Online Futsal Wetten Schweiz 2026 — zwei bewilligte Veranstalter, und was Quoten und Limiten daraus machen
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht wurden gegen die Informationen der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht, und gegen die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden bewilligten Veranstalter abgeglichen.
Futsal ist die Halle, in der ein Fussballspiel in vierzig Minuten Nettospielzeit passt. Kleine Tore, Grösse 4 statt Grösse 5, fünf Spieler pro Mannschaft und eine Uhr, die bei jeder Unterbrechung stehen bleibt. Genau diese Merkmale machen das Spiel schnell, torreich und damit für Wettende interessant — und sie sind derselbe Grund, aus dem ein Veranstalter pro Markt einen grösseren Anteil für sich behalten kann, als er es bei einem Bundesligaspiel je wagen würde.
Dann kommt die Schweizer Eigenheit. Sportwetten sind hier ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter, die Lotterien und Sportwetten durchführen dürfen, auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jede ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern Recht, und es entscheidet, wie diese Seite aussieht. Ein Ranking nach Quoten wäre Unsinn, wo zwei Anbieter auf einer geschlossenen Liste zugelassener Sportarten und Wettarten arbeiten und zwanzig ausländische Domains daneben stehen.
Was hier also verglichen wird, ist etwas anderes: der Preis. Der Anteil, den ein Quotensatz verschluckt. Die Obergrenze, die ein Kontostand trifft. Der Betrag, den der Fiskus bei einem sehr grossen Gewinn einbehält — und bei einem normalen nicht. Der Aufwand, den eine Identitätsprüfung verlangt, und das, wovon sie den Wettenden befreit.
Das Vergleichsfeld: wer in der Schweiz auf Futsal Quoten stellen darf
Zwei Veranstalter, zehn Namen, ein Kriterium, das alles andere dominiert. Die Bewilligung ist keine Formalität und auch keine Güteklasse unter vielen. Sie bestimmt, ob ein Wettschein überhaupt in einer Rechtsordnung steht, aus der man etwas verlangen kann.

| Anbieter | Erlaubnis in der Schweiz | Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos — Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel; Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande — Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel; Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
| 1Bet | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
| AmunRa | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
| DirectionBet | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
| X3Bet | keine Schweizer Bewilligung | nach Angaben Dritter Tobique; ohne Kraft in der Schweiz |
| 1xBet | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
| Donbet | keine Schweizer Bewilligung | schriftlich nicht belegt; ohne Kraft in der Schweiz |
Die Spalte auf der rechten Seite trägt für acht der zehn Zeilen denselben Inhalt, und das ist keine Nachlässigkeit beim Ausfüllen, sondern das Ergebnis. Wer eine ausländische Bewilligung anführt, zeigt damit nichts, was hierzulande zählt, weil Artikel 4 des Geldspielgesetzes die Bewilligung auf das Schweizer Gebiet beschränkt. X3Bet bildet die Ausnahme mit einer Angabe, die sich überhaupt erst zuordnen lässt — und die in der Schweiz trotzdem nichts bewirkt.
Öffentliches Geld steht bei den beiden Bewilligten auf dem Spiel. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten allein stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, verschiebt also nicht nur sein eigenes Geld, sondern nimmt diesen Kreislauf aus dem Spiel. Das ist ein Argument, und es ist nicht das entscheidende — das entscheidende kommt im Abschnitt «Der Kalkül hinter der Quote: was die Marge des Anbieters wirklich kostet».
Der Futsal-Spielplan: was die Halle aus einer Quote macht
Ein Futsal-Spiel dauert 2 × 20 Minuten Nettospielzeit, und die Uhr steht bei jeder Unterbrechung. Ein Auswechslungsvorgang, eine Auszeit, ein Foulpfiff — die Zeit läuft nicht weiter, im Gegensatz zu den 45 Minuten einer Halbzeit im Feld, die der Schiedsrichter grosszügig nachspielen lässt. Aus einem Spiel mit sichtbarer Uhr wird dadurch ein Ablauf, der sich in kleinere, schärfer begrenzte Abschnitte schneiden lässt.
Zwei taktische Regeln eines Futsal-Spiels verschieben Live-Quoten deutlicher als alles, was ein Trainer anordnen kann. Mannschaftsfouls werden pro Halbzeit gezählt, und ab dem fünften wird jeder weitere Foul mit einem Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer bestraft. Wer im fünften Mannschaftsfoul steht, verteidigt ab diesem Moment anders. Und jede Mannschaft darf pro Halbzeit eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen, während Einwechslungen unbegrenzt und fliegend erlaubt sind. Ein Team kann in einer Minute fünf frische Spieler auf das Parkett schicken.
Was ein Veranstalter daraus an Quoten baut, folgt einer einfachen Logik. Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeit mit einer Marge darin, und je unsicherer das Ergebnis, desto breiter fällt sie aus. Bei einem engen Spiel sind die Foulstände auf beiden Seiten kurz vor dem fünften, die Auszeiten sind noch nicht verbraucht, Torhüter gehen bei eigenem Ballbesitz häufig mit nach vorn — und entsprechend selten steht ein Ergebnis zwei Minuten vor Schluss fest. Ein Live-Anbieter, der jede Minute neu bewerten muss, baut diese Unsicherheit in seine Quoten ein.
Die ganze Regellogik für ein Futsal-Spiel steckt in einer Halle. Das Spielfeld misst im internationalen Betrieb 38 bis 42 Meter in der Länge und 20 bis 25 Meter in der Breite, die Tore sind 3 × 2 Meter gross, und der Ball ist ein Grösse-4-Ball mit einem Gewicht von 410 bis 440 Gramm. Ein Tor ist also halb so wahrscheinlich wie ein Treffer aus fünfzehn Metern — und deshalb baut jeder Markt auf Futsal auf einer grösseren Zahl von Treffern auf als der Feld-Fussball, was Tor- und Handicap-Märkte wieder reizvoller macht als das reine Ergebnis.
Was in den letzten Sekunden wirklich gezählt wird
Wer eine Live-Wette während des Spiels abschickt, sollte den Zeitpunkt der Ausführung kennen. Sporttip rechnet eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit der Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Es gibt also Fälle, in denen der Wettschein den Einsatz zurückgibt und keinen Gewinn. Ein Einsatz ohne Verlust, aber auch ohne Nutzen, ist besser als eine verlorene Wette und schlechter als gar keine — vor allem, wenn er unabsichtlich nach einem bereits eintretenden Treffer abgeschickt wurde.
Bei einer Live-Wette steht ausserdem fest, dass der Schein nicht davon abhängt, ob das Ereignis live übertragen wird. Ein Futsal-Spiel, das kein Fernsehsender zeigt und für das der Veranstalter keinen Stream anbietet, lässt sich trotzdem mit einer Live-Wette begleiten — nur das Sehen fehlt, nicht das Setzen.
Der Kalkül hinter der Quote: was die Marge des Anbieters wirklich kostet
Ein Quotensatz ist kein von aussen vorgegebenes Naturereignis. Vergleichbar rechnen lässt sich, was er an Marge enthält, wenn man die drei Quoten eines 1X2-Marktes zu einer ganzen Gruppe zusammenfasst.
Ein illustratives Beispiel, keine tatsächlich gestellte Quote: ein 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 auf die Heimmannschaft, 3.40 auf ein Unentschieden und 3.60 auf den Auswärtssieg. Kehrt man jede Quote um und addiert die drei Werte, kommt man auf 1,048 — und die Auszahlungsquote des Marktes ist der Kehrwert davon, also 95,41 %. Der Anteil, der beim Veranstalter bleibt, beträgt 4,59 %.
Das ist ein Band, keine feste Zahl. Jeder Wert in den drei Quoten hängt davon ab, wie breit der Anbieter die einzelnen Ergebnisse einschätzt; verschiebt er einen davon, verschiebt sich die Marge mit. Und sie gilt für diesen einen konstruierten Futsal-1X2-Markt. Ein Tor-Markt über/unter 5,5, eine Handicap-Wette oder ein Tipp auf den Halbzeitstand lassen sich über diese Zahl nicht mitrechnen.
Grundwissen Futsal: die Mechanik, die den Wettschein bestimmt
Ein Wettschein auf Futsal wird mit einem Ereignis verrechnet, das in der Halle mit ihren eigenen Regeln stattfindet. Wer sie nicht kennt, kann nach dem Schlusspfiff nicht erklären, warum der Schein so ausgezahlt wurde, wie er ausgezahlt wurde.
Futsal wird von zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gespielt, einschliesslich Torhüter. Die Spielzeit beträgt 2 × 20 Minuten Nettospielzeit. Der entscheidende Teil des Satzes ist das Wort Nettospielzeit — bei Spielunterbrechungen hält die Uhr an. Ein 2:1 nach zwanzig Minuten ist also eine Angabe über vierzig tatsächlich gespielte Minuten, nicht über eine überdehnte Randnotiz. Eine Wette auf die reguläre Spielzeit bezieht sich genau auf diese zwei mal zwanzig Minuten. Steht es am Ende einer K.-o.-Partie unentschieden, folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten. Wird der Schein auf die reguläre Spielzeit gesetzt, gehört diese Verlängerung nicht dazu. Der Klassiker, bei dem ein abgeschickter Tipp auf dem Fernseher falsch aussieht und im System richtig steht.
Ein kurzer Blick in die Geschichte, weil er die Rolle des Futsal im Fussball erklärt. Seit 1989 ist die FIFA für die Regeln des Futsal als offizielle Hallenvariante des Fussballs zuständig; die UEFA richtet die europäischen Vereins- und Nationalmannschaftswettbewerbe aus. Die erste Futsal-Weltmeisterschaft fand 1989 in den Niederlanden statt, Brasilien gewann das Finale gegen die Niederlande 2:1. Die erste UEFA-Futsal-Europameisterschaft wurde 1996 in Spanien ausgetragen, Spanien gewann das Finale gegen Russland 5:3.
Warum die Nettospielzeit an einer Live-Quote zerrt
Eine Nettospielzeit verändert die Rechnung, die hinter jeder Live-Quote steht, auf eine Weise, die man leicht übersieht. Bei gespielten zwanzig Minuten einer Halbzeit kann ein Ballbesitzwechsel sofort geschehen, und die Anzeige der gespielten Zeit ist keine geschätzte Grösse, sondern ein gezählter Wert. Die Restzeit einer Futsal-Partie lässt sich damit präziser abschätzen als bei einem Feldfussballspiel. Und was genau abgeschätzt werden kann, trägt zum Ausgang des Spiels weniger Unsicherheit bei — woraus eine schmalere Live-Quote folgt als in einer Sportart mit gestoppter, aber nie klar abgelesener Spielzeit.
Umgekehrt spricht die Zahl der Tore in die andere Richtung. Ein 4:3 mit zwei Minuten Restzeit ist im Futsal ein Alltagsergebnis, nicht ein Ausnahmezustand. Ein Zwei-Tore-Vorsprung ist in Futsal nie wirklich sicher, weil die Uhr nicht läuft und jeder Angriff ohne Zeitverlust gespielt werden kann. Und deshalb bleiben Live-Quoten nahe dem Schlusspfiff offen, auch wenn das Ergebnis deutlich aussieht.
Für den Wettenden bedeutet das zwei Dinge. Ein Nachlaufen in den letzten Minuten ist in Futsal häufiger erfolgreich als im Feld — aber die Quote dafür ist bereits eingepreist. Und ein Cash-Out in den letzten zwei Minuten kostet mehr, als er in einem Spiel mit laufender Uhr kosten würde, weil das Ereignis offener ist als es aussieht. Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist ohnehin tiefer als der mögliche Gewinn aus einer durchgehaltenen Wette, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann jederzeit geändert werden. Er lässt sich nicht für jede Wette in Anspruch nehmen.
Übrigens: Ein Team darf pro Halbzeit eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen. Diese Minute ist der einzige Moment, in dem ein Trainer eine Live-Quote noch einmal mit einem ruhenden Spiel und freier Berechnung besprechen kann. Wer den Takt der Auszeiten kennt, weiss, wann er sich für einen Live-Tipp Zeit lassen kann und wann nicht.
Ein Team mit Namen: wie sehr sich der Kreis der WM- und EM-Teilnehmer zusammenzieht
Die FIFA ist seit 1989 für die Regeln zuständig, die UEFA richtet die europäischen Wettbewerbe aus. Die beiden ersten Turniere — 1989 in den Niederlanden mit Brasilien als Sieger (2:1 im Finale gegen die Niederlande) und 1996 in Spanien, wo Spanien gegen Russland 5:3 gewann — haben das Feld eröffnet. Seither hat sich die Teilnehmerschaft bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften deutlich verkleinert. Wer heute nach einem Markt auf ein Nationalteam sucht, findet eine Handvoll Auswahlen, deren Kader aus derselben kleinen Gruppe von Ländern stammt.
Wer einen Schein auf eine Aussenseitermannschaft setzt, sollte wissen, worauf er da setzt. Eine breite Quote auf einen Underdog in einem Futsal-Turnier preist die Unsicherheit des Ergebnisses ein, nicht die Grösse der Überraschung. Eine Quote von 6.00 auf einen Aussenseiter sagt nicht, dass dessen Sieg ein Wunder wäre; zwei Jahre später ist ein Ergebnis dieses Kalibers erneut möglich, weil sich die Gesamtzahl der Mannschaften in den Wettbewerben kaum verändert hat.
Umgekehrt ist die Gefahr eines Scheins auf einen Aussenseiter in den selten gewordenen Fällen geringer, in denen eine Partie kurz vor dem Schlusspfiff noch offen steht. Ein Zwei-Tore-Rückstand ist im Futsal aufholbar; das steht im Quotensatz längst drin. Wer auf einen Underdog setzt, kauft sich keine höhere Trefferwahrscheinlichkeit, sondern eine grössere Bandbreite an Ergebnissen zum gleichen Einsatz.
Das ist genau der Punkt, an dem die Spannung einer Kombiwette herkommt. Sie besteht nicht darin, dass ein Treffer mehr wert wäre, sondern darin, dass mehrere Treffer zusammenfallen müssen. Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 — dann steigt der Bonus auf den Nettogewinn mit der Zahl solcher Voraussagen, von einem niedrigen einstelligen Prozentsatz bis zu einer Verdoppelung des Nettogewinns bei deren fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind begrenzt. Der Betrag, den der Bonus hinzufügt, ist also ein Versprechen auf den Nettogewinn, nicht auf die Rendite des Einsatzes.
Live-Wetten auf Futsal: wann der Schein wirklich zählt
Eine Live-Wette während einer Futsal-Partie zu platzieren ist etwas anderes, als sich den Spielverlauf anzusehen. Der Schein gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wer das nicht weiss, verpasst viele Futsal-Möglichkeiten, weil nur ein Bruchteil der Partien gestreamt wird. Der Haken liegt im Vergleich mit der Vorab-Wette: Für eine Live-Wette braucht man einen Informationsvorsprung, und ein Laptop mit drei Tabs ist selten einer. Wer keinen Stream sieht, weiss nicht, ob die Heimmannschaft gerade in Rückstand geraten ist, und die Quote hat das längst berücksichtigt.
Ein weiterer Punkt macht Live-Wetten auf Futsal teuer. Die Regeln für den zeitlichen Abschluss sind nicht verhandelbar: Eine Wette, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ergebnisses abgeschickt wurde, zählt mit einer Quote von 1.00. Bei einer Sportart, in der Tore in Intervallen von einer Minute fallen können, ist eine langsam reagierende Verbindung der wirksamste Weg, seinen Einsatz zurückzubekommen — ein Nicht-Ereignis ohne Nutzen.
Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer die Hälfte sichern und die Hälfte laufen lassen will, hat diese Möglichkeit nicht.
Und bei Live-Wetten auf Futsal koexistiert ein zweiter Faktor ständig mit der Entscheidung. Die Nettozeit läuft nur noch zwanzig Minuten pro Halbzeit, und bei einer knappen Führung ist die Restzeit im Verhältnis zu den verbleibenden Torchancen kurz. Diese Kombination aus kurzer Restzeit und hoher Torhäufigkeit ist der Grund, warum Live-Futsal-Märkte selten langweilig sind und ebenso selten günstig.
Kombiwetten und die Zusätze: was ein Boost verspricht und was er tatsächlich hinzufügt
Eine Kombiwette multipliziert die Quoten ihrer Legs zu einem Preis. Bei drei Fussballspielen ist das verständlich. In Futsal kommt ein Element dazu, das man im Feld nicht hat: Die Verbindung zwischen ersten und zweiten Halbzeit ist eine andere, weil die Uhr in der Halbzeit unterbrochen wird und das Spiel in der zweiten Halbzeit neu beginnt.
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Werden sie versehentlich ohne diese Funktion angenommen, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Wer auf dieselbe Futsal-Partie mehrere Märkte kombinieren will, braucht also den Bet-Builder und keinen improvisierten Schein. Fehlt er, wird der Einsatz zurückerstattet — kein Verlust, aber auch kein Tipp.
Dazu kommen Zusätze, die den Nettogewinn einer Kombination erhöhen. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt. Und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer also einen Boost nutzt und dann verkauft, verliert genau den Vorteil, der den Boost interessant gemacht hat.
Das ist die wichtigste Einsicht für Boosts: Sie sind keine Preissenkung des Angebots. Ein Boost spitzt eine einzelne Wette zu, und wenn diese Wette vorzeitig verkauft wird, ist der Zusatz weg. Wer diese Bedingung einmal verstanden hat, sieht in jedem Boost-Angebot zuerst den Cash-Out-Vorbehalt.
Die Rechtslage: warum eine ausländische Bewilligung hier nichts zählt
Online-Sportwetten fallen unter das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019; Artikel 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt. Die Gespa ist die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht die richtige Adresse — sie ist für die Casinos zuständig.

Wer Sportwetten veranstaltet, braucht eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung (Artikel 21 bis 25 BGS), und diese gilt nur in der Schweiz (Artikel 4 BGS). Die beiden Produkte sind damit benannt. Swisslos mit Sporttip bedient das Vertragsgebiet, das die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein umfasst. Die Loterie Romande mit Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Loterie Romande nennt eine Kontaktadresse in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.
Eine Verkaufsstelle ist dabei nicht dasselbe wie ein Konto. Wer online bei Sporttip spielen will, braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und darf nicht gesperrt sein. Eine Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Genfer kommt also nicht an ein Sporttip-Konto, ein Zürcher nicht an ein Jouez-Sport-Konto, und das ist keine Supportentscheidung, sondern der gesetzliche Rahmen.
Wettbar sind ausschliesslich Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Zugelassen ist nur, was auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa steht (Fassung vom 10. September 2026). Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Zugang zu einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und Trainingsläufe stehen grundsätzlich nicht zur Verfügung. Die Liste führt weder Eckball- noch Kartenmärkte, und sie enthält keinen E-Sport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Die externe Domain, die blockiert wird und wenige Stunden später wieder da ist
Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung betreibt sein Geschäft nicht verboten. Er ist nur nicht berechtigt, in der Schweiz Sportwetten anzubieten. In der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele dürfen nicht beworben werden (Artikel 74 Absatz 3 BGS), und darauf steht eine Busse von bis zu CHF 500’000 (Artikel 131 BGS). Wer als Wettender bei einer ausländischen Seite spielt, verliert dabei folgendes: keinen Anschluss an das schweizerische Sperrregister, keine schweizerische Schutzbehörde, keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit. Gewinne aus dem Ausland sind nach kantonaler Praxis steuerbar; die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständiges Einkommen.
Und die Blockierung der Gespa wirkt, aber sie hält nicht. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren (Artikel 86 bis 93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden jedoch innerhalb von Stunden ersetzt. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem der Spieler sich vergewissern muss, dass die Seite, auf der er sein Konto hat, denselben Betreiber hat wie die Seite, auf die er ursprünglich wollte.
Das Bekenntnis zum Ausland ist keine Entscheidung für weniger Regeln. Es ist eine Entscheidung für einen Rechtsrahmen, in dem die Regeln, die man kennt, nicht die Regeln sind, die gelten. Die Gespa kann nicht helfen, eine Schweizer Behörde kann nicht eingreifen, und ein Gerichtsverfahren gegen einen ausländischen Anbieter wird nicht geführt.
Wer rein darf und wer draussen bleibt: das Bewilligungsprinzip im Detail
Die Bewilligung ist die zentrale Grösse, weil sie mehrere Dinge auf einmal regelt.
Der Fiskus ist der erste dieser Punkte. Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt dieser Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Ein Gewinn in dieser Grössenordnung ist bei einem typischen Futsal-Schein praktisch ausgeschlossen, und genau darum spielt er im Alltag keine Rolle: Wer CHF 50 auf einen Sieg setzt, hat mit dem Steuerfreibetrag nichts zu tun. Für den Alltag heisst das: keine Einkommenssteuer auf den Gewinn und keine Verrechnungssteuer darauf.
Die Obergrenzen liegen gegenüber dem Fiskus auf der anderen Seite der Rechnung. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Diese Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein Systemwette-Spieler, der mit mehreren Teilwetten arbeitet, ist von der Limite weniger betroffen als ein Einzelwetten-Spieler mit einem grossen Betrag.
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen des Kontoinhabers läuft. Das ist in Artikel 50 Absatz 2 VGS so geregelt. Die Zahlung ist rechtlich kein Kredit an den Spieler. Eine Auszahlung an Dritte oder in einer Form, die sich keinem Namen zuordnen lässt, ist damit ausgeschlossen.
Und dann ist da noch die Identitätsprüfung, die diese ganze Liste möglich macht. Die Registrierung läuft einmal, mit dem Ausweis, und der Aufwand dafür ist ein paar Minuten seiner Zeit. Der Preis dafür ist, dass Wette und Person zueinander passen und die Spielsperre tatsächlich greift. Wer sein Konto bei einem ausländischen Anbieter führt, kann sich den Ausweis sparen — und mit ihm die Stelle, an der jemand hinsieht.
Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und was beides kostet
Kein anderes Land der Region schreibt seinen Veranstaltern so wenig vor wie die Schweiz — und so viel. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für Einzahlungen. Es gibt keinen gesetzlichen Höchsteinsatz. Was es gibt, ist die Pflicht, den Spielenden selbst entscheiden zu lassen, wie viel er verlieren darf, und diese Entscheidung dann technisch durchzusetzen.
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. 72 Stunden klingen nach einer technischen Frist. In der Praxis sind es genau die drei Tage, in denen sich jemand nach einer verlorenen Nacht anders entscheiden würde, und darum stehen sie im Gesetz.
Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre wird bis zum Ablauf der Frist nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperrt, sperrt sich nicht für ein Produkt, sondern für den regulierten Schweizer Markt. Das ist ein Nebeneffekt, den man kennen sollte, bevor man den Sperrknopf drückt — und ein Vorteil, wenn das Ziel genau darin besteht.
Für Wettende ist der schnelle Ablauf des Sports der eigentliche Risikofaktor. Ein Futsal-Spiel dauert vierzig Minuten, und eine Wette darauf lässt sich in derselben Zeitspanne in eine zweite, dritte und vierte verwandeln. Die Nettospielzeit macht den Ablauf so schnell, dass ein Nachdenken über den eigenen Einsatz selten dazwischenkommt. Eine Verlustlimite wirkt genau an dieser Stelle, weil sie vor dem Spiel gesetzt wird und nicht im Spiel. Und wer merkt, dass er die Grenze laufend anheben möchte, findet Hilfe bei der Fachstelle, an die sich das Sperrregister wendet.
Die Grenzen der Verkaufsstellenkontrolle gehören zur gleichen Rubrik. Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 haben bei 200 Fällen an Verkaufsstellen in 47,5 % der Fälle einen Sportwettenverkauf an eine minderjährige Person ergeben. Für den Alltag heisst das: Die Kontrolle am Schalter ist löchrig, und wer unter 18 ist, findet an der Theke keine Schranke. Am Konto ist das anders. Wer eine Wette auf Futsal kontrolliert platzieren will, schaltet die Selbstbeschränkung vorher ein und nicht nachher.
Die zehn Anbieter im Einzelnen: was jeder kostet und was er zurückgibt
Swisslos Sporttip: das breite Angebot mit dem Schweizer Bewilligungsrahmen
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Sportwettenangebot heisst Sporttip. Die Grundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), und die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa.
Was dabei hilft, ist die Reichweite. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie Tessin und Liechtenstein. Damit erreicht Sporttip den grössten Teil der Deutschschweiz und alle, die überhaupt Zugang zu einem bewilligten Sportwettenangebot haben.
Preislich ist der Rahmen gesetzt: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 bei Systemwetten. Bei Sporttip ist der entscheidende Posten die Boosts. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Zahl solcher Voraussagen. Ein Cash-Out lässt den Boost verfallen. Die Verlustlimiten sind gesetzlich vorgegeben und werden vom Spielenden selbst gewählt.
Der Schluss, den dieser Rahmen selbst nahelegt: Der grösste Vorteil liegt nicht in einem Bonus, sondern darin, dass ein Gewinn nicht steuerbar und eine Beschwerde möglich ist. Eine Wette auf Futsal im Livemodus und eine bei der Konkurrenz ohne Bewilligung unterscheiden sich nicht durch die Quote. Im einen Fall trägt man das Risiko selbst.
Loterie Romande Jouez Sport: der Westschweizer Zugang mit dem klarsten Kantonsradius
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie eine Adresse in Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist derselbe Grossspiel-Rahmen: Veranstalter- und Spielbewilligung unter Aufsicht der Gespa.
Der Zugang zum Sportwettenangebot setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem der sechs Kantone voraus. Wer in Genf zu Hause ist, findet hier den einzigen Weg zu einem bewilligten Konto. Ein adressiertes Nischenangebot: Der Radius ist schmaler und deckt eine Region ab, die von Sporttip nicht bedient wird.
Die 2’350 Verkaufsstellen sind kein Zufall und auch kein Marketingargument. Sie sind die Antwort auf eine Frage, die das Online-Konto nicht beantwortet: Wo setzt man, wenn man nicht über ein Spielerkonto setzen will und keinen Zugang zur Deutschschweizer Konkurrenz hat. Wer in Waadt lebt, hat keinen Zugang zu Sporttip, aber in der Westschweiz gibt es diese dichte Verkaufsstellenstruktur. Auf Futsal sind die Kantone der Westschweizer Meisterschaft der Sportart geschuldet, und wer in dem einen Kanton zu Hause ist, hat keinen Weg in das Gebiet des anderen Angebots. Der Radius trägt die Bewertung hier tatsächlich allein.
Rabona: in der Schweiz ohne Bewilligung
Rabona verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Da nur Swisslos und die Loterie Romande in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, hat eine ausländische Zulassung hier rechtlich keine Bedeutung. Zudem erfolgt keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, und die Webseite kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, was Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren.
Alles Weitere liegt ausserhalb des Schweizer Rahmens und ist aus der Ferne nicht beurteilbar. Wer dort ein Konto eröffnet, kennt die Spielregeln, die Limiten und das Beschwerdeverfahren nicht. Entscheidend für einen Wettenden sind die Folgen. Die Domains können jederzeit auf die Sperrliste gesetzt werden. Wer sein Konto dort führt, hat im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner.
Was Rabona für einen Schweizer Wettenden kostet, zeigt sich in der Auszahlung. Ein Gewinn ist nur so viel wert wie die Erreichbarkeit der Stelle, die ihn auszahlt. Ob und wie schnell Rabona auszahlt, ist keine Frage, die ein Schweizer Gericht klären kann.
1Bet: in der Schweiz ohne Bewilligung
1Bet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Da lediglich Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten in der Schweiz anbieten dürfen, hat eine ausländische Zulassung hier keine Gültigkeit. Ein Schutz durch das Sperrregister oder Schweizer Behörden besteht nicht, und die Seite kann von der Gespa gesperrt werden.
Was den Anbieter für einen Schweizer Wettenden schwer einschätzbar macht, ist die fehlende Aufsicht. Auf Futsal ist das besonders relevant, weil Live-Wetten auf eine Partie mit hoher Torfolge von einem Anbieter eine korrekte Behandlung von Wetten verlangen, die zu spät eintreffen. Eine Stelle, die das prüft, existiert für 1Bet im Schweizer Rahmen nicht.
Für einen Wettenden heisst das: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerde, keine Schweizer Sperrregister-Anbindung. Wer trotzdem dort spielt, sollte die eigenen Regeln zur Wette kennen und nicht annehmen, sie würden von einer Schweizer Stelle garantiert.
AmunRa: in der Schweiz ohne Bewilligung
Auch AmunRa besitzt keine Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist nicht durch das Geldspielgesetz gedeckt, da ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande zugelassen sind. Es gibt keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit bei Problemen, und die Domain unterliegt der Sperrliste der Gespa.
Der Anbieter tritt über Werbung an Schweizer Spieler heran, und das ist der Punkt, an dem Artikel 74 Absatz 3 BGS greift: Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bedroht. Der Wettende wird nicht bestraft — die Rechtsfolge trifft den Werbenden. Wer auf eine solche Anzeige stösst, sieht also ein Angebot, dessen Bewerbung in der Schweiz strafbar ist.
DirectionBet: in der Schweiz ohne Bewilligung
DirectionBet bietet Wetten ohne Schweizer Bewilligung an. Da lediglich Swisslos und die Loterie Romande für den Schweizer Markt zugelassen sind, fehlt dem Anbieter die nötige rechtliche Grundlage. Eine ausländische Lizenz ist hier rechtlich bedeutungslos.
Wer aus dem Ausland auf Futsal wetten möchte, muss das Angebot ohne Schweizer Rahmen bewerten. Eine fachliche Bewertung über die Quote hinaus ist bei einem nicht bewilligten Anbieter nicht möglich, weil weder Marktangebot noch Limiten noch Auszahlungsmodalitäten einer Schweizer Prüfung unterliegen.
Für einen Schweizer Wettenden ist die Rechnung entsprechend offen. Wer dort spielt, trägt das volle Risiko selbst.
X3Bet: in der Schweiz ohne Bewilligung, mit einer Angabe Dritter
X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Dritte erwähnen eine Lizenz aus Tobique, die in der Schweiz jedoch keine Kraft besitzt. Es besteht keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, und die Seite ist nicht in das Schweizer Schutzsystem integriert.
Das ist die eine Zeile des Vergleichs, in der überhaupt eine ausländische Zuständigkeit auftaucht. Sie ändert nichts an der Bewertung, denn die Bewilligung gilt nur in ihrem eigenen Gebiet (Artikel 4 BGS). Für einen Schweizer Wettenden bleibt die Frage, wer im Streitfall ansprechbar ist, und die Antwort lautet: niemand mit Schweizer Zuständigkeit.
Der Anbieter ist deshalb von den anderen acht ohne Bewilligung nicht zu unterscheiden — ausser darin, dass ein Teil seiner Existenz überprüfbar ist.
1xBet: in der Schweiz ohne Bewilligung
1xBet hat keine Schweizer Bewilligung. Da nur die beiden Schweizer Anbieter für den Markt zugelassen sind, ist das Angebot hierzulande nicht rechtmässig. Eine ausländische Zulassung entfaltet in der Schweiz keine rechtliche Wirkung.
Der Anbieter ist einer der bekannteren ausländischen Namen. Das ändert nichts an der Rechtslage. Die Sperrliste der Gespa enthält ausländische Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; seit dem 3. September 2019, als die erste Liste erschien, standen Ende 2025 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, und die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping.
Wer über den Namen auf die Seite kommt und dort ein Konto eröffnet, hat das Risiko einer Blockierung selbst zu tragen. Auf Futsal bedeutet das: Wer eine Live-Partie verfolgt und dort eine Wette platzieren will, kann mitten im laufenden Spiel vor einer blockierten Domain stehen. Dieses Risiko trägt der Wettende, nicht der Anbieter.
GG.BET: in der Schweiz ohne Bewilligung
GG.BET verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist hier nicht zugelassen, da lediglich Swisslos und die Loterie Romande für den Schweizer Markt lizenziert sind. Eine ausländische Lizenz ist daher ohne Relevanz.
Ein ausländischer Anbieter kann jederzeit aus dem Schweizer Markt verschwinden. Das ist kein Szenario, sondern der Normalfall bei einem Namen, der keine Schweizer Bewilligung braucht, um zu existieren. Wer ein Guthaben bei einem Anbieter hält, den die Sperrliste erwischt, sitzt auf einem Guthaben bei einer Domain, die Schweizer Nutzer nicht mehr erreichen.
Aus einem solchen Konto auszuzahlen ist ein Vorgang, der weitergeht, wenn die Verbindung noch steht. Wer vorher nicht auszahlt, verliert die Kontrolle über den Auszahlungszeitpunkt. Das ist keine Schweizer Regulierungslücke, sondern die Rechnung, die man bezahlt, wenn man einen Schweizer Rahmen bewusst nicht wählt.
Donbet: in der Schweiz ohne Bewilligung
Donbet agiert ohne Schweizer Bewilligung. Da nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten in der Schweiz anbieten dürfen, fehlt dem Angebot die rechtliche Basis. Es gibt keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister, und die Seite kann durch die Gespa blockiert werden.
Es gibt für Schweizer Spielende keinen Weg, die Einhaltung eines fairen Spielbetriebs zu prüfen, und deshalb funktioniert Fairness auf Futsal ohne die Grundlage der Quotenstellung. Eine Futsal-Partie endet 12:9, und der Anbieter entscheidet, ob der letzte Treffer als regulär gilt. Bei einem bewilligten Anbieter prüft die Gespa diese Entscheidung. Bei einem anderen gibt es dafür keine Stelle.
Die fehlende Bewilligung lässt sich nicht durch einen Bonus ausgleichen. Ein Angebot auf den ersten Einsatz lässt den Grund für die Bewertung unverändert, und der Grund ist der fehlende Schweizer Rahmen.
Steuern, Gebühren und die eine Zahl, die einen Gewinn wirklich schmälert
Die steuerliche Behandlung hängt an der Bewilligung. Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt dieser Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Ein typischer Futsal-Schein liegt weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, und diese lässt sich über die Steuererklärung zurückholen, wenn der Gewinn dort deklariert wird.
Der Gewinn aus Schweizer Grossspielen ist also eine reine Bruttorechnung bis zu einer sehr hohen Schwelle. Auf Wetteinsätze gibt es in der Schweiz keine Steuer — wer als Wettender 5 % des Einsatzes als Gebühr erwartet, sucht eine Abgabe, die es nicht gibt.
Bei ausländischen Anbietern ist der Gewinn nicht der Verrechnungssteuer unterworfen. Die kantonale Praxis kann den Gewinn aber als Einkommen behandeln. Die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständiges Einkommen. Wer seinen Wohnsitz in einem anderen Kanton hat, findet die massgebende Regelung dort.
Für Wettende auf Futsal heisst das in den meisten Fällen: Die Steuer ist bei einem bewilligten Anbieter kein Faktor. Die Frage ist allgemein gehalten, und für die eigene Situation ist die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung die richtige Adresse.
Was unter dem Strich teuer ist und was einen Schein ausmacht
Wer auf Futsal wetten will, findet in der Schweiz genau zwei Stellen, an denen das mit Schweizer Rahmen möglich ist. Der Radius ist die Grenze: Swisslos für die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande für Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Wer im falschen Gebiet wohnt, hat keinen Zugang zu einem bewilligten Online-Konto — und das ist keine Servicelücke, sondern das Prinzip.
Drei Grössen kosten den Wettenden im Alltag konkret. Die Marge im Quotensatz, die in einem illustrativen 1X2-Markt rund 4,6 % ausmachen kann und gegen die kein Bonus etwas tut. Der Cash-Out-Betrag, der in Futsal in der Schlussphase teuer wird, weil zwei Minuten Restzeit bei einem offenen Spielstand noch viel Spielraum bedeuten. Und die fehlende Handhabe gegen einen ausländischen Anbieter, wenn eine Auszahlung stockt. Ein Wechsel zu einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung tauscht eine Aufsicht gegen eine Domain.
Was man an einem ruhigen Sonntag tun kann: die eigene Verlustlimite setzen, bevor die erste Wette läuft, statt während einer Live-Phase. Und die Annahme kaufen, dass ein grösserer Radius nicht zur Sportart gehört.
Häufige Fragen zu Futsal-Wetten in der Schweiz
Gehört Futsal zum Wettangebot der beiden Schweizer Veranstalter, und wo lässt sich das prüfen?
Ob und mit welchen Märkten Futsal im Programm steht, hängt an der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa. Dort steht, welche Anlässe überhaupt zugelassen sind. Sporttip und Jouez Sport führen Futsal nicht in jedem Fall gleich. Wer sicher sein will, sieht direkt im Wettprogramm der beiden Veranstalter nach, bevor er auf eine Partie plant.
Wie wirkt sich die Nettospielzeit von 2 × 20 Minuten auf Live-Quoten aus?
Die Uhr hält bei jeder Unterbrechung an, deshalb lässt sich die Restzeit einer Futsal-Partie genauer ablesen als im Feld. Weil Mannschaftsfouls ab dem fünften zu einem Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer führen, kann ein Spiel in kurzer Zeit kippen. Live-Quoten bleiben dadurch auch bei einem Zwei-Tore-Vorsprung bis zum Schlusspfiff offen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge des Anbieters?
Der Gewinn aus einer Wette ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus eins. Die Marge eines Marktes ergibt sich aus den Quoten aller Ergebnisse: In einem illustrativen 1X2-Markt mit 2.10, 3.40 und 3.60 summiert sich die Kehrwertrechnung auf 1,048, was einer Auszahlungsquote von 95,41 % und einer Marge von 4,59 % entspricht.
Was geschieht bei einer Verlängerung in der K.-o.-Phase mit einer Wette auf die reguläre Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Steht es in der K.-o.-Phase nach 2 × 20 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten, die bei einer Wette auf die reguläre Spielzeit nicht mitzählt.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gilt eine Erhöhung?
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Was verliert, wer bei einer Wettseite ohne Schweizer Bewilligung spielt, und wie steht es um die Steuer?
Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung fehlen der Anschluss an das Sperrregister, ein Schweizer Ansprechpartner für Beschwerden und die Aufsicht durch die Gespa. Die Domains können zudem gesperrt werden. Im Gegensatz dazu sind Gewinne aus Schweizer Grossspielen bis zum hohen Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei; ausländische Gewinne können hingegen kantonal unterschiedlich als Einkommen behandelt werden.
Fussball – mobilzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
