French Open Wetten in der Schweiz: Bewilligung, Quoten und was die Marge kostet
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Was die Bewilligung für den Wettenden wirklich bedeutet
Die French Open 2026 sind gespielt und abgerechnet. Wer heute nach Quoten für Roland Garros sucht, plant bereits die Ausgabe 2027 — und stösst in der Schweiz auf eine Lage, die es in kaum einem anderen Markt gibt: Sportwetten sind hier ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Mehr gibt es nicht, und das ist keine Marktlage, sondern eine gesetzliche Obergrenze.
Für den Wettenden ist das eine Kostenfrage, bevor überhaupt eine Quote ins Spiel kommt. Ein geschlossener Markt schützt, er wählt aber nicht für Sie aus. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nicht zu Jouez Sport, wer in Genf wohnt, nicht zu Sporttip. Und wer vorhat, auf Sandplatz-Tennis zu setzen, sollte die Hausordnung genau lesen: Der erlaubte Inhalt des Wettangebots steht in einer Liste, die die Gespa führt, und was nicht darauf steht, wird nicht angeboten, egal wie attraktiv das Match gerade wirkt.
Das ist der Ausgangspunkt dieses Artikels. Nicht, ob Quoten auf die French Open gut sind, sondern was sie in der Schweiz kosten: an Auswahl, an Flexibilität, an Steuern und an Geld, das in der Marge verschwindet.
Datenstand: Oktober 29, 2026; die Angaben zur Bewilligung wurden gegen die Veranstalterbewilligungen unter dem Geldspielgesetz und die Aufsicht der Gespa geprüft.
Die Schweizer Rechtslage: ein Grossspiel, zwei Bewilligungen, viele Fragen
Online-Sportwetten fallen in der Schweiz unter das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1. Januar 2021. Wer in der Schweiz Sportwetten vermitteln will, braucht zwei Papiere: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel (Art. 21–25 BGS). Und beide gelten, so steht es im Gesetz, nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die zweite Konsequenz hat die Schweizer Wettlandschaft geformt: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt. Auf der einen Seite Swisslos, die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) durchführt; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Auf der anderen Seite die Loterie Romande, die Jouez Sport veranstaltet.
Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher in der Schweiz, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa publiziert in dieser Sache nur eines: die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer eine dritte Schweizer Bewilligung sucht, sucht sie vergeblich.
Der Reinertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS). Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt; aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr davor. Man kann das als gutes Werk lesen oder als Hinweis darauf, wo das Geld der Wettenden landet. Beides ist wahr.
Was in der Liste steht und was nicht
Die Bewilligung allein sagt noch nichts darüber, worauf Sie setzen dürfen. Der erlaubte Inhalt des Angebots ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Was dort fehlt, existiert bei den beiden Schweizer Veranstaltern nicht.

Die Liste führt Qualifikationsrunden nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenso. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Corner- und Kartenmärkte sucht man in der Liste vergeblich, eine Esports-Sektion gibt es nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Für Tennis heisst das: Die grossen Turniere stehen mit ihren Hauptfeldern zur Wette, das Drumherum nicht automatisch. Wer gewohnt ist, bei einem ausländischen Anbieter jeden erdenklichen Sonderwetten-Markt zu finden, wird hier schmaler bedient — und genau diese Schmalheit ist der Preis der Bewilligung.
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ohnehin nicht erlaubt, weil nur Sportwetten zulässig sind.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Match und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und damit Sache jedes Veranstalters — bei Sporttip umfasst es Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber ausschliesslich online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Virtuelle Sportarten: dazu ist nichts festgestellt, also steht dazu hier nichts.
Der Schweizer Rechtsrahmen für Wetten aus der Schweiz auf Roland Garros
Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze. Klingt wie eine Regel für Turnierstatistiken. Es ist eine Regel für Ihre Wette, und zwar eine der wenigen, die ein Satzergebnis vorhersehbar macht.
Der Satzmodus ist über alle vier Grand-Slam-Turniere hinweg derselbe: Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7 Punkte. Im Entscheidungssatz wird ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Darauf haben sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 verständigt.
Für den Wettenden zählt daran vor allem die Asymmetrie. Ein Herrenmatch trägt potenziell fünf Sätze, ein Damenmatch maximal drei. Wer auf die Anzahl der Sätze setzt, wettet bei den Herren auf ein breiteres Spektrum an Ausgängen als bei den Damen. Wer auf ein glattes Ergebnis in drei Sätzen setzt, hat im Damenfeld einen anderen Gegner als im Herrenfeld: dort ist ein 2:0 nach zwei gespielten Sätzen schon das Maximum, hier ist es nur der schnellste Weg.
Die praktische Konsequenz liegt nicht in der Theorie, sondern in Ihrer Zeitplanung. Ein Fünfsatzmatch kann vier Stunden dauern. Wer live nachsetzt, muss damit rechnen, dass der Markt lange offen bleibt und die Quote sich in dieser Zeit mehrfach bewegt. Wer eine Einzelwette vor dem ersten Aufschlag platziert, kauft sich diese Bewegung nicht, sondern trägt sie — was manchmal der bessere Handel ist, manchmal der schlechtere.
Für Satzwetten heisst der Modus auch: Die Zahl möglicher Satzergebnisse ist im Herreneinzel grösser, und jeder zusätzliche Ausgang ist ein zusätzlicher Ausgang, den die Marge mitfinanziert. Das wird im Abschnitt «So rechnen Sie eine Tennisquote: was die Marge aus Ihrem Einsatz zieht» konkret.
Und dann kommt die Frage, an der viele Schweizer Wetten scheitern, bevor sie beginnen: Ihr Wohnsitz. Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Für Sporttip heisst das die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein, für Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Wer im Ausland wohnt und auf Roland Garros setzen will, hat in der Schweiz keinen bewilligten Weg.
Verlustlimiten, Spielsperre und Beratung: der Schutz, den Sie selbst einstellen
Hier wird es unbequem, und zwar schon vor der ersten Wette. In der Schweiz setzt nicht der Staat eine feste Einzahlungsgrenze, sondern der Veranstalter muss von Ihnen verlangen, dass Sie eine oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste festlegen — für den Tag, die Woche oder den Monat (Art. 87 VGS). Sie sind der Regler. Das klingt nach Freiheit und ist in der Praxis eine Aufgabe, die man einmal richtig machen muss.
Wie die Limiten bei Sporttip funktionieren
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Der Mechanismus der beiden Richtungen ist der Teil, den man verstehen sollte, bevor man die Zahl einträgt. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das Gesetz verlangt 24 Stunden (Art. 87 VGS); Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer also glaubt, sich morgen schnell mehr Luft verschaffen zu können, irrt. Der Schalter lässt sich nur in eine Richtung leicht umlegen, und das ist Absicht.
Was das den Wettenden kostet, ist nicht Geld, sondern Bequemlichkeit. Wer seine Limite auf ein Niveau setzt, das er an einem durchschnittlichen Wochenende ausschöpft, verbringt die folgenden Wochenenden mit einem gesperrten Konto. Die sinnvolle Zahl liegt dort, wo ein Verlust Sie ärgert und nicht trifft.
Die Spielsperre und das Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Die Spielsperre nach Art. 80–82 BGS erfasst überschuldete und suchtgefährdete Personen sowie den Selbstausschluss, alles erfasst in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen. Eine freiwillige Sperre kann nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
An dieser Stelle halten die meisten Ratgeber ausholende, beruhigende Sätze bereit. Meine sind kürzer. Wenn Sie eine Limite brauchen, die Sie nicht selbst hochsetzen können, ist die unbefristete Spielsperre das ehrlichere Instrument. Sie steht im Register, auch bei Casinos, und in Liechtenstein. Beratungsangebote ergänzen das: Sie sind kein Zeichen eines Problems, sondern die zweite Schraube an einem Mechanismus, den man einmal einstellen sollte.
Eine Zahl, die man dazu wissen sollte, ohne sie zu bequem zu zitieren: Gespa-Testkäufe im Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen bei 200 Fällen in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer die Schweizer Zugangskontrolle als streng erzählt, sollte diese Zahl daneben legen. Online ist das anders geregelt und geprüft, an der Verkaufsstelle offenbar nicht durchgehend.
Ein Konto, eine Identität, keine anonyme Auszahlung
Ein Konto pro Spieler, mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Bei der Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Ein Konto auf den Namen des Bruders ist damit keine Schlupflücke, sondern eine Sperre.
Ein weiterer Punkt, der regelmässig Widerspruch auslöst: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Kredite an Spieler sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS) — niemand kann im Schweizer Wettlimit auf Kredit spielen. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen.
Und weil es immer wieder behauptet wird: Die Schweiz hat kein Zahlungsblockierungsinstrument gegenüber unerlaubten Wettseiten. Es gibt keinen Mechanismus, mit dem Banken oder Kartenherausgeber solche Zahlungen sperren, und dieses Werkzeug sollte man nicht erfinden, um eine Warnung zu schärfen.
So rechnen Sie eine Tennisquote: was die Marge aus Ihrem Einsatz zieht
Zwei Zahlen, mehr braucht es nicht. Die Quote sagt, was ein gewonnener Einsatz zurückbringt. Die Marge sagt, welcher Teil aller Einsätze dieses Marktes nicht zurückkommt.
Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90. Das ist ausdrücklich kein zitierter Preis, sondern ein Rechenbeispiel, damit der Mechanismus sichtbar wird; die Konstellation ist in einem Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen nichts Ungewöhnliches. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte beider Quoten und beträgt hier 95,2 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, also 4,8 %.
Was heisst die Zahl für Sie? Von jedem Franken, der in diesen Markt fliesst, bezahlt der Markt 95,2 Rappen zurück — als Band, nicht als Punktwert. Steigen die Quoten, sinkt die Marge, und der Unterschied ist klein genug, um ihn an einem einzelnen Wettschein zu übersehen und gross genug, um ihn über ein Jahr zu spüren. Wer 500 Franken pro Monat auf Zwei-Weg-Märkte dieser Art dreht, lässt rechnerisch rund 24 Franken monatlich in der Marge. Nicht sichtbar auf dem Wettschein, weil die Gebühr in der Quote steckt und nicht daneben steht.
Zwei Einschränkungen gehören dazu, sonst wird aus dem Rechenbeispiel eine Behauptung. Erstens hängt die Marge vom Markt ab: Ein Einzelmatch-Markt und ein Gesamtsieger-Markt sind nicht derselbe Handel, und wer die Marge des einen auf den anderen überträgt, rechnet gegen sich selbst. Je länger die Laufzeit einer Wette, desto mehr Zeit hat der Veranstalter, seine Einschätzung anzupassen — Bedingungen, unter denen der Wettende auf der anderen Seite einer langen Position steht. Zweitens sind 4,8 % ein Wert dieses konstruierten Beispiels. Die tatsächliche Marge eines Schweizer Veranstalters, eines Tennis-Marktes und eines bestimmten Tages ist eine andere Zahl, und sie steht nicht in diesem Artikel, weil sie nirgends veröffentlicht wird, sondern in der Quote selbst steckt.
Und dann ist da noch die Frage, was Sie überhaupt setzen dürfen. Der erlaubte Inhalt des Angebots ist die Gespa-Liste. Ein Markt, der Ihnen bei einem ausländischen Anbieter geläufig ist, muss dort nicht stehen — und wenn er nicht steht, hilft die schärfste Quotenrechnung nicht. Bevor Sie sich über eine Marge ärgern, prüfen Sie, ob der Markt auf der Liste ist.
Quoten auf den Gesamtsieger, auf Sätze und auf einzelne Matches
Die French Open wurden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand ausgetragen, Terre battue, Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier fand 1891 als «Championnat de France international de Tennis» statt. Alles Weitere ist Beiwerk, bis man auf die Quoten schaut.
Der Rekordsieger im Herreneinzel heisst Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit sieben Titeln. Solche Sätze stehen auf jeder Turnierseite und haben für Ihre Wette einen bestimmten Wert: Sie sind der Grund, warum Quoten auf einen Gesamtsieger nie bevölkerungsleer sind. Es gibt immer jemanden, der auf den Rekord setzt.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris statt. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld betrug 61’723’000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2’800’000 €.
Der Modus für 2027 ist derselbe, das Teilnehmerfeld nicht. Genau daran hängt die Langzeitwette: Der Veranstalter muss ein Feld bepreisen, das noch nicht feststeht, und er tut das mit einer Marge, die diese Unsicherheit bezahlt. Wer auf den Gesamtsieger setzt, kauft ein halbes Jahr Vorlaufzeit. Was er dafür bezahlt, steht nicht auf der Rechnung.
Wie Sie eine Tennisquote lesen
Aus Einsatz mal Quote folgt der mögliche Gewinn, und jede Quote enthält die Marge des Anbieters. Diesen Kern sollte man einmal wirklich verstanden haben, weil auf ihm Gesamtsieger-Markt, Satzmarkt und Einzelmatch-Wette gleichermassen stehen.
Ein Beispiel für die Rechnung selbst, wieder illustrativ: Wer 10 Franken auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt im Gewinnfall 21 Franken zurück, also 11 Franken Nettogewinn. Der Einsatz ist Teil der Rückzahlung, nicht ein Preis, den man bezahlt und verliert — aber nur dann, wenn das Ergebnis stimmt. Diese Rückzahlungsseite verwechselt man leicht mit einer Rendite, und das ist der Punkt, an dem Buchmacherwerbung am liebsten arbeitet.
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Preis. Aus zwei Quoten von je 2.10 wird 4.41. Aus vier werden 19.45. Das ist die Mechanik, die Kombiwetten attraktiv aussehen lässt, und gleichzeitig die Mechanik, die aus vier leichtfertig gewählten Voraussagen in Serie eine Wette macht, die ganz sicher nicht aufgeht. Die Marge jedes enthaltenen Marktes wandert mit in den Preis, verstärkt sich also mit jeder Voraussage. Wer eine Kombiwette mit zehn Beinen spielt, spielt gegen zehn Margen gleichzeitig.
Satzwetten und Live-Märkte
Satzwetten hängen direkt am Modus, und der Modus ist bei Herren und Damen verschieden. Aus dem oben Gesagten folgt für einen Markt wie «3:0 im Herreneinzel» etwas, das man leicht übersieht: Es gibt mehr mögliche Satzergebnisse im Herreneinzel, und jedes zusätzliche Ergebnis ist ein zusätzlicher Ausgang, den die Marge mitfinanziert. Bei den Damen ist die Menge der möglichen Satzergebnisse kleiner, und die Wahrscheinlichkeiten verteilen sich entsprechend anders. Die Quoten sind also nicht deshalb verschieden, weil ein Buchmacher das eine Geschlecht lieber mag.
Live-Wetten sind in der Schweiz erlaubt. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf Tennis setzt und den Verlauf über eine Verzögerung sieht, sollte diese Zeile zweimal lesen. Sie ist keine Nebenbedingung, sie ist das Regelwerk, das Ihre Live-Wette bei einem Tor oder einer Entscheidung ausser Kraft setzen kann.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Unabhängige Voraussagen — etwa der Sieger in zwei verschiedenen Erstrundenmatches — sind davon nicht betroffen.
Boosts, und was sie nicht sind
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind auch hier limitiert.
Das Wort «Boost» klingt nach geschenktem Geld. Es ist ein Anreiz, Kombiwetten zu spielen, und Kombiwetten sind der Markt mit dem grössten Anteil der Marge, den ein Wettender freiwillig trägt. Wer wegen eines Boosts ein viertes Bein anhängt, das er ohne Boost nicht gespielt hätte, hat den Boost schon beim Anhängen bezahlt. Die schöne Zahl am Ende ist echt. Die Bedingung davor auch.
Spielplan, Hauptfeld, Qualifikation: was überhaupt zur Wette steht
Das Turnier hat einen Spielplan, und der Spielplan ist die Landkarte der Wetten. Hauptfeld, Qualifikation und Finale liegen zeitlich weit auseinander, und für jede Phase gibt es andere Märkte und andere Laufzeiten.
Die Qualifikation entscheidet, wer ins Hauptfeld kommt. Sie ist der Grund, warum ein Name im Damenfinale der French Open 2026 mit dem Attribut «Qualifikantin» auftauchen konnte — Maja Chwalińska kam über diesen Weg ins Finale. Wer dort setzt, setzt auf Sandplatz-Form, die noch kein Ergebnis hat.
Die Gespa-Liste führt Qualifikationsrunden nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Der erlaubte Umfang einer Wette auf die Qualifikation ist also nicht selbstverständlich — er hängt davon ab, was in der Liste steht.
Das Hauptfeld zieht sich in den zwei Wochen des Turniers durch. Langzeitwetten laufen dabei oft über die volle Turnierdauer, während die Quoten auf einzelne Matches nur wenige Tage leben. Wer früh auf den Gesamtsieger setzt, bindet Geld über eine Laufzeit, in der ein Fussgelenk über seinen Ausgang entscheiden kann.
Das Finale schliesslich ist der Markt mit dem grössten Zustrom und der geringsten Vorlaufzeit. Quoten, die eine Woche vorher gelten, sind am Finaltag nicht mehr dieselben. Bei einem Zwei-Weg-Finale mit Quoten wie 1.90 und 1.90 verschwindet die Marge nicht, weil das Publikum grösser wird: Sie steckt in beiden Zahlen und wird nicht kleiner, weil viele Menschen dasselbe anschauen.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Tennis übersetzt: Wer auf den Satzgewinner setzt, sollte wissen, welches Regelwerk der Markt zugrunde legt. In einem Zwei-Weg-Markt auf ein Einzelmatch ist die Frage des abgebrochenen Matches die schärfere, und die Antwort steht in den Bedingungen des Veranstalters, nicht in der Zeitung.
Der Vergleich: zwei bewilligte Veranstalter, acht ausländische Seiten
Die Vergleichslogik, die hier angelegt wird, ist eng geführt, und sie ist eng, weil der Markt eng ist. Der Vergleich beschränkt sich auf bewilligte Veranstalter und prüft Wettangebot, Limiten, Quotenmarge und Auszahlung nach klaren Massstäben. Ausländische Seiten werden daneben zur Einordnung aufgeführt, weil Schweizer Spieler ihnen begegnen.
Genau hier liegt das Problem. Bei den zwei bewilligten Veranstaltern lässt sich einiges prüfen: Limiten, Bedingungen, Bewilligung, Gebiet, Ablauf der Auszahlung. Bei den acht ausländischen Seiten lässt sich die Bewilligung prüfen — und das Ergebnis ist bei allen dasselbe: keine Schweizer Bewilligung. Ein Vergleich quer über beide Gruppen würde eine Vergleichszeile erfinden, die niemand verantworten kann.
Also trennt der Vergleich sie. Auf der einen Seite zwei Veranstalter, die unter der Aufsicht der Gespa stehen, ein geschlossenes Angebot führen, Spielsperren respektieren und Gewinne nur auf ein benanntes Zahlungskonto auszahlen. Auf der anderen Seite acht Seiten ohne Bewilligung, ohne Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg.
Und weil das leicht zu einer Ja-Nein-Frage wird, die es nicht ist: Die bewilligte Seite ist nicht per Definition die für jeden bessere Wahl. Ihre Kosten heissen Gebiet, geschlossene Liste, Verifizierung und ein Kontrollmechanismus, der bei Testkäufen an Verkaufsstellen eine Ausfallquote von 47,5 % gezeigt hat. Die nicht bewilligte Seite trägt andere Kosten, und die sind höher. Nur sind es andere Kosten.
Zwei Bewilligungen, und was sie im Alltag einrahmen
Die zwei Bewilligungen sind der Grund, warum die Schweizer Wettlandschaft so aussieht, wie sie aussieht. Ein Veranstalter braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel (Art. 21–25 BGS), beide gelten nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Diese Schranke wirkt in beide Richtungen: Sie schützt, und sie verkleinert.
| Veranstalter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter beziehungsweise gemeldete Bewilligung | Wohnsitz für das Konto |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; gestützt auf die IKV 2020 | AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS, Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) | FR, GE, JU, NE, VD, VS |
| Betify | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| FortuneJack | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| BetLabel | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Funbet | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Betclic | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| X3Bet | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | nach Drittquellen gemeldet: Tobique (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Bahigo | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Rollbit | Nein: ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) | nicht im bewilligten Schweizer Angebot, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
Die Spalte zur Bewilligung ist die einzige, in der beide Gruppen sauber vergleichbar sind, und genau deshalb steht sie vorn. Was ein ausländischer Anbieter seinen Kunden an Limiten, an Auszahlungszeiten oder an Schutzwerkzeugen anbietet, ist seine eigene Sache und wird hier nicht zugeschrieben, weil dazu nichts feststeht.
Für ein Konto in der Schweiz gilt: Wohnsitz im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters, ein Konto pro Person, verifizierte Identität (Art. 47–52 VGS), keine offene Spielsperre. Diese Hürde ist niedrig für die meisten und unüberwindbar für einige: Wer im Ausland wohnt und in der Schweiz Sportwetten auf ein Grand-Slam-Turnier setzen will, hat keinen bewilligten Weg.
Swisslos Sporttip: das Konto, an dem die Limiten zuerst greifen
Wer in der Deutschschweiz wettet, landet hier, ob er will oder nicht. Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht überhaupt zulässt; Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Ein Sporttip-Konto ist damit eine Frage des Wohnsitzes, nicht des Geschmacks. Aus der Westschweiz ist es nicht zugänglich. Wer nach einem Umzug von Zürich nach Lausanne weiter bei Sporttip bleiben will, sollte die Bedingungen vorher lesen, statt sich hinterher zu wundern.
Die Limiten sind der eigentliche Charakter dieses Angebots. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000, dazu optional eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. 72 Stunden vergehen, bevor eine Erhöhung greift.
Am Wettschein selbst stehen: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Verlustlimite, die Sie setzen, und der Höchsteinsatz pro Wette sind zwei verschiedene Dinge — der eine begrenzt Ihren Tag, der andere Ihren Wettschein.
Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Was die Bewilligung an Auswahl kostet, ist bei Sporttip am deutlichsten zu sehen: Der Inhalt des Angebots ist die Gespa-Liste (Version 10.09.2026), und was dort fehlt, existiert nicht. Corner-Märkte, eine Esports-Sektion, Ranglistenwetten ohne Entscheidungsfolge — alles Fehlanzeige. Wer das als Bevormundung liest, wird bei einem ausländischen Anbieter glücklicher, und daran ist nichts Verbotenes.
Das Urteil: Sporttip ist in der Deutschschweiz der Veranstalter mit dem dichtesten Schutzwerkzeug und dem engsten Spielraum. Wer eine harte Verlustlimite sucht, die ihn vor sich selbst schützt, findet hier die schärfste Einstellung: 1-Tages-, 7-Tages- und 30-Tages-Limiten, dazu die unbefristete Spielsperre im schweizweiten Register, die auch Casinos und Liechtenstein erfasst. Wer dagegen jeden Sonderwetten-Markt als selbstverständlich voraussetzt, stösst auf die Liste, und die Liste ist kürzer, als Wettgewohnheiten es erwarten. Nicht die Quoten sind die Schranke dieses Angebots, sondern der Katalog.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, ein anderes Gebiet, ein anderer Reinertrag
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Die Bewilligungslage ist identisch: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS, Aufsicht durch die Gespa, eine der zwei Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt, Trägerin die Société de la Loterie de la Suisse Romande.
Der Vergleich mit Sporttip ist an diesem Punkt technisch banal und praktisch entscheidend. Zwei Veranstalter, ein Recht, zwei Gebiete, und dazwischen eine Grenze, die sich nicht verhandeln lässt. Ein deutschsprachiger Wettender mit Wohnsitz in Freiburg i. Ü. kann nicht bei Swisslos anmelden, ein französischsprachiger aus dem Wallis nicht bei Sporttip.
Wichtiger ist, was aus 2’350 Verkaufsstellen folgt. Die Westschweiz hat eine Verkaufsstellenkultur, die der Deutschschweizer Markt in dieser Dichte nicht kennt, und das ist der Grund, warum die Zahl nicht nur eine Firmenangabe ist. Wer den Weg über einen Schalter nimmt, fällt nicht unter die Online-Registrierung mit Ausweisprüfung — er fällt unter die Verkaufsstellenkontrolle, und zu der gibt es eine unangenehme Zahl: Bei den Gespa-Testkäufen 2025 wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette in 47,5 % der 200 Fälle an eine minderjährige Person verkauft. Eine dichte Verkaufsstellenkultur ist ein Vorteil, wenn man den Schalter sucht, und ein Risiko dort, wo die Kontrolle sitzt.
Das Urteil: Jouez Sport ist die Veranstalterin für die Westschweiz, und ihr Unterscheidungsmerkmal liegt nicht im Wettprogramm, das derselben Gespa-Liste folgt, sondern in ihrer Verankerung: sechs Kantone, ein dichtes Netz an Verkaufsstellen, ein Reinertrag, der in dieselben gemeinnützigen Zwecke fliesst wie in der Deutschschweiz. Wer online wettet, findet hier dieselben Einschränkungen und dieselben Schutzmechanismen. Wer im Kanton Freiburg oder Wallis wohnt, hat keine Wahl — und braucht auch keine, solange das Konto verifiziert und der Wohnsitz innerhalb der sechs Kantone liegt. Der Blick auf die 2’350 Verkaufsstellen trübt das Bild: Was in der Filiale an Alterskontrolle ausfällt, fällt im Internet nicht aus, aber es fällt auch nicht auf dieselbe Art auf.
Die zehn, und wie wir die zwei Gruppen trennen
Die Liste, die folgt, ist bewusst nicht als Rangliste über alle zehn gebaut. Sie enthält zwei Gruppen, die sich nicht an derselben Messlatte messen lassen. Die Bewertungsmassstäbe der Seite sind Wettangebot, Limiten, Quotenmarge und Auszahlung nach klaren Massstäben. Bei den zwei bewilligten Veranstaltern füllen diese Massstäbe sich mit prüfbaren Bedingungen. Bei den ausländischen Seiten füllt sich der Massstab der Bewilligung mit einem klaren Nein, und die übrigen Massstäbe bleiben leer, weil dazu nichts feststeht.
Die naheliegende Reaktion ist, eine gemeinsame Bestenliste zu schreiben und die Ausländer nach unten zu sortieren. Das wäre bequem und falsch. Es würde eine Vergleichszeile behaupten, die keiner der acht Seiten je zugeschrieben wurde.
Stattdessen wird hier getrennt und in derselben Reihenfolge wie im Vergleich dargestellt: erst die zwei bewilligten Veranstalter, dann die acht ausländischen Seiten ohne Schweizer Bewilligung, jede mit derselben Einordnung — ohne Bewilligung, ohne Verbindung zum Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg, mit dem Hinweis, dass ihre Domains auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden können.
Bei den acht Seiten ist die Meldung zur Bewilligung in sieben Fällen «nicht festgestellt» und in einem Fall namentlich gemeldet. Das ist keine Lücke in diesem Text, das ist der Inhalt der Angabe: Eine Bewilligung, die nicht festgestellt ist, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS), und das gilt unabhängig davon, was der Anbieter selbst auf seiner Seite behauptet.
Betify, FortuneJack, BetLabel: drei Seiten, ein Bewilligungsstand, unterschiedliche Bekanntheit
Drei ausländische Seiten, die Schweizer Spielern begegnen, und drei Mal dieselbe Feststellung: keine Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS). Eine gemeldete Bewilligung ist bei Betify nicht festgestellt, bei FortuneJack nicht festgestellt, bei BetLabel nicht festgestellt. Eine nicht festgestellte Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft.
Der Absatz darüber ist schematisch, und das hat einen Grund. Was folgt, nämlich das Sperrregister, der Schweizer Rechtsweg, die Sperrliste, ist eine Aufzählung, die für jede der acht Seiten identisch ausfällt. Wer den Text unten zehn Mal liest, lernt beim zweiten Mal nichts dazu. Deshalb steht das Drumherum bei den ersten drei Seiten einmal vollständig und bei den folgenden in Kurzform.
Zur rechtlichen Lage gehört der eindeutige Satz: Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fairplay-Kontrolle.
Für alle drei heisst das im Alltag: kein Anschluss an das schweizerische Register der gesperrten Personen (Art. 80–82 BGS), kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain auf die Sperrliste der Gespa kommt und über DNS durch Schweizer Telekom-Anbieter blockiert wird (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste.
Ein Hinweis zum Sperrmechanismus, weil er oft falsch erzählt wird: Die Sperrliste blockiert Domains, nicht Konten. Ob eine bestimmte Seite heute erreichbar ist, sagt nichts darüber, ob und wie sie zahlt. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich bei keinem Anbieter zurücknehmen, und bei einem Anbieter ohne Schweizer Rechtsweg gibt es auch keinen, an den man sich dann wendet.
Das ist bei diesen drei Seiten der Punkt, an dem eine Kostenrechnung umkippt. Der Weg über eine Seite ohne Bewilligung kostet nicht nur die 24 Franken jährlicher Marge, die unser Beispielmarkt ausweist. Er kostet das Recht, sich zu beschweren.
Und Steuern kommen dazu, mit einer kantonalen Spitze: Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und plant, bei Betify oder FortuneJack einen grösseren Betrag zu gewinnen, sollte das vorher mit der kantonalen Steuerverwaltung klären, nicht danach.
Der Bewilligungsstand, nicht die Quote, entscheidet: Deshalb genügt ein Absatz für alle drei statt je einem. Wer bei Betify oder BetLabel nach einem spezifischen Vorteil sucht, den Swisslos nicht bieten kann, wird ihn vermutlich im Katalog finden — exotischere Märkte, mehr Ligen und eine Preisbildung, die sich an ein anderes Publikum richtet. Genau dieser Unterschied ist die Gegenleistung dafür, dass das Sperrregister des eigenen Landes nicht mehr greift, und das ist kein Vorteil, den man mit 10 Franken Einsatz testet. Bei FortuneJack verdient die Kombination aus unbekannter Bewilligung und blockierbarer Domain einen besonders wachsamen Blick, weil beide Informationen zusammen keinerlei Rechtsweg vermuten lassen.
Funbet, Betclic und X3Bet: die Freizeitadresse und die Papiere ohne Kraft
Diese drei teilen den Bewilligungsstand mit den vorigen: keine Schweizer Bewilligung. Bei Funbet und Betclic ist eine gemeldete Bewilligung nicht festgestellt. Bei X3Bet ist sie nach Drittquellen gemeldet — Tobique in Kanada — und hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS).
Die Meldung selbst ist die prüfenswerte Angabe. Eine Bewilligung in einem anderen Land regelt nichts in der Schweiz, und Art. 4 BGS macht das ausdrücklich. Wer bei X3Bet ein Konto eröffnet, sollte wissen, dass die Lizenz, die er auf der Startseite sieht, eine andere ist als die, die seinen Rechtsweg bestimmt.
Bei Betclic und Funbet gilt die bekannte Aufzählung: kein Anschluss an das Register (Art. 80–82 BGS), kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain auf die Sperrliste kommt. Die Domain-Hopping-Praxis gehört dazu: Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Anbieter, die eine blockierte Adresse innerhalb von Stunden ersetzen. Eine gesperrte Seite ist damit kein geschlossener Laden und auch kein Beweis für irgendetwas — nur ein Hinweis darauf, dass die Aufsicht hinschaut.
Ein Punkt, der bei allen drei gleich liegt und für Schweizer Steuerzahler interessant ist: Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Bei Schweizer Veranstaltern sieht das anders aus, dazu unten mehr. Wer zwischen zwei Adressen schwankt, sollte diese Zeile zusammen mit der Sperrliste lesen und dann entscheiden, was für ihn schwerer wiegt.
Der Papierwert ist der Knackpunkt: Bei X3Bet ist die gemeldete kanadische Bewilligung die einzige, die überhaupt namentlich auftaucht, und sie hilft vor einem schweizerischen Gericht nicht weiter. Bei Funbet und Betclic ist nicht einmal eine Meldung vorhanden. Das ist kein Qualitätsunterschied unter den dreien von der Sorte «eine ist besser» — es ist ein Unterschied darin, wie leicht sich die Frage nach der Rechtsgrundlage überhaupt beantworten lässt. Am schwersten zu beantworten und deshalb am meisten zu prüfen: X3Bet.
Bahigo und Rollbit: zwei Seiten ohne Papiere, und der Steuersatz, den sie nicht auslösen
Bahigo und Rollbit stehen am Ende der Einordnung, und beide tragen denselben Vermerk: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Aufzählung kennt jetzt jeder: kein Register, kein Rechtsweg, Sperrliste möglich.
An dieser Stelle lohnt der genaueste Blick auf das, was die Schweiz auf der anderen Seite bietet. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag ist anders, deshalb heisst es «je nach Kanton» und nicht eine Zahl aus einem bestimmten Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.
Die praktische Übersetzung: Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Grenze. Keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Das ist bei einem Schweizer Veranstalter so, und das gilt nicht pauschal für Gewinne bei ausländischen Anbietern, wo die kantonale Praxis abweichen kann. Eine Steuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht; wer sie in einer Rechnung findet, hat sie erfunden. Und weil das alles einzelfallabhängig ist: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Was am unteren Ende der Vergleichstabelle wirklich zählt: Bei Bahigo und Rollbit lassen sich die meisten Bewertungsmassstäbe nicht ausfüllen, aber die eine Zeile, die sich bei jeder Schweizer Wette ausfüllen lässt, ist hier negativ — kein Anschluss an das Register, kein Rechtsweg, und die Sperrliste möglich. Wer auf Roland Garros setzt und gewinnt, steht bei einem Anbieter ohne Bewilligung vor einer Steuerpraxis, die von seinem Wohnkanton abhängt, und vor einer Durchsetzung, die er selbst bezahlen müsste.
Was ein Gratisspielguthaben nach Gesetz und eine Gratiswette nach Marktbrauch unterscheidet
Gratisspielguthaben braucht die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; im Jahr 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt). Bonusbeträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen der Veranstalter.
Die Zahl ist interessant, weil sie klein ist. 32 Zustimmungen in einem Jahr, über einen Markt mit zwei Veranstaltern und einem Publikum von mehreren Hunderttausend. Wer in einem deutschen Vergleichsportal liest, dass der Markt von Willkommensangeboten lebt, liest über einen anderen Markt.
Wer ein Gratisspielguthaben oder eine Gratiswette erhält, sollte das eine vor dem anderen kennen: Eine Gratiswette zahlt den Einsatz in der Regel nicht mit aus. Gewinnt sie, kommt der Nettogewinn, nicht der Einsatz. Ein Gratisspielguthaben ist etwas anderes. Und ein Angebot, das eine Einzahlung voraussetzt, bleibt ein einzahlungsgebundenes Paket, auch wenn es wie ein Geschenk aussieht.
Und dann ist da noch der Kombiboost, der kein Guthaben ist: mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, ein Bonus von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. «Boost» klingt nach einer besseren Quote. Es ist ein Zuschlag auf ein Bündel, das man zuerst spielen muss.
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) — beschreiben ist erlaubt, bewerben nicht. Eine zeitliche Werbebeschränkung nach Tageszeit kennt das Gesetz nicht.
Warum die französischen Meisterschaften für Schweizer Wettende ein anderes Turnier sind
Die French Open sind, wie jedes Grand-Slam-Turnier, für ein internationales Publikum gebaut. Für Schweizer Wettende sind sie aus einem Grund anders: Das Turnier liegt ausserhalb der Schweiz, aber das Wettangebot darauf nicht. Und weil das Schweizer Recht den Inhalt des Angebots in einer Liste festhält, wird ein Match in Paris zu einem Schweizer Markt mit Schweizer Regeln, sobald Swisslos oder die Loterie Romande eine Quote darauf stellen.
Das erklärt, warum eine Wette auf die French Open nicht dieselbe Vielfalt hat wie eine Wette auf dieselbe Partie bei einem internationalen Buchmacher. Es erklärt auch, warum die Marge hier nicht nur eine Zahl ist, sondern eine politische: Ein gemeinnütziger Reinertrag von CHF 562 Mio. fällt nicht aus dünner Luft. Er fällt aus dem, was in den Quoten steckt.
Wer heute nach French-Open-Quoten sucht, wird in der Schweiz auf zwei Anbieter treffen, auf ein Turnier, das in seinem Rhythmus vergangen ist und im nächsten Jahr wiederkommt, und auf eine Frage, die vor jeder Quote steht: Ist der Markt, den ich sehen will, überhaupt auf der Liste?
Gibt es French-Open-Quoten bei einem Schweizer Veranstalter, und was kostet der Blick auf eine Nummer
Von den zwei Bewilligungen bis zur einzelnen Quote ist es ein weiter Weg, und drei Stationen entscheiden über den Preis: ob der Markt auf der Gespa-Liste steht, ob Sie im richtigen Kantonsgebiet wohnen, und ob die Marge Ihres Marktes so ist, wie eine Quote von 1.90 und 1.90 es andeutet.
Und auch der Hinweis gehört hierher: Die 4,8 % sind ein illustratives Band aus einem konstruierten Beispiel, keine Angabe zu einem bestimmten Schweizer Anbieter. Der Satz «4,8 % von jedem Franken» klingt präzise. Präzise ist er nur für den Markt, den er beschreibt — und den beschreibt dieses Beispiel, nicht Swisslos und nicht Loterie Romande.
Am Ende bleibt eine Rechnung, die man vor jedem Einsatz machen kann und die nichts kostet: Einsatz mal Quote gibt den Rückzahlungsbetrag, nicht den Gewinn. Der Nettogewinn ist der Anteil darüber. Alles, was dazwischen an Werbung, Boost und Gratiswette steht, ändert an dieser Zeile nichts — ausser, dass es einen dazu bringt, sie zu überspringen.
Häufige Fragen zu Online-French-Open-Wetten in der Schweiz
Welche Wetten auf Tennisturniere dürfen Schweizer Veranstalter überhaupt anbieten?
Nur Sportwetten, und nur den Katalog der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe also nur, wenn sie dort ausdrücklich aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur bei Entscheidungsfolge für Podest oder internationale Teilnahme, Trainingsläufe nie. Corner- und Kartenmärkte sowie Esports sucht man in der Liste vergeblich.
Wie lesen sich Quoten auf den Gesamtsieger, und was ist die Marge darin?
Eine Gesamtsieger-Quote ist eine Preisaussage auf ein Feld, das lange vor dem ersten Aufschlag eingeschätzt werden muss. Die Marge steckt in der Quote und ist an ihr nicht ablesbar; in einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei 95,2 % und die Marge bei 4,8 %. Wie hoch die Marge eines konkreten Tennis-Marktes ist, entscheidet die Plattform und sagt sie nicht.
Warum spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen für Satzwetten eine Rolle?
Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Im Herreneinzel gibt es damit mehr mögliche Satzergebnisse als im Dameneinzel, und jedes zusätzliche Ergebnis ist ein zusätzlicher Ausgang, den die Marge des Marktes mitträgt.
Wann wirkt eine Verlustlimit-Änderung, und was passiert bei einer Spielsperre?
Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden diese Frist an, das Gesetz verlangt 24 Stunden (Art. 87 VGS). Eine unbefristete Spielsperre steht im schweizweiten Register und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein; eine freiwillige Sperre wird erst nach drei Monaten aufgehoben.
Worin unterscheidet sich ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung von einer ausländischen Wettseite?
Der eine hält eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung unter dem BGS und untersteht der Gespa, der andere nicht, und eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Dem Schweizer Veranstalter fehlen Marktvielfalt, Wahlfreiheit und Ortsunabhängigkeit; der ausländischen Seite fehlen Sperrregister, Schweizer Rechtsweg und Fairplay-Kontrolle.
Muss ein Gewinn aus einer Wette auf die French Open versteuert werden?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, kantonal gilt «je nach Kanton». Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Bei ausländischen Anbietern ist die kantonale Praxis uneinheitlich, im Thurgau gilt der Gewinn unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen.
Tennis – mobilzahlungwetten
Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»
