Wettquote Rechner im Test – welche Rechner den Gewinn richtig abbilden

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach Geldspielgesetz sowie gegen die Bekanntmachungen der Gespa geprüft.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Quotenrechner ist eine Rechenhilfe, kein Versprechen. Wer Einsatz und Quote multipliziert, bekommt in der Schweiz eine Zahl, die der Veranstalter anschliessend noch leicht verändert – bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist der Punkt, an dem die Rechnung des Rechners und die Gutschrift auf dem Spielerkonto auseinanderlaufen. Es geht um Rappen. Nur um Rappen. Und trotzdem ist es genau die Stelle, an der ein Wettender zuerst merkt, dass er nicht gegen eine Formel wettet, sondern gegen ein Regelwerk.

Die Rechner im Vergleich: was sie versprechen, was sie halten

Zehn Namen tauchen auf, wenn Schweizer nach einem Quotenrechner suchen. Zwei davon gehören Veranstaltern, die hier tatsächlich Wetten annehmen dürfen. Die anderen acht sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die hiesige Spielende trotzdem regelmässig zu Gesicht bekommen. Diese Gegenüberstellung trennt die beiden Gruppen nicht, um eine davon zu empfehlen – sie trennt sie, weil die Regeln, nach denen ausbezahlt wird, nichts miteinander zu tun haben.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Vergleichskriterien dieser Liste sind bewusst nüchtern gewählt: Stimmt der Rechner mit dem überein, was der Veranstalter tatsächlich gutschreibt? Welche Wettarten kann das Werkzeug überhaupt abbilden? Und wie transparent ist, was es weglässt. Wer diese drei Fragen stellt, sortiert die Auswahl schneller als jede Bonusliste.

Woran sich die Rechner messen lassen müssen

Die erste Prüffrage betrifft die Wettart. Ein Rechner, der nur Einzelwetten kennt, ist für einen Wettschein mit sieben Voraussagen unbrauchbar – und Kombinationen sind in der Schweiz das, was tatsächlich gespielt wird. Die zweite Prüffrage betrifft die Rundung: Ein Rechner ohne Kenntnis der veranstaltereigenen Rundungsregel liefert ein Ergebnis, das systematisch zu hoch liegt, weil jede kaufmännische Rundung nach oben geht und die Rappenrundung danach wieder nach unten. Die dritte Frage betrifft die Limiten: Ein Rechner, der einen Einsatz von CHF 2’000 annimmt, beschreibt eine Wette, die Sporttip gar nicht annimmt.

Brand Bewilligung in der Schweiz Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erhoben, ohne Geltung in der Schweiz

Zehn Zeilen, und acht davon sagen in der Spalte ganz links dasselbe. Das ist keine Nachlässigkeit der Auswahl, sondern die Schweizer Marktlage in Tabellenform: Der Kantonsverbund hat die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und beide sind Genossenschaften mit öffentlichem Auftrag. Wer diese Spalte liest und denkt, hier fehle die Auswahl, hat richtig gelesen.

Was ein Quotenrechner wirklich leistet – und welche Grundlagen er nutzt

Am Anfang steht eine Multiplikation. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten: Aus 2.10, 1.65 und 3.40 werden 11.78. Ein Einsatz von CHF 20 darauf ergibt brutto CHF 235.60 – vorausgesetzt, alle drei Voraussagen treffen. Wer eine der drei falsch hat, verliert die gesamte Kombination, nicht nur einen Drittel davon. Der Rechner addiert Risiko nicht, er verschweigt es nur.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Einsatz, Quote, Gesamtquote: die Mechanik hinter der Formel

Der Charme der Kombination liegt in der Multiplikation und ihr Preis liegt in derselben Multiplikation. Jede zusätzliche Voraussage hebt die mögliche Auszahlung und senkt zugleich die Wahrscheinlichkeit, sie zu sehen. Ein Einzelwette auf dieselben drei Ereignisse, jeder Einsatz einzeln auf eine Quote – das ist eine andere Rechnung mit einem völlig anderen Verlustprofil, und ein Rechner, der zwischen beidem nicht unterscheidet, taugt höchstens für die erste Schätzung. Wettschein-Rechner, die beide Betriebsarten beherrschen, sind selten, und keiner von ihnen kennt die Kappungsgrenzen der Veranstalter.

Die Marge steckt schon in der Quote

Quoten sind keine Wahrscheinlichkeiten. Sie sind Preise. Ein Buchmacher setzt sie so, dass über alle Ausgänge einer Partie zusammengenommen mehr als 100 % zurückfliessen müssten, damit er auf 100 % kommt – er zahlt weniger aus, als die Quoten suggerieren. Wer den Quotenschlüssel einer Zwei-Weg-Partie mit je Quote 1.90 ausrechnet, landet bei rund 0.95, also einem Auszahlungsanteil in der Gegend von 95 % und einer Marge in der Gegend von 5 %; der genaue Wert hängt ganz von dieser Beispielkonstellation ab und wird hier ausdrücklich als Bandbreite gelesen, nicht als ein Preis, den ein bestimmter Veranstalter heute stellt. Bei 1.90 und 1.90 heisst das: Von jedem eingesetzten Franken rechnet der Markt so, dass durchschnittlich etwa fünf Rappen nicht als Gewinn zurückkommen. Bei Kombinationen verstärkt sich der Effekt, weil sich die Schlüssel der Einzelmärkte multiplizieren. Drei Ausgänge mit je 95 % Auszahlungsanteil ergeben zusammen noch rund 86 %. Wer eine Kombination spielt, zahlt die Marge dreimal. Kein Rechner, den ich kenne, zeigt das an.

Der Anspruch an ein solches Werkzeug ist entsprechend bescheiden: Es rechnet die Auszahlung aus und macht sich sonst nicht verdächtig. Was danach mit dem Betrag passiert – Rundung, Limiten, Kappung des Höchstgewinns –, gehört auf ein anderes Blatt, und dieses Blatt ist bei jedem Veranstalter ein anderes. Ein Rechner, der nur seine eigene Formel kennt, ist ein Taschenrechner mit Werbehintergrund.

Wo die Rechnung endet, bevor der Veranstalter beginnt

Bei Sporttip ist eine Wette über der Limite nicht etwa neu zu bestätigen, sie wird schlicht nicht angenommen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos darf diese Werte jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern.

Bei Jouez Sport, dem Produkt der Loterie Romande, liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, an den Verkaufsstellen bei CHF 3 und bei Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Das sind Zahlen, die kaum ein Online-Rechner kennt, und die trotzdem den Unterschied machen, sobald jemand mit einem grösseren Betrag ins Feld zieht.

Wer in der Schweiz Wetten annehmen darf – und warum das die Rechnung ändert

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel und brauchen eine Veranstalterbewilligung plus eine Spielbewilligung je Spiel. Beide erteilt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielgesetz – nicht die ESBK, die ausschliesslich die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Wenn zwei Veranstalter und kein dritter, dann heisst das: Die Zahl auf dem Rechner ist so sicher wie die Bewilligung, die hinter dem Wettschein steht.

Zwei Veranstalter, zwei Vertragsgebiete

Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein tätig. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus. Wer in Zürich wohnt, kommt bei Jouez Sport nicht an einen Spielerkonto, und wer in Genf wohnt, nicht bei Swisslos. Der Rechner darf trotzdem jederzeit benutzt werden – die Konsequenz trifft erst den Wettschein. Ein Quotenrechner, der zwei verschieden ausgestattete Veranstalter vergleicht, ohne den Wohnkanton zu kennen, vergleicht also möglicherweise etwas, das der Lesende gar nicht abschliessen kann.

Was überhaupt gewettet werden darf

Erlaubt sind nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten; Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich gelistet sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Ecken- und Kartenmärkte erscheinen auf dieser Liste nicht, ein Esport-Bereich ebenso wenig. Wer ein Rechner-Werkzeug sucht, das Kartenmärkte abbildet, sucht an den bewilligten Veranstaltern vorbei.

Ausländische Marken: keine Bewilligung, keine Schweizer Regeln

Eine ausländische Bewilligung – ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Geltung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar; wer sie gewerbsmässig betreibt, kann mit bis zu fünf Jahren bestraft werden. Der Spielende selbst wird nicht bestraft. Das ist ein schwacher Trost, denn Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es gibt weder Schweizer Spielerschutz noch eine Kontrolle der Fairness der Quoten.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und die Liste wächst weiter, weil blockierte Adressen innert Stunden ersetzt werden. Für eine Rechenhilfe heisst das: Marken ohne Bewilligung liefern Quoten mit einer Marge, deren Zustandekommen niemand in der Schweiz nachprüft, und keine dieser Marken zahlt in die Schweizer Spielerschutzstruktur ein. Mehrere Namen aus dieser Liste tauchen im Abschnitt «Die Anbieter im Einzelnen» auf, und keiner davon mit einer Bewilligung für hiesige Spielende.

Steuern: der Betrag, über den niemand redet

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, also gilt «je nach Kanton» – eine einzelne Kantonszahl wäre schlicht falsch. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann.

Für die Praxis eines Quotenrechners ist das eine Entwarnung: Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Grenze und zahlt weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Anders sieht es bei Gewinnen aus ausländischen Angeboten aus. Zwar fällt dort keine Verrechnungssteuer an, doch die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Ein Rechner zeigt diesen Unterschied nicht an, und die Steuerzahlen tun es auch nicht. Im Zweifel hilft ein Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung weiter. Eine Wettsteuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht.

Limiten, Sperren und der wahre Preis des Einsatzes

Ein Rechner zeigt, was ein Gewinn bringen kann. Er zeigt nicht, was bis dahin durchgelaufen ist. Wer CHF 20 auf eine Kombination setzt, hat CHF 20 ausgegeben, bevor das erste Spiel angepfiffen ist – und die Limiten im Schweizer Markt sind dafür da, genau das sichtbar zu halten.

Verlustlimiten sind Pflicht, nicht Bonus

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind das eigentlich Bemerkenswerte. Wer im Verlust die Limite hochsetzen will, merkt 72 Stunden später oft selbst, warum das keine gute Idee war. Das Gesetz verlangt hier 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein Rechner, der einen Verlust als Zahl ausgibt, tut gut daran, daneben nicht auch noch zur Erhöhung einzuladen. Statutarisch feste Einzahlungsgrenzen kennt die Schweiz nicht – die Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat.

Spielsperre und Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Für die Wahl des Veranstalters ist das der härteste Unterschied auf dieser Seite. Ein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hängt nicht an diesem Register. Wer sich dort sperren lässt, sperrt sich bei sich selbst. Wer ausländische Wetten spielt und zugleich in der Schweiz gesperrt ist, findet in der Schweiz niemanden, der das durchsetzt.

Auszahlung und Guthaben

Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen.

Die 3 % ab der dritten Auszahlung sind kein Skandal, aber eine Zahl, die in keiner Rechner-Anzeige auftaucht. Wer seinen Gewinn regelmässig abzieht, zahlt dafür ab einem bestimmten Punkt. Die Gegenrichtung ist genauso wichtig: Guthaben auf dem Swisslos-Wallet wird per Online-Zahlungsmöglichkeit – darunter PostFinance Pay, bestätigt direkt in der App – oder per Einzahlungsschein gekauft, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20, in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Diese 30-Tage-Zahl ist die eigentliche Kostenbremse des Modells, und sie steht in den Teilnahmebedingungen, nicht auf dem Wettschein.

Jedes Wettschein-Detail hat einen Preis

Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Die Gespa hat 2025 bei Testkäufen an Verkaufsstellen in 200 Fällen in 47.5 % einer minderjährigen Person eine Sportwette verkauft. Die Schutzversprechen an der Verkaufsstelle halten also nicht, was sie versprechen; die Kontrolle am Online-Konto ist strenger, weil sie an einen verifizierten Ausweis gebunden ist.

Reguläre Spielzeit bedeutet reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Rechner, der die Nachspielzeit stillschweigend mitzählt, rechnet richtig; einer, der die Verlängerung mitzählt, rechnet an der Regel vorbei. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Beide Fristen sind kurz, und beide treffen den Gewinner, nicht den Veranstalter.

Einzel-, Kombi- und Systemwette: was der Rechner je Wettart anders rechnet

Die Sporttip-Regeln sind hier eindeutig: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte desselben Spiels kombiniert, muss also wissen, ob der Rechner diese Verbindung zulässt – viele tun es, der Veranstalter nicht.

Wann eine Voraussage aus der Rechnung verschwindet

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für die Kombination heisst das: eine Voraussage weniger, die multipliziert wird, und kein Geld zurück. Ein Rechner für Systemwetten, der diesen Fall nicht kennt, überschätzt das Ergebnis einer abgesagten Partie systematisch.

Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Wer einen Systemwettschein mit vielen Teilwetten durch einen Rechner schickt, sollte diese zwei Zahlen im Kopf behalten: Sie kappen genau den Betrag, den der Rechner stolz nach oben schreibt.

Live, Cash-Out und die Grenzen der Vorhersage

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf ein Tor setzt und dabei schneller ist als die Buchungsmaschine, bekommt also nicht zwingend die Quote, die auf dem Schirm stand.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Aber nur bei Online-Wetten, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein Rechner, der nur die Endquote ausrechnet, blendet diesen Weg komplett aus.

Boosts: Prozente, die an Bedingungen hängen

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei vier Voraussagen mit je 1.50 kommt man auf eine Gesamtquote von rund 5.06, und der Boost von 5 % auf den Nettogewinn fällt damit auf einen Betrag, der selbst schon bescheiden ausfällt. Ein «Boost» ist ein Zuschlag auf einen kleinen Nettogewinn, nicht auf den möglichen Gewinn insgesamt.

Quotenboosts und Profitboosts gelten ebenfalls nur online; Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost nutzt und dann vorzeitig aussteigt, verliert genau das, weswegen er die Wette überhaupt platziert hat.

Schweizer Regeln für Gratisspielguthaben

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Beträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Ein Werbeverbot nach Tageszeit existiert nicht. Was es nicht gibt: Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet, und Werbung, die aufdringlich oder irreführend ist.

Die Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip: der Rechner mit der Fünfrappenkante

Swisslos, die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa.

Alles, was ein Wettender an Zahlen braucht, steht bei diesem Veranstalter offen: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel und Kombi, CHF 10’000 für Systemwetten. Die Verlustlimiten von 1, 7 und 30 Tagen sind Pflicht, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Ein Online-Konto setzt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Der Reiz liegt in der Nachrechenbarkeit. Wer Einsatz und Quote kennt, kann die Autogutschrift bis auf den Rappen vorhersagen: auf zwei Nachkommastellen aufrunden, dann auf 5 Rappen abrunden. Wer seine Wetten online spielt statt am Kiosk, bekommt Cash-Out für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten und kann den Kombiboost nutzen – beides setzt ein Konto voraus und ist mit den geschilderten Einschränkungen verbunden. Bequemer, dafür enger: Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste, und ausserhalb dieser Liste gibt es hier schlicht nichts zu spielen.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Alternative mit den tieferen Kappungsgrenzen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz bei 221 Mitarbeitenden. Auch hier steht ein Grossspiel hinter dem Angebot, mit derselben Aufsicht.

Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, an der Verkaufsstelle bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500 – die Hälfte dessen, was bei Sporttip möglich ist – und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 enthalten. Beim Höchstgewinn zieht die Loterie Romande die Grenze bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote muss mindestens 1.10 betragen, darf aber 100’000 nicht übersteigen.

Wer regelmässig höhere Beträge setzt, stösst hier früher an eine Wand als bei Swisslos. Wer dagegen klein und breit spielt, merkt von den tieferen Limiten nichts. Die Verkaufsstellen bleiben ein eigenes Argument: 2’350 Standorte in sechs Kantonen sind ein Vertriebsnetz, das eine reine Online-Marke nicht hat.

WirWetten: ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine gemeldete ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung. Das Konto hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Wer dort spielt, spielt nach Hausregeln eines Anbieters, der in der Schweiz niemandem Rechenschaft schuldet.

BillyBets: ohne Schweizer Bewilligung

BillyBets ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt dasselbe wie für jede Bewilligungsfreiheit in dieser Liste: kein Zugang zum schweizerischen Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht über die Quotenstellung, kein Schweizer Rechtsmittelweg, und die Möglichkeit, dass die Domain über die Sperrliste blockiert wird. Quoten lassen sich dort spielen – aber die Marge, die in ihnen steckt, prüft in der Schweiz niemand nach.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo firmiert ohne Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende bedeutet das: Die gutgeschriebene Zahl folgt den Bedingungen eines Veranstalters, der hier nicht bewilligt ist und hier auch nicht beaufsichtigt wird. Ein Schweizer Spielerschutz greift nicht, und wer in der Schweiz gesperrt ist, bleibt von diesem Anbieter unbehelligt.

Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung

Boomerang Bet gehört zur Gruppe der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Der Name suggeriert eine Rückkehr, die im Schweizer Recht keine Entsprechung hat: Es gibt keinen Mechanismus, der Einsätze von hier aus zurückholt, und im Verfahren gegen den Veranstalter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Die Verantwortung liegt vollständig beim Spielenden.

Interwetten: ohne Schweizer Bewilligung

Interwetten erscheint in dieser Übersicht ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa nennt die Marke im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping: Blockierte Adressen werden innert Stunden durch neue ersetzt, weshalb die Sperrliste laufend nachgeführt wird. Dieses Katz-und-Maus-Spiel ist der praktische Ausdruck davon, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Geltung hat.

HighFlyBet: ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet steht ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Der Name des Anbieters und die Namen seiner Quoten haben mit Schweizer Recht nichts zu tun; die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und eine ausländische entfaltet hier keine Wirkung. Ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, ein Zugang zum Sperrregister ebenso wenig.

Rabona: ohne Schweizer Bewilligung

Rabona gehört zu den Marken ohne Schweizer Bewilligung. Wer einen Quotenrechner für diese Marke sucht, sucht ein Werkzeug ohne Gegenstück in den hiesigen Regeln: Die Rundung, die Kappung des Höchstgewinns und die Limiten, die bei Swisslos und der Loterie Romande schriftlich fixiert sind, gelten dort nicht.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit erscheint ohne Schweizer Bewilligung in der Übersicht. Die Marke ist stark im Krypto-Umfeld verortet – ein Umfeld, das im bewilligten Schweizer Markt keine Entsprechung hat: Auszahlungen im bewilligten Bereich gehen grundsätzlich nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen sind im Schweizer Wittgenstein-geschützten Angebot nicht vorgesehen.t

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Rechner liefert deshalb eine Schätzung, die von der Gutschrift um Rappen abweichen kann.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?

Die Einzelquoten werden miteinander multipliziert. Aus 2.10, 1.65 und 3.40 wird eine Gesamtquote von 11.78. Alle drei Voraussagen müssen zutreffen; fällt eine davon aus, ist die Kombination verloren. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion.

Warum weicht der Rundungsgewinn vom Rechnerergebnis ab?

Weil die Gutschrift nach der Multiplikation noch einen zweiten Rechenschritt kennt: aufrunden auf zwei Nachkommastellen, dann abrunden auf 5 Rappen. Bei einem Gewinn von 47.83 schreibt Sporttip CHF 47.80 gut. Die Differenz ist klein, aber sie ist systematisch, und sie läuft immer zuungunsten des Wettscheins.

Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?

Der Quotenschlüssel einer Partie ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Ausgangsquoten. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 ergibt das einen Auszahlungsanteil von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %. Der genaue Wert hängt von der konkreten Stellung ab und ist keine feste Zahl.

Wie rechnet sich eine Systemwette, und welche Angaben sind nötig?

Nötig sind der Einsatz, die Zahl der gewählten Voraussagen und die Zahl der Voraussagen pro Kombination; daraus entsteht eine feste Anzahl von Kombinationen, die jeweils mit dem Produkt ihrer Quoten gerechnet werden. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, bei Jouez Sport sind Kombis mit 2 bis 10 Voraussagen möglich.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, an Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»