Yankee-Wetten bei Schweizer Anbietern im Kostencheck

Updated Oktober 2026
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Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.

Datenstand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht wurden gegen die Bewilligungs- und Spielregelangaben der Schweizer Veranstalterinnen sowie gegen die Aufsichtsunterlagen der Gespa geprüft.

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Eine Yankee-Wette ist kein Trick und keine Abkürzung. Sie ist ein Wettticket, auf dem vier Voraussagen stehen, aus denen der Anbieter mehrere Einzel- und Kombinationswetten gleichzeitig bildet, und der Einsatz wird für jede dieser Teilwetten fällig. Wer vier Spiele tippt und dafür CHF 11 bezahlt, hat nicht eine Wette abgeschlossen, sondern elf. Genau darin liegt der Reiz, und genau darin liegt die Rechnung, um die es auf dieser Seite geht.

In der Schweiz gibt es für diese Rechnung nur zwei Adressen. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen Sportwetten veranstalten, mehr nicht, und wer das anders sieht, findet im Ausland Dutzende von Plattformen, die einem Schweizer Publikum entgegenkommen, ohne je eine Schweizer Bewilligung zu besitzen. Zwischen diesen beiden Welten entscheidet sich, was ein Yankee-Ticket kostet — an Einsatz, an Limiten, an Steuern und im schlimmsten Fall an Rechtsschutz.

Der Aufbau dieser Seite folgt dieser Erkenntnis: zuerst der Vergleich selbst, dann was eine Yankee-Wette überhaupt ist, dann die Rechtslage, dann der Spielerschutz, dann Märkte und Quoten, danach die zehn Anbieter im Einzelnen und zuletzt die Fragen, die sich beim Lesen immer wieder stellen.

Der Vergleich: zehn Anbieter, zwei Bewilligungen

Für Yankee-Tickets von drei oder vier Richtigen gibt es in der Schweiz keinen zweiten zugelassenen Anbieter neben Swisslos und der Loterie Romande. Die folgende Einordnung stellt die beiden Bewilligungsträger den ausländischen Plattformen gegenüber, die Schweizer Wettende ebenfalls antreffen.

panorami

Anbieter Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
1Bet Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Wettigo Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
PowBet Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Cloudbet Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Bahigo Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
BDMBet Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
FortuneJack Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
GG Bet Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz

Die Spalte mit der gemeldeten Bewilligung ist bei acht der zehn Zeilen dieselbe Aussage, und das ist keine Nachlässigkeit in der Tabelle, sondern deren eigentliches Ergebnis. Eine Bewilligung, die in Curaçao, auf Malta oder in Deutschland erteilt wurde, entfaltet auf Schweizer Boden keine Wirkung, und die Gleichförmigkeit der Zeilen ist der sichtbare Ausdruck davon. Wer zwei Plattformen nach ihrer «Lizenz» vergleicht, vergleicht bei diesen acht Anbietern nichts. Verglichen werden kann an dieser Stelle nur, was jede Plattform tatsächlich liefert: Quoten, Märkte, Auszahlungswege und die Frage, ob im Streitfall jemand zuständig ist.

Deshalb steht bei Swisslos und der Loterie Romande mehr in der Tabelle als bei den übrigen acht. Dort ist die Bewilligung ein prüfbarer Sachverhalt mit einer Aufsichtsbehörde dahinter, hier ist sie eine Angabe ohne Adressaten. Der Unterschied wirkt sich nicht auf die Quote aus, aber auf alles, was nach dem Absenden des Tickets passiert.

Grundlagen: wie eine Yankee-Wette tatsächlich aufgebaut ist

Vier Voraussagen, elf Teilwetten, ein Ticket. Wer die Zahl elf unterschätzt, zahlt für eine Wette, die er nicht bestellt hat. Die vier gewählten Spiele werden nach einem festen Schema zu sechs Zweierkombinationen, vier Dreierkombinationen und einer Viererkombination gebündelt, und jede dieser elf Kombinationen ist eine eigene Wette mit eigenem Einsatzanteil. Bei einer Super Yankee mit fünf Voraussagen sind es dann nicht elf, sondern 26 Teilwetten, bei einem Heinz sogar 57.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Der entscheidende Punkt dabei ist nicht die Anzahl, sondern die Richtigkeitsschwelle. In der klassischen Yankee (ohne Einzelwetten) reichen drei richtige Tipps nicht für einen Gewinn, sondern nur für die Abfederung: Die getroffene Dreierkombination und die drei Zweierkombinationen aus diesen drei Spielen zahlen etwas zurück, und die übrigen sieben Teilwetten sind verloren. Erst mit vier richtigen Tipps gewinnen alle elf Teilwetten. Das ist die Wette, die im Marketing gern als «Rundum-Absicherung» verkauft wird, und der Begriff hält sich nur, solange man darüber hinwegliest, wie viel ein Dreier von vier tatsächlich zurückbringt.

Die Gewinnermittlung folgt bei beiden Schweizer Veranstalterinnen derselben Grundlogik: Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Swisslos rundet diesen Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab. Klingt nach einem Detail von einem halben Rappen, ist aber bei einem Ticket mit elf Teilwetten eine Summe von elf Einzelabrundungen, und die fallen alle in dieselbe Richtung. Wer wissen will, was eine Yankee-Wette auszahlt, sollte deshalb nicht nur auf die Quoten schauen, sondern auch darauf, wer die letzte Rundung macht und in welche Richtung sie fällt.

Elf Wetten, ein Gewinn — warum Teilgewinne kleiner aussehen, als sie sind

Ein häufiger Denkfehler beim Umstieg von der Kombiwette auf die Systemwette: Man erwartet, dass mehr Wetten auch mehr Gewinn bedeuten. Das stimmt bei voller Richtigkeit, aber der grösste Teil der Fälle liegt darunter. Landen nur drei von vier Tipps richtig, zahlt die Yankee einen Bruchteil dessen zurück, was die gleiche Auswahl als einzelne Dreierkombination eingebracht hätte, weil der Einsatz auf elf Teilwetten verteilt wurde statt auf eine. Die Verteilung des Einsatzes ist der Preis der Absicherung, und dieser Preis ist der ganze Sinn des Konstrukts.

Bei einer Super Yankee wächst die Verzweigung: Fünf Voraussagen ergeben 26 Teilwetten, wovon die beiden Vierer und der Fünfer erst bei nahezu perfektem Tipp greifen. Die Obergrenze für den Einsatz pro Wettschein setzt solchen Konstruktionen in der Schweiz eine harte Schranke. Bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten, und eine Kombiwette umfasst dort zwei bis zehn Voraussagen. Ein Heinz mit 57 Teilwetten lässt sich in dieser Logik nur dann vollständig abbilden, wenn der Einsatz je Teilwette entsprechend klein bleibt.

Bei Sporttip dagegen beträgt der Höchsteinsatz für eine einzelne Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette aber CHF 10’000. Diese zehnfache Spanne ist keine Kulanz, sondern die Anerkennung des Konstrukts: Eine Systemwette verteilt ihren Einsatz über viele Teilwetten, und derselbe Gesamtbetrag muss deshalb anders behandelt werden als bei einem einzelnen Ticket auf ein einziges Spiel. Swisslos behält sich vor, die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen zu ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Was ein Yankee-Ticket in Prozenten kostet

Bei einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 Prozent, die Marge des Anbieters also bei ungefähr 5 Prozent des Umsatzes auf diesem Markt. Diese Zahl ist ein Beispiel und keine bei einem Anbieter abgelesene Quote, aber sie zeigt die Grössenordnung, um die es hier geht: Von jedem Franken, der auf einen ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt gesetzt wird, bleiben dem Veranstalter im Schnitt etwa 5 Rappen.

Der Ansatzpunkt für Yankee-Wettende liegt in der Vervielfachung. Die Marge fällt nicht einmal an, sondern in jeder der elf Teilwetten, und bei einer Kombination multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote, die den Schlüssel jeder Leg bereits eingerechnet hat. Über elf Teilwetten addiert sich derselbe Prozentsatz zu einem spürbaren Betrag, ohne dass ein einziger Tipp dadurch besser würde. Das ist keine Kritik an den Anbietern, sondern die Mechanik des Produkts, und wer sie kennt, kann einschätzen, warum eine Yankee mit vielen kleinen Teilwetten im Erwartungswert schlechter dasteht als zwei saubere Einzelwetten, obwohl das Marketing die grössere Abdeckung betont.

Wer den Schlüssel für ein konkretes Ticket nachrechnen will, findet ihn für jeden Markt selbst: die Kehrwerte der Quoten aller möglichen Ausgänge addieren und daraus den Kehrwert bilden. Bei 1.90 und 1.90 ergibt das einen Schlüssel von rund 95 Prozent und damit eine Marge von rund 5 Prozent — bei ungleichen Quoten verschiebt sich beides, und je niedriger der Schlüssel, desto teurer das Ticket.

Rechtslage: wer in der Schweiz überhaupt veranstalten darf

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK ist hier zuständig, die beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel sind nötig, und beide «gelten nur in der Schweiz». Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und dabei ist es geblieben.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Swisslos veranstaltet Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer ausserhalb seines Gebiets wohnt, bekommt dort kein Online-Konto.

Ein Konto setzt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus, in der Praxis im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Bei Swisslos kommt hinzu, dass jede Person sich nur einmal registrieren darf, dass keine Spielsperre bestehen darf und dass die Ausweisdaten aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Das ist der aufwendigste Teil des Einstiegs und der Grund, weshalb Schweizer Wettende gelegentlich auf Plattformen ausweichen — der Ausweis wird dort seltener verlangt, und genau daraus entsteht das Risiko.

Wenn das Ticket aus dem Ausland kommt

Eine ausländische Bewilligung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Die Spielenden selbst werden nicht bestraft, aber sie tragen die Folgen: kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Fair-Play-Kontrolle, und im Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden.

Ein praktischer Punkt, der oft falsch dargestellt wird: Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Blockierte Domains werden aber innerhalb von Stunden ersetzt — das sogenannte Domain-Hopping —, weshalb die Liste eher eine Hürde als eine Mauer ist. Anders als gelegentlich behauptet, gibt es in der Schweiz kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenherausgeber Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren. Wer dort Geld einzahlt, tut das mit einem gewöhnlichen Zahlungsauftrag und ohne Schutz.

Was in der Schweiz erlaubt ist, lässt sich ebenfalls nicht frei ausdehnen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste, die die Gespa für Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten führt. Qualifikationsrunden erscheinen dort nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe gar nicht. Corner- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, eine Esport-Sektion ebenso. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ohnehin gesperrt.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern die Veranstalterin über die entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Geldspielgesetz nicht. Cash-Out ist dagegen nicht geregelt — es ist bei Swisslos ein Merkmal des Produkts und keine gesetzlich verbürgte Leistung, und Swisslos muss es nicht für alle Wetten anbieten.

Und die Steuer? Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich. Ab dem 1. Januar 2026 liegt die Bundeslimite bei CHF 1’071’000, für 2025 lag sie bei CHF 1’070’400; die kantonale Limite weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb der Limite behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.

Spielerschutz: warum ein Yankee-Ticket beim Budget anders einschlägt

Bei einer Yankee-Wette werden mehrere Einsätze gleichzeitig gebunden, und der Gesamteinsatz wiegt entsprechend schwerer als der Betrag, der auf dem Wettschein als Erstes ins Auge fällt. Deshalb verlangen die Schweizer Veranstalterinnen vor der ersten Teilnahme mehr als eine Zustimmung zu den AGB.

Bei Swisslos müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, wobei die Oberlimite CHF 9’999 beträgt und für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Nach Gesetz muss die Veranstalterin einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen, wobei eine Senkung sofort wirkt und eine Erhöhung nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Zusätzlich lässt sich bei Swisslos eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Ein gesetzlich fixierter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.

Die Spielsperre ist das zweite Instrument, und sie ist die härtere der beiden. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperrt, ist aus dem Spiel — nicht nur aus einem Produkt, sondern aus dem gesamten Schweizer Angebot. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Bei den Verkaufsstellen ist die Bilanz ernüchternd. Die Gespa hat 2025 in Testkäufen geprüft, ob an Verkaufspunkten Sportwetten an Minderjährige abgegeben werden, und in 47,5 Prozent von 200 Fällen war das der Fall. Wer die Kontrolle an der Verkaufsstelle für streng hält, irrt. Online tragen die Ausweispruefung und das Sperrregister dagegen deutlich weiter, und genau dort liegt der Spielerschutz, den ein Schweizer Ticket mitbringt.

Was das für die Einsatzplanung bedeutet

Der Verlustlimite kommt bei einem Bündelprodukt eine andere Rolle zu als bei einer Einzelwette. Weil elf Teilwetten gleichzeitig scharf sind, wird der gebundene Betrag höher, während der Limite unverändert bleibt. Wer die Yankee mit dem maximalen Einsatz spielt und die Richtigkeitsschwelle verfehlt, hat in einem einzigen Ticket einen grossen Teil der für den Monat verfügbaren Verlustlimite aufgebraucht.

Praktisch heisst das: Ein festes Budget gehört vor die Wette, nicht danach, und der Einsatz pro Teilwette ist die Grösse, die man festlegt, nicht der Betrag am Ende des Wettscheins. Wem das Setzen von Verlustlimiten lästig erscheint, dem sei gesagt, was sie tatsächlich sind — die einzige Stelle im System, an der eine Zahl steht, die nicht der Anbieter kontrolliert. Bei Swisslos lassen sich die Limiten jederzeit senken, mit sofortiger Wirkung; wer erst mitten in einer Verlustserie daran denkt, kann zumindest in dieser Richtung noch handeln.

Wetten und Quoten: die Märkte hinter einem Yankee

Jede Teilwette braucht mehrere richtige Tipps. Die Yankee-Struktur aus Zweier-, Dreier- und Viererkombinationen ist davon nicht zu trennen und macht die Wette zu einem Paket, das seinen Wert aus der Zahl gleichzeitig richtiger Voraussagen zieht. Wer die Richtigkeitsschwelle kennt, weiss auch, welche Anbieterfunktionen für sie relevant sind und welche nicht.

Der Kombiboost bei Sporttip setzt genau an dieser Stelle an und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten. Ein Quantum mehr Rendite ist das, und ein Quantum ist hier wörtlich zu nehmen: Bei den vier Voraussagen, die eine klassische Yankee ausmacht, liegt der Zuschlag auf den Nettogewinn bei 5 Prozent, und die Mindestquote von 1.50 pro Voraussage schliesst viele der engen Favoritentipps aus, mit denen sich eine Yankee gern bestücken lässt. Wer die vier Spiele mit Quoten unter 1.50 wählt, bekommt gar nichts davon.

Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Für eine Yankee sind sie damit nicht kombinierbar, weil eine Systemwette keine Einzelwette ist. Wer beide Vorteile will, muss sich entscheiden.

Die Reguläre Spielzeit ist der dritte Punkt, an dem ein Yankee-Ticket kippt, und der am wenigsten beachtete. Sie umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Vier Spiele, die ins Elfmeterschiessen gehen, haben für die meisten Yankee-Voraussagen keine Wirkung mehr. Bei Juoyez Sport darf die Gesamtquote einer Kombi 100’000 nicht übersteigen, und die Quote einer Einzelwette oder Kombi muss mindestens 1.10 betragen.

Die abhängigen Wettereignisse derselben Sportveranstaltung sind ein eigener Fall. Bei Sporttip kombiniert Swisslos sie ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer eine Corner-Wette und eine Über/Unter-Wette desselben Spiels in einer eigenen Kombination unterbringen will, braucht diese Funktion. Bei einer Yankee würde ein solcher Tipp über die Einzelwettstruktur hinausgehen.

Wo die Quote am wichtigsten ist — und wo das Bündel manchmal mehr auszahlt als der Einzeltipp

Bei einer Yankee entscheidet nicht ein einzelner Treffer, sondern das Zusammenspiel. Wer drei von vier Tipps richtig hat, bekommt nur die eine Dreierkombination und die drei Zweierkombinationen aus diesen drei Spielen zurück; die sieben Wetten mit dem vierten Tipp sind verloren. Bei vier Richtigen zahlt dagegen alles, und die Gesamtquote multipliziert sich aus vier Einzelquoten zu einer Zahl, die eine Einzelwette nie erreicht.

Wer mit einem Container-Ticket liebäugelt, sollte die entscheidende Zahl vorher ausrechnen. Vier Spiele mit je 2.00 ergeben als Viererkombination eine Gesamtquote von 16.00, während die gleiche Auswahl als Yankee mit 11 Einheiten Einsatz unter Umständen weniger einbringt als der eine direkte Vierer, wenn dieser voll trifft. Die Frage, die sich praktisch stellt, ist deshalb nicht, ob ein Yankee mehr Chancen bietet, sondern welcher Anteil des Einsatzes auf das unwahrscheinlichste Ereignis — alle vier Tipps richtig — entfällt und ob man diesen Anteil überhaupt spielen will.

Beide Schweizer Anbieter führen die Auszahlung über den Wettschein in engem Rahmen. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Bei Swisslos verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Ein letztes Detail, das die Geduld belohnt: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette bei Swisslos ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Eine Quote von 1.00 in einer Kombination ist keine Neutralität, sondern eine Verkleinerung der Gesamtquote — für die restlichen Wetten im Ticket bedeutet sie, dass ein Teil des Bündels einfach verschwindet.

Wenn die Quoten fehlen: die Rechner

Ein Yankee-Rechner gibt eine Zahl aus und verschweigt die entscheidenden Bedingungen. Er nimmt die eingegebenen Quoten und multipliziert sie nach dem bekannten Schema, aber er kennt weder die Mindestquote für einen Kombiboost, noch die Rundungsregel des Veranstalters, noch die Obergrenze für einen Wettschein. Wer mit einem solchen Rechner plant, rechnet mit sauberen Zahlen und trifft auf ein Regelwerk, das die saubere Zahl anschliessend zurechtstutzt.

Die Gegenmassnahme ist schlicht: Bei den beiden Schweizer Veranstalterinnen stehen die Bedingungen offen, und ein Vergleich der Rechnerzahl mit der Auszahlungsregel kostet fünf Minuten. Bei Systemwetten, die den Höchsteinsatz für eine Kombinationswette weit überschreiten, ist der limitierende Faktor ohnehin nicht die Quote, sondern die Annahmegrenze.

Swisslos Sporttip: die bewilligte Adresse für Deutschschweizer Yankee-Tickets

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 veranstaltet; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung nach Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa macht Sporttip für Wettende in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein zur einzigen bewilligten Anlaufstelle für Systemwetten.

Die Einsatzlimiten sind für Yankee-Wettende der erste Faktor. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Bei vier Voraussagen mit je CHF 10 pro Teilwette kommt ein Ticket auf CHF 110, was deutlich unter der Systemgrenze liegt; wer mit dem Höchsteinsatz arbeiten will, erreicht die CHF 10’000 bei elf Teilwetten nur mit weit über CHF 900 pro Teilwette und muss das Geld entsprechend bereithalten.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Für ein Yankee-Ticket heisst das: Es gibt keine Möglichkeit, nur eines der vier Spiele vorzeitig zu verkaufen. Entweder das ganze Bündel geht, oder nichts geht, und der gebotene Preis liegt unter dem, was ein voller Treffer einbringen würde.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer eine Yankee live zusammensetzt, sollte diesen Satz kennen, bevor er sich über eine nicht anerkannte Teilwette ärgert.

Beim Geld haben die Bedingungen ebenfalls klare Kanten. Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay steht als Zahlungsart zum Aufladen zur Verfügung, und die Transaktion wird direkt in der PostFinance-App bestätigt. Ausgezahlt wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, Gewinne darüber werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen.

Dass Swisslos die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann und eine Wette über der Limite nicht angenommen wird, ist die Klausel, die man beim Lesen der Bedingungen zuletzt wahrnimmt und am ehesten einmal zu spüren bekommt. Das Urteil: Sporttip ist die Adresse mit dem dichtesten Regelwerk und dem engsten Handlungsspielraum — ein Yankee-Ticket auf vier Spiele mit durchschnittlichen Einsätzen lässt sich hier problemlos platzieren, und die Systembewilligung mit CHF 10’000 Obergrenze trägt auch grössere Konstruktionen. Wer dagegen schnelle Auszahlungen braucht oder Teiltreffer früh realisieren will, stösst an Grenzen, die andere Anbieter nicht haben. Auf diese Seite gehört trotzdem der ehrliche Hinweis, dass die Alternative nicht kostenlos ist: Sie ist unreguliert.

Loterie Romande Jouez Sport: Westschweizer Systemwetten mit eigener Rechnung

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Für Yankee-Wettende in der Romandie ist sie die zweite — und einzige weitere — bewilligte Anlaufstelle.

Die Limiten liegen spürbar tiefer als bei Sporttip und sind strenger formuliert. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer eine Yankee mit vier Voraussagen spielt, muss den Einsatz also auf elf Teilwetten verteilen und dabei die 7’500er-Grenze des Wettscheins im Auge behalten — bei mehreren Multiples auf einem Schein ist diese Grenze schneller erreicht, als der Höchsteinsatz pro Wette vermuten lässt.

Nach oben ist Jouez Sport dagegen grosszügiger als Sporttip, jedenfalls beim Ertrag: Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die untere Grenze von 1.10 ist niedrig und schliesst praktisch keinen Tipp aus; die obere Grenze von 100’000 markiert dafür die Schmerzgrenze, an der eine sehr lange Kombination aus Aussenseitern aus dem Raster fällt.

Was die beiden Westschweizer Adressen unterscheidet, sitzt weniger in den Zahlen als im Alltag: 2’350 Verkaufsstellen bedeuten, dass ein Wettschein auch ohne Online-Konto spielbar ist, was in der Deutschschweiz für Sporttip ebenfalls gilt, aber mit anderen Mindestbeträgen. Wer online spielt, zahlt in der Romandie mindestens CHF 2 pro Teilwette; bei elf Teilwetten liegt der Minimaleinsatz eines Yankee-Tickets damit bei CHF 22, während es bei Swisslos schon mit CHF 11 möglich ist. Das Urteil: Jouez Sport ist die richtige Anlaufstelle für Westschweizer, die einen hohen Gewinnrahmen über alles andere stellen — die CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples gelten in dieser Höhe bei keiner anderen Schweizer Adresse. Wer mit kleinen Einsätzen arbeiten will, zahlt dafür einen Mindestpreis pro Teilwette, der doppelt so hoch ist wie beim Mitbewerber.

1Bet: breite Produktpalette ohne Schweizer Bewilligung

1Bet gehört zu den ausländischen Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine im Ausland gemeldete Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS hier keine Wirkung. Die Plattform ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Der Höchsteinsatz für eine Sporttip-Einzel- oder Kombinationswette von CHF 1’000 und die Systemgrenze von CHF 10’000, die auf der Schweizer Seite gelten, sind hier keine Bezugsgrösse — es gibt keine Limite, die ein Schweizer Recht einem Anbieter auferlegt hätte. Dafür fehlt jede Instanz, an die sich ein Wettender im Streit wenden könnte.

Das Urteil: 1Bet ist eine Option für Wettende, die ohnehin nur online spielen und für die die Verfügbarkeit von Märkten und Live-Wetten wichtiger ist als der Ort der Bewilligung. Wer ein Systemticket über mehrere tausend Franken plant, sollte sich bewusst sein, dass dieses Geld im Streitfall ohne zuständige Stelle bleibt.

Wettigo: Ausweichadresse für Wettende ohne Ausweisgeduld

Wettigo ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei allen Anbietern dieser Gruppe gilt: Die Schweizer Bewilligungen liegen bei Swisslos und der Loterie Romande, eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft, es besteht keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, und die Domains können über die Sperrliste blockiert werden.

Ein Schweizer Konto verlangt nach Art. 47 Abs. 3 VGS einen Wohnsitz in der Schweiz, in der Praxis im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin, und Swisslos liest die Ausweisdaten aus dem hochgeladenen Dokument aus und prüft sie gegen Adressdatenbanken. Genau diese Hürde fällt bei Wettigo weg, und das ist ihr eigentliches Argument.

Das Urteil: Wettigo passt zu Wettenden, die sich die Registrierungsprüfung sparen wollen und dafür einen Verzicht auf Durchsetzbarkeit in Kauf nehmen. Ein Yankee-Ticket bindet mehrere Einsätze — wer es hier abschliesst, sollte sich vorher überlegen, wie er im Fall einer strittigen Teilauszahlung vorgehen würde.

PowBet: Live-Programm jenseits des Schweizer Rasters

PowBet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa führt die Liste der in der Schweiz zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, auf der Corner- und Kartenmärkte nicht erscheinen und eine Esport-Sektion fehlt. Plattformen dieser Gruppe kennen solche Einteilungen nicht, und darin liegt ihr Angebot.

Die Kehrseite ist positionsunabhängig: keine Bindung ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und ein Risiko der DNS-Blockade, die nach Angaben der Gespa innerhalb von Stunden durch neue Domains umgangen wird. Wer dort ein Konto führt, sollte die aktuelle Adresse selbst kennen.

Das Urteil: PowBet eignet sich für Wettende, die gezielt Märkte spielen, die auf der Schweizer Liste fehlen, und die bereit sind, die fehlende Aufsicht als Preis dafür zu akzeptieren. Für ein reguläres Vier-Spiele-Yankee braucht es diese Plattform nicht.

Cloudbet: Konto in eigener Währung ohne Schweizer Deckung

Cloudbet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Schweizer Wallets nehmen Einzahlungen nur in Franken und innerhalb klarer Grenzen entgegen, und Auszahlungen gehen bei Swisslos nur auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Plattformen wie Cloudbet richten sich nicht nach dieser Vorgabe.

Das hat Konsequenzen für einen Yankee mit elf Teilwetten: Jede Teilwette ist ein eigener Vorgang, und bei einer Auszahlung stellen sich Fragen nach Währung, Kurs und Nachweisbarkeit, die bei einem Schweizer Veranstalter gar nicht erst entstehen.

Das Urteil: Cloudbet ist etwas für Wettende, die in einem Umfeld ohne die Schweizer Auszahlungsvorgaben arbeiten möchten. Wer einen Betrag jenseits der eigenen Schmerzgrenze bindet, sollte die zusätzlichen Schritte der Rückabwicklung einplanen.

Bahigo: deutsche Oberfläche, Schweizer Nichtigkeit

Bahigo ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung, die sich mit deutschsprachiger Oberfläche an ein Publikum diesseits und jenseits der Grenze richtet. Eine deutsche oder eine Bewilligung aus einem anderen Land ändert an der Schweizer Rechtslage nichts: Nach Art. 4 BGS gilt eine Bewilligung «nur in der Schweiz», und das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar.

Für Yankee-Wettende relevant ist die deutsche Sprache selbst. Die Bedingungen lassen sich lesen, ohne das Bedingungswerk einer Fremdsprache zu entschlüsseln — ein Vorteil, der bei den Schweizer Veranstalterinnen selbstverständlich ist und hier eigens erwähnt werden muss.

Das Urteil: Bahigo passt zu Wettenden, die eine deutschsprachige Oberfläche wollen und die Schweizer Limiten als zu eng empfinden. Der Vorteil betrifft die Benutzerführung, nicht die Rechtsposition — die bleibt so ungesichert wie bei jeder Plattform dieser Gruppe.

BDMBet: eigenes Programm, eigener Rechtsschutz los

BDMBet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Das Schweizer Angebot ist eine geschlossene Liste, und was nicht darauf steht, wird von den beiden bewilligten Veranstalterinnen nicht angeboten. Anbieter dieser Gruppe kennen keine solche Liste.

Was allen gemeinsam ist, lässt sich in einem Satz sagen: keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Möglichkeit, von der Sperrliste erfasst zu werden. Wer die fehlende Verbindung zum Sperrregister für einen Vorteil hält, sollte bedenken, dass dieselbe Verbindung auf der Schweizer Seite auch die Sperre für einen selbst trägt.

Das Urteil: BDMBet ist eine Wahl für Wettende, die ein bestimmtes Programm suchen, das die Schweizer Liste nicht abbildet. Der Preis dafür ist derselbe wie bei allen acht ausländischen Anbietern in diesem Vergleich — und er wird erst dann sichtbar, wenn etwas schiefgeht.

FortuneJack: Systemtickets ohne Schweizer Obergrenze

FortuneJack ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Bei Swisslos trägt die Systembewilligung CHF 10’000, bei Jouez Sport begrenzt die Scheingrenze von CHF 7’500 ein Bündel von Multiples. Diese Schweizer Obergrenzen existieren hier nicht, und für sehr grosse Systemwetten ist das der einzige strukturelle Vorteil dieser Gruppe.

Ein Punkt, der dabei leicht untergeht: Ein Yankee mit CHF 10’000 auf elf Teilwetten ist in jedem Fall ein erheblicher Betrag. In der Schweiz begrenzt die Systembewilligung das Risiko nach oben; ohne eine vergleichbare Regel liegt die Begrenzung vollständig beim Wettenden selbst.

Das Urteil: FortuneJack ist geeignet für Wettende, die ein sehr grosses Systemticket platzieren wollen, das bei beiden Schweizer Veranstalterinnen an die Bewilligungsgrenze stösst. Wer diese Grösse nicht braucht, tauscht hier Schweizer Schutz gegen eine Freiheit ein, die er nicht nutzt.

GG Bet: E-Sport und Alternativen ausserhalb der Schweizer Liste

GG Bet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung, die unter anderem ausserhalb des klassischen Sportangebots aktiv ist. Auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten fehlt eine Esport-Sektion; Esport-Wetten erscheinen dort nicht. Ob E-Sport rechtlich zulässig ist, lässt sich daraus nicht ableiten — auf der Liste ist Esport nicht vorgesehen.

Für eine Yankee aus vier herkömmlichen Fussball- oder Eishockeyspielen spielt dieser Umstand keine Rolle. Das Werbeversprechen «Systemwette» hat hier einen anderen Haken als bei den Schweizer Anbietern, und der liegt nicht in der Quote, sondern im Recht.

Das Urteil: GG Bet richtet sich an Wettende, die ihr Programm ausserhalb des Schweizer Rasters suchen und dafür alle Folgen in Kauf nehmen. Wer in der Schweiz wohnt und ein reguläres Yankee-Ticket will, findet bei Swisslos und der Loterie Romande bessere Bedingungen.

Was ein Yankee-Ticket über die Zeit wirklich kostet

Die Rechnung ist unromantisch. Eine Yankee aus vier Voraussagen ist elfeinhalb Einzelwetten in einem Ticket, die Marge fällt in jeder dieser Teilwetten an, und die Verteilung des Einsatzes sorgt dafür, dass der Teiltreffer kleiner ausfällt als ein vergleichbarer Einzeltipp. Bei einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 Prozent und die Marge bei rund 5 Prozent — über elf Teilwetten summiert sich derselbe Satz zu einem Betrag, der sich in der Auszahlung deutlich zeigt, und kein einziger Tipp wird dadurch besser.

Für wen lohnt sich das trotzdem? Für Wettende, die das Konstrukt verstehen und bewusst den Anteil des Einsatzes, der auf den unwahrscheinlichsten Fall entfällt, klein halten. Wer vier Spiele sicher einschätzen kann und die Absicherungslogik nutzen will, kommt mit Swisslos Sporttip am günstigsten weg: Mindesteinsatz CHF 1, Systembewilligung CHF 10’000, der Kombiboost ab vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 auf den Nettogewinn, und die Verlustlimiten greifen sofort in dem Moment, in dem man sie senkt. Westschweizer Wettende mit dem Wunsch nach einem hohen Gewinnrahmen fahren bei Jouez Sport besser, zahlen dafür aber mindestens CHF 2 pro Teilwette und stossen bei CHF 7’500 pro Wettschein an. Die acht übrigen Anbieter auf dieser Seite sind keine schlechteren Buchmacher, aber sie sind keine Schweizer Buchmacher, und wer dort ein Bündel über mehrere hundert Franken bindet, tut das ohne Sperrregister, ohne Schiedsinstanz und mit dem Risiko, dass die Domain eines Tages nicht mehr erreichbar ist.

Der einzige Weg, den Yankee zu seinem Preis zu spielen, ist altmodisch: die Anzahl der Teilwetten vorher bestimmen, den Einsatz pro Teilwette festlegen, das Limit kennen, das für genau diese Wette gilt, und sich vor dem Ticket überlegen, was ein Dreier von vier tatsächlich zurückzahlt. Wer das einmal gerechnet hat, entscheidet danach entweder bewusst für das Bündel — oder für zwei saubere Einzelwetten.

Häufige Fragen zu Yankee-Wetten in der Schweiz

Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Yankee bündelt vier Voraussagen zu elf Teilwetten: sechs Zweierkombinationen, vier Dreierkombinationen und einer Viererkombination. Jede Teilwette hat einen Anteil am Einsatz. Bei fünf Voraussagen spricht man von einer Super Yankee mit 26, bei sechs von einem Heinz mit 57 Teilwetten. Der Anbieter bildet die Kombinationen nach einem festen Schema, das Ticket bleibt eine Bestellung.

Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette richtig sein, damit etwas zurückkommt?

Ein Gewinn in allen Teilwetten entsteht nur bei vier richtigen Tipps. Drei richtige Tipps zahlen die Dreierkombination dieser drei Spiele plus die drei zugehörigen Zweierkombinationen aus; die übrigen sieben Teilwetten sind verloren. Bei nur zwei richtigen Tipps zahlt genau eine Zweierkombination, alles andere verfällt.

Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei vier Voraussagen mit je CHF 10 pro Teilwette liegt das Ticket bei CHF 110.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Sie unterscheiden sich in der Zahl der Voraussagen und damit der Teilwetten. Eine Yankee hat vier Voraussagen und elf Teilwetten, eine Super Yankee fünf Voraussagen und 26 Teilwetten, ein Heinz sechs Voraussagen und 57 Teilwetten. Je mehr Voraussagen, desto stärker steigt der Anteil des Einsatzes, der auf die oberste, unwahrscheinlichste Kombination entfällt.

Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?

Ein Yankee-Rechner multipliziert die eingegebenen Quoten und liefert ein sauberes Ergebnis. Er kennt aber weder die Mindestquote für einen Kombiboost noch die Rundungsregel eines Veranstalters noch die Obergrenze für einen Wettschein. Swisslos rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab — bei elf Teilwetten elfmal.

Welche Veranstalterinnen bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten und damit auch Systemwetten anbieten, jeweils im eigenen Kantonsgebiet. Ausländische Plattformen haben keine Schweizer Bewilligung; ihnen fehlt jede Verbindung zum Sperrregister, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»