Die beste Quote ist die, deren Marge Sie kennen

Updated Oktober 2026
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Ein Taschenrechner und ein Bleistift liegen auf einem Holztisch, daneben steht ein halb gefülltes Glas Wasser.

Die Suche nach der besten Quote beginnt mit einer unbequemen Zahl. Kein Anbieter der Welt druckt sie auf die Seite, aber sie steckt in jedem Preis: die Marge. Sie ist der Grund, warum zwei Quoten für dasselbe Tor nie identisch sind, und sie ist der Grund, warum «beste Quote» keine Eigenschaft eines Anbieters ist, sondern eine Eigenschaft eines Marktes an einem bestimmten Tag. Wer das einmal verstanden hat, vergleicht anders — und ärgert sich seltener.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Stand: Oktober 29, 2026. Alle Bewilligungsangaben wurden gegen die öffentlich einsehbare Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz sowie die Aufsichtsinformationen der Gespa geprüft.

Wie sich die beiden Veranstalter im Quotenvergleich schlagen

In der Schweiz gibt es für Sportwetten genau zwei Adressen mit Bewilligung: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Folge der kantonalen Vereinbarung. Wer nach dem besten Quotenanbieter sucht, sucht also in Wahrheit nach dem besseren der beiden — oder nach einem ausländischen Angebot, das keine Schweizer Bewilligung hat und damit auch keinen Schweizer Rechtsschutz.

Ein Torpfosten mit Netz steht im Gegenlicht auf einem leeren Fussballplatz, über dem Rasen liegt Nebel.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Damit fällt der Vergleich anders aus als in Ländern mit einem Dutzend lizenzierter Buchmacher. Es gibt keine Rangliste mit zwanzig Zeilen, in der sich ein Preisvorteil von zwei Prozentpunkten heraussuchen lässt. Es gibt zwei Veranstalter, zwei Einzugsgebiete und eine Aufsichtsbehörde, die beiden dieselben Regeln vorschreibt. Was übrig bleibt, ist ein Vergleich der Bedingungen: Einsatzgrenzen, Kombinationsregeln, Boni, Auszahlungswege.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
BC.Game Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BetFury Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Cloudbet Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Playzilla Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Roobet Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Betovo Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
AmunRa Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Bettilt Nein, ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung

Die Tabelle sortiert nach Bewilligungsstatus, nicht nach Quote — das ist Absicht. Eine Quotenspalte wäre bei den meisten Zeilen leer, weil für diese Anbieter kein belastbarer Preis für ein benennbares Ereignis vorliegt. Ein Vergleich, der leere Zellen mit Schätzungen füllt, hilft niemandem ausser dem, der die Schätzung verkauft.

Was bei den beiden bewilligten Veranstaltern auffällt: die Unterschiede liegen weniger in der Quotenhöhe als im Zuschnitt des Angebots. Sporttip deckt die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab. Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone. Ein Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus — wer in Zürich lebt, kommt bei Jouez Sport nicht online rein, und wer in Genf lebt, nicht bei Sporttip. Diese Hürde ist kein Detail am Rand; sie entscheidet, welche der beiden Quoten für einen konkreten Leser überhaupt erreichbar ist.

Warum die Quote allein keine Rangliste trägt

Eine Quote ist ein Preis für ein Risiko. Sie sagt nicht, wie gut ein Anbieter ist, sondern wie er ein einzelnes Ereignis bewertet. Zwei Veranstalter können für dasselbe Fussballspiel unterschiedliche Preise stellen, ohne dass einer davon «besser» wäre — sie schätzen die Wahrscheinlichkeit unterschiedlich ein oder kalkulieren eine andere Marge. Aus einem einzigen Vergleich lässt sich deshalb kein Gesamturteil über ein Wettprogramm ableiten.

Eine Steinbrücke führt im Frühnebel über einen Fluss, auf dem Fussweg ist niemand zu sehen.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Wer dennoch vergleichen will, sollte auf drei Dinge achten. Erstens: dieselbe Sportart, dieselbe Liga, dieselbe Wette. Zweitens: derselbe Zeitpunkt, denn Quoten bewegen sich. Drittens: derselbe Markt, weil eine 1X2-Quote und eine Über/Unter-Quote nichts miteinander zu tun haben.

Die Marge: der unsichtbare Preisaufschlag

Die Marge ist der Anteil aller Einsätze, den ein Veranstalter einbehält. Sie zeigt sich nirgends direkt, aber sie lässt sich aus den Quoten eines Marktes berechnen. Wenn für alle Ausgänge eines Marktes die Kehrwerte der Quoten zusammengezählt werden, ergibt der Kehrwert dieser Summe den Quotenschlüssel — den Anteil, der an die Wettenden zurückfliesst. Die Differenz zu 100 Prozent ist die Marge.

Für einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten ergibt das: 1/1.90 + 1/1.90 = rund 1’053. Der Quotenschlüssel liegt bei etwa 95 Prozent, die Marge bei rund 5 Prozent. Das ist keine zitierte Zahl eines Anbieters, sondern ein Rechenbeispiel. Die tatsächliche Marge liegt je nach Sportart, Liga und Markt typischerweise in einem Band von wenigen Prozent bis in den niedrigen zweistelligen Bereich, wobei Nebenmärkte und weniger populäre Ligen tendenziell teurer sind als Hauptmärkte grosser Ligen.

Was das für den Leser bedeutet: bei einem Einsatz von CHF 100 auf einen solchen Markt fliessen im Durchschnitt rund CHF 95 an die Wettenden zurück, verteilt über alle Ausgänge. Auf lange Sicht ist das der Preis, den jeder Wettende für die Teilnahme zahlt — unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert.

Sportwetten beste Quoten: wie eine Quote entsteht und was sie aussagt

Eine Quote ist ein Bruch. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen dem Einsatz und dem möglichen Rückfluss. Die Quote 2.10 sagt: für jeden Franken Einsatz fliessen bei einem Treffer CHF 2.10 zurück. Darin steckt der Einsatz selbst, der Nettogewinn ist CHF 1.10.

Die zweite Lesart derselben Zahl ist die Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 2.00 entspricht bei fairen Verhältnissen einer Chance von 50 Prozent. Der Kehrwert der Quote ist die implizite Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter dem Ausgang zuschreibt. Bei mehreren Ausgängen summieren sich diese Kehrwerte auf mehr als 1 — der Überschuss ist die Marge.

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer mit 2.10 und CHF 10 rechnet und CHF 21.00 erwartet, bekommt bei diesem Veranstalter CHF 21.00 — die Rundungsregel fällt erst bei krummen Beträgen ins Gewicht.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Bei einer Einzelwette steht eine Voraussage gegen eine Quote. Bei einer Kombiwette werden mehrere Voraussagen zu einer Gesamtquote verrechnet — das Produkt der Einzelquoten. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette zwei bis zehn Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen in Teilkombinationen, sodass nicht alle richtig sein müssen.

Der Reiz der Kombiwette liegt im Multiplikationseffekt: aus drei Quoten von je 2.00 wird 8.00. Der Preis dafür ist ein steiles Risiko. Jede zusätzliche Voraussage senkt die Trefferwahrscheinlichkeit, weil alle Ereignisse eintreten müssen. Eine Kombination ist kein Bündel unabhängiger Chancen, sondern eine Kette.

Livewetten und Quotenbewegung

Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Ein Tor, das während des Absetzens fällt, ist damit kein Streitfall, sondern eine Regel.

Livewetten sind der schnellste Markt überhaupt. Die Quoten bewegen sich mit jedem Angriff, und genau deshalb sind sie auch der Markt, in dem voreilige Einsätze am teuersten werden.

Voneinander abhängige Ereignisse

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein Torschütentipp lässt sich also nicht einfach mit dem Sieg derselben Mannschaft multiplizieren — die beiden Voraussagen hängen zusammen, und eine Quote darauf wäre kein Produkt zweier Wahrscheinlichkeiten.

Bewilligung oder nicht: was der Rechtsschutz in der Schweiz bedeutet

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel. Sie fallen unter das Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur für Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt deshalb keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Der Nettogewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Ein Schweizer Sportwettenanbieter ist also kein gewöhnliches Unternehmen mit Aktionären, sondern eine Veranstaltung mit einem öffentlichen Zweck — was die Quotenpolitik nicht besser macht, aber erklärt, warum hierzulande niemand mit Marketingbudgets um Kunden kämpft.

Was überhaupt bewettet werden darf

Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet. Trainingsläufe stehen nie auf der Liste. Corner- und Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Wer aus einem ausländischen Angebot eine Wette auf eine Wahl oder eine Quizshow kennt, kennt sie aus einem Programm, das in der Schweiz nicht zugelassen wäre — und genau das ist der Punkt: der Schweizer Katalog ist nicht dünn, er ist begrenzt.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das Geldspielgesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht geregelt und wird nur als Funktion des jeweiligen Veranstalters beschrieben.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Was fehlt, ist nicht nur ein Papier. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist nicht an das Sperrregister angeschlossen und bietet keinen Schweizer Rechtsschutz. Es gibt keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung, keine Kontrolle über die Fairness der Quoten und keine Stelle, an die sich ein Leser bei einem Streit wenden könnte.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die Liste wird laufend aktualisiert, und blockierte Domains erscheinen innerhalb von Stunden unter einer neuen Adresse. Ein DNS-Block ist deshalb eine Hürde, keine Mauer — und wer ihn umgeht, umgeht auch den einzigen Schutzmechanismus, den der Staat hier aufbietet.

Steuern: wann ein Gewinn steuerfrei bleibt

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht ab; hier gilt «je nach Kanton», ein einzelner Kantonswert wäre schlicht falsch.

Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht.

Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis kennt aber Fälle — Thurgau etwa — in denen Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles Einkommen gelten. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, tauscht also einen geschützten steuerfreien Gewinn gegen einen steuerlich offenen ein. Für die eigene Situation ist die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung zuständig.

Warum hohe Quoten das Verlustrisiko nicht senken

Eine hohe Quote ist kein Geschenk. Sie ist ein Preis für ein unwahrscheinliches Ereignis. Wer auf eine Quote von 10.00 setzt, setzt darauf, dass etwas passiert, das der Veranstalter für selten hält — und in neun von zehn Fällen tritt es nicht ein. Die Höhe der Quote und die Höhe des Risikos sind dieselbe Zahl, nur von zwei Seiten gelesen.

Das ist die zentrale Verwechslung im Quotengeschäft. Ein Verlustlimit skaliert die Einsätze, aber nicht die Marge — der Erwartungswert bleibt negativ. Wer mit CHF 50 Einsatz pro Wette sein Limit halbiert, hat dieselbe Chance, aber einen kleineren möglichen Verlust. Wer dagegen nur die Quote erhöht, hat einen grösseren möglichen Verlust bei kleinerer Eintrittswahrscheinlichkeit.

Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat

Die Schweiz kennt keine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze. Die Limiten setzt der Spielende: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat verlangen. Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Gesetzlich wäre bei einer Erhöhung ein Zeitraum von 24 Stunden zulässig; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Das ist ein Detail, das den Unterschied zwischen einer kurzen Pause und einer echten Entscheidung ausmacht.

Die 72-Stunden-Frist ist der eigentliche Spielerschutz an dieser Stelle. Sie stellt sich zwischen den Impuls und die Tat.

Die Spielsperre und das schweizweite Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben werden kann. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das Sperrregister ist die eine Einrichtung, bei der die Schweizer Lösung international etwas kostet, was der lockere Markt nicht hat: eine Sperre wirkt über alle bewilligten Anbieter. Bei einem ausländischen Anbieter läuft sie ins Leere, weil dort keine Anmeldung ans Register besteht.

Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, wobei eine Fachstelle einbezogen wird. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Was die Aufsicht im Verkauf gemessen hat

Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt. An Verkaufsstellen wurde in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist knapp jeder zweite Versuch.

Wer den Verkaufsschalter als sicherste Adresse betrachtet, sollte diese Zahl kennen. Die Online-Registrierung ist aufwendiger — bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Dieser Aufwand ist der Grund, warum die Alterskontrolle in der digitalen Kette verlässlicher ist als am Tresen.

Wo es Hilfe gibt

Wer merkt, dass die Einsätze nicht mehr proportional zum Einkommen sind, findet bei den bewilligten Veranstaltern Limiten-Werkzeuge und die Spielsperre. Wer sich nicht selbst bremsen kann, sollte nicht den bequemsten Anbieter suchen, sondern den, bei dem die Sperre greift.

Wettarten und Quoten: was ein Markt dem Leser verrät

Die Wettart entscheidet, welche Quote überhaupt verfügbar ist. Ein 1X2-Markt hat drei Ausgänge, ein Über/Unter-Markt zwei, ein Handicap-Markt zwei. Die Marge wächst typischerweise mit der Zahl der Ausgänge, weil der Veranstalter mehr Unsicherheit einpreisen muss. Wer die Quoten zweier Anbieter vergleicht, ohne den Markt konstant zu halten, vergleicht nichts.

Wett-Tipps mit hohen Quoten suchen ist deshalb kein Suchproblem, sondern ein Rechenproblem: jede hohe Quote ist entweder ein unwahrscheinliches Ereignis oder ein Fehler des Veranstalters, und Letzteres ist selten und wird korrigiert.

Kombiboost und Quotenboost bei Sporttip

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der Kombiboost ist ein interessantes Instrument, aber er wird oft falsch gelesen. Ein Boost auf den Nettogewinn von 100 Prozent klingt nach doppelt so viel Geld, tatsächlich verdoppelt er nur den Gewinnanteil — bei einer Gesamtquote von 10.00 mit CHF 10 Einsatz steigt der Rückfluss von CHF 100 auf CHF 190, der Nettogewinn von CHF 90 auf CHF 180. Die Hürde liegt bei vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, und diese Mindestquote ist der eigentliche Filter: sie schliesst die hohen Einzelquoten aus dem Boost aus.

Cash-Out: die vorzeitige Auszahlung

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und hängt vom Stand des Sportereignisses ab. Swisslos kann das Angebot jederzeit ändern.

Wer sich über den niedrigen Cash-Out-Betrag ärgert, ärgert sich über die Marge in einem anderen Gewand. Der Veranstalter kauft die Wette zurück, und er kauft sie zu seinen Bedingungen.

Wenn ein Ereignis abgesagt wird

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Die Wette wird also nicht abgebrochen, sie wird mit dem neutralen Faktor gerechnet. Bei einer Kombination aus vier Voraussagen sinkt die Gesamtquote dadurch stärker als mancher erwartet.

Die reguläre Spielzeit

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Tor in der Verlängerung zählt also nicht automatisch für die 1X2-Wette, und wer das nicht weiss, sucht den Fehler beim falschen Adressaten.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Einsatzgrenzen, Alltag

Swisslos Sporttip: der Hausveranstalter der Deutschschweiz

Swisslos betreibt Sporttip, eines der beiden Grossspiele mit Schweizer Bewilligung. Der Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Bewilligungsgrundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz in diesem Gebiet voraus.

Die Einsatzgrenzen sind klar: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Beim Aufladen des Spielkontos gibt es PostFinance Pay, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Spielguthaben kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Auszahlungen sind geregelt: innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden. Die Überweisung erfolgt innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.

Ein Punkt, den viele übersehen: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innerhalb von 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Das Urteil: Sporttip ist die einzige Adresse für Wettende in der Deutschschweiz, die innerhalb des Schweizer Systems bleiben wollen — und die 26-Wochen-Frist ist der einzige Termin, den man sich merken muss. Wer nach einem grossen Gewinn schläft und ein halbes Jahr später nachfragt, hat nichts mehr zu holen.

Loterie Romande Jouez Sport: das Gegenstück für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Die Organisation zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Bewilligungsgrundlage entspricht der von Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa.

Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2; in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Die Gewinngrenzen sind hoch und gestaffelt: höchstens CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, und höchstens CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Das Urteil: Jouez Sport hat die niedrigere Höchsteinsatzgrenze, aber die transparentere Gewinndecke. Dass ein Wettschein mit Multiples auf CHF 7’500 gedeckelt ist, ist für den durchschnittlichen Wettenden ohne Bedeutung — für den, der mehrere Kombinationen auf einem Schein bündelt, ist es die Zahl, die die Rechnung macht. Ein Kombinationswetter in der Westschweiz, der seinen Wettschein vorher durchrechnet, weiss nach fünf Minuten, wo seine Obergrenze liegt. Genau deshalb ist Jouez Sport kein «kleinerer» Anbieter, sondern ein enger zugeschnittener.

BC.Game: ohne Schweizer Bewilligung

BC.Game ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine in der Schweiz anerkannte Bewilligung liegt nicht vor. Der Anbieter ist nicht ans Schweizer Sperrregister angeschlossen, und es besteht kein Schweizer Rechtsschutz. Seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren.

Das Urteil: Was BC.Game an Quoten bietet, ist nicht überprüfbar. Was es an Schutz bietet, ist es auch nicht.

BetFury: ohne Schweizer Bewilligung

BetFury ist ein in der Schweiz nicht bewilligter Anbieter. Es fehlt eine in der Schweiz anerkannte Lizenz, und da der Anbieter nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen ist, besteht kein Schweizer Rechtsschutz. Der Zugang zu den Domains kann durch die Gespa unterbunden werden.

Das Urteil: Der Name verspricht Wut, das Produkt liefert eine Domain, die jederzeit verschwinden kann. Wer dort gewinnt, verhandelt über eine Adresse, die morgen eine andere sein kann.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet operiert ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Da keine Anerkennung durch die hiesigen Behörden vorliegt, sind Nutzer nicht durch das Sperrregister geschützt und haben im Streitfall keinen rechtlichen Beistand in der Schweiz. Eine Sperrung der Domains durch die Gespa ist jederzeit möglich.

Das Urteil: Der Name klingt nach Schweizer Präzision, die Bewilligungslage hat damit nichts zu tun. Das ist Marketing und sonst nichts.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung

Playzilla verfügt über keine Schweizer Bewilligung für Sportwetten und ist hierzulande rechtlich nicht anerkannt. Da eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister fehlt, besteht für Kunden kein staatlich garantierter Rechtsschutz. Der Zugang über das Internet kann jederzeit gesperrt werden.

Das Urteil: Ein Spielname als Firmenname sagt nichts über die Auszahlungsdisziplin. Wer dort einzahlt, hat keinen Ansprechpartner in der Schweiz.

Roobet: ohne Schweizer Bewilligung

Roobet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da eine rechtliche Anerkennung in der Schweiz fehlt, unterliegt das Angebot keiner inländischen Aufsicht, und Kunden haben keinen Anspruch auf Schutz durch das Sperrregister. Eine DNS-Sperre der Domains durch die Gespa ist möglich.

Das Urteil: Die Marke ist bekannt, die Bewilligung fehlt. Bekanntheit ist kein Rechtsstatus.

Betovo: ohne Schweizer Bewilligung

Betovo agiert ohne die erforderliche Schweizer Bewilligung. Es besteht keine Anerkennung als Wettanbieter, sodass Kunden nicht von Schweizer Schutzmassnahmen oder dem Sperrregister profitieren können. Die Domains können durch die Gespa blockiert werden.

Das Urteil: Wer bei Betovo spielt, spielt gegen die Hausregeln eines Anbieters, den keine Schweizer Stelle beaufsichtigt. Das ist keine Warnung, sondern eine Tatsache.

AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa ist ein weiterer Anbieter ohne gültige Schweizer Bewilligung. Da der Dienst rechtlich nicht im Schweizer System integriert ist, profitieren Kunden nicht von den Schutzvorgaben, und eine Sperrung der Domains durch die Gespa bleibt vorbehalten.

Das Urteil: Der ägyptische Sonnengott als Markenname macht die Bewilligungslage nicht heller. Die Sperrliste kennt keine Ausnahmen für stimmige Marken.

Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung

Bettilt bietet Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung an. Das Angebot ist in der Schweiz nicht reguliert, was bedeutet, dass Nutzer keinen Schutz durch das Sperrregister geniessen und die Domains jederzeit gesperrt werden können.

Das Urteil: Ein Name, der nach einer Wette klingt, ersetzt keine Bewilligung. Wer dort spielt, hat Schweizer Rechtsschutz aufgegeben, ohne etwas Zählbares dafür zu bekommen.

Was die Quote kostet: eine Rechnung mit Bandbreite

Wer wissen will, was eine Sportwette unter dem Strich kostet, muss die Marge mit dem Umsatz multiplizieren. Bei einem Quotenschlüssel von rund 95 Prozent und einer Marge von rund 5 Prozent auf einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten ergibt sich für einen Wettenden mit 50 Wetten zu je CHF 10 — also CHF 500 Umsatz — ein durchschnittlicher Verlust von rund CHF 25. Das ist der Preis der Teilnahme, unabhängig vom Ausgang der einzelnen Wette.

Die tatsächliche Belastung hängt von der Marge des marktüblichen Bandes ab. Bei einem Markt mit einer Marge von 3 Prozent sinkt der erwartete Verlust bei CHF 500 Umsatz auf rund CHF 15, bei einer Marge von 8 Prozent steigt er auf rund CHF 40. Das Band reicht also je nach Sportart und Markt von etwa CHF 15 bis CHF 40 — der Unterschied zwischen einem günstigen Hauptmarkt und einem teuren Nebenmarkt.

Wichtig ist die Annahme: Diese Schätzung gilt, wenn der gesamte Umsatz in einem einzigen Markt mit dieser Marge abgewickelt wird. Wer Kombiwetten spielt, verteilt den Umsatz über mehrere Märkte, deren Margen multipliziert werden. Eine Kombination aus drei Märkten mit je 5 Prozent Marge trägt eine Gesamtmarge von rund 14 Prozent — und der erwartete Verlust steigt entsprechend.

Das ist die Zahl, die hinter jeder Diskussion über «beste Quoten» steht. Nicht die Höhe der Quote entscheidet, sondern die Marge des Marktes, in dem sie steht.

Häufige Fragen

Welcher Wettanbieter hat in der Schweiz die besten Quoten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten. Ein pauschales «beste Quoten» gibt es nicht: Die beiden Veranstalter stehen für dasselbe Ereignis unter verschiedenen Preisen, und welche Quote besser ist, hängt von Sportart, Liga, Markt und Zeitpunkt ab. Einzelne Quotenvergleiche sagen nichts über das Gesamtangebot.

Wie funktionieren Quoten bei Sportwetten und was bedeuten sie?

Eine Quote beschreibt, welchen Betrag ein Einsatz bei einem Treffer zurückbringt. Die Quote 2.10 bedeutet, dass für jeden Franken Einsatz CHF 2.10 zurückfliessen, davon CHF 1.10 als Nettogewinn. Der Kehrwert der Quote ist die implizite Wahrscheinlichkeit. Die Summe der Kehrwerte über alle Ausgänge eines Marktes liegt über 1 — die Differenz ist die Marge.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport muss die Quote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen; der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Wette.

Wie entstehen die Quoten und was ist die Marge des Anbieters?

Die Quote entsteht aus der Einschätzung des Veranstalters, wie wahrscheinlich ein Ausgang ist, plus einem Aufschlag für das Risiko. Dieser Aufschlag ist die Marge. Sie zeigt sich nicht direkt, aber aus den Quoten eines Marktes: Der Kehrwert der Summe aller Kehrwerte ergibt den Quotenschlüssel, die Differenz zu 100 Prozent ist die Marge. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten liegt sie bei rund 5 Prozent.

Wie wirkt sich die Gesamtquote bei Kombiwetten auf den Gewinn aus?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Quoten von je 2.00 ergeben eine Gesamtquote von 8.00, aus CHF 10 Einsatz werden CHF 80. Der Preis für den Multiplikationseffekt ist das Risiko: Alle Voraussagen müssen eintreten. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, bei Sporttip kann die Kombination über die Bet-Builder-Funktion abhängige Ereignisse enthalten. Der Kombiboost bei Sporttip verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier und bis zu 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»