich, dazu die Möglichkeit, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden. Spezifische Regelungen für Biathlon-Wetten fehlen in den Unterlagen dieses Anbieters. Details zu den Einsatzbedingungen sind dort direkt abrufbar.
Fazit. Wer Wert auf einen Anspruch legt, den man auch durchsetzen kann, findet ihn auf dieser Seite der Liste nicht.
Was ein Biathlon-Wettschein in der Schweiz am Ende kostet
Der Preis eines Biathlon-Wettscheins setzt sich aus mehreren Posten zusammen, und nur einer davon steht auf dem Bildschirm.
Der erste Posten ist die Marge im Markt. In einem Markt, der zu 1.90 und 1.90 angeboten wird, beträgt der Quotenschlüssel 95,0 %, die Marge liegt bei 5,0 % des umgesetzten Betrags — unter der Annahme, dass beide Seiten gleich hoch angeboten werden. Diese Zahl ist kein Vorwurf an eine bestimmte Veranstalterin; sie ist die Grösse, die jede einzelne Biathlon-Wette mit sich trägt, und die man nicht umgeht, indem man den Anbieter wechselt, weil es in der Schweiz nur zwei gibt. Sie verschiebt sich mit der Zahl der Ausgänge im Markt und mit der Frage, wie die Einsätze im Feld verteilt sind.
Der zweite Posten ist die Limite. CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette bei Sporttip sind keine Einschränkung des Vergnügens, sondern eine Einschränkung der Strategie: Wer eine Position über mehrere Scheine aufbauen müsste, um an die gewünschte Summe zu kommen, zahlt in jedem dieser Scheine die Marge erneut. Die Systemwette mit ihrer Limite von CHF 10’000 hilft dabei nicht, weil sie keine grössere Wette auf einen Ausgang ist, sondern eine Kombination aus vielen.
Der dritte Posten ist die Zeit, und sie ist bei Limiten der Posten, der am wenigsten sichtbar ist. Eine Erhöhung der Verlustlimite greift erst nach 72 Stunden. Wer also glaubt, an einem Renntag schnell mehr einsetzen zu können, erfährt spätestens dann, dass der Mechanismus gegen ihn gebaut ist — und genau dagegen ist er gebaut. Senken geht sofort.
Der vierte Posten ist die Steuer, und bei Schweizer Wetten ist er für den Normalfall null. Ein Gewinn bleibt weit unter dem Bundesfreibetrag von CHF 1’071’000 ab 1.1.2026; eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Bei ausländischen Anbietern dagegen kann eine kantonale Praxis den Gewinn unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandeln, wie das Beispiel des Kantons Thurgau zeigt.
Der fünfte Posten ist derjenige, den man im Gewinnfall nicht beziffern kann: der Verzicht auf Schutz. Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Fair-Play-Kontrolle — dafür ein Konto, das mit einer DNS-Sperre über Nacht unerreichbar werden kann.
Netto bleibt für einen Wettenden, der in der Deutschschweiz wohnt, eine Einschätzung: Sporttip ist der einzige bewilligte Zugang, mit einer Preisstruktur, die vollständig in den Bedingungen steht, und mit einem Schutzniveau, das kein ausländischer Anbieter ersetzt. Für einen Wettenden in der Westschweiz gilt dasselbe für die Loterie Romande. Eine Wahl zwischen bewilligten Anbietern gibt es nicht — es gibt eine Wahl zwischen Bewilligung und keinem Schutz, und sie fällt nicht an der Quote.
Häufige Fragen zu Biathlon-Wetten in der Schweiz
Darf in der Schweiz überhaupt auf Biathlon gewettet werden und bei welcher Veranstalterin?
Ja — aber nur, soweit das Rennen und die Wettart auf der Liste der Gespa für bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen. Anbieten dürfen Sportwetten ausschliesslich Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande. Für einen Wettenden in der Deutschschweiz ist Sporttip der einzige bewilligte Zugang, für einen in der Westschweiz die Loterie Romande.
Welche Wettarten gibt es bei einem Rennen mit vielen Startenden?
Die Auswahl folgt der Struktur des Rennens: Sieger, Platzierungen, Schiessleistungen und Kombinationen daraus, je nach dem, was auf der behördlichen Liste steht. Darüber hinaus gilt die Regel, dass abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden — ohne sie kann die ganze Kombinationswette ungültig werden.
Wie entsteht eine Prognose zu einem Rennen, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?
Eine Prognose stützt sich auf Laufzeiten, Schiessstatistik, Wind am Stand, Startposition und Saisonform. Vier Schiessen über 20 km lassen sich damit nicht in Sicherheit verwandeln. Dazu kommt die Marge im Markt, die jeder Wette schon einen Anteil nimmt, bevor der erste Schuss fällt.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Die Rückzahlung ist der Einsatz mal die Quote, der Nettogewinn der Einsatz mal die Quote minus eins. Bei CHF 20 auf eine Quote von 2.10 sind das CHF 42 zurück und CHF 22 netto. Bei einer Kombination werden die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Gesamtpreis multipliziert — das erhöht die Rückzahlung und senkt die Wahrscheinlichkeit.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?
Bei Swisslos sind Limiten für 1, 7 und 30 Tage Pflicht, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist zusätzlich möglich. Gesetzlich verlangt jede Veranstalterin solche Oberlimiten.
Sind Wettgewinne steuerfrei, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Sportwetten sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei, ab 1.1.2026 CHF 1’071’000 auf Bundesebene. Oberhalb davon behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein. Der kantonale Freibetrag weicht ab — deshalb «je nach Kanton». Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht.
Wer über den Freibetrag hinaus gewinnt oder bei einem ausländischen Anbieter spielt, klärt den eigenen Fall mit der kantonalen Steuerverwaltung.
Sportarten – mobilzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
