Quotenrechner Sportwetten 2026 — zehn Rechner, ein ehrlicher Vergleich für die Schweiz
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.
Ein Quotenrechner ist ein Taschenrechner mit einer Meinung. Er rechnet richtig, sobald man ihm eine Quote gibt, und er rechnet falsch, sobald die Quote falsch ist — und in der Schweiz ist die Quote selbst das begrenzte Gut. Wer hier eine Wette platzieren will, kauft sie bei Swisslos unter dem Namen Sporttip oder bei der Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport, und damit bei zwei von insgesamt zwei zugelassenen Veranstaltern. Alles andere, was in den Suchergebnissen auftaucht, rechnet dieselben Zahlen aus, hat aber keine Schweizer Bewilligung.
Daraus ergibt sich die entscheidende Frage für jeden Wettenden: Nicht «welcher Rechner ist der beste», sondern: was kostet es den Wettenden, mit welchem Rechner zu arbeiten — an Geld über die Marge, an Einsatzhöhe über die Limiten, an Zeit über das Aufrunden und Abrunden, an Genauigkeit über falsch eingetippte Bruchquoten. Die Rechner aus dem Ausland sind nicht dümmer als die einheimischen. Sie sind nur in einem Land gebaut, in dem mehr erlaubt ist.
Zwei Beträge sollte man auswendig können, bevor man sich an einen Rechner setzt. Bei Sporttip rechnet sich der Reingewinn einer Wette mit festen Quoten als Einsatz × (Quote − 1), und dieselbe Formel steht in jedem halbwegs brauchbaren Online-Werkzeug. Bei Jouez Sport gilt dieselbe Arithmetik, nur mit anderen Grenzen nach oben: CHF 300’000 Höchstgewinn für eine Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.
Woran sich Sportwetten-Rechner in der Schweiz messen lassen müssen
Für den Vergleich der zehn Werkzeuge zählen vier Dinge, und keines davon ist die Farbwahl der Oberfläche. Erstens die abgedeckten Wettformen: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette. Wer bei Sporttip eine «X aus Y»-Kombination spielt, braucht einen Rechner, der die einzelnen Wettreihen sauber auseinanderhält und nicht nur die Gesamtquote multipliziert. Zweitens der Umgang mit Quotenformaten: Decimal, Bruch und US-Quote sind dieselbe Wette in drei Schreibweisen, und ein Rechner, der sie nicht ineinander überführt, zwingt den Wettenden zur Kopfrechnung an genau der Stelle, an der er sich vertippt. Drittens die Nachvollziehbarkeit — ob das Ergebnis aufgeschlüsselt wird oder als nackte Zahl erscheint. Viertens, und am seltensten geprüft: ob der Rechner die Limiten des Veranstalters abbildet, an denen ein Einsatz ohnehin scheitert.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja — Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa | Swisslos, Basel; Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja — Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Lausanne; Jouez Sport |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| MyStake | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| bet365 | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz |
Acht Zeilen sagen hier dasselbe, und man darf das als Ergebnis lesen, nicht als Lücke in der Tabelle. Das Geldspielgesetz lässt für Lotterien und Sportwetten zwei Veranstalter zu, und die Kantone haben diese Zahl ausgeschöpft. Eine Spalte mit weiteren bewilligten Buchmachern gäbe es nicht zu füllen, weil es sie nicht gibt; die Gespa veröffentlicht keine Liste zusätzlicher Konzessionäre, sondern nur die Sperrliste mit den blockierten ausländischen Domains. Was in der Tabelle mit den Anbietern also wie Wiederholung aussieht, ist der eigentliche Befund: die Wahl ist keine Wahl zwischen Anbietern, sondern zwischen einem bewilligten Angebot und einem ungeregelten.
Unsere Top 10 sind deshalb keine Bestenliste im üblichen Sinn. Es sind die zwei einheimischen Veranstalter, die den Schweizer Rahmen setzen, und acht ausländische Marken, die Schweizer Wettende in den Suchergebnissen tatsächlich antreffen — jede ohne Schweizer Bewilligung, jede mit denselben drei Nachteilen: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Steuerpraxis ihres Gewinns entscheidet der Kanton, nicht der Veranstalter. Wer dort gewinnt, gewinnt in einem Rechtsrahmen, den die Schweiz nicht kontrolliert.
Die Reihenfolge dieses Vergleichs ist darum nicht nach Bonus sortiert, sondern nach Bewilligung. Wer die einheimischen Veranstalter zuerst liest, versteht die Bedingungen, unter denen alle weiteren Zahlen der Seite gelesen werden müssen.
Grundlagen: Wie ein Quotenrechner arbeitet und wo seine Grenze liegt
Was Quote, Einsatz und Auszahlung bedeuten
Die Schweizer Schreibweise der Quote ist die Dezimalquote mit einem Punkt: 2.10, 1.85, 1.40. Sie beschreibt den Faktor, mit dem der Einsatz zurückkommt. Eine Dezimalquote von 5.50 zahlt bei 1 € Einsatz 5.50 € aus und lässt 4.50 € Reingewinn stehen — dieselbe Quote heisst als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Bei 1.40 sind es 2/5 und −250, wobei das Minuszeichen nichts Schlechtes bedeutet: 250 $ müssen gesetzt werden, um 100 $ Gewinn zu machen. Ein Rechner leistet hier nichts Spektakuläres. Er macht aus einem Einsatz und einer Quote einen Betrag. Der Nutzen liegt darin, dass er das für dreizehn Voraussagen gleichzeitig tut, ohne dass sich zwei Zahlen vertauschen.

Wie ein Rechner Kombi- und Systemwetten behandelt
Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Deshalb kennt der Rechner bei Kombiwetten genau eine Zahl, die zählt: das Produkt. Aus drei Voraussagen zu 2.10, 1.85 und 1.70 wird 6’606, und aus CHF 20 werden 132.12 — sofern alles aufgeht.
Die Systemwette bricht diese Mechanik wieder auf. Sie fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben, wobei jede dabei entstehende Kombination Wettreihe heisst. Bei einer 2-aus-3-Systemwette entstehen drei Wettreihen, jede mit zwei Voraussagen, und der Einsatz verteilt sich über alle drei. Ein Rechner, der diesen Aufbau nicht abbildet, addiert entweder falsch oder verschweigt die Hälfte. Swisslos rechnet bei Systemwetten mit einem Höchsteinsatz von CHF 10’000, während eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 endet — die Systemwette ist der einzige Bereich, in dem ein einigermassen grosser Betrag überhaupt auf den Wettschein passt.
Die Marge: was der Rechner nicht auf die Rechnung schreibt
Ein Quotenrechner beantwortet, was eine Wette einbringt. Er beantwortet nicht, was der Veranstalter an derselben Wette verdient, obwohl beides in derselben Zahl steckt.
Die Rechnung dafür geht über alle Ausgänge eines Marktes. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 auf beide Seiten beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 Prozent. Die Marge ist die Differenz zu 100 Prozent und liegt damit bei ungefähr 5 Prozent des Einsatzes. Zwei symmetrische Quoten sind der freundlichste Fall, den ein Markt annehmen kann; in einem echten Wettprogramm sind die Seiten selten gleich bepreist, und die Marge steigt, sobald der Veranstalter für einen Ausgang weniger Risiko tragen will. Als Band gesprochen: je nach Markt, Sportart und Anbieter liegt die Auszahlungsquote in der Grössenordnung der tiefen bis mittleren neunziger Prozent, und die Marge ist der Rest davon. Über viele Wetten summiert sich dieser Rest zu mehr als jeder einzelne Tipp je wert sein kann.
Das ist der Grund, weshalb die Frage «zeigt ein Rechner die Marge» keine Nebensache ist. Wer seine Gewinnerwartung über hundert Wetten ausrechnet, ohne die Marge im Nenner zu haben, rechnet sich einen Wohlstand aus, den es nicht gibt.
Runden, Annullieren und der 48-Stunden-Fall
Der Rechner gibt eine Zahl mit vielen Nachkommastellen aus. Swisslos zahlt sie nicht so aus. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Wer seinen Gewinn auf den Rappen genau ausrechnet, rechnet genauer als der Betrieb, der ihn auszahlt.
Dazu kommt der Fall, den kein Kalkulator kennt: ein abgesagtes Ereignis. Wird es nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in einer Kombinationswette erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Ein Rechner, in den man 1.00 eingibt, bekommt das von selbst hin. Nur weiss man es vorher nicht.
Quotenformate ineinander überführen
Dezimal, Bruch, US — drei Länder, drei Gewohnheiten, eine Wette. Die Umrechnung ist das Einzige, was ein Rechner besser macht als ein Mensch mit einem Taschenrechner, weil ein Mensch die Regel zwei Wochen später wieder vergessen hat. Zwei Paare lohnen sich zum Merken: 5.50 entspricht 9/2 und +450; 1.40 entspricht 2/5 und −250. Der Nutzen dieser Umrechnung auf einer Seite mit Schweizer Publikum liegt nicht im Verständnis, sondern in der Vorsicht: ausländische Wettprogramme schreiben, was sie wollen, und wer eine US-Quote +450 aus Gewohnheit als Dezimalquote liest, setzt mit dem Zehnfachen ins Leere.
Rechtslage: Warum ein Rechner mehr Wetten durchrechnet, als die Schweiz zulässt
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern mit dem Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021. Nicht die ESBK, denn diese Aufsicht gilt den Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Lotterieveranstalter und Sportwettenveranstalter sind in der Schweiz auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet seine Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; sein Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Veranstalters.
Das ist die Grenze, an der ein Quotenrechner aus dem Ausland zu einem anderen Produkt wird als das Schweizer Original. Er rechnet Kombinationen durch, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet, und er tut es freundlich und korrekt.
Was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf, steht nicht im Belieben des Veranstalters, sondern in einer geschlossenen Liste: der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet — Trainingsläufe nie. Die Liste führt keine Corner- und Kartenmärkte und keine Esport-Rubrik. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung besitzt; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Ein ausländischer Anbieter, der Corner-Wetten, Kartenmärkte oder Esport auf dem Wettschein hat, zeigt damit nicht Mut, sondern nur, welches Regime ihn beaufsichtigt.
Bei den Auszahlungen gibt es eine Regel, die jeden Rechner aus dem Ausland von vornherein ausschliesst: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.
Die Steuerfrage schliesslich ist die einzige, bei der der Rechner einem in die Tasche greift. Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel — die ESTV nennt die Sportwette ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht ab, «je nach Kanton» ist hier keine Floskel, sondern die einzige korrekte Antwort. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Der typische Wettende liegt weit darunter und zahlt auf seinen Gewinn weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer. Anders bei ausländischen Anbietern: ihre Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz, und wer das Gegenteil behauptet, hat noch nie eine Schweizer Sportwettenabrechnung gesehen. Für die eigene Situation gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Offshore bedeutet in der Schweiz nicht «Grauzone», sondern «ausserhalb». Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Ein blockiertes Angebot steht oft innert Stunden unter neuer Adresse wieder bereit, und die Gespa nennt diesen Wechsel selbst Domain-Hopping. Ehrlich formuliert: bewilligt heisst voller Schweizer Schutz, zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten, Wohnsitzpflicht und Verifizierung. Unbewilligt heisst kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, kantonale Steuerfolgen. Keine der beiden Seiten ist einfach «die sichere Wahl».
Und noch eine Regel, die selten gelesen wird: Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18 ist die Teilnahme ausgeschlossen.
Spielerschutz: Was Limiten, Sperre und Nachweise den Wettenden kosten
Ein Quotenrechner zeigt mögliche Gewinne. Er zeigt nicht, ob der Einsatz ins Budget passt, und das ist der Punkt, an dem die Schweiz die Entscheidung ausdrücklich dem Wettenden überlässt. Der Veranstalter muss nach Art. 87 VGS einen oder mehrere Höchstwerte für Tag, Woche oder Monat festlegen — die Limiten setzt also die spielende Person, nicht der Staat. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung gesetzlich erst nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande setzen in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Ein festgeschriebener staatlicher Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.
Was das den Wettenden kostet, ist keine Gebühr, sondern eine Selbstbindung. Wer die Verlustlimite für 30 Tage auf einen tiefen Betrag setzt, kann sie in einer schlechten Woche nicht schnell hochziehen — das ist der ganze Zweck, und es nervt genau dann, wenn es wirken soll. Bei Sporttip müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Zwei Zahlen also, die ein Wettrechner nie ausgibt, die aber jeden Einsatz vorher filtern.
Die Spielsperre arbeitet härter und nach einem anderen Muster. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Rechtlich stehen Art. 80–82 BGS dahinter: die Sperre erfasst überschuldete oder suchtgefährdete Personen ebenso wie die Selbstsperre, und eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS) — das Geld ist dann tatsächlich weg, und kein Rechner zaubert es zurück.
Die Identitätsprüfung ist der Preis für alldas. Bei Swisslos braucht es für die Online-Registrierung mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität, so verlangen es Art. 47–52 VGS. Das ist der Grund, weshalb drei Jahre gültige Willkommensangebote aus dem Ausland so verlockend aussehen: sie setzen die Prüfung nicht voraus. Nur ersetzt keine Prüfung durch kein Nachweis.
Ehrlich bleibt auch, wo der Schutz dünn ist. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der gesetzliche Rahmen ist streng; seine Durchsetzung an der Theke ist es nicht. Wer glaubt, das Schweizer System fange jeden Fall ab, hat diese Zahl nicht gelesen. Wo es Hilfe braucht: die Fachstellen für Spielsucht der Kantone, die Spielsperre selbst und das Gespräch mit einer Beratungsstelle sind die Wege, die tatsächlich funktionieren — nicht ein weiterer Wettschein.
Was der Schutz nicht leistet, ist eine Begrenzung der Marge. Wer CHF 1’000 Höchsteinsatz ausschöpfen darf, darf CHF 1’000 zu einer Quote setzen, die dem Veranstalter denselben Vorteil lässt wie bei CHF 10. Die Limite schützt vor dem eigenen Rückfall, nicht vor dem eingebauten Hausvorteil.
Wetten und Quoten: Was die drei Wettformen den Einsatz kosten
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette im Rechner
Eine Einzelwette ist die einzige Form, in der der Quotenrechner nicht mehr Rendite verspricht, als die Quote hergibt. Bei Sporttip beginnt sie bei CHF 1 und endet bei CHF 1’000; bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, während ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten darf. Dieselbe Wette, andere Zahlen, dieselbe Arithmetik. Wer 20 Franken auf Quote 2.10 legt, gewinnt 22 Franken dazu und hat 42 Franken auf dem Konto — die Quote beschreibt das Verhältnis, nicht die Höhe.
Die Kombiwette multipliziert die Quoten und damit das Risiko, ohne dass ein Rechner das ausspricht. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten; der Einsatz gilt für die ganze Wette; gewonnen ist sie nur, wenn jedes Ereignis stimmt. Der Rechner zeigt eine schöne grosse Zahl, und diese Zahl ist der Grund, weshalb Kombiwetten so beliebt sind und so selten aufgehen. Swisslos hat dafür eine eigene Mechanik: Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 — die Wahrscheinlichkeit, dass alle stimmen, ist der Preis für die Verdopplung.
Die Systemwette ist die Form, die einen Rechner erst wirklich nötig macht. Sie fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen, wird als «X aus Y» angegeben, und jede entstehende Kombination heisst Wettreihe. Warum die Zahl der Reihen so schnell wächst: Eine Trixie ist eine 3-aus-3-Systemwette und enthält drei Kombinationen aus je zwei Voraussagen plus eine aus allen drei, also vier Wettreihen. Eine Yankee enthält bei vier Voraussagen elf Reihen — sechs Zweier, vier Dreier, eine Vierer. Bei einer 5-aus-5-Systemwette namens Canadian sind es 26 Reihen. Der Einsatz wird auf die Reihen verteilt oder je Reihe verlangt, je nach Veranstalter, und genau hier vertippt sich der Mensch und nicht die Maschine.
Was der Rechner zudem verschweigt: Nur wer die Volatilität dieser Aufteilung versteht, kann eine Systemwette beurteilen. Eine 5-aus-5-Systemwette mit 26 Reihen kann bei zwei richtigen Voraussagen Geld zurückbringen, bei vier richtigen nur einen Teil der maximalen Auszahlung, und die maximale Auszahlung ist die einzige Zahl, die ein Rechner gross anzeigt. Swisslos erlaubt für Systemwetten einen Höchsteinsatz von CHF 10’000 — das Zehnfache der Einzelwettengrenze. Das ist keine Grosszügigkeit, sondern Risikomanagement: Bei Systemwetten gewinnt der Veranstalter auch dann, wenn der Wettende teilweise richtig liegt.
Vor allem bei Systemwetten und Kombiwetten gilt eine Regel von Jouez Sport, die jeden Rechner zur Vorsicht zwingt: Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze schliesst die Wette aus, die nichts einbringt; die Obergrenze existiert, weil sonst ein Wettschein mit zwanzig Aussenseitern die Auszahlung des Veranstalters in einem Mass binden würde, das er nicht tragen will. Und die Deckel: CHF 300’000 Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Ein Rechner zeigt die Million auch dann, wenn der Wettschein sie nicht erreichen kann.
Kombinieren, Boni und Annullierte Ereignisse in der Praxis
Bei Swisslos ist das Kombinieren im Wettschein streng geordnet: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein Rechner addiert da ein Ergebnis und erklärt nicht, dass es rechtlich wegfallen darf.
Dasselbe gilt für Livewetten. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Zwei Sätze, die das Geschäftsmodell eines Live-Wettenden schärfer beschreiben als jede Werbung.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer die Boost-Erhöhung bereits in seinen Rechner eingegeben hat und dann auscasht, hat in einer Rechnung gelebt, die nicht mehr gilt.
Der Rechenfehler, den man schliesslich am häufigsten sieht, betrifft die Spielzeit. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Wette auf den Sieger eines Cup-Spiels mit dem Rechner durchrechnet und die Verlängerung einbezieht, hat eine andere Wette berechnet als die, die er platziert.
Der Reingewinn mit festen Quoten, Schritt für Schritt
Die Formel selbst ist schneller erklärt als jeder Rechner lädt: Reingewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei CHF 50 auf Quote 1.85 sind das 50 × 0.85, also CHF 42.50 Reingewinn und CHF 92.50 Rückzahlung. Die Null in der Rückzahlung — der eigene Einsatz — ist der Teil, den Werbeprospekte gern weglassen.
Ein letzter Rat zur Werkzeugwahl, und er ist der einzige auf dieser Seite, der wirklich Geld kostet, wenn man ihn ignoriert: Prüfe die Quote, die du eintippst, gegen die Quote im Wettschein. Der Rechner kann nur rechnen. Die falsch eingetippte Quote ist der einzige Fehler, den er niemals meldet.
Die zwei bewilligten Schweizer Veranstalter
Swisslos Sporttip: der Wettanbieter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein
Swisslos betreibt seine Sportwetten unter dem Namen Sporttip und ist einer der zwei Veranstalter, die das interkantonale Recht für Sportwetten überhaupt zulässt. Die Bewilligung ist eine Sportsportwetten-Bewilligung für ein Grossspiel — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51) — unter Aufsicht der Gespa. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Ein Online-Konto bekommt nur, wer im Vertragsgebiet wohnt: die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Die Limiten setzen den Rahmen, in dem ein Quotenrechner überhaupt sinnvoll eingesetzt wird. Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten: CHF 1. Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette: CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — nicht gekürzt, abgelehnt. Wer die Limite nicht kennt, füllt einen Wettschein aus, der anschliessend verschwindet.
Beim Cash-Out ist Swisslos vorsichtiger, als der Menüpunkt vermuten lässt. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Dazu kommt das Entscheidende: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos ihn nicht für alle Wetten. Der Cash-Out ist damit kein Rechenergebnis, sondern ein Angebot mit Abschlag — genau die Stelle, an der die Marge sichtbar aus dem Hintergrund tritt.
Was den Anbieter für den Schweizer Alltag brauchbar macht, ist weniger das Wettprogramm als die Verzahnung: die freiwillige Einzahlungslimite, das Sperrsystem mit Wirkung über die Landesgrenze hinaus, die Prüfung der Ausweisdaten gegen Adressdatenbanken. Was ihn einschränkt, ist die geschlossene Liste der Sportarten und Wettarten, an die er gebunden ist. Wer Corner-Wetten sucht, sucht hier umsonst, und das ist kein Versäumnis, sondern die Bewilligung.
Der Kombiboost mit seinen 5 bis 100 Prozent Bonus auf den Nettogewinn klingt nach dem grossen Geschenk, und er ist es nur für die, die fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 überhaupt richtig treffen. Die Null auf dem Wettschein, bevor der Boost greift, ist die realistischste Zeile dieser Rechnung.
Loterie Romande Jouez Sport: der Veranstalter für die sechs Westschweizer Kantone
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wie Swisslos verfügt sie über eine Bewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS unter Gespa-Aufsicht; Veranstalterin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende — eine Zahl, die erklärt, weshalb das Filialnetz hier keine Nebensache ist: Wer Multiples spielt, findet in der Westschweiz eine dichte Infrastruktur für Wettscheine.
Die Einsätze sind deutlich tiefer angesetzt als bei Swisslos. Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer CHF 1’000 auf eine Kombiwette setzen will, kann das bei Swisslos auf einen Schein bringen und hier nur über mehrere; die Limite ist eine Eigenschaft des Vertriebskanals, nicht des Sports.
Dafür sind die Gewinndeckel grosszügiger gestaffelt: CHF 300’000 Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Obergrenze von 100’000 ist die interessantere der beiden: Sie markiert die Grenze, ab der ein Veranstalter eine Auszahlung nicht mehr als sportliches Ergebnis, sondern als Bilanzrisiko betrachtet.
Was hier auffällt, wenn man von einem ausländischen Wettschein kommt: Die Zahl der Voraussagen in einer Kombi endet bei zehn. Ein Rechner aus dem Ausland nimmt zwanzig an. Er rechnet damit eine Wette aus, die in der Westschweiz niemand platzieren kann.
Die acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden acht Anbieter werden hier beschrieben und bewertet wie die beiden einheimischen, weil Schweizer Wettende ihnen tatsächlich begegnen. Keiner von ihnen besitzt eine Schweizer Bewilligung. Für keinen ist eine Bewilligung feststellbar, die in der Schweiz Geltung hätte (Art. 4 BGS); keiner ist an das Schweizer Sperrregister angeschlossen; für keinen besteht ein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Wer dort gewinnt, gewinnt womöglich steuerpflichtig, je nach Kanton.
Diese Sätze gelten für alle acht und werden deshalb hier einmal gesagt und in den einzelnen Abschnitten nicht wiederholt. Was in den Abschnitten steht, ist das, was die Marke über die gemeinsame Ausgangslage hinaus auszeichnet: die Reichweite und die Art, wie sie Schweizer Wettende anspricht. Über Zahlungsmethoden, Boni, Märkte, Apps oder Auszahlungszeiten dieser Anbieter steht hier nichts, weil dazu nichts Belastbares vorliegt — und ein erfundener Vorteil wäre schlimmer als ein fehlender. Wer eines dieser Angebote prüfen will, liest die Bedingungen auf der Seite des Anbieters selbst, bevor er dort Geld einzahlt. Die Werbung ist in diesem Punkt keine Quelle.
22Bet: die breite Aufstellung mit der schieren Menge an Märkten
22Bet gehört zum älteren Stamm der Offshore-Marken, die im deutschsprachigen Raum seit Jahren in Suchergebnissen auftauchen. Das Verkaufsargument ist die Breite: viele Sportarten, viele Wettarten, ein Katalog, der genau das anbietet, was die geschlossene Schweizer Liste gerade nicht hergibt. Wer in der Schweiz eine Corner-Wette sucht, findet sie hier und nicht bei Sporttip.
Für Schweizer Wettende bleibt diese Breite ohne rechtlichen Rückhalt. Die Bewilligung der Marke gilt hier nicht, und das Angebot steht auf der Liste der Domains, die blockiert werden können. Wer die Seite über eine neue Adresse erreicht, hat eine Umleitung erlebt, keine Zulassung.
Ob die Quote, die 22Bet anzeigt, besser ist als die im bewilligten Schweizer Wettprogramm, lässt sich ohne konkrete Preisaufnahme nicht sagen. Der Vergleich zweier Märkte ohne dieselbe Snapshot-Aufnahme führt zu Zahlen, die nichts bedeuten.
MyStake: ein Katalog, der mehr als Sport verkauft
MyStake tritt mit einem Angebot an, das über den Sport hinausgreift und damit einer anderen Aufsichtslage entstammt als das Schweizer Grossspiel. Das ist für einen Vergleich der Rechner insofern relevant, als die Plattform den Wettenden in einem Umfeld anspricht, in dem Sport und Casino technisch dicht beieinander liegen.
Die Trennung der beiden Bereiche ist in der Schweiz nicht Kosmetik. Casino und Wette sind unterschiedliche Bereiche mit eigenen Regeln, und ein Wettender, der Sport und Casino in derselben Sitzung mischt, mischt auch seine Limitenlogik. Eine Verlustlimite, die auf Sportwetten gesetzt wurde, sagt über einen Casinoabend nichts.
Das ist der Punkt, an dem dieser Anbieter für die Leserschaft dieser Seite schwer einzuordnen ist: Er wirkt wie ein Wettschein, verhält sich aber wie etwas anderes. Wer ausschliesslich Sportwetten spielen will, wählt damit eine Umgebung, die genau das nicht nahelegt.
Interwetten: die etablierte Marke und die Blockliste
Interwetten gehört zu den Namen, die Schweizer Sportfans aus dem Fernsehen und aus Jahrzehnten Präsenz im Wettgeschäft kennen. Diese Bekanntheit ist der eigentliche Unterschied zu den jüngeren Offshore-Adressen — und sie schützt nicht vor der Sperrliste, denn die Gespa nennt Interwetten ausdrücklich als Beispiel für Domain-Hopping: blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt.
Genau dieser Mechanismus erklärt, weshalb die Marke trotz fehlender Bewilligung so präsent bleibt. Eine Sperre, die sich in Stunden umgehen lässt, ist eine Hürde, kein Zaun.
Auf Dauer hilft sie dem Wettenden nicht, im Gegenteil: Jede neue Adresse bedeutet ein neues Lesen der Bedingungen, ein neues Prüfen der Limiten und die Frage, ob die Auszahlungsregeln dieselben geblieben sind. Für die Schweiz bleibt es bei einem Anbieter ohne Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg.
IviBet: das junge Programm mit dem schmalen Vertrauensprofil
IviBet ist eine der jüngeren Marken in dieser Liste. Junge Buchmacher haben einen strukturellen Nachteil, der nichts mit ihrer Software zu tun hat: keine Geschichte, an der man sie messen kann. Für einen Vergleich, der auf Bewilligungen setzt, ist das der schlechteste Ausgangspunkt überhaupt.
Was bleibt, ist die gemeinsame Ausgangslage der acht Adressen — keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg, keine Verbindung zum Sperrregister, die Möglichkeit der DNS-Blockade. Wer hier wetten möchte, sollte sich die Frage stellen, die kein Rechner beantwortet: Wen ruft man an, wenn eine Auszahlung ausbleibt?
bet365: der grösste Name auf der Sperrliste
bet365 ist der international bekannteste Anbieter dieses Feldes und steht gleichzeitig auf der Gespa-Sperrliste. Diese Kombination ist lehrreich. Die Grösse einer Marke sagt nichts über ihre Zulassung in einem bestimmten Land; sie sagt nur, wie gut sie in Erinnerung bleibt.
Für Schweizer Wettende hat bet365 damit die vollständige Ausgangslage der acht: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste inklusive. Wer dort gewinnt, klärt die Steuerfolge mit seinem Kanton — der Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen.
Dass derselbe Anbieter in anderen Ländern über gültige Bewilligungen verfügt, hilft in der Schweiz nicht weiter. Eine Bewilligung gilt, wo sie erteilt wurde.
BC.Game: eine Plattform mit Krypto-Anbindung
BC.Game präsentiert sich mit einem Plattformkonzept, in dem Kryptowährungen eine zentrale Rolle spielen. Für Schweizer Wettende ist genau das ein Problem, kein Merkmal: Auszahlungen im bewilligten Schweizer Wettgeschäft laufen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS). Ein Krypto-Weg fällt von vornherein ausserhalb dieses Rahmens.
Der Kontrast macht die Regel sichtbar, an der die Schweiz nicht rüttelt. Anonymität und Sportwette passen hier nicht zusammen, und wer eine Plattform nach diesem Merkmal auswählt, wählt gegen einen ausdrücklichen Teil der Schweizer Regulierung.
Was an diesem Konzept für Wettende mit grossem Spielvolumen seinen Reiz haben mag, ist damit auch die Antwort auf die Frage, weshalb es hier keine Bewilligung hat.
Bruce Bet: der Neuling ohne Prüfungshistorie
Bruce Bet ist ein weiterer Name aus dem jüngeren Segment der Offshore-Anbieter. Für diesen Vergleich zählt weniger die Aufmachung als die einfache Tatsache, dass hier nichts vorliegt, was über die gemeinsame Ausgangslage der acht hinausginge.
Die gemeinsame Ausgangslage ist allerdings schon der springende Punkt. Wer nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen ist, dessen Werbung erreicht auch Personen, die sich gerade selbst gesperrt haben. Das ist kein Vorwurf an eine einzelne Marke, sondern eine Eigenschaft des Systems.
Wer den Anbieter prüfen will, prüft seine Bedingungen. Eine Bewilligung für die Schweiz ist dort nicht zu finden.
GG.BET: die Esport-nahe Ausrichtung
GG.BET ist eine Marke mit starkem Schwerpunkt auf elektronischem Sport. Der Vergleich mit dem Schweizer Rahmen fällt hier deshalb besonders deutlich aus: Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten führt keine Esport-Rubrik. Esport-Wetten sind im bewilligten Schweizer Angebot nicht vorgesehen.
Das erklärt die Anziehungskraft dieser Marke für jüngere Wettende, und es erklärt zugleich, weshalb sie in einem Vergleich mit Schweizer Bewilligungen nicht über die gemeinsame Ausgangslage hinauskommt. Ein Angebot, das vor allem dort stark ist, wo das Schweizer Angebot nichts anzubieten hat, verkauft sich über die Lücke und nicht über die Bedingungen.
Was von einem Quotenrechner zu erwarten ist — und was nicht
Der Nutzen eines Quotenrechners ist auf den ersten Blick banal und auf den zweiten ärgerlich klein. Er rechnet: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote. Das ist eine Multiplikation, die man im Kopf schafft. Was er daneben liefert, ist wichtiger und wird fast nie als Verkaufsargument genannt — die Vollständigkeit. Bei fünfzehn Voraussagen in einer Kombi hält kein Mensch mehr die Reihenfolge seiner eigenen Faktoren im Kopf, und der Rechner schlägt nicht nur niemandem ins Handwerk, er verhindert die eine Zahl, die ein Wettender selbst nicht findet.
Die Grenzen liegen genau dort, wo der Rechner zu schweigen beginnt. Er kennt die Marge nicht, die in der Quote steckt, und bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten sind das rund 5 Prozent des Einsatzes. Er kennt die Limite nicht, an der ein Wettschein abgelehnt wird — CHF 1’000 für die Einzel- oder Kombinationswette bei Sporttip, CHF 500 bei Jouez Sport. Er kennt die Gewinndeckel nicht, CHF 300’000 und CHF 1’000’000 bei Jouez Sport. Er kennt den Rückzahlungsmechanismus bei einem nach 48 Stunden nicht nachgeholten Ereignis nicht. Und er kennt den Umstand nicht, dass Cash-Out weniger bringt als der durchgehaltene Wettschein, weil der Cash-Out-Betrag tiefer liegt als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn.
Die Order für jeden, der diese Seite liest, sieht also so aus: Quote im Wettschein mit der eingetippten Quote vergleichen, Ergebnis gegen die Limite des Veranstalters prüfen, den Gewinn nach der Rundungsregel verstehen — auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen abgerundet —, und erst dann über den Einsatz entscheiden. Reihenfolge ist keine Pedanterie: Wer den Einsatz zuerst wählt, hat den Rechner zum Wunscherfüller gemacht.
Bleibt der Teil, der sich nicht rechnen lässt. Der Einsatz, den man sich leisten kann, steht in keinem Eingabefeld. Ein Rechner zeigt die schönste Zahl des Abends und schweigt über den Betrag daneben.
Häufige Fragen zum Quotenrechner
Wie berechne ich den Reingewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?
Der Reingewinn folgt der Formel Einsatz × (Quote − 1). Bei CHF 50 auf Quote 1.85 sind das CHF 42.50 rein, dazu kommt der eigene Einsatz zurück, insgesamt CHF 92.50. Die Auszahlung selbst ist Einsatz × Quote. Wer den Einsatz mitrechnet, zählt ihn zweimal, und Werbeprospekte tun das gern.
Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie rechne ich um?
Es sind drei Schreibweisen derselben Quote. 5.50 entspricht 9/2 und +450; 1.40 entspricht 2/5 und −250. Das Minus bei der US-Quote bedeutet nicht schlechter, sondern nur, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Schweizer Wettprogramme schreiben Dezimalquoten mit einem Punkt.
Wie kommt die Gesamtquote einer Kombiwette zustande, und weshalb sinkt die Trefferchance mit jeder Voraussage?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Jede zusätzliche Voraussage verkleinert die Wahrscheinlichkeit, dass alle zutreffen, während die Quote steigt. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen.
Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten steckt etwa in einer Trixie?
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie ist eine 3-aus-3-Systemwette und enthält vier Wettreihen — drei aus je zwei Voraussagen und eine aus allen drei. Der Einsatz verteilt sich auf diese Reihen.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Sporttip verlangt mindestens CHF 1; der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für Systemwetten. Jouez Sport verlangt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und CHF 2 für Multiples; der Höchsteinsatz beträgt CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten, ein Multiple-Schein höchstens CHF 7’500.
Zeigt ein Quotenrechner die Marge, und was heisst sie für den langfristigen Erwartungswert?
Ein Rechner zeigt sie nicht, obwohl sie im Preis steckt. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten beträgt die Auszahlungsquote rund 95 Prozent und die Marge ungefähr 5 Prozent des Einsatzes. Über viele Wetten summiert sich dieser Rest, und die Erwartung sinkt entsprechend.
Quoten – mobilzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
