Sportwetten Apps in der Schweiz: ein Vergleich, der bei den Gebühren anfängt

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, daneben ein Kaffeebecher, im Hintergrund ein Spielplatz.

Stand: Oktober 29, 2026 · Bewilligungen abgeglichen mit der Bewilligungs- und Sperrlisten-Übersicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Wer in der Schweiz nach der besten Sportwetten-App sucht, findet auf den ersten Blick eine Auswahl, die es nicht gibt. Zwei Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was in den App-Stores unter Schweizer Suchbegriffen auftaucht, hat hier keine Bewilligung — und damit auch keine Schweizer Aufsicht, kein Sperrregister, keinen Rechtsweg. Das ist keine Fussnote zur Rangliste. Das ist die Rangliste.

Die Kostenfrage stellt sich danach in zwei völlig verschiedenen Währungen. Bei den beiden bewilligten Apps zahlt man mit Limiten, Nachweisen und einer Wohnsitzprüfung, bekommt dafür aber Steuerfreiheit auf normale Gewinne und ein Guthaben, das auf ein Konto im eigenen Namen fliesst. Bei den acht ausländischen Namen zahlt man mit dem Gegenteil: kein Verlustlimit, das jemand erzwingt, keine Spielsperre, die auch im Casino greift, keine Stelle, an die man sich wenden kann, wenn die Auszahlung nicht kommt. Der Einsatz bleibt gleich hoch, das Risiko nicht.

Deshalb geht dieser Vergleich von den Regeln aus und nicht von den bunten Kacheln. Die Bewilligung eines Grossspiels «gilt nur in der Schweiz», und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung. Wer das einmal verstanden hat, liest jede App-Beschreibung anders.

Wie die Rangliste zustande kommt: sechs Massstäbe, zwei Gruppen

Die Reihenfolge dieser Übersicht folgt den Kriterien, die eine Wett-App in der Schweiz für einen Wettenden wirklich unterscheiden. Es sind nicht die Kriterien der Marketingabteilungen.

Den ersten und schwersten Massstab bildet die Bewilligung. Ein Veranstalter braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung für das einzelne Spiel; beides erteilt die Gespa. Nur zwei Veranstalter haben sie für Sportwetten, und sie dürfen nicht über die Grenzen ihres Gebiets hinaus wachsen. Eine App ohne Schweizer Bewilligung fällt damit nicht in eine schlechtere Kategorie — sie fällt aus dem Vergleich heraus. Sie bleibt trotzdem in der Liste, weil Schweizer Spielende ihr begegnen, und weil es unseriös wäre, sie zu verschweigen.

Zweitens zählt der Funktionsumfang, der aus einer Wette unterwegs eine brauchbare Wette macht: Livewetten, Cash-Out, das Zusammensetzen einer Kombination am Touchscreen, Push-Meldungen, die nicht nach Mitternacht das Handy fluten. Drittens die Stabilität der App und die Frage, ob sich eine angefangene Wette auf dem Sofa zu Ende bauen lässt oder beim Wechsel ins WLAN verschwindet. Viertens der Zahlungsweg und die Frage, was eine Auszahlung kostet, bevor sie auf dem Konto liegt. Fünftens die Limiten und der Spielerschutz — nicht als Pflichtübung, sondern weil ein Limit, das erst nach 72 Stunden sinkt, in einer schlechten Nacht zu spät kommt. Sechstens, und das ist der Massstab, den kaum eine Vergleichsseite führt: die Kosten im engeren Sinn — Einsatzgrenzen, Auszahlungskommissionen, Bedingungen, die einen Gewinn verfallen lassen.

Kein Platz in dieser Liste ist eine Kaufempfehlung, und kein Platz kauft einem Anbieter die Bewilligung. Die ersten zwei Plätze stehen dort, wo sie stehen, weil das Gesetz sie dorthin stellt. Das ist keine Wertung der Produkte, aber es ist eine Wertung der Ausgangslage, und die hat der Leser verdient.

überblick: die zehn Apps und ihr Bewilligungsstatus

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder angegebene Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande
Sportaza keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
Coolzino keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
WirWetten keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
20Bet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
BetFury keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
HornetBet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung belegt, in der Schweiz ohne Wirkung

Was diese Tabelle kostet, sieht man erst beim zweiten Hinsehen. Die zwei bewilligten Zeilen sind nicht einfach besser dokumentiert — sie sind die einzigen, hinter denen überhaupt eine Aufsichtsbehörde steht. Die Gespa publiziert keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; sie publiziert nur eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und die Liste wird laufend nachgeführt. Wer heute eine dieser Apps im Store findet und bucht, kann beim nächsten Aufruf auf einer gesperrten Adresse landen — die Anbieter wechseln die Domain dann innert Stunden. Ein Wechsel der Domain ist aber kein Wechsel der Aufsicht.

Die acht Namen unten haben auch keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister. Wer sich dort eintragen lässt, um sich selbst zu schützen, verschwindet nicht aus diesen Apps. Und wer dort Streit hat, hat ihn in einem Land, dessen Recht er nicht kennt.

Was eine Schweizer Wett-App überhaupt sein darf

Der Begriff «Sportwetten-App» wird in der Schweiz rechtlich eng gefasst, und das hat Folgen für jeden Einkauf im App-Store. Eine App, mit der hier zu Lande Wetten auf Sport abgeschlossen werden, gehört zu einem bewilligten Grossspiel. Grossspiele sind Lotterien und Sportwetten; Online-Sportwetten sind darin ausdrücklich eingeschlossen. Zuständig ist die Gespa, nicht die Eidgenössische Spielbankenkommission — die ESBK beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Diese Zuständigkeit ist nicht Kosmetik: Sie entscheidet, welche Behörde einem Wettenden überhaupt zuhört.

Was in der App angeboten werden darf, steht nicht im Belieben des Veranstalters. Der erlaubte Umfang folgt einer geschlossenen Liste der Gespa mit den autorisierten Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen ganz, ebenso Eckball- und Kartenmärkte; einen Esport-Abschnitt sucht man vergebens. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Die Kehrseite derselben Liste ist eine Verengung, die man in einer Vergleichstabelle leicht übersieht. Wer in einer ausländischen App gewettet hat, vermisst in einer Schweizer App ganze Marktfamilien. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern der Preis der Bewilligung — und dieser Preis fällt auf beiden Seiten der Entscheidung an.

Weiter gehören Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht ins Schweizer Programm. Sport ist das Thema, sonst nichts. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt; eine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Das Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt: Es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, keine Zusage des Regulators.

Ein Spielkonto braucht mehr als eine E-Mail-Adresse. Vorausgesetzt sind Wohnsitz in der Schweiz und, in der Praxis, im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Die Identität wird nachgewiesen, jede Person darf sich einmal registrieren. Reine Sportwetten-Konten ohne Verifikation, wie sie auf Vergleichsseiten beworben werden, existieren im bewilligten Schweizer Angebot nicht — und wo sie existieren, steht keine Schweizer Aufsicht dahinter.

Der Umsatz, der aus diesen Wetten entsteht, geht nicht an Aktionäre. Ein Teil des Reingewinns fliesst in die kantonalen Fonds und in die Sportförderung. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer den Sportwetten-Sektor in der Schweiz beurteilt, sollte diese Zahl kennen. Sie erklärt, warum der Gesetzgeber lieber zwei Veranstalter kontrolliert als dreissig.

Die Rechtslage beim App-Download: wann eine Wette in der Schweiz erlaubt ist und wann nicht

Beim Download fängt die Frage an, die später niemand mehr stellt. Ein ausländischer Anbieter, der seine App auf ein Schweizer Telefon bringt, ist damit noch nicht legal. Das Gesetz sagt es in einem Satz: Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine Konzession aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst entfaltet hier keine Wirkung. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren.

Eine breite Steintreppe führt zu einem Gebäude mit Säulen, die Morgensonne scheint, niemand ist zu sehen.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Für die Wettenden selbst hat das eine unangenehme Asymmetrie. Der Spieler wird nicht bestraft — das Bundesamt für Justiz hat das klargestellt. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und mit dem Einzug verschwindet auch die Auszahlung, auf die jemand gewartet hat. Es gibt in diesem Konstrukt keinen Fairplay-Schiedsrichter, an den man sich wenden könnte.

rechtslage: die Bewilligung, die nur im Land gilt

Wenn eine Sperrliste geführt wird, heisst das im Umkehrschluss nicht, dass daneben ungestört gewettet werden kann. Die Gespa publiziert die Liste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Fassung stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Einträge. Der Wechsel auf eine neue Domain ist für den Anbieter eine Frage von Stunden — die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Ein Anbieter, der heute erreichbar ist, kann morgen geblockt sein.

Werbung ist in diesem Feld nicht frei. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Ein Zeitfenster-Verbot für Werbung existiert dagegen nicht. Gratisspielguthaben und Gratiswetten brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa — im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Auf der Seite des Geldes ist die bewilligte Schweiz einfacher als ihr Ruf. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Kredite an Spielende sind ebenfalls ausgeschlossen — niemand kann bei einem Schweizer Veranstalter auf Kredit wetten. Das ist ein Schutz, den keine Offshore-App nachbilden kann, und es ist einer der Gründe, warum die Verifizierung so unangenehm gründlich ist.

Und ein Zahlungsmittel im klassischen Sinn fehlt ganz: Ein Instrument, das Banken oder Kartennetzwerke einsetzen, um Zahlungen an unerlaubte Wettseiten zu blockieren, gibt es in der Schweiz nicht. Wer annimmt, die eigene Karte sperre unseriöse Anbieter automatisch, irrt. Die Sperre läuft über die Domain, nicht über die Zahlung.

Was ein Gewinn kostet: Abgaben, Schwellen und der Kanton, der anders rechnet

Steuern kommen beim Wetten in der Schweiz erst spät ins Spiel, und genau das macht die bewilligte Variante rechnerisch attraktiv. Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der eidgenössische Schwellenwert liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Oberhalb dieser Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Ein typischer Wettender bleibt weit unter dieser Grenze. Für ihn fällt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn an. Das ist der klare Vorteil der zwei bewilligten Apps, und er wiegt mehr, als das Wort «Schwellenwert» vermuten lässt: Es gibt ihn faktisch nicht für die Grösse der Wetten, um die es hier geht. Der kantonale Freibetrag kann allerdings anders liegen als der eidgenössische — hier ist «je nach Kanton» die einzig ehrliche Antwort, und eine einzelne Kantonszahl wäre irreführend.

Bei ausländischen Anbietern dreht sich das Bild. Gewinne dort unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer die beiden Gruppen vergleicht, vergleicht also nicht nur zwei Apps, sondern zwei Steuerregime: hier Freibetrag und Rückforderungsmechanik, dort eine kantonale Praxis, die den ganzen Gewinn erfasst. Eine pauschale Aussage für die ganze Schweiz wäre an dieser Stelle falsch. Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht — wer eine auf einer Vergleichsseite findet, hat sie bei einer ausländischen Jurisdiktion gelesen.

Spielerschutz in der App: die Limiten, die das Konto wirklich bremsen

Der Spielerschutz ist der Punkt, an dem eine App ihren Benutzer am direktesten kostet — und der Punkt, an dem viele Vergleichsseiten am wenigsten zu sagen haben. In der Schweiz setzt nicht der Staat die Limiten, sondern der Spielende. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen. Das klingt nach Freiheit und ist bei genauerem Hinsehen eine Falle für Unentschlossene: Wer die Limite bei der Registrierung grosszügig wählt, hat sie später nicht zur Hand, wenn er sie bräuchte.

Zwei Mechanismen gehören zusammen. Senken wirkt sofort, erhöhen wirkt verzögert. Nach dem Gesetz liegt die Frist für eine Erhöhung bei 24 Stunden, die beiden Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Diese 72 Stunden sind der eigentliche Schutz — nicht die Zahl, die im Konto steht. Sie sind auch die teuerste Wartezeit des ganzen Systems, weil sie genau in der Nacht greift, in der jemand seine Limite hochsetzen will.

Dazu kommt die Spielsperre. Sie ist kein Aus-Knopf für eine einzelne App. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Eintragung ist der einzige Mechanismus im Schweizer System, der eine Person wirklich aus dem Spiel nimmt, und entsprechend hoch ist die Schwelle für die Aufhebung: Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten lösen, und ein Fachgremium ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss ein Veranstalter anbieten. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die Regeln sind so streng, wie sie auf dem Papier klingen, und auf dem Papier ist nicht überall. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: An Verkaufspunkten wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schweizer Spielerschutz als lückenlos darstellt, sollte diese Zahl kennen. In der App ist der Nachweis der Identität schwerer zu umgehen als am Schalter. Genau dort liegt der Vorteil des digitalen Weges, und genau dort liegt auch die Rechtfertigung für die Verifizierung, über die sich so viele beschweren.

Wer wissen will, wo es im eigenen Fall Hilfe gibt, findet sie ausserhalb jeder App: bei den kantonalen Beratungsstellen und über das Sperrsystem selbst. Das ist eine Zeile, die in einer Vergleichstabelle keinen Platz hat und trotzdem die wichtigste ist.

Touchscreen, Desktop und Papier: der Weg von der Wette zum Wettschein

Die Bedienung entscheidet unterwegs über mehr als den Komfort. Eine App ist kein Fenster zur Webseite, auch wenn viele Anbieter das Gegenteil suggerieren. Der Unterschied liegt darin, was zwischen dem Öffnen der App und dem Absenden der Wette passiert — und darin, ob eine angefangene Kombination einen Wechsel ins Mobilfunknetz übersteht.

Bei Sporttip gibt es beide Wege und dazu einen dritten, der die Grenze zwischen digital und stationär auflöst. Wetten lassen sich online über das Webangebot oder über die Sporttip App für iOS und Android abgeben. Eine in der App zusammengestellte Wette kann zusätzlich per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Das klingt nach einer Randnotiz und ist in der Praxis der ehrlichste Umgang mit einem Spielerleben, das nicht nur am Telefon stattfindet. Wer unterwegs eine Kombination vorbereitet und sie abends am Schalter abschliesst, spart sich den Griff zum Konto — und er zahlt bar, wenn er das will.

grundlag: was App, Web und Verkaufsstelle unterscheidet

Für die Konten und den Zugang zum Spielgeld gibt es bei Swisslos einen zweiten Zahlungsweg, der ohne Kartennummer auskommt. PostFinance Pay steht als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos bereit, und die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Das ist wenig spektakulär und trotzdem relevant: Es bedeutet, dass die Zahlungsdaten das Wettangebot nie verlassen.

Ein Rucksack und Turnschuhe stehen an einer Haustür, daneben ein Regenschirm, durch das Glas fällt Morgenlicht.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Was eine App von der Webseite unterscheidet, ist weniger das Produkt als der Zustand des Benutzers. Wer am Schreibtisch ein Wettschein-Formular ausfüllt, hat Zeit zum Nachdenken. Wer im Zug eine Livewette zusammenklickt, hat sie nicht. Das spricht nicht gegen Apps, es spricht für die eine Funktion, die in diesem Abschnitt sonst untergeht: Push-Meldungen. Richtig dosiert halten sie einen auf dem Laufenden. Falsch dosiert sind sie der Grund, warum das Handy um 23:40 noch aufleuchtet.

Dazu kommt die Eigenheit jedes Touchscreens: Der Finger ist ungenauer als die Maus. Eine Kombination aus sieben Voraussagen, die sich am Bildschirm nur mühsam zusammenklicken lässt, wird selten gespielt — was den Anbieter freut, weil Kombinationen ihm mehr Marge bringen als Einzelwetten. Wer merkt, dass eine Funktion zum Zusammenstellen der Kombination in einer App besonders bequem ist, sollte auch merken, wozu sie bequem gemacht wurde.

Unten am Wettschein sitzt die Zahl, die alles zusammenhält: die Quote. Was ein Gewinn auszahlt, ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet. Sporttip rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab. Die Aufrundung ist kundenfreundlich, die Abrundung auf Rappen nicht — unterm Strich ist es eine Bewegung nach unten, und sie ist klein genug, dass kaum jemand hinsieht.

Für das Wetten unterwegs heisst das: Die verlässlichste Bremse ist nicht die App, sondern die Limite, die man vorher gesetzt hat. Eine Livewette im Zug ist schneller platziert als jede Überlegung, die man in derselben Zeit anstellen könnte.

Die Schweiz hat genau zwei Apps — und was das für die Auszahlung heisst

Die Zwei-Veranstalter-Regel ist keine Marktlage, die sich ändern könnte, sondern eine kantonale Setzung. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos und die Loterie Romande teilen sich das Land nicht nach Belieben, sondern nach einem Gebietsschlüssel, der in den Bedingungen beider Häuser steht. Für Wettende bedeutet das eine harte Konsequenz: Wer in Genf wohnt, kann kein Konto bei Swisslos eröffnen, und wer in Zürich wohnt, keines bei der Loterie Romande. Die «beste App» ist in der Schweiz zuerst eine Frage der Wohnadresse.

Für die Auszahlung folgt daraus, dass es nur einen Weg gibt, kein Wettrennen um die schnellste Überweisung. Spielguthaben zahlt Swisslos innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, und die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Diese vier Sätze sind der vollständige Preis einer Auszahlung, und keiner davon ist ein Skandal — aber die dritte Auszahlung ist die, die man nicht auf dem Radar hat.

Bei kleineren Gewinnen ist der Weg deutlich kürzer. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Darüber, bei bekannter Zahlungsverbindung, geht der Betrag innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto. Das ist die schnellste Spur im ganzen System, und sie zeigt, worauf es bei der Auszahlung wirklich ankommt: nicht auf die App, sondern darauf, ob eine verifizierte Zahlungsverbindung hinterlegt ist.

Ins Spielgeld hinein gibt es ebenfalls Grenzen. Guthaben auf dem Wallet kann man per Online-Zahlung oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Diese Zahlen sind keine Empfehlung, sondern die Decke des Systems. Wer sie reisst, merkt es nicht an einer Fehlermeldung, sondern daran, dass die Aufladung nicht durchgeht.

Ein Punkt, der in keiner App steht und in jeder Entscheidung mitspielt: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Sechs Monate klingen nach viel Zeit. Die Frist beginnt aber nicht an dem Tag, an dem man den Gewinn bemerkt, sondern an dem der Auswertung.

Die zehn Apps im Einzelnen

Jetzt lässt sich über die Anbieter sprechen, ohne die Regeln im Rücken zu verlieren. Die Reihenfolge folgt der Bewilligung, nicht der Vorliebe. Die acht hinteren Namen stehen dort, weil sie in der Schweiz unter Sportwetten-Suchbegriffen auftauchen und weil ein Vergleich sie nicht verschweigen darf. Keiner von ihnen wird hier legal genannt, keiner als sicher beworben.

Swisslos Sporttip (Swisslos.ch): die App mit der landesweiten Abdeckung

Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Diese Liste ist der erste Filter, den ein Interessent anlegen sollte, noch bevor er eine App installiert. Wer ausserhalb wohnt, kommt nicht durch die Registrierung.

Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 durchführt. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Für die Registrierung sind mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet nötig; eine bestehende Spielsperre schliesst die Teilnahme aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist der aufwendigste Teil des Einstiegs und der einzige, der nicht verhandelbar ist.

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden — mit einer Oberlimite von CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Grenze für unter 21-Jährige ist die interessanteste Zahl dieses Absatzes: Sie ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, sie steht in den Bedingungen, und sie macht aus dem Jugendalter einen eigenen Schutzraum.

Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre landet im schweizweiten Register und wirkt auch gegen Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer die Sperre einmal gesetzt hat, kann sie also nicht als taktische Pause verwenden. Das ist unbequem und genau die richtige Unbequemlichkeit.

Beim Einsatz gibt es von der ersten Wette an Grenzen: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Zwei Beträge, zwei Anspielpunkte: CHF 1 macht jede noch so kleine Idee spielbar, CHF 1’000 setzt der Nacht eine Decke, die für die meisten Wettenden ohnehin nicht in Sichtweite ist. Für Wettkämpfer, die an einem Ereignis teilnehmen, ist eine Wette auf dieses Ereignis ausgeschlossen.

Das Cash-Out verdient einen eigenen Blick, weil es die Funktion ist, mit der Apps am lautesten werben. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wenn jemand seine Wette vorzeitig schliesst, verkauft er einen Teil des möglichen Gewinns an die Veranstalterin. Der Ausstieg ist bequem, der Preis dafür steht nirgends auf dem Wettschein.

Beim Kombiboost rechnet sich das Kleingedruckte schnell gegen die Werbewirkung. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier solchen Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die hundert Prozent am oberen Ende klingen nach dem grossen Los; der Weg dorthin führt über fünfzehn Voraussagen, jede mit Quote von mindestens 1.50. Wer schon einmal einen Zwölfer gespielt hat, weiss, wie sich fünfzehn anfühlt. Das untere Ende dagegen — 5 % auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen — ist ehrlich kalkuliert und wird von keiner Werbung gefeiert.

Quoten- und Profitboosts folgen derselben Logik in klein. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Man kann sich entscheiden, eine Erhöhung zu behalten oder auszusteigen. Beides zugleich gibt es nicht.

Zwei Regeln betreffen den Fall, dass unterwegs etwas schiefgeht. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist der technische Grund, warum ein Live-Klick im entscheidenden Moment ins Leere gehen kann — und warum dieselbe Wette im Nachhinein mit Quote 1.00 abgerechnet wird. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Wette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Was das für den Gewinn bedeutet, muss man nicht ausrechnen.

Die kleinsten Details entscheiden am Ende über einen Betrag. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Fussball sind das 90 Minuten plus Nachspielzeit — nicht 120. Wer eine Kombination auf den Sieger baut und nicht weiss, worauf er wettet, baut auf zwei verschiedene Ereignisse.

Das Fazit zu Sporttip: Die App ist kein schlechter Kompromiss, sondern eine bewusste Wahl mit sichtbaren Kosten — Verifizierung, Wohnsitz, ein vergleichsweise schmaler Markt, eine Obergrenze von CHF 1’000 pro Wette und 72 Stunden Wartezeit bei jeder Limi­tenerhöhung. Für den durchschnittlichen Wettenden, der ein paar Zehner auf ein Spiel setzt und einen Gewinn steuerfrei behalten will, ist das der günstigste Weg im Land. Für den, der einen Live-Markt sucht, den die Gespa-Liste nicht kennt, ist die Grenze keine Frage des Ermessens, sondern des Gesetzes.

Loterie Romande Jouez Sport: die App für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in Genf vor der Frage steht, welche App die beste ist, findet hier keine Alternative zur Bewertung, sondern eine Einbahnstrasse — und wer in Bern wohnt, für den ist diese App überhaupt nicht zugänglich. Die «beste» ist eine geografische Variable.

Die Verkaufsstellen sind keine Nostalgie. Sie sind für einen Teil der Westschweizer Bevölkerung der Zugang zum Spiel, und ihre Zahl erklärt, warum das Netz auch mit einer funktionierenden App weiter gepflegt wird. Wer eine Sportwette am Schalter abschliesst, braucht kein Konto, keine Ausweisdaten und keine Zahlungsverbindung. Wer sie in der App abschliesst, bekommt die Kontrolle und die Einsichtsrechte eines Journaleintrags.

Für die Bewertung heisst das, den Vergleich an der richtigen Stelle anzusetzen. Jouez Sport ist für die sechs Kantone das einzige bewilligte Angebot und steht ausser Konkurrenz. Das ist eine strukturelle Feststellung, kein Qualitätsurteil über die App — und die Beurteilung muss sich deshalb auf die Frage richten, wie das Angebot den Spielerschutz und die Auszahlung innerhalb dieses Rahmens handhabt.

Sportaza

Die zwei zugelassenen Veranstalter teilen sich das Land, alles Weitere steht unter dem Vorbehalt, den dieser Abschnitt nicht aufheben kann. Sportaza taucht in den Suchergebnissen rund um Schweizer Wett-Apps auf, ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist nicht belegt, und eine ausländische Konzession hätte hier ohnehin keine Wirkung. Die App ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und über die Gespa Sperrliste kann die Domain per DNS blockiert werden. Das betrifft ausdrücklich jeden Anbieter dieser Gruppe.

Für die Bewertung ist damit die erste Frage entschieden und keine der folgenden offen, weil sie alle davon abhängen. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es kein Verlustlimit, das ein Regulator vorgeschrieben hätte, keine Adresse für eine Beschwerde und keinen Rechtsweg. Wer auf einer Sportaza-Domain landet, kann sie am nächsten Tag gesperrt vorfinden — die Anbieter wechseln die Adresse innert Stunden. Wer die App trotzdem ausprobiert, sollte sich vorher überlegen, an wen er sich wendet, wenn eine Auszahlung ausbleibt.

Bruce Bet

Der Name klingt nach Schweizer Herkunft, die Rechtswirklichkeit sieht anders aus: Bruce Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung, und eine ausländische Bewilligung gilt in der Schweiz nicht. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann über die Gespa Sperrliste blockiert werden.

Was das für die Kostenrechnung bedeutet, ist einfach und unangenehm: Der Einsatz verlässt die Schweiz, die Aufsicht bleibt in der Schweiz zurück. Wenn ein Konto nicht mehr erreichbar ist, gibt es keine Schweizer Stelle, die der Sache nachgeht — dieser Satz gilt für alle acht Namen in dieser Gruppe und wird hier nicht für jeden einzeln wiederholt. Bei einem konkreten Anliegen hilft nur, die AGB des Anbieters vorher zu lesen und zu wissen, welches Recht dort steht.

Coolzino

Ein Name, der eher nach Casino klingt als nach Wettschein, und das ist in diesem Feld kein Zufall. Coolzino führt Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung; eine Bewilligung ist nicht belegt, und in der Schweiz hätte eine ausländische ohnehin keine Kraft. Die Marke hat keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, und ihre Domain kann auf die Sperrliste kommen und blockiert werden. Anzumerken ist, dass ein Casino-Name und ein Sportwetten-Angebot im Schweizer Recht zwei verschiedene Dinge sind: Casino und Sportwetten sind separate Bewilligungen mit separaten Regeln, und ein Schweizer Casino-Limit ist kein Wett-Limit.

Wer die Marke prüft, sollte die Antworten nicht vermischen. Dass eine Plattform irgendwo eine Bewilligung für Spiele hat, sagt nichts über ihre Erlaubnis für Sportwetten in der Schweiz. Und umgekehrt hilft eine Sportwetten-Bewilligung nicht über eine Casino-Grenze hinweg.

WirWetten

Der Name gehört zu den reichlich irreführenden Marken dieses Segments, denn mit Schweizer Wetten hat WirWetten nichts zu tun: Es liegt keine Schweizer Bewilligung vor. Wenn ein Name deutsch klingt, gilt das noch nicht als Sitz. Die Marke ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und ihre Domain kann per DNS blockiert werden.

Für einen Wettenden, der sich vor allem für das Sperrsystem interessiert, ist das der entscheidende Punkt. Eine unbefristete Spielsperre bei Swisslos wirkt gegen Casinos und im Fürstentum Liechtenstein — aber nicht gegen WirWetten. Der wirksamste Mechanismus des Schweizer Systems endet an der Landesgrenze, und das ist der eigentliche Grund, warum eine Verlagerung des Wettens ins Ausland eine Verschiebung der Verantwortung ist — und keine.

20Bet

20Bet zählt zu den Namen, die bei Schweizer Suchanfragen regelmässig auftauchen, ohne über eine Schweizer Bewilligung zu verfügen. Eine Bewilligung ist nicht belegt, und ohne Schweizer Bewilligung gelten für die Marke die Schweizer Schutzvorschriften nicht — weder die Pflicht zu Verlustlimiten noch die Anbindung an das Sperrregister. Die Domain kann auf die Gespa Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern blockiert werden.

Bemerkenswert ist bei Anbietern dieser Grösse etwas anderes: Sie erscheinen in Vergleichstabellen häufig mit Beträgen, die günstiger wirken als alles, was die zwei bewilligten Veranstalter anbieten können. Das ist der Punkt, an dem das Rechnen beginnt. Wo eine Zahlung nicht dem Schweizer Regime folgt, gibt es keinen Freibetrag, der sie steuerfrei stellt; wer dort gewinnt, muss die steuerliche Behandlung im Einzelfall klären. Die grosse Zahl auf dem Banner und die Zahl nach kantonaler Steuerpraxis sind nicht dieselbe.

BetFury

BetFury gehört zur Gruppe der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung für den Schweizer Betrieb ist nicht belegt, und eine ausländische Bewilligung gilt hier nicht. Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Wer sich für eine Marke wie diese interessiert, tut gut daran, die Frage der Einzahlung und Auszahlung vorne an zu stellen. Im bewilligten Schweizer Sportwetten ist die Zahlung auf ein Konto im eigenen Namen zwingend, und anonyme Auszahlungen existieren nicht; ein Anbieter, der beides nicht nachweisen muss, hat auch keinen Anlass, es zu tun. Wo die Zahlungswege offenliegen, liegen die Prüfungen, die jemand am Konto vorgenommen hat, in der Regel ebenfalls offen.

HornetBet

HornetBet steht ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung in dieser Übersicht. Der Schweizer Markt für Sportwetten umfasst nur zwei zugelassene Veranstalter; jede andere Marke, die hier sichtbar ist, fällt unter diese Feststellung. Die Verbindung zum Schweizer Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann auf der Sperrliste geführt werden.

Für die Beurteilung einer solchen Marke hilft ein Vergleich, der in dieser Gruppe überall gilt: Was im Schweizer System selbstverständlich ist — Identitätsnachweis, ein Konto pro Person, Limite vor der ersten Wette —, ist dort eine Kulanzentscheidung. Eine Kulanz kann jederzeit durch eine Änderung der AGB ersetzt werden. Wer das akzeptiert, sollte es akzeptieren, weil er weiss, was er aufgibt.

N1 Bet

N1 Bet schliesst die Gruppe der acht ausländischen Namen ab, und wie bei allen fehlt die Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung für den Betrieb in der Schweiz ist nicht belegt, die ausländische Bewilligung hätte hier keine Kraft, und es besteht keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister. Die Domain kann per DNS blockiert werden.

Für einen Wettenden, der bis hierher gelesen hat, dürfte die entscheidende Frage eine andere sein als die nach dem Willkommensangebot. Sie lautet, ob es für ihn überhaupt sinnvoll ist, in einer Jurisdiktion zu wetten, aus der er im Streitfall nicht herauskommt. Diese Frage beantwortet keine Vergleichstabelle, und kein Bonusbetrag beantwortet sie an seiner Stelle.

Wer wirklich zahlen muss

Der Griff zur ersten App kostet in der Schweiz nichts. Kein Download, keine Registrierungsgebühr, keine monatliche Pauschale für ein Konto. Diese erste Null ist die einzige, mit der die Werbung ehrlich ist.

Alles danach ist eine Frage der Reihenfolge. Vor der ersten Wette steht die Verlustlimite, danach der Wohnsitznachweis, danach die erste Einzahlung, danach der erste Wettschein — und erst dann zeigt sich, ob die App im Zug durchhält. Wer den Weg einmal falsch herum geht, indem er die App wählt und die Limiten später setzt, hat genau die Reihenfolge, die der Gesetzgeber verhindern wollte: nicht mehr die Regeln sind der Rahmen, sondern die Wetten.

Was am Ende bei Gewinn ankommt, hängt an vier Fristen: 26 Wochen bis zum Verfall nicht geltend gemachter Gewinne, 10 Tage für eine Einsprache per Einschreiben, 48 Stunden für die Nachholung eines abgesagten Ereignisses, 5 bis 10 Arbeitstage für die Überweisung vom Konto. Wer eine dieser Fristen verpasst, verliert nicht gegen einen Markt, sondern gegen ein Dokument.

Und die eine Zahl, die alles überragt, taucht in keiner der zehn App-Beschreibungen auf dem Markt auf: Nach dem Testkauf der Aufsicht wurde an Verkaufspunkten eine Sportwette in 47,5 % der Fälle an eine minderjährige Person verkauft. Der Papierweg ist der schwächste Punkt des Schweizer Systems. Wer sein Kind schützen will, richtet es nicht an der App aus, sondern an der Aufmerksamkeit der Person hinter dem Schalter. Wer sein eigenes Wetten begrenzen will, setzt die Limite, bevor er die erste Wette platziert. Alles andere ist Marketing.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Apps in der Schweiz

Woran erkennt man, dass eine Sportwetten-App in der Schweiz wirklich gut ist?

An der Bewilligung, angefangen beim Veranstalter und beim einzelnen Spiel, und erst danach am Funktionsumfang. Eine App ohne Schweizer Bewilligung fällt durch das erste Kriterium und kommt für die weiteren gar nicht mehr in Betracht. Danach zählen Livewetten und Cash-Out, die Stabilität im Mobilfunknetz und die Frage, welche Limiten und Auszahlungsfristen die Bedingungen nennen.

Welche Apps dürfen in der Schweiz für Sportwetten benutzt werden?

Nur die Apps der zwei zugelassenen Veranstalter: die Sporttip App von Swisslos und Jouez Sport von der Loterie Romande. Beide sind für ihr Gebiet zugelassen, Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Alle anderen Apps haben hier keine Bewilligung.

Welche Voraussetzungen gelten für ein Konto in der App, etwa bei Alter und Wohnsitz?

Man muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet des jeweiligen Veranstalters haben. Es darf keine bestehende Spielsperre vorliegen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden gegen Adressdatenbanken geprüft. Eine ausländische Bewilligung ersetzt keine dieser Voraussetzungen.

Wie wirken Verlustlimiten und Spielsperre in der App?

Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage werden vor der ersten Wette gesetzt, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Senken wirkt sofort, erhöhen nach 72 Stunden bei den beiden Veranstaltern. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Gibt es in der App Live-Wetten und Cash-out?

Beides gibt es, aber mit unterschiedlichem Charakter. Livewetten sind erlaubt, sofern der Veranstalter über die entsprechende Entscheidung verfügt; Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs zählen mit Quote 1.00. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt eine Funktion des Anbieters — bei Sporttip nur online, nur vollständig, ohne Garantie pro Markt und tiefer als der mögliche Wettgewinn.

Wie läuft die Auszahlung aus der App ab, und auf welches Konto?

Ausgezahlt wird auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet — Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es nicht. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, darüber erfolgt die Überweisung bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»