League of Legends Wetten in der Schweiz – zwei Veranstalter, keine E-Sport-Freigabe und der Preis des Auslands

Updated Oktober 2026
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Ein Headset und eine Computermaus liegen auf einem dunklen Schreibtisch, daneben ein Becher mit dampfendem Tee.

Stand: Oktober 29, 2026 · Bewilligungen und Angaben abgeglichen mit den Veranstaltern Swisslos und Loterie Romande sowie mit den veröffentlichten Listen und Reglementen der Gespa.

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Wer in der Schweiz nach Wetten auf League of Legends sucht, landet früher oder später bei einem Anbieter, der hier keine Bewilligung hat. Das ist keine Panne der Suchmaschine, sondern die logische Folge eines geschlossenen Systems: E-Sport steht nicht auf der Liste der zugelassenen Sportarten, und ohne diesen Eintrag darf kein bewilligter Veranstalter ein LoL-Programm auflegen. Swisslos und die Loterie Romande haben also nichts, was sie anbieten könnten. Der Markt, den ein Schweizer Spieler tatsächlich vorfindet, besteht aus ausländischen Seiten.

Damit steht der ganze Artikel unter einer einzigen Frage: Was kostet wen? Der bewilligte Weg kostet Vielfalt — zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten, ein Wohnsitznachweis, eine geprüfte Identität und selbst gesetzte Verlustlimiten. Der Weg über eine ausländische Seite kostet den Schutz, den genau diese Regeln erzeugen, und dazu ein Steuerrisiko, das die wenigsten auf dem Radar haben. Wer die LoL-Welten verfolgt und mitsetzen will, zahlt in beiden Fällen etwas. Nur ist das eine Mal der Preis in Franken und Prozenten messbar, und das andere Mal zeigt er sich erst, wenn es streitig wird.

Um eines vorweg: Anfassen lässt sich die E-Sport-Lücke nur bei den beiden Schweizer Veranstaltern, und dort nur mit den Sportarten, die sie wirklich führen. Alles andere ist ein Vergleich unter Anbietern, die hier nicht zugelassen sind — besprochen, nicht empfohlen.

Woran sich LoL-Wetten in der Schweiz messen lassen

Ein Vergleich, bei dem zehn Namen in einer Reihe stehen und jeder irgendwie gut wegkommt, hilft niemandem. Der folgende ordnet die zehn Anbieter dieses Vergleichs nach dem ein, was den Schweizer Markt tatsächlich strukturiert: die Bewilligung. Sie entscheidet, ob ein Wettender im Streitfall ein Gegenüber in der Schweiz hat, ob sein Konto an ein Sperrregister angeschlossen ist und ob ein Gewinn der Verrechnungssteuer unterliegt.

Eine Reihe leerer Bürostühle steht vor einer dunklen Wand in einem Raum mit gedämpftem Licht.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Die Bewilligungslage der zehn verglichenen Anbieter

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Produkt Jouez Sport
Betovo keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Coolzino keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
PowBet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Betwinner keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Betify keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Jackbit keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Sportaza keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BetAlright keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz

Zwei Zeilen mit Bewilligung, acht ohne. Diese Schieflage ist das Ergebnis, nicht die Voreingenommenheit des Vergleichs: Das Geldspielgesetz hat die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und beide sind hier aufgeführt. Wer eine ausländische Bewilligung vorweist, hat damit in der Schweiz nichts in der Hand; Artikel 4 BGS sagt ausdrücklich, dass eine solche Bewilligung nur im Ausland gilt. Das ist keine Formalie, an der man vorbeilesen kann, sondern der Grund, warum die Spalte für acht Anbieter gleich aussieht.

Was die Tabelle nicht kann: Unterschiede innerhalb derselben Gruppe zeigen. Zwischen Swisslos und der Loterie Romande liegt kein Bewilligungsunterschied, sondern ein Wohnsitzkriterium — und genau dort trennt sich für einen Leser aus Genf die Frage, welcher der beiden überhaupt ein Konto eröffnen darf. Auf der anderen Seite ist die Gruppe der acht keineswegs homogen: Sie unterscheidet sich in Zahlungswegen, Kontowährung und AGB-Sprache, aber nichts davon heilt das Fehlen der Bewilligung. Ein Vergleich, der diese acht nach Bonus sortiert, vergleicht Sonderangebote unter Anbietern, bei denen der Streitfall nicht in der Schweiz landet.

Das Fazit aus der Tabelle: Für einen Schweizer Wettenden ist die Auswahl nicht klein, sie ist gezählt. Zehn Namen auf dem Bildschirm bedeuten zwei Konten mit Schweizer Rechtsweg.

Was die Marge im Markt bedeutet

Die zweite Messlatte liegt in den Quoten selbst, unabhängig von jeder Bewilligung. Rechnen wir es an einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit je Quote 1.90 auf beiden Seiten durch — ein Beispiel, kein quotierter Preis einer bestimmten Seite. Der Quotenschlüssel ergibt sich aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) und liegt damit bei etwa 0.95, die Marge entsprechend bei rund 5 %. Wer auf beiden Seiten je CHF 100 setzt, hat CHF 200 im Spiel und bekommt CHF 190 zurück. Die zehn Franken Differenz sind kein Skandal, sondern die normale Überlegung, mit der ein Buchmacher arbeitet.

Ein Stadtbus fährt an einem regnerischen Abend durch eine Strasse mit Pfützen, die Lichter spiegeln sich im Asphalt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Interessant ist die Bandbreite, sobald ein Markt enger oder breiter quotiert wird. Bei Quoten von 1.95 auf beiden Seiten steigt der Schlüssel auf etwa 0’975 und die Marge fällt auf rund 2,5 %; bei 1.85 auf beiden Seiten sinkt der Schlüssel auf rund 0’925, die Marge steigt auf etwa 7,5 %. Denselben Einheitsbetrag durchgerechnet: Von CHF 200 Einsatz kommen bei 1.95 rund CHF 195 zurück, bei 1.85 nur CHF 185. Über einen Abend mit zwanzig Wetten zu je CHF 100 ist das eine Differenz von rund CHF 100 — mehr, als jede Willkommensgeste auf dieser Seite wert ist.

Das ist der Grund, warum die Quotenmarge in diesem Vergleich eine eigene Kategorie verdient und warum sie in der Reihenfolge vor allem steht, was ein Bonus verspricht. Eine kleine Margendifferenz wirkt auf jede einzelne Wette, ein Bonus wirkt einmal.

LoL-Wetten in der Schweiz: wie der Titel funktioniert

Der Sport selbst ist schnell erklärt, und die Erklärung lohnt, weil sie zeigt, warum er in dieses System nicht hineinpasst. League of Legends ist ein Mannschaftsspiel, fünf gegen fünf, in dem zwei Teams über eine Karte gegeneinander antreten und das erste Team gewinnt, das die Basis des anderen zerstört. Gespielt wird in Ligen, in regionalen Saisons und in einem grossen internationalen Turnier, das jeweils im Herbst ausgetragen wird. Ein Spielplan mit Ansetzungen ist öffentlich einsehbar — Ligen und Weltturnier haben feste Kalender, die jeder verfolgen kann, ohne irgendwo ein Konto zu eröffnen.

Genau hier liegt die Pointe. Ein öffentlicher Spielplan ist die halbe Miete für ein Wettangebot — die andere Hälfte ist die Erlaubnis, auf dieses Ereignis Quoten zu stellen. Und diese Erlaubnis fehlt. Die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die die Gespa führt, enthält keine E-Sport-Sektion. Man kann die Liste durchlesen, so oft man will; ein Abschnitt für League of Legends oder ein anderes E-Sport-Titel taucht darin nicht auf.

Was auf der Liste der zugelassenen Sportarten steht und was nicht

Diese Liste ist eng gefasst, und zwar mit Absicht. Sie benennt einzelne Sportarten, einzelne Wettbewerbe und einzelne Wettarten. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie auf der Liste stehen. Ranglistenwetten sind nur dort erlaubt, wo die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen ganz, ebenso wie jeder E-Sport-Markt.

Nüchtern betrachtet ist das ein Angebot mit einer sehr genauen Aussengrenze. Wer auf die Ecke in der 87. Minute setzen will, findet bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter kein Programm — nicht, weil die Quote fehlt, sondern weil die Wettart nicht auf der Liste steht. Der E-Sport fällt in dieselbe Kategorie: kein Verbot, das ein Gesetz ausspricht, sondern eine Erlaubnis, die nirgends erteilt wurde.

Weshalb Swisslos und die Loterie Romande kein LoL-Programm führen

Wer bei Swisslos oder der Loterie Romande nach einem League-of-Legends-Programm sucht, sucht etwas, das die Regeln des Veranstalters gar nicht zulassen. Beide Häuser arbeiten innerhalb der zugelassenen Sportarten, und beide sind an dieselbe Liste gebunden. Das ist keine Zurückhaltung aus Vorsicht und auch keine Marktlücke, die morgen geschlossen wird, weil ein Produktmanager es will.

Die ehrliche Konsequenz für einen Leser: Es gibt in diesem Land kein bewilligtes E-Sport-Wettangebot, und es gibt entsprechend auch keinen Anbieter, über den man sagen könnte, er erfülle alle Schweizer Anforderungen und führe trotzdem LoL. Jede Seite mit einem LoL-Programm und einer Schweizer Adresse gehört in die andere Gruppe.

Was für einen Fan trotzdem erreichbar bleibt

Es wäre zu kurz, daraus zu schliessen, dass Schweizer Wettende gar keine Wetten abschliessen könnten. Sie können — auf Fussball, Eishockey, Tennis und alles andere, was die Liste führt. Der Wettende, der LoL und die Welten verfolgt, hat es nur schwerer: Er kann den Spielplan verfolgen, die Teams und die gespielten Karten kennen, sich ein Bild von den Stärkeverhältnissen machen — und findet im bewilligten Angebot kein Feld, in das er all das eintragen könnte.

Die Wahl läuft also nicht zwischen zwei gleichwertigen Produkten, sondern zwischen einer Sportart und einem Regelwerk. Wer auf LoL setzen will, verlässt das System. Wer im System bleiben will, setzt auf etwas anderes.

Was die Schweizer Bewilligung regelt: wer hier veranstalten darf und wer nicht

Die Rechtslage ist unspektakulär und gerade deshalb wichtig, weil sie die Weichen stellt, bevor der Wettende überhaupt eine Seite öffnet. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK: Diese beaufsichtigt ausschliesslich Casinos, und ein Casino-Papier macht aus einer Wettseite keine zugelassene Wettseite.

Zwei Bewilligungen, nicht eine, und beide gelten nur in der Schweiz

Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten will, braucht zwei Dinge: eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung. Beide zusammen ergeben das, was landläufig «Bewilligung» heisst — im Rechtssatz nicht «Lizenz», und das ist mehr als Wortklauberei. Eine Bewilligung ist hier an ein Territorium gebunden. Eine Zulassung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land entfaltet auf Schweizer Gebiet keine Wirkung. Der Satz steht in Artikel 4 BGS und ist damit die höchste Hürde, die ein ausländisches Papier in diesem Markt nehmen müsste.

Auf der Gegenseite steht eine harte Zahl: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos tritt mit dem Produkt Sporttip an, die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer das für einen Mangel an Auswahl hält, hat recht — und übersieht, dass darin der ganze Schutzmechanismus steckt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Was die Gespa zusätzlich veröffentlicht, ist die Sperrliste blockierter ausländischer Domains, und die ist eine ganz andere Gattung Dokument.

Wo das Konto nur für den einen Landesteil offen ist

Die beiden Häuser teilen sich das Land auf, und das entscheidet mehr über die Nutzbarkeit als jede Quote. Swisslos bedient das Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schaffhausen, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet. Dazu kommt: keine bestehende Spielsperre, und pro Person nur eine Registrierung. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Wettender aus Basel kommt also bei der Loterie Romande nicht durch, und ein Wettender aus Lausanne nicht bei Sporttip.

Hier liegt der eigentliche Preis, den ein Schweizer Wettender für das System zahlt. Es gibt keine freie Wahl zwischen zwei Anbietern, sondern die Adresse entscheidet. Wer im Grenzgebiet wohnt und beide Landesteile kennt, hat de facto ein Haus zur Verfügung. Die Alternative — einfach eine ausländische Seite nehmen — kostet genau die Prüfung, die diese Registrierung so umständlich macht.

Keine Schweizer Bewilligung, was das konkret heisst

Acht der zehn verglichenen Anbieter führen keine Schweizer Bewilligung. Bei ihnen allen steht als gemeldete Bewilligung nichts, was hier Wirkung hätte. Daraus folgt eine kurze, unangenehme Liste: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg bei einem Streit über eine Auszahlung, und die Möglichkeit, dass die eigenen Domains auf die Sperrliste kommen und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Diese Liste bestand am Ende des Jahres 2025 aus 671 Domains; sie wird laufend nachgeführt, und blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt.

Wer gegen diese Seiten tippt, muss wissen, was auf dem Spiel steht: kein Schweizer Rechtsschutz, aber ein Schweizer Steuerrecht. Dazu kommt, dass die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung strafbar ist — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende selbst wird nicht bestraft; die Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Das ist der Punkt, an dem viele Leser die Ohren spitzen. Beide Seiten dieser Wahl haben etwas, das fehlt, und die weit verbreitete Vorstellung, die bewilligte Variante sei einfach die sichere und die ausländische die gefährliche, ist bequem, aber falsch aufgesetzt. Richtig ist: Die bewilligte Variante bringt den vollständigen Schweizer Schutz und nur zwei Häuser mit einer geschlossenen Sportartenliste und Wohnsitzbindung. Die ausländische Variante bringt ein breiteres Programm ohne Preisbindung an die Gespa-Liste und dafür nichts von dem Schutz. Wer zu dieser Gruppe gehört, sollte sich vorher die Bewilligungsangaben und die Auszahlungsbedingungen selbst ansehen — die AGB eines Anbieters mit Sitz weit weg von Bern sind der einzige Ort, an dem seine eigenen Regeln stehen.

Kein Zahlungsstopp und was das für die eigene Verantwortung heisst

Nützlich zu wissen, weil es viele Vermutungen stilllegt: In der Schweiz existiert kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten sperren. Wer eine Überweisung ausführt, wird von seiner Bank nicht gestoppt. Das heisst, dass die Entscheidung vollständig bei der Person liegt — es gibt keine technische Rückversicherung, die den Fehler abfängt.

Auf der Gegenseite hat der bewilligte Weg ein Detail, das spürbar einschneidet: Auszahlungen von Gewinnen und Spielguthaben gehen ausschliesslich auf ein auf den Namen des Kontoinhabers lautendes Zahlungskonto. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen kennt das bewilligte Schweizer Wettangebot nicht. Wer sein Spielerkonto in einer fremden Währung oder unter einem Pseudonym führen will, wird diesen Wunsch im bewilligten System nicht unterbringen.

Verlustlimiten, Spielsperre und der Preis der Selbstkontrolle

Ein Kapitel, das üblicherweise mit beruhigenden Adjektiven bestückt wird, verdient stattdessen eine ehrliche Abrechnung. Die Schweizer Werkzeuge zur Selbstkontrolle wirken — und sie kosten etwas, vor allem Bequemlichkeit. Wer sich darüber im Klaren ist, trifft eine andere Entscheidung als jemand, der beim ersten Gewinn überrascht wird.

Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat

Ein verbreitetes Missverständnis lautet, in der Schweiz gebe es eine staatliche Deckelung des Geldes, das man verspielen kann. Den gibt es nicht — es gibt keine gesetzlich festgelegte Einzahlungslimite. Was es gibt, ist die Pflicht des Veranstalters, vom Spielenden vor der Teilnahme einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste zu verlangen. Bei Sporttip heisst das konkret: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Dazu kommt optional eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.

Die Mechanik dieser Limiten ist lehrreich, weil sie in eine Richtung durchlässig ist und in die andere nicht. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — bei Swisslos und der Loterie Romande so in den eigenen Bedingungen, während das Gesetz insoweit 24 Stunden vorsieht. Wer sich bei einem guten Lauf dazu entschliesst, mehr als geplant nachzulegen, wartet also drei Tage. Das ist keine Schikane, sondern die einzige Sperre, die gegen einen Impuls wirkt.

Wer sich gestern eine Limite von CHF 500 gesetzt hat und heute CHF 2’000 einsetzen möchte, muss also auf den nächsten Tag nach der Wartefrist warten. Drei Tage sind lang genug, dass ein Impuls verraucht. Klingt nach wenig. Es ist der wirksamste Teil des Systems.

Spielsperre und das schweizweite Register

Neben den Limiten stehen die Sperrinstrumente. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und eine Fachstelle ist beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten.

Der letzte Punkt ist der unangenehmste und der wichtigste: Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer gesperrt ist und trotzdem spielt, verliert nicht nur das Spiel — er verliert auch den Anspruch. Das ist eine harte Regel, und sie erklärt, warum die Registrierung mit Ausweispruefung nicht übertrieben ist.

Die Sperre wirkt übrigens über den Sport hinaus, und auch das gehört in die Kostenrechnung. Wer sich sperrt, um sein Wettverhalten zu bremsen, sperrt sich gleichzeitig für das Online-Casino und für Spielbanken. Der Preis der Selbstkontrolle ist hier die freie Wahl des Produkts.

Geprüfte Identität als Bedingung, nicht als Hindernis

Die Registrierung verlangt eine geprüfte Identität, ein Konto pro Person, mindestens 18 Jahre. Das ist Papierkram, und Papierkram wird von Wettanbietern gern als Reibung verkauft, die man woanders nicht hat. Man kann es auch anders lesen: Diese unangenehme Viertelstunde ist der Moment, in dem der Staat, der Kanton und der Veranstalter gemeinsam wissen, wer da spielt. Bei einem Anbieter ohne Anschluss an das Sperrregister weiss das niemand.

Ein ehrlicher Hinweis gehört dazu, weil er die Beruhigung dämpft: Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei festgestellt, dass an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Am Schalter läuft der Schutz also unzuverlässig. Auf die Online-Registrierung mit Ausweiskontrolle lässt sich dieser Befund nicht einfach übertragen — dafür ist er ein zu deutlicher Hinweis, dass Schutz nicht überall dort greift, wo er vorgeschrieben ist.

Beratung bleibt erreichbar — auch für Spielende ohne Schweizer Konto

Die Hilfsangebote in der Schweiz hängen nicht an einer Bewilligung. Wer merkt, dass sich sein Wettverhalten verselbständigt, findet Beratungsstellen, und die sind nicht auf Kunden von Swisslos beschränkt. Das ist wichtig, weil die Kostenfrage dieses Artikels für einen Teil der Leser genau hier endet: Ein Konto ohne Schweizer Bewilligung bringt viele Dinge nicht mit, aber der Weg zu einer Beratungsstelle bleibt offen.

Was fehlt, ist die automatische Verknüpfung. Ein Wettender bei einer Seite ohne Schweizer Bewilligung kann sich dort sperren lassen, aber diese Sperre landet nicht in dem Register, das auch für die Schweizer Casinos gilt. Der Nutzen einer solchen Selbstsperre reicht nur so weit wie der Anbieter selbst — und wenn der Anbieter wechselt oder die Domain auf der Sperrliste landet, ist die Sperre weg.

League of Legends, die Welten und was der Spielplan über Märkte verrät

Der Spielplan von Ligen und Weltturnieren ist öffentlich einsehbar, und für einen Wettenden ist das der nützlichste Teil dieses Themas. Er zeigt, welche Ereignisse es gibt und in welcher Taktung sie kommen. Er zeigt nicht, welche Quoten ein Schweizer Veranstalter darauf stellen darf — und das ist die entscheidende Unterscheidung.

Wie ein Weltturnier aufgebaut ist und warum das für Wetten zählt

League of Legends wird in regionalen Ligen gespielt, in denen Teams über eine Saison hinweg aufeinandertreffen, und der Höhepunkt ist das Weltturnier im Herbst. Für den Spielplan heisst das: eine lange Saison mit vielen einzelnen Partien und ein Turnier am Ende, das die Besten der Regionen zusammenführt. Wer das Format kennt, kann eine Serie von einer Einzelpartie unterscheiden und weiss, dass auf den internationalen Bühnen andere Massstäbe gelten als in der regionalen Saison.

Die Wetten, die auf ein solches Ereignis üblicherweise geboten werden, folgen einem Muster: Sieger der Partie, Sieger des Turniers, Kartenverhältnis. Genau diese Muster fehlen im bewilligten Schweizer Angebot, weil die Sportart selbst fehlt. Wer dort ein Turnier verfolgt, verfolgt es ohne Wettschein.

Warum die Liste der Wettarten enger ist als sie aussieht

Auf den ersten Blick wirkt die Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten wie eine Formalie. Sie ist aber das Werkzeug, mit dem das Angebot gesteuert wird. Die Liste hat eine Versionsbezeichnung und ein Datum; sie zeigt, was aktuell erlaubt ist, und sie schweigt über alles andere. Ein neuer Markt entsteht damit nicht dadurch, dass ein Veranstalter ihn für attraktiv hält, sondern dadurch, dass ein Eintrag hinzukommt.

Das erklärt auch, warum einzelne Märkte so ungleichmässig vertreten sind. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe dito. Ranglistenwetten gibt es nur in dem engen Fall, den die Liste beschreibt. Wer sich fragt, warum ein bestimmtes Detail fehlt, findet die Antwort meist nicht in der Technik des Veranstalters, sondern in der Frage, ob der Eintrag existiert.

Die E-Sport-Lücke und was sie über den Schweizer Markt sagt

Es wäre ein Leichtes, die fehlende E-Sport-Sektion als Altmodigkeit des Regimes abzutun. So einfach ist es nicht. Die Liste ist ein Instrument der Risikosteuerung, und gerade die Sorgfalt, mit der sie jeden einzelnen Markt benennt, macht verständlich, dass E-Sport mit seiner ganz anderen Turnier- und Wettstruktur nicht vorgesehen ist.

Für den Leser bleibt die praktische Folge: Er wird sein LoL-Erlebnis nicht im bewilligten Programm unterbringen, sofern dort nicht irgendwann ein E-Sport-Eintrag steht. Alles, was heute unter «LoL wetten» läuft, spielt sich bei Anbietern ab, deren Bewilligung hier keine Wirkung hat. Diese Anbieter sind beschreibbar, und die folgenden Abschnitte tun genau das — mit demselben Massstab wie bei den beiden Schweizer Häusern.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die folgenden Write-ups arbeiten mit dem, was über die einzelnen Häuser wirklich bekannt ist. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern steht die Bewilligung im Vordergrund und alles, was daran hängt: Limiten, Sperren, Auszahlungswege. Bei den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung wäre es unseriös, kommentarlos die gleiche Liste abzuarbeiten, als stünde bei ihnen nur ein anderes Häkchen. Der Unterschied ist der Kern.

Swisslos Sporttip: der Bewilligungsträger mit Verlustlimiten und Konto im Vertragsgebiet

Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; das Wettprodukt läuft unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist das zentrale Merkmal, weil an ihr alles Weitere hängt: die Gespa-Aufsicht, die Anbindung ans Sperrregister, der Schweizer Rechtsweg.

Was einen Wettenden konkret erwartet, ist eine Reihe klarer Grenzen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen, und wer selbst als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Zahlen und Auszahlung laufen über das Wallet. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit Mindestbetrag CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Auch PostFinance Pay ist als Zahlungsart vorhanden, wobei die Transaktion direkt in der App bestätigt wird. Ausgezahlt wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Beträge darüber bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen.

Bei den Rändern der Regeln wird es interessant. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird; nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platzierte Wetten zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos versehentlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Nicht abgeholte Gewinne verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos, wenn sie nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Auf der Bonusseite stehen zwei Instrumente mit Bedingungen, die man genau lesen muss. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live, Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Dazu kommt der gemeinnützige Zweck, der in der Schweiz zur Bauart dieser Häuser gehört. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Die Bewertung: Sporttip ist der einzige Anbieter dieses Vergleichs mit vollständigem Schweizer Schutz, und dieser Schutz hat einen Preis, der höher liegt als die Überweisungsgebühr ab der dritten Auszahlung. Die Limitenmechanik — CHF 1 Mindesteinsatz, CHF 1’000 Höchsteinsatz, Wartefrist bei jeder Erhöhung — macht das Haus für impulsives Spielen unbequem und für kontrolliertes Spielen brauchbar. Der Kombiboost mit seinen Staffeln ist nett, aber er greift erst bei vier Voraussagen mit Quote ab 1.50 — also nicht bei dem riskanten Zweier, auf den ein Gelegenheitsspieler setzt.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Bewilligungsregime für die sechs Westschweizer Kantone

Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin, die das interkantonale Recht zulässt, und tritt mit dem Produkt Jouez Sport an. Sie bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Bewilligungslage ist identisch mit der von Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, Aufsicht durch die Gespa, Anschluss an das Sperrregister, Schweizer Rechtsweg. Auch die Mechanik der Limiten ist dieselbe: Vor der ersten Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Die Selbstsperre ist produktbezogen und ohne Aufhebung vor Fristablauf möglich, die unbefristete Sperre landet im schweizweiten Register.

Der Unterschied liegt nicht im Regime, sondern in der Adresse. Ein Wettender aus Genf kommt nur hier zu einem Konto, ein Wettender aus Zürich nur bei Swisslos. Für einen Leser aus Freiburg, Waadt oder dem Wallis ist die Frage damit entschieden, bevor sie gestellt wurde; für einen Kunden mit Wohnsitz in beiden Landesteilen gibt es nichts zu vergleichen.

Die Bewertung: Der Vergleich mit Swisslos fällt unentschieden aus, und das ist die eigentliche Aussage. Beide Häuser arbeiten unter demselben Gesetz, derselben Aufsicht und derselben Limitenmechanik; kein Produktmerkmal gibt einem von beiden einen Vorsprung. Was bleibt, ist die Postleitzahl, und die wählt der Wettende nicht.

Betovo: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

Betovo führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten; die bei Betovo gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Damit fehlt der Anschluss an das Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains des Anbieters können auf die Sperrliste der Gespa kommen und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Wer ein Konto dort führt, sollte wissen, dass die Selbstsperre, die er bei Betovo setzt, nicht in dem Register landet, das auch für Schweizer Casinos gilt — und sie damit bei einem Anbieterwechsel nichts mehr wert ist. Mehr als diese Feststellung lässt sich über das Haus nicht sagen, ohne etwas zu erfinden.

Die Bewertung: Betovo bleibt trotz LoL-Programm ein Anbieter ohne Schweizer Gegenüber. Wem die Sportart wichtiger ist als der Rechtsweg, der weiss jetzt wenigstens, welche der beiden Sachen er aufgibt.

Coolzino: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

Auch Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung, mit denselben Folgen wie bei jedem anderen Anbieter dieser Gruppe: kein Sperrregister-Anschluss, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme der Domains in die Sperrliste. Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an solche Seiten blockieren — die Entscheidung liegt vollständig beim Wettenden.

Was ein Kunde vor der ersten Einzahlung tun kann, ist die eigenen Bedingungen des Anbieters lesen: wer die Gegenseite ist, wo sie sitzt, wie Auszahlungen abgewickelt werden und welche Fristen gelten. Das sind die Regeln, die im Streitfall zählen.

Die Bewertung: Der Name lässt ein Unterhaltungsangebot vermuten, und daran ändert die fehlende Bewilligung nichts — es bleibt ein Haus, dessen Regeln ausserhalb der Schweiz geschrieben und ausserhalb der Schweiz durchgesetzt werden.

PowBet: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

PowBet gehört in dieselbe Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung ohne Wirkung hier, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und die Aussicht, über die Sperrliste erreichbar oder eben blockiert zu sein. Diese Liste bestand am Ende des Jahres 2025 aus 671 Domains; blockierte Adressen werden innert Stunden durch neue ersetzt, was den Anbieter erreichbar hält und den Nutzer vor die Frage stellt, welcher Adresse er sein Geld anvertraut.

Die Bewertung: Die Kosten dieser Wahl sind keine Gebühren, sondern die fehlende Durchsetzbarkeit eines Anspruchs. Ein Streit über CHF 400 lohnt in keinem Land einen Anwalt.

Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

Bei Betwinner fehlt die Schweizer Bewilligung ebenso, mit den bekannten Konsequenzen: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko. Schweizer Wettende, die hier ein Konto führen, spielen ausserhalb des Systems, das ihnen Identitätsprüfung, Verlustlimiten und ein schweizweites Sperrregister zur Verfügung stellt.

Die Bewertung: Ein breites Programm ersetzt keinen Rechtsweg. Wer hier spielt, sollte die Bewilligungsfrage als das behandeln, was sie ist — eine offene Position.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

Betify trägt keine Schweizer Bewilligung. Was hier gilt, gilt bei jedem Anbieter dieser Gruppe: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung; ein Schweizer Rechtsweg existiert nicht.

Die Bewertung: Bleibt die Frage, was ein LoL-Programm wert ist, wenn die Auszahlung davon abhängt, dass ein Haus mit Sitz weit weg von Bern seine eigenen AGB einhält. Der Leser hat die Antwort schon.

Jackbit: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

Jackbit steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Liste, und das ist der einzige Punkt, an dem sich die acht Anbieter dieser Gruppe nicht unterscheiden. Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko, keine Schweizer Steuerbescheinigung.

Die Bewertung: Bei dieser Gruppe entscheidet nicht der Anbieter, sondern die Bereitschaft, ohne Rückhalt zu spielen. Wer diese Bereitschaft nicht hat, findet hier nichts.

Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

Sportaza gehört ebenfalls zu den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Die Folgen sind bei allen dieselben: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Möglichkeit der Blockierung über die Sperrliste.

Die Bewertung: Die Kostenfrage ist hier schnell beantwortet. Was Sportaza an Programm bietet, bezahlt der Wettende mit der Durchsetzbarkeit seiner Ansprüche.

BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen

BetAlright schliesst die Gruppe der acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Auch hier gilt: keine Zulassung durch die Gespa, keine Verbindung zum schweizweiten Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.

Die Bewertung: Wer bis hier gelesen hat, kennt die Rechnung. BetAlright unterscheidet sich in dieser einen Frage nicht von den sieben Häusern davor — und diese eine Frage ist die, die im Streitfall zählt.

Was die Steuer aus einem Auslandsgewinn macht

Ein Punkt, der in keinem Bonusvergleich auftaucht und in der Realität mehr kostet als jede Gebühr. Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, deshalb gilt hier «je nach Kanton» und keine einzelne Kantonszahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Der typische Wettende bleibt weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.

Bei ausländischen Anbietern greift diese Mechanik nicht. Dort fällt keine Verrechnungssteuer an — dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis, etwa im Thurgau, Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer CHF 2’000 bei einer Seite ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, hat also möglicherweise eine Steuerposition, die bei einem Schweizer Veranstalter gar nicht entstanden wäre. Das ist allgemeine Information und kein Steuerrat; für den eigenen Fall bleibt der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze existiert nicht. Für den Wettenden ist der Einsatz beim Schweizer Veranstalter steuerlich kein Vorgang.

Werbung, Gratisspielguthaben und die Grenzen des Erlaubten

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen solcher Aktionen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Sperrstunde für Werbung am Abend gibt es nicht.

Für den Wettenden heisst das vor allem eines: Wer im Ausland mit einer Gratiswette gelockt wird, hat dort keine Aufsicht im Rücken, die die Bedingungen vorher geprüft hätte. Die Verlockung ist kostenlos, die Prüfung nicht.

Was ein Gratisspielguthaben wert ist und was es verlangt

An dieser Stelle kommen wir zu dem, was die meisten Wettenden zuerst lesen und am seltensten nachrechnen. Ein Gratisspielguthaben, eine Gratiswette, ein «risikofreier» Einsatz: In allen drei Fällen steht ein Wert auf dem Bildschirm und ein anderer in den Bedingungen.

Der «risikofreie» Einsatz und was von ihm bleibt

Nehmen wir eine Gratiswette über CHF 50 auf einen Zwei-Wege-Markt mit je Quote 1.90. Bei einer Gratiswette, deren Einsatz nicht mitausgezahlt wird, rechnet man den Wert mit Gratiswettenbetrag × (Quote − 1) ÷ Quote × Quotenschlüssel des Marktes. Bei 1.90 auf beiden Seiten liegt der Quotenschlüssel bei rund 0.95, und der durchschnittliche Wert der Wette liegt damit bei etwa CHF 22.50 — also weniger als die Hälfte des Betrags, mit dem die Aktion wirbt.

Woher der Abzug kommt, ist weniger geheimnisvoll, als es aussieht. Bei Quote 1.90 bekäme der Wettende bei Erfolg CHF 95 zurück, davon CHF 45 Nettogewinn, wenn der Einsatz erstattet würde; bei einer Gratiswette ohne Einsatzrückzahlung bleiben davon rund CHF 45, multipliziert mit dem Anteil, den der Markt überhaupt zurückzahlt. Dass die Hälfte weg ist, liegt nicht an einem Trick des Veranstalters, sondern daran, dass eine Gratiswette nichts anderes als eine Wette mit fehlender Einsatzrückzahlung ist — und dieser fehlende Einsatz ist ungefähr die Hälfte des Werts.

Ein «risikofreier» Einsatz, der im Verlustfall als Gratiswette zurückkommt, ist genau dieser Fall. Der Betrag kommt zurück, aber als Wettschein und nicht als Geld, und er trägt dann noch einmal denselben Abzug. Wer CHF 50 einsetzt und verliert, erhält eine Gratiswette, deren durchschnittlicher Wert bei etwa CHF 22.50 liegt. Risikofrei ist an dieser Konstruktion nichts — das Wort beschreibt eine Buchhaltung, nicht eine Geldbewegung.

Bei Swisslos heisst es nüchtern Gratisspielguthaben; solches aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Ein Gewinn daraus landet also wieder im Spiel, nicht auf dem Konto.

Was eine Bedingung mit Umlauf kostet

Ausländische Häuser arbeiten häufiger mit Umsatzbedingungen als Schweizer Veranstalter, deren Spielerschutzregime in eine andere Richtung drückt. Wo eine solche Bedingung steht, ist die entscheidende Zahl nie der Bonus, sondern der Faktor: Umsatz = Bonusbasis × Umlauffaktor, dazu eine Mindestquote, unterhalb derer eine Wette nicht mitzählt. Wer CHF 100 Bonus bei einem Faktor von 10 umsetzen muss, hat CHF 1’000 Wetteinsatz zu leisten; bei CHF 1 Einsatz pro Wette sind das 1’000 Wetten.

Was das kostet, lässt sich mit der Marge desselben Marktes überschlagen. Bei einem Quotenschlüssel von rund 0.95 und einer Marge von etwa 5 % sorgt jede Wette statistisch dafür, dass dem Wettenden rund 5 % seines Einsatzes weggehen. Auf CHF 1’000 Umsatz sind das im Durchschnitt etwa CHF 50 — bei einem Bonus von CHF 100. Das ist eine statistische Schätzung über viele Wetten und kein Ergebnis für einen einzelnen Abend; an einem Abend können es null oder zweihundert Franken sein. Und es ist eine Auslandskonstellation, deren Bedingungen von Haus zu Haus stehen und deren Bewilligungsangaben der Leser selbst prüfen muss.

Bei einer Promotion mit Gratisspielguthaben im bewilligten System gibt es keine Umlaufbedingung dieser Art — dafür ist das Guthaben nicht auszahlbar, und der Gewinn daraus bleibt im Spiel. Beide Konstruktionen kosten etwas. Die eine kostet Umsatz, die andere die Verfügbarkeit des Gewinns.

Häufig gestellte Fragen

Sind Wetten auf League of Legends bei Swisslos oder der Loterie Romande möglich?

Nein. E-Sport steht nicht auf der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die die Gespa führt. Damit haben beide bewilligten Veranstalter keine Grundlage, ein LoL-Programm aufzulegen. Wer dort ein Konto eröffnet, wettet auf andere Sportarten.

Was heisst es, dass E-Sport nicht auf der Liste der Gespa steht?

Die Liste ist eine geschlossene Aufzählung. Was nicht auf ihr steht, darf nicht bewettet werden — nicht wegen eines Verbots im Gesetzestext, sondern weil die Erlaubnis fehlt. Ein LoL-Programm bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter ist damit rechtlich nicht möglich, egal wie gross die Nachfrage wäre.

Welchen Schutz bringt eine Schweizer Bewilligung, den eine ausländische Seite nicht bietet?

Sie verbindet das Konto mit einem geprüften Ausweis, mit selbst gesetzten Verlustlimiten und mit dem schweizweiten Sperrregister, das auch für Casinos und Liechtenstein gilt. Dazu kommt ein Schweizer Rechtsweg bei Streit und ein Steuerfreibetrag für Gewinne. Eine Seite ohne Bewilligung bringt nichts davon mit.

Wie werden Gewinne bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?

Bei Schweizer Grossspielen sind Gewinne bis zum Steuerfreibetrag steuerfrei — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, doch die kantonale Praxis kann solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe. Für den eigenen Fall ist die kantonale Steuerverwaltung zuständig.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?

Bei Swisslos und der Loterie Romande sind es Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Und was ist mit League of Legends im Ausland?

Dort läuft das komplette Programm, und dort läuft es ohne Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, tauscht das bewilligte Schweizer Angebot gegen ein breiteres ein — mit einem Anbieter, dessen Regeln ausserhalb der Schweiz geschrieben werden und dessen Domains jederzeit auf der Sperrliste landen können.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»