Beste Wettquoten bei Schweizer Anbietern: Sporttip und Jouez Sport im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Wettschein aus Papier liegt auf einem Holztisch neben einem Bleistift und einem Kaffeebecher.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen, Limiten und Auszahlungswegen stammen aus den veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande sowie aus dem Geldspielgesetz und den Publikationen der Gespa.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wer nach den besten Wettquoten sucht, sucht eine Zahl, die sich ständig bewegt. Sie hängt vom Markt ab, vom Zeitpunkt, vom Anbieter – und sie enthält immer einen Teil, der gar nicht dem Wettenden gehört. Wer das einmal verstanden hat, liest jede Quote anders. Deshalb beginnt dieser Vergleich nicht mit einer Rangliste, sondern mit der Frage, was in einer Quote steckt. Erst danach lässt sich beurteilen, was ein Anbieter wirklich bietet.

Was in einer Wettquote steckt: Wahrscheinlichkeit, Marge und der Unterschied im Auszahlungsschlüssel

Eine Quote ist eine Zahl, die zwei Dinge gleichzeitig transportiert: die Einschätzung, wie wahrscheinlich ein Ausgang ist, und den Anteil, den der Anbieter für sich einbehält. Rechnet man die Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes zusammen, kommt man nie auf 100 Prozent. Die Differenz ist die Marge. Sie ist der Grund, warum zwei Anbieter für dasselbe Spiel unterschiedliche Quoten zeigen können, ohne dass einer von beiden falsch rechnet.

Ein leerer Sitzungssaal mit langem Holztisch und Lederstühlen, durch hohe Fenster fällt Tageslicht auf den Boden.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf eine Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Wie gross dieser Anteil ausfällt, lässt sich an einem beliebigen Beispiel nachvollziehen. Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen, beide zu einer Quote von 1.90 – ausdrücklich eine Rechnung, kein abgeschriebener Preis. Die Quotenwahrscheinlichkeit je Seite beträgt 1 ÷ 1.90, also rund 52,6 Prozent. Beide Seiten zusammen ergeben etwa 105,3 Prozent. Daraus folgt ein Auszahlungsschlüssel von etwa 95 Prozent und eine Marge von rund 5 Prozent des Einsatzes. Das ist eine Bandbreite, kein fester Wert: sie verschiebt sich mit jeder Quotenanpassung, und sie sieht bei einem Dreiw egemarkt anders aus als bei zwei Ausgängen.

Was von jedem eingesetzten Franken beim Anbieter bleibt

Markt mit zwei Ausgängen Quotenwahrscheinlichkeit je Seite Summe beider Seiten Marge
Beispielrechnung bei Quote 1.90 / 1.90 k. A. rund 105,3 % k. A.

Die Zahl ist unauffällig und deshalb leicht zu übersehen. Fünf Prozent klingen nach einer Randnotiz. Über hundert Wetten mit je CHF 20 sind es gut CHF 100, die nicht auf der Habenseite des Wettenden landen, sondern beim Anbieter – unabhängig davon, ob am Ende mehr Treffer oder mehr Fehlgriffe dabei waren. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer Quote, die gut aussieht, und einer, die gut ist.

Wer die Qualität eines Angebots prüfen will, muss also nicht die auffälligste Zahl suchen, sondern die Marge über den ganzen Markt. Ein Anbieter, der bei einer einzelnen Begegnung eine Spitzenquote zeigt, kann in einem anderen Markt deutlich teurer sein. Die beste Quote anbieterübergreifend gibt es nicht; es gibt nur die beste Quote für einen konkreten Markt zu einem konkreten Zeitpunkt.

Grundlagen zuerst

Eine Quote sagt nicht, wie ein Spiel ausgeht. Sie sagt, wie der Markt es einschätzt. Das ist ein Unterschied, an dem sich viele Wetten entscheiden – nicht im Ergebnis, aber in der Erwartung, mit der jemand an sie herangeht.

Ein Basketball liegt auf dem Parkett einer leeren Halle, von den Deckenlampen fällt gleichmässiges Licht auf den Boden.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Jeder Markt trägt seinen eigenen Preis. Der Sieger eines Spiels, das Handicap, die Torzahl, die Ecken: Für jeden dieser Märkte baut der Anbieter eine eigene Marge ein, und sie fällt unterschiedlich hoch aus. Ein Markt mit vielen möglichen Ausgängen trägt in der Regel eine breitere Marge als einer mit zweien, weil der Anbieter mehr Unsicherheit abfedern muss.

Was Livequoten von Festquoten unterscheidet

Bei einer Livequote ist der Markt noch offen, während das Ereignis läuft. Jeder Treffer, jede Karte, jeder Wechsel verschiebt die Einschätzung, und die Quote folgt dieser Verschiebung in Sekunden. Wer live wettet, wettet also nicht gegen eine ruhige Zahl, sondern gegen eine Einschätzung, die sich gerade verändert.

Bei Sporttip gilt eine Besonderheit, die man kennen sollte, bevor man in einer spielentscheidenden Situation auf «jetzt» drückt: Die Livewette zählt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs aufgegeben werden, werden mit Quote 1.00 gewertet. Dasselbe kann Swisslos in spielentscheidenden Momenten tun – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters. Die Wette geht dann nicht verloren, sie bringt nur nichts ein. Wer Livewetten vor allem deshalb mag, weil sie schnell sind, sollte wissen, dass Schnelligkeit auch gegen ihn arbeiten kann.

Wie Kombiwetten den Preis zusammensetzen

Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote. Vier Voraussagen zu je 2.00 ergeben 16.00. Das klingt nach einem grossen Hebel und ist einer – nur nicht in die Richtung, in der er sich gut anfühlt: Mit jeder Voraussage steigt auch die Zahl der Wege, auf denen die Wette scheitern kann.

Sporttip verlangt für die Kombination voneinander abhängiger Wettereignisse derselben Sportveranstaltung die Bet-Builder-Funktion. Wird eine solche Kombination ohne diese Funktion angenommen, kann Swisslos die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Der Vergleich: Zehn Anbieter, zwei Bewilligungen

Der Vergleich stellt die Bewilligung an den Anfang und nicht die Quote, und das hat einen Grund. In der Schweiz dürfen Quoten für Sportwetten nur von Anbietern mit Bewilligung gestellt werden. Von den zehn hier betrachteten Plattformen haben genau zwei eine solche Bewilligung, und es sind die beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt. Die übrigen acht sind ausländische Seiten ohne Schweizer Bewilligung. Man begegnet ihnen, und deshalb stehen sie hier – aber sie stehen nicht in derselben Kategorie.

Wer eine Quote liest, liest immer auch eine Bewilligung mit. Bei den ausländischen Seiten gibt es keine Schweizer Aufsicht, keinen Weg der Beschwerde und keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern der wichtigste Unterschied auf dieser Seite.

einordnung

Zehn Anbieter und ihr Bewilligungsstatus

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Lizenz
Swisslos (Sporttip) Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande (Jouez Sport) Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
GG.BET keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
Roobet keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
Betwinner keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
Betclic keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
BetOnRed keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
Bettilt keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
Betscore keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz im Schweizer Sinn

Bei acht von zehn Zeilen steht im Wesentlichen dasselbe, und genau das ist die Aussage: Es gibt in der Schweiz keinen Markt mit vielen Bewilligungen, aus dem man auswählen könnte. Wer hierzulande eine Bewilligung will, findet nicht zehn Kandidaten und sucht sich den bequemsten aus.

Die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine weiteren gibt. Sie führt die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Diese Liste wurde erstmals am 3. September 2019 publiziert und umfasste Ende 2025 671 Domains; die Gespa nennt selbst Interwetten und Bet-at-Home als blockiert und bet365 als auf der Liste geführt. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. Wer glaubt, eine bestimmte Seite sei «nicht gesperrt» und deshalb erlaubt, verwechselt eine technische Momentaufnahme mit Recht.

Bewilligung, Aufsicht und wer in der Schweiz überhaupt Quoten stellen darf

Ein Angebot darf in der Schweiz nur dann Wetten auf Sport annehmen, wenn es dafür eine Bewilligung hat. Online-Sportwetten gelten als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019), und die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Wer die Eidgenössische Spielbankenkommission im Kopf hat, ist im falschen Gesetz: Die ESBK beaufsichtigt Spielbanken, nicht Sportwetten.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile, nämlich eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung je Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Mehr gibt es nicht.

Bewilligung und wo sie gilt

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die IKV 2020. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Die praktische Folge steht in den Teilnahmebedingungen und nicht in einem Werbesatz: Wer ein Online-Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters. Zusätzlich verlangt das Recht einen Wohnsitz in der Schweiz. Wer in Zürich wohnt und ein Konto bei Jouez Sport versucht, kommt nicht durch; wer in Genf wohnt und bei Sporttip anklopft, ebenfalls nicht. Die Aufteilung ist historisch gewachsen und für den Wettenden schlicht eine Tatsache.

Was überhaupt gewettet werden darf

Die bewilligte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und nur Sportereignisse sind zulässig – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie dort aufgeführt sind; Frauenwettkämpfe ebenso. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf gar nicht gewettet werden. Die Liste führt keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Anbieter eine entsprechende Bewilligung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Cash-Out ist dagegen nicht reguliert; es ist eine Funktion jedes Anbieters und kein Recht des Wettenden.

Diese Liste ist der Punkt, an dem der Vergleich mit ausländischen Seiten unangenehm konkret wird. Wer dort eine Wette auf eine Eckenanzahl abschliesst, spielt nicht einfach ein anderes Produkt. Er verlässt das System, in dem diese Wette überhaupt vorgesehen ist.

Der Weg nach draussen: keine Aufsicht, kein Beschwerdeweg, kein Register

Eine ausländische Bewilligung – ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Geltung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Veranstalter, nicht der Spielende.

Für den Wettenden bedeutet das konkret: keine Schweizer Aufsicht, kein schweizerischer Beschwerdeweg, keine Verbindung zum Sperrregister. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Ob eine Seite fair abrechnet, kontrolliert niemand mit Schweizer Kompetenz. Die Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet – weshalb diese Seiten hier beschrieben und bewertet, aber nie beworben werden.

Fair ist festzuhalten, dass auch die bewilligte Variante ihren Preis hat: zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Die pauschale Aussage, eine der beiden Seiten sei «die sichere Wahl», trifft es nicht. Die eine bringt Schutz und Enge, die andere Beweglichkeit und keinen Rückhalt.

Wettquoten und Spielerschutz: Was Verlustlimiten mit der Einsatzkalkulation machen

Eine gute Quote verleitet zu einem höheren Einsatz. Das ist keine Charakterschwäche, sondern die schlichte Folge davon, dass eine Quote einen grösseren möglichen Gewinn in Aussicht stellt. Deshalb ist der Spielerschutz auf dieser Seite kein Anhang, sondern ein Teil dessen, was ein Angebot wert ist.

In der Schweiz setzt der Staat keine feste Einzahlungsobergrenze. Die Limiten setzt der Spielende selbst. BGS und VGS verlangen vom Veranstalter, dass er beim Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste einholt. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach Ablauf einer Frist: Von Gesetzes wegen sind es 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für ein, sieben und dreissig Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils dreissig Tage möglich.

Die Frist ist die eigentliche Limite

Die Obergrenze ist eine Zahl, die Frist ist der Mechanismus. Wer nach einem verlorenen Abend die Limite anheben will, wartet drei Tage. In diesen drei Tagen passiert nichts – und genau das ist der Zweck. Als Mechanismus ist das wirksamer als jede Empfehlung zur Vernunft, weil es die Entscheidung nicht dem Moment überlässt.

Die zweite Limite ist die Einzahlungslimite. Sie wirkt früher im Ablauf: nicht beim Setzen, sondern beim Aufladen des Kontos. Wer den Weg über den Spielkontostand nimmt, merkt dort zuerst, dass es eine Grenze gibt.

Sperren, Register und was das für ein Konto bedeutet

Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich von Gesetzes wegen frühestens nach drei Monaten aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Der letzte Satz ist der härteste im ganzen Abschnitt. Er bedeutet, dass eine Wette, die ein Gesperrter abgibt, nicht nur verboten ist, sondern wertlos. Der Einsatz ist weg, der Gewinn auch.

Wie gut Kontrollen an der Front funktionieren, ist eine andere Frage. Testkäufe der Gespa im Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer den Schutz am Verkaufsschalter für streng hält, sollte diese Zahl kennen.

Für Seiten ohne Schweizer Bewilligung existiert nichts davon. Sie sind nicht an das Register angeschlossen, und eine dort gesetzte Sperre bindet sie nicht. Wer sein Spielverhalten über eine Sperre steuern will, kann das nur bei einem Anbieter, der das Register kennt.

Wie Swisslos und die Loterie Romande das Geld auszahlen

Ein Gewinn ist erst dann ein Gewinn, wenn er auf einem Konto im eigenen Namen liegt. Das ist in der Schweiz keine Formalie, sondern Vorschrift: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht. Kredite an Spielende sind ebenfalls ausgeschlossen.

Der gerundete Gewinnbetrag

Bevor irgendetwas ausgezahlt wird, wird gerechnet und gerundet. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Einsatz von CHF 20 zu einer Quote von 1.90 führt damit über CHF 38.00 (aufgerundet aus CHF 38.00) zur Auszahlung von CHF 38.00.

Die doppelte Rundung wirkt kleinlich, und sie ist es auch. Wer Kombinationen mit krummen Quoten spielt, verliert über viele Wetten betrachtet ein wenig an jedem einzelnen Vorgang. Das ist eine Fussnote, keine Verschwörung – aber eine, die man kennen sollte, wenn man Kombiwetten mit hohen Einsätzen spielt.

Wann das Geld ankommt

Bei Swisslos gilt eine Staffelung. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.

Für Guthaben, das kein Gewinn aus einer einzelnen Quittung ist, gilt ein eigener Weg. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert fünf bis zehn Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Diese Staffelung ist der Punkt, an dem sich zwei sehr unterschiedliche Spielertypen trennen. Wer kleine Beträge spielt, merkt von den drei Tagen und der Kommission nichts. Wer grössere Beträge hin und her schiebt, zahlt ab der dritten Auszahlung mit, und muss die Wochenfrist einplanen, wenn er das Geld braucht.

Das eigene Konto aufladen

Das Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein aufladen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In dreissig Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart für das Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Wichtig ist der Grundsatz dahinter: Schweizer Konten führen Franken. Eine Wette in einer anderen Währung ist im bewilligten Angebot nicht vorgesehen, und wer bei einer ausländischen Seite in Fremdwährung setzt, trägt ein Kursrisiko, das niemand gegen ihn absichert.

Bei der Loterie Romande ist der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Wenn Sie die Konditionen in Ihrem eigenen Konto oder in einem Wettbüro prüfen möchten: Laden Sie den Wettschein, bevor Sie ihn abschicken, und sehen Sie sich die Gesamtquote an, nicht die Einzelquoten. Die Hausordnung von Jouez Sport gibt Swisslos-Limiten nicht wieder und umgekehrt; die beiden Blätter sind nicht austauschbar.

Quoten bei Turnieren: heute wichtig, in einem Jahr vergessen

Wenn der Anlass vorbei ist, ist die Quote wertlos – ausser für die Statistik. Das ist ein Satz, den man über jeden Turniermarkt schreiben kann, und es ist der praktischste Hinweis dieses Abschnitts.

Deshalb steht hier keine WM-2030-Favoritenliste und keine Vorschau auf den Spieltag. Sie wäre in einer Woche falsch, und zwar nicht aus Ungenauigkeit, sondern weil sich Quoten ändern. Was bleibt, ist die Art und Weise, wie solche Quoten gebildet werden und was sie einem Leser sagen – und was nicht.

Bei einem Fernziel hat der Markt wenig Information und viel Zeit. Die Quote bewegt sich deshalb in grossen Sprüngen, wenn etwas passiert: eine Verletzung, ein Trainerwechsel, ein Kantersieg in der Vorbereitung. Wer früh auf einen Aussenseiter setzt, bekommt eine hohe Quote, weil das Feld zu diesem Zeitpunkt noch breit ist. Wer wartet, bekommt eine ehrlichere Einschätzung und einen schlechteren Preis.

Bei einem Tagesspiel ist das Fenster eng. Die Quote steht, sobald Teamnews und Aufstellungen durch sind, und ändert sich danach kaum noch. Zwei Anbieter, die einen Tag vor dem Anpfiff drei Prozent auseinanderliegen, liegen eine halbe Stunde vor dem Anpfiff oft gleichauf. Wer den besten Preis will, muss also früh prüfen – nicht kurz vor knapp.

Und die Kernaussage: Eine Turnierquote ist eine Markteinschätzung und kein Hinweis darauf, wer gewinnt. Sie garantiert keinen Ausgang. Wer eine lange Quote mit einer guten Prognose verwechselt, hat eine Wahrscheinlichkeit mit einem Versprechen verwechselt.

Zehn Plattformen im Einzelnen

Die Reihenfolge stellt die beiden bewilligten Schweizer Angebote voran, weil nur sie hier Sportwetten annehmen dürfen. Die acht folgenden Seiten sind ausländische Angebote ohne Schweizer Bewilligung. Sie stehen hier, weil Schweizer Spielende sie antreffen – bewertet nach denselben Kriterien, aber ausdrücklich in der Kategorie «ohne Schweizer Bewilligung».

Swisslos Sporttip: die breiteste Schweizer Limitenskala

Sporttip ist das Produkt von Swisslos und eines von nur zwei zugelassenen Sportwettenangeboten in der Schweiz. Umfang und Grenzen dieser Position fällt im Detail auf: Zwischen CHF 1 und CHF 1’000 liegt der Einsatzrahmen für eine Einzel- oder Kombinationswette, für eine Systemwette reichen die Limiten bis CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen.

Das ist ein weites Band für kleine und mittlere Einsätze und ein enges für grosse. Der untere Rand bei CHF 1 ist Freundlichkeit, der obere Rand bei CHF 1’000 für eine Einzelwette ist Praxis: Sie können beim besten Willen keine grossen Beträge in einem Zug setzen.

Die Rundung des Gewinnbetrags ist eine Eigenheit, die man kennen sollte. Sie kostet über viele Wetten verteilt wenig, und sie macht den Auszahlungsbetrag planbar.

Das Kontingent an Zusatzfunktionen ist für einen Teil der Leser wichtiger als jede Quote. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten sowie vor Spielbeginn und live – aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht: Swisslos muss cash-out nicht für alle Wetten anbieten und kann den Betrag jederzeit ändern. Der Betrag liegt tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, und das ist logisch: Wer vorher kassiert, kauft sich Sicherheit gegen Zeit.

Der Kombiboost hat einen Bedingungssatz, den man zweimal lesen sollte. Er gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Nettogewinn heisst: Der Boost wirkt auf das, was nach Abzug des Einsatzes übrig bleibt, nicht auf den Auszahlungsbetrag.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Im Kleingedruckten stecken mehrere Fälle, die übersehen werden. Schweizer Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die Voraussage Quote 1.00. Als reguläre Spielzeit gilt die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert zehn Tagen per Einschreiben zu erheben.

Das enge Fenster von zehn Tagen ist der Punkt, an dem eine Abrechnung verspätet auffällt. Wer vier Wochen nach der Auswertung anruft, hat die Frist verpasst und schaut der Sache nach. Prüfen Sie Ihre Wetten also innerhalb weniger Tage, nicht Wochen.

Und dann ist da noch die Bewilligung selbst. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Quotenboosts, Kombiboosts und Limits sind Bedingungen, die man in den eigenen Regeln nachlesen kann – und das ist der Unterschied zu einem Angebot, bei dem es keine verbindliche Stelle gibt, an die man sich wenden könnte.

Das Kontingent ist solide, aber nicht für alle Leser. Wer in einem Kanton ausserhalb des Vertragsgebiets lebt, kommt online nicht rein, auch nicht mit einer guten Bewilligung im Rücken.

Der Schweizer Vergleich endet mit einem Doppelbefund: eine Bewilligung, die kein anderer Bewerber in dieser Liste hat, und Gleichbehandlung aller Kunden, ohne Grenzen nach unten. Die eine Zahl, die aus meiner Sicht am meisten über das Angebot sagt, steht nicht in der Werbung: die Senkung einer Limite gilt sofort, die Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer das einmal erlebt hat, weiss, wie ernst das Spielerschutz-Anliegen genommen wird.

Loterie Romande Jouez Sport: die tiefste Einsatzuntergrenze der Liste

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande und das zweite von zwei zugelassenen Sportwettenangeboten der Schweiz. Die Loterie Romande veranstaltet es für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Loterie Romande und Swisslos sind zugleich die beiden Anbieter, für die die Gespa 2025 vorab zugestimmt hat: 24 Zustimmungen für Spiele und Gratisguthaben an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Für den Wettenden heisst das nur, dass Gratisspielguthaben nur mit Zustimmung der Aufsicht ausgegeben werden darf.

Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples ebenfalls bei CHF 2. Das ist die niedrigste Einstiegsschwelle in diesem Vergleich und für jemanden, der mit kleinen Beträgen arbeitet, ein echter Vorteil.

Die Obergrenze zieht enger: Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten – eine Grenze, die man überschreiten kann, ohne es zu merken, weil Multiples sich summieren. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Die Gewinnobergrenze ist der wichtigste Satz dieses Abschnitts. Sie ist hoch genug, dass sie kaum jemanden trifft, aber sie ist eine harte Grenze. Und sie macht den Vergleich mit dem Angebot in der Westschweiz erst sinnvoll: Wer eine Kombi mit einer sehr hohen Gesamtquote spielt, landet nicht bei dem Produkt der Quote, sondern bei CHF 300’000.

Die Quotengrenzen sind praktisch relevante Details. Eine Kombi umfasst zwei bis zehn Voraussagen, und die Gesamtquote einer Kombi oder die Quote einer Einzelwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 schliesst Quoten unterhalb dieses Werts aus.

Wer die Zusammensetzung der Kombinationen beeinflussen will, findet hier eine klare Obergrenze von zehn Voraussagen. Zwei bis zehn ist die Spanne.

Der Blick zurück auf die Bewilligung schliesst den Bogen: wie Swisslos ist die Loterie Romande eine Veranstalterin mit Sitz in der Schweiz und untersteht der Gespa. Was bei ihr fehlt, ist die breite Auszahlungsstaffel im Spielguthaben, die Swisslos anbietet; was bei ihr besser ist, ist die Untergrenze von CHF 2 und die niedrigere Hürde für einen ersten Einsatz. Ich würde die Wahl deshalb nicht an der Bewilligung festmachen – die haben beide – sondern an der Frage, ob jemand vor allem kleine Einsätze setzt oder eher Kombis mit vielen Voraussagen spielt.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung, live und mit vielen Sportarten

GG.BET wird hier nur eingeordnet, nicht empfohlen. Eine Schweizer Bewilligung hat die Seite nicht, und eine ausländische Bewilligung – welcher Art auch immer – hat in der Schweiz keine Geltung. Gemeldet ist keine belastbare Lizenz im hiesigen Sinn.

Was das praktisch heisst: keine Schweizer Aufsicht, kein schweizerischer Beschwerdeweg, keine Verbindung zum Sperrregister, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Einsätze können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Wer sich für die Seite interessiert, sollte sich an die eigene Nase fassen und nicht an diese Zeilen. Prüfen Sie im eigenen Konto, welche Währung geführt wird, welche Auszahlungswege angeboten sind und welche Bearbeitungszeiten im Kleingedruckten stehen. Prüfen Sie vor allem, wohin Sie sich wenden, wenn eine Abrechnung falsch aussieht.

Diese Prüfpunkte müssen alle selbst in Erfahrung gebracht werden, weil es keine Schweizer Instanz und keine verbindliche Schweizer Stelle gibt, die sie für Sie durchsetzt.

Wer mit ausländischen Seiten arbeitet, tut gut daran, vor jedem Einsatz dieselben drei Fragen zu stellen. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bleibt eine Wahl, die man bewusst treffen kann – aber nicht eine, die man nach dem ersten Auszahlungsproblem neu bewertet.

Roobet: ohne Schweizer Bewilligung, Casino und Sport gemischt

Roobet führt Sport und Casino in einem Konto. Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Bei einer ausländischen gemeldeten Lizenz gilt: keine Anerkennung und keine Geltung in der Schweiz, unabhängig davon, in welchem Land sie ausgestellt wurde oder welchen Ruf sie hat. Eine Schweizer Bewilligung besitzt die Seite nicht.

Die Folge ist die nüchterne Standardbeschreibung. Keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Beschwerdeweg, kein Zugang zum Sperrregister, Sperrliste-Risiko. Der Staat kontrolliert hier keine Quoten, keine Abrechnung und keine Identitätsprüfung.

Was auf der Habenseite steht, ist die Angebotsbreite: Sport und Casino in einem Konto sind für einen Teil der Nutzer bequem und für einen anderen ein Nachteil, weil das Wettkonto dann auch das Casino-Konto ist. Ob ein Anbieter für Sie passt, hängt weniger an der Marke als daran, ob ein Konto für zwei Produkte gewünscht ist.

Wenn Sie eine Seite trotzdem prüfen wollen, schauen Sie auf zwei Dinge, die nichts mit dem Angebot zu tun haben: die Frist, innerhalb derer Gewinne geltend gemacht werden müssen, und die Währung, in der das Konto geführt wird. Beide Punkte stehen im Kleingedruckten, und beide entscheiden, ob ein Gewinn am Ende ankommt.

Ein Konto für Sport und Casino ist ein Paket. Wer nur Sport will, zahlt es mit dem Rest des Angebots.

Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung, breit aufgestellt

Betwinner gehört zu den bekannten ausländischen Seiten und wird hier aus demselben Grund geführt wie die übrigen: Schweizer Spielende treffen sie an. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, und eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Der Status bleibt derselbe: kein Schweizer Aufsichtsweg, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Beschwerdeweg. Eine Domain auf der Gespa-Sperrliste ist technisch blockiert; die Liste umfasst Ende 2025 671 Domains, und blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. Daraus lässt sich ableiten, dass eine funktionierende Seite keine Aussage über ihre Zulässigkeit ist.

Ob eine solche Seite im Einzelfall für eine Wette taugt, ist eine Frage, die jedes Konto für sich beantwortet. Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob eine Währung mit Kursrisiko geführt wird und welche Auszahlungswege angeboten sind. Für Schweizer Konten ist der Franken die Standardwährung; bei ausländischen Seiten kann das anders sein.

Die Frage, die bleibt, ist der Ort der Beschwerde. Bei einem bewilligten Schweizer Anbieter gibt es innerhalb der Schweiz eine Adresse; hier ist das nicht so.

Betwinner ist ein Name, der keine Formalie schlägt. Der Ort der Beschwerde ist wichtiger als der Name auf der Startseite.

Betclic: ohne Schweizer Bewilligung mit internationaler Präsenz

Auch Betclic steht hier als ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung und nicht als empfohlenes Angebot. Die Zulassung eines ausländischen Anbieters richtet sich nach dem Recht des Sitzlandes; in der Schweiz darf ein solcher Anbieter keine Wetten annehmen.

Die Folgen sind wiederholbar und deshalb in einem Satz zusammenzufassen: keine Schweizer Aufsicht über Quoten und Auszahlungen, keine Möglichkeit, sich an eine Schweizer Aufsichtsbehörde zu wenden, keine Verbindung zum Sperrregister. Für den Wettenden bleiben die Bedingungen des Anbieters die einzige Richtschnur – und die kann dieser jederzeit ändern, weil es keinen Schweizer Genehmigungsvorbehalt gibt.

Wer die Konditionen prüft, sollte die Höchstgewinne und die Auszahlungsfristen in den Fokus nehmen. Das sind die beiden Zahlen, die einen Gewinn in der Praxis binden.

Betclic ist eine der bekannteren internationalen Marken und taucht in vielen Vergleichstabellen auf. Für einen Schweizer Leser ist das ohne Bedeutung, solange die Bewilligungslage sich nicht ändert.

Der Massstab bleibt der eigene Kontoauszug und nicht der Bekanntheitsgrad der Marke.

BetOnRed: ohne Schweizer Bewilligung, Casino-Schwerpunkt

BetOnRed gehört zu den Angeboten, die den Sportteil neben einem Casino betreiben, und wird auch so wahrgenommen. Eine Schweizer Bewilligung fehlt, und ein ausländisches Papier verändert die Schweizer Rechtslage nicht.

Damit gelten die bekannten Einschränkungen: kein Schweizer Aufsichtsweg, kein Beschwerdeweg in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, Sperrliste-Risiko für die Domain. Wer über eine Spielsperre sein Verhalten steuern will, findet hier kein Werkzeug, weil die Seite das Register nicht kennt.

Die Casino-Nähe ist ein eigener Punkt. Ein Anbieter, dessen Profil überwiegend im Casino-Bereich liegt, spricht auch andere Spielbedürfnisse an; wer vor allem Sportwetten sucht, zahlt die Angebotsbreite mit, ohne sie zu nutzen.

Halten Sie die Entscheidung deshalb getrennt: Zuerst die Frage, ob ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung überhaupt in Frage kommt, dann die Frage, welcher davon.

Ein Sportangebot neben einem Casino ist ein Zusatz, kein Vorteil. Ob ein Betreiber für Sie passt, entscheidet sich nicht am Umfang seines Angebots, sondern an der Frage, ob Sie ihn im Fall einer Abrechnung anrufen können.

Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung, wenig Einordnung

Bettilt hat keine Schweizer Bewilligung. Weiter reicht die Einordnung: Zu Währung, Auszahlungsfristen, Limiten oder einzelnen Funktionen gibt es hier nichts zu berichten.

Gerade deshalb lohnt sich die einfache Konsequenz. Alles, was bei einem Schweizer Anbieter in den veröffentlichten Bedingungen nachlesbar ist, muss bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung im Konto, in den Nutzungsbedingungen oder beim Kundendienst eingesehen werden. Das ist kein Nachteil der Seite, sondern ein Nachteil der Prüfsituation.

Was heute klar ist: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Weg für eine Beschwerde, keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, kein bindender Rahmen für die Anbieterbedingungen. Wer damit leben kann, wird gut damit leben; wer einen Ansprechpartner in der Schweiz braucht, findet ihn nicht.

Wer die Seite dennoch in Betracht zieht, sollte zuerst ein kleines Konto eröffnen, eine Wette über einen kleinen Betrag setzen und den Auszahlungsweg mit einem kleinen Betrag durchlaufen. Das ist der einzige Test, der die Anbieterbedingungen unter realen Bedingungen prüft.

Die fehlende Beurteilung ist selbst eine Aussage. Wo es zu allen Bedingungen nichts zu sagen gibt, fehlt eines der beiden Dinge, die ein Vergleich braucht.

Betscore: ohne Schweizer Bewilligung, Sport und Daten

Betscore setzt einen Schwerpunkt auf Statistiken und Live-Daten. Eine Schweizer Bewilligung hat die Seite nicht, und ein ausländischer Anbieter ohne hiesige Bewilligung darf in der Schweiz keine Sportwetten annehmen.

Damit bleibt es bei der bekannten Ausgangslage: kein Schweizer Aufsichtsweg, keine Beschwerdeadresse, keine Verbindung zum Sperrregister. Für die Quoten gilt dasselbe wie überall bei ausländischen Anbietern: Sie können sich von Anbieter zu Anbieter und von Markt zu Markt unterscheiden, und es gibt keine Stelle, die die Zahlen prüft.

Ein Datenangebot ist ein Zusatz, der nichts über die Auszahlung sagt. Wer in einem Datenbestand überzeugt ist, sollte die Bedingungen des Kontos unabhängig davon prüfen.

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist der wichtigste Vergleich ein Selbstgespräch: Was passiert, wenn die Auszahlung nicht kommt, und wen rufe ich dann an? Eine Antwort gibt es hier nicht.

Wer den Mehraufwand an Nachschauen im eigenen Konto nicht scheut, kann dennoch eine solche Seite nutzen. Für alle anderen bleibt die Bewilligung der strengere Weg.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung, Krypto-Profil

FortuneJack steht hier wie die anderen ausländischen Seiten: keine Schweizer Bewilligung. Der Status ist derselbe wie bei den übrigen acht Bewerbern ohne Bewilligung, und er bleibt derselbe, unabhängig davon, wie die Zahlungswege der Seite aussehen mögen.

Was folgt, ist keine neue Folge, weil es keine neue Bewilligung wäre: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Beschwerdeweg, kein Anschluss an das Sperrregister, Sperrliste-Risiko. Weder Konten, noch Abrechnungen dürften kryptobasiert sein.

Die entscheidende Frage bei einem ausländischen Anbieter ist, ob eine Schweizer Adresse im Streitfall besteht. Sie besteht nicht.

Ein solches Konto ist nichts für jeden. Wer es erwägt, sollte sich vorher klarmachen, was er im Problemfall hat, und was er nicht hat.

Fragen und Antworten zu Wettquoten

Wie werden Wettquoten berechnet und welche Marge ist enthalten?

Die Quote spiegelt die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Ausgänge eines Marktes. Rechnet man deren Quotenwahrscheinlichkeiten zusammen, ergibt sich nie genau 100 Prozent; die Differenz ist die Marge. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 summiert sich das auf rund 105,3 Prozent, was einen Auszahlungsschlüssel von etwa 95 Prozent und eine Marge von rund 5 Prozent bedeutet.

Wie liest man eine Quote wie 2.10, und was bedeutet sie für den Gewinn bei einem Einsatz von CHF 20?

Eine Quote von 2.10 sagt, dass der Einsatz im Gewinnfall mit dem 2,1-Fachen zurückkommt. Bei CHF 20 Einsatz ergibt das einen Auszahlungsbetrag von CHF 42, also einen Nettogewinn von CHF 22. Die Zahl beschreibt den Betrag; sie sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich der Ausgang ist. Bei Swisslos wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen abgerundet.

Wie entstehen Quoten für Turniersieger, etwa bei einer Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft?

Sie entstehen aus der Einschätzung des Feldes, lange bevor das Turnier beginnt. Weil bis zum Anlass viel passieren kann, reagieren sie stark auf neue Informationen und bewegen sich in grossen Sprüngen. Wer früh auf einen Aussenseiter setzt, bekommt deshalb eine höhere Quote als später – nicht weil die Prognose besser wäre, sondern weil die Einschätzung noch unfertig ist.

Warum ändern sich Livewetten-Quoten während des Spiels so schnell?

Jedes Ereignis im Spiel verändert die Grundlage der Einschätzung. Ein Tor, eine Rote Karte oder ein Elfmeter verschiebt die Wahrscheinlichkeit der Ausgänge sofort, und die Quote folgt in Sekunden nach. Wer live setzt, wettet deshalb auf eine Einschätzung in Bewegung, nicht auf eine feste Zahl. Bei Swisslos kann zudem eine Wette, die erst nach dem Eintreffen des Ausgangs platziert wird, mit Quote 1.00 gewertet werden.

Wie wird der Gewinnbetrag aus Einsatz und Quote gerundet?

Bei Swisslos ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die doppelte Rundung ist klein, aber sie wiederholt sich bei jeder Wette und wirkt sich bei Kombinationen mit krummen Quoten am ehesten bemerkbar aus.

Welche Organisatoren dürfen in der Schweiz Quoten für Sportwetten stellen?

Nur zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel und stehen unter der Aufsicht der Gespa. Dieses Angebot gilt ausschliesslich für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet; entsprechend wenden sich Swisslos an die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein und die Loterie Romande an die sechs Westschweizer Kantone. Weitere zugelassene Sportwettenanbieter gibt es nicht.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»