Welcher Wettanbieter hat die besten Quoten? Die Antwort beginnt bei der Marge

Updated Oktober 2026
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Ein menschenleerer Fussballplatz mit frisch gemähtem Rasen unter Flutlichtmasten in der Abenddämmerung, aus erhöhter Perspektive fotografiert.

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer nach dem Anbieter mit der besten Quote sucht, sucht deshalb zuerst nach der kleinsten Marge, nicht nach dem schönsten Willkommensbanner.

Typisch sind bei Buchmacher-Quoten etwa 90 % Ausschüttung bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Tennis, und etwa 85 % bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen.

Stand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und, wo eine Bewilligung fehlt, gegen die Sperrliste ausländischer Domänen.

Livewetten und Cash-Out: wo die Quote wandert, während du zusiehst

Eine Quote vor dem Anpfiff ist ein Versprechen. Eine Quote während des Spiels ist ein Vorschlag, der alle paar Sekunden neu gemacht wird — und genau dort trennt sich, was ein Anbieter aus seiner Marge macht.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen aus Kästchen und Pfeilen liegt neben einem Bleistift auf einem hellen Holztisch.
Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben; der Überschuss heisst Overround.

Bei festen Quoten setzt der Buchmacher den Preis und tritt als Gegner des Wettenden auf. Die Quote gilt ab Wettabschluss und lässt sich nachträglich nicht mehr ändern. Das ist die ruhige Variante: Man sieht den Preis, man nimmt ihn an oder nicht. Beim Totalisator fehlt diese Sicherheit völlig, weil die Wettenden untereinander setzen und die Quote erst nach dem Ereignis feststeht. Die Zahlen dort sind brutal — bei staatlichen Anbietern bleibt dem Feld weniger als die Hälfte der Einsätze, bei Pferderennen sind es bis etwa 85 %. Wer einen Totalisator mit dem Quotenschlüssel eines regulären Buchmachers vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Geschäfte.

Sporttip lässt Livewetten zu, und die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis irgendwo übertragen wird. Das ist eine wichtige Klarstellung, denn viele Wettende halten Livewetten für etwas, das nur mit einem laufenden Stream funktioniert. Zwei Regeln dämpfen die Begeisterung. Erstens: Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Zweitens: In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Eingriff des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Preis wird also nicht nur lebendig, er kann im entscheidenden Moment auch einfach verschwinden.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Drei Einschränkungen gehören in dieselbe Zeile: nur bei Online-Wetten, nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung, und eine Garantie für jeden einzelnen Markt besteht nicht. Ein einmal ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer den Ausstieg als Versicherung begreift, hat die Funktion missverstanden; er ist ein Verkauf zu einem Preis, den die Gegenseite gerade festlegt.

Für die Loterie Romande regelt das eigene Regelwerk den vorzeitigen Ausstieg nicht, und ein Geschäft dieser Art gehört ohnehin zu den Bedingungen, die man auf der Seite selbst nachliest, nicht in einen Vergleichstext. Bei den ausländischen Marken ist der Rückkauf der Wette dagegen oft das Verkaufsargument schlechthin — und er wird in der Werbung so präsentiert, als wäre er gratis. Er ist es nie. Jedes Cash-out-Angebot enthält einen Abschlag gegenüber dem rechnerischen Wert der offenen Position, und dieser Abschlag ist der Preis für die Bequemlichkeit, das Geld jetzt statt später zu haben.

Was Buchmacher-Quoten wirklich kosten: 2026 im Quotenschlüssel

Die gute Nachricht zuerst. Typisch sind bei Buchmacher-Quoten etwa 90 % Ausschüttung bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Tennis, und etwa 85 % bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Fussball. Die schlechte: Diese Sätze sind Durchschnittswerte, und die Spanne zwischen einem grosszügig kalkulierten Markt und einem mageren ist grösser als die Spanne zwischen zwei Anbietern.

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Dezimalquote ist ihr Kehrwert. Quote 1.01 steht für 99.01 %, Quote 2.00 für 50.00 %, Quote 4.00 für 25.00 %. Ein Buchmacher kalkuliert seine Preise nun so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben. Der Überschuss heisst Overround und ist der Gewinn des Buchmachers bei ausgeglichenem Buch. Der Quotenschlüssel ist der Gegenbegriff: die Kehrwerte aller Ausgangsquoten addiert, eins durch diese Summe geteilt. Bei den Quoten 1.25, 5.00 und 10.00 ergibt das rund 90.91 %.

Wenn ein Markt zwei gleich wahrscheinliche Ausgänge hat und beide Seiten bei 1.90 stehen, sieht der Wettschein grosszügig aus. Rechnen wir es aus: Die Kehrwerte sind 1 durch 1.90, also rund 0.52632, zweimal. Die Summe liegt bei rund 1.05263, der Kehrwert davon bei rund 0.95. Der Quotenschlüssel beträgt damit rund 95 %, die Marge rund 5 % — bei einem Beispielkurs, nicht bei einem abgefragten Preis. Die Bandbreite dieses Ergebnisses ist das eigentlich Lesenswerte, und sie hängt an zwei Bedingungen. Erstens an der Zahl der Ausgänge, weil dieselbe Rechnung bei drei Ausgängen mit den typischen Sätzen auf rund 85 % zurückfällt. Zweitens an den beiden Kursen selbst: Bei Quote 1.95 auf beiden Seiten liegt die Ausschüttung bei etwa 97.5 % und die Marge bei etwa 2.5 %, bei Quote 1.80 sind es rund 10 % Marge.

Der Unterschied zwischen 1.90 und 1.95 wirkt wie ein Rundungsfehler. Über ein Jahr regelmässiger Einsätze ist er der wichtigste Preisunterschied des ganzen Marktes. Ein Wettender, der 2.5 % Marge zahlt, verliert pro umgesetztem Franken 2.5 Rappen an das Haus; bei 10 % Marge sind es vier Mal so viel. Kein Bonus gleicht diesen Abstand aus, weil kein Bonus bei jeder einzelnen Wette mitzahlt. Genau hier setzt die Auswahl an: Wer nur die zwei bewilligten Veranstalter zur Verfügung hat, kann die Marge nicht wegverhandeln, aber er kann erkennen, in welchen Märkten sie kleiner ist — und seine Einsätze dorthin legen.

Margen sind nicht über alle Sportarten gleich, und sie sind nicht über alle Märkte gleich. Märkte mit wenigen Ausgängen sind für Wettende meist günstiger als solche mit vielen. Ein Handicap mit zwei Ausgängen trägt weniger Overround als ein Ergebnis-Markt mit einem Dutzend Varianten, weil der Buchmacher sein Risiko in jedem einzelnen Ausgang absichern muss. Wer auf Ecken, Karten oder exotische Kombinationen setzt, zahlt diese Absicherung mit.

Sportarten, Turniere und Märkte: was überhaupt auf dem Programm steht

Nicht jedes Ereignis, über das sich reden lässt, ist auch belegbar. Die bewilligte Schweizer Angebotsliste ist eine geschlossene Liste: die Zusammenstellung der Gespa mit den zugelassenen Sportarten, Wettbewerben und Wettarten, in der Fassung vom 10.09.2026. Wer wissen will, ob ein bestimmter Wettbewerb überhaupt angeboten werden darf, liest dort nach und nicht im Werbematerial einer Buchmacher-Seite.

Aus dieser Liste ergeben sich konkrete Grenzen. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind auf die Fälle beschränkt, in denen die Platzierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Eck- und Kartenmärkte und keinen E-Sport-Abschnitt. Letzteres ist die häufigste falsche Erwartung: E-Sport-Fans finden bei den bewilligten Anbietern kein Zuhause. Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Fussball und Tennis bleiben die Kerndisziplinen, und sie tragen die zwei Ausschüttungssätze, die oben stehen: rund 85 % bei drei Ausgängen im Fussball, rund 90 % bei zwei Ausgängen im Tennis. Dass die Zahl der Ausgänge den Preis drückt, wiederholt sich hier in der schlechtesten Form, denn ausgerechnet das populärste Produkt — die 1X2-Wette auf ein Fussballspiel — ist der teurere Markt. Wer im selben Spiel auf ein Handicap oder ein Tor-Über/Unter mit zwei Ausgängen setzt, hat in der Regel den günstigeren Schuh an.

Dass Livewetten erlaubt sind, heisst nicht, dass ein Veranstalter live jedes denkbare Fenster anbietet. Erlaubt ist, was in der Bewilligung steht; was tatsächlich im Programm auftaucht, entscheidet der Veranstalter selbst. Das Geldspielgesetz enthält jedenfalls keine Vorschrift, die Live-Märkte auf bestimmte Typen beschränkt.

Für Kombinationen gibt es eine Regel, die man kennen sollte, weil sie Geld kostet. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert werden. Nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Fehler liegt beim Anbieter, die Folge trägt der Wettende, der auf eine Auszahlung gewartet hat.

Der Auszahlungsanteil bei variablen Quoten sollte jedem, der einen Totalisator nutzt, zu denken geben. Der Kehrwert des Overrounds ist dort kein Prozentwert, über den man streiten kann, sondern eine Struktur: weniger als die Hälfte der Einsätze fliesst bei staatlichen Anbietern an die Wettenden zurück. Ein Buchmacher mit 90 % Ausschüttung ist dagegen geradezu spendabel.

Neue Anbieter in der Schweiz: warum «neu» hier ein enges Wort ist

Der Markt, der sich als ständig wachsend präsentiert, ist in Wahrheit geschlossen. Weil die Kantone die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt haben, gibt es keine dritte Bewilligung, die irgendwann nachkommt — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind diese zwei. Wer im 2026-Jahr auf der Suche nach einem neuen Schweizer Sportwetten-Anbieter ist, sucht etwas, das es nicht gibt.

Das ist keine juristische Spitzfindigkeit, sondern hat Folgen für jeden Vergleich. Die Aufsicht führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; veröffentlicht wird nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domänen. Wenn eine Seite sich als «neu» bezeichnet, ist sie damit fast immer eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Das Wort «neu» bezeichnet in dieser Verwendung ein Datum auf einer Website, keine Zulassung.

Ein Veranstalter, der seine Bewilligung erst noch beantragen müsste, stünde vor einem mehrstufigen Verfahren: Es braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel. Und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Ein ausländisches Dokument ändert daran nichts.

Für den Leser bleibt eine praktische Konsequenz. Wer eine unbekannte Marke ohne Schweizer Bewilligung ausprobiert, verlässt den geprüften Rahmen; es gibt weder eine Verbindung zum Sperrregister noch einen schweizerischen Rückgriff. Das ist eine Wahl, und sie soll hier als Wahl benannt sein. Als «der sichere Weg» taugt sie nicht — genauso wenig wie die bewilligte Variante frei von Kosten ist, denn sie bringt ein enges Sportarten- und Marktprogramm, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung mit.

Die zugelassenen Veranstalter im Vergleich: Bewilligung, Programm, Wohnsitz

Die zwei Schweizer Veranstalter sind der Massstab, an dem alles andere gemessen wird, und sie sind es aus einem einzigen Grund: Sie sind die Einzigen, die in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen. Die folgende Übersicht ordnet sie ein — und daneben die ausländischen Marken, deren Bewilligungsstatus für die Schweiz schlicht keiner ist.

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS; Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS; Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
Funbet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
PowBet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz wirksame Bewilligung berichtet

Zwei Zeilen der Tabelle tragen eine Zulassung, acht tragen keine. Das ist das ganze Bild, und es erklärt, warum ein Quotenvergleich in der Schweiz so kurz ausfällt. Eine ausländische Bewilligung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Domänen solcher Anbieter können auf der Sperrliste landen und werden von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert. Die Domänen wechseln dabei binnen Stunden, und der Name auf dem Wettschein ist dann nicht mehr der, den man gestern gelesen hat.

Die Vergleichskriterien, die hier zählen, sind deshalb andere als in einem offenen Markt. Quotenniveau, Limiten, Auszahlung und Bedienung lassen sich prüfen; Werbeversprechen lassen sich nicht prüfen. Wer die bewilligten Anbieter nach diesen vier Kriterien sortiert, kommt zu einem anderen Ergebnis als der, der nach Bonusbeträgen sortiert.

Einordnung: wie viele Wettanbieter es in der Schweiz gibt und woran Quoten zu messen sind

Wer nach der Zahl fragt, bekommt eine kurze Antwort: zwei. Swisslos und die Loterie Romande sind die einzigen Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, und sie teilen sich das Land geografisch auf. Alles andere, was sich im Umfeld als Wettanbieter präsentiert, besitzt hier keine Bewilligung.

Bevor man einzelne Angebote betrachtet, braucht es deshalb eine Grundlage, auf der sich überhaupt vergleichen lässt. Diese Grundlage besteht aus vier Grössen. Die erste ist der Quotenschlüssel eines Marktes, also der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt. Die zweite ist die Marge als Gegenstück dazu. Die dritte ist die Zahl der Ausgänge im betrachteten Markt, weil sie die erste und zweite Grösse mitbestimmt. Die vierte ist die Wettart, denn eine Einzelwette und eine Kombination aus fünf Voraussagen werden unterschiedlich bepreist.

Nichts davon steht auf einem Werbebanner. Die Marge eines Buchmachers ist keine Angabe, die er veröffentlicht, und die Ausschüttungsquote schon gar nicht — man rechnet sie aus den Quoten, die er zeigt. Genau darin liegt die Schwierigkeit eines Quotenvergleichs, und genau darin liegt auch sein Nutzen: Er ist nachprüfbar, sobald man die Kehrwerte kennt.

Die Zahl der Anbieter ist in der Schweiz also klein, und das ist kein Mangel des Vergleichs, sondern sein Ergebnis. Wer aus zehn ausländischen Seiten mit zehn Willkommensangeboten den einen «besten» Anbieter kürt, hat nichts sortiert, was sich nach Schweizer Massstab sortieren liesse.

Rechtslage: wer hier Sportwetten veranstalten darf und was eine fehlende Bewilligung bedeutet

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), und zuständig ist die Gespa in Bern, die Interkantonale Geldspielaufsicht auf Grundlage des Geldspielkonkordats. Die eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht die Adresse — sie beaufsichtigt Casinos. Diese Zuständigkeit wird regelmässig verwechselt, weil beide Behörden mit Spiel zu tun haben und nur eine davon mit Sportwetten.

Eine breite Sandsteintreppe in einer Berner Altstadtgasse am frühen Morgen, niemand zu sehen, weiches Licht und leichter Nebel.
Typisch sind bei Buchmacher-Quoten etwa 90 % Ausschüttung bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Tennis, und etwa 85 % bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Fussball.

Bewilligungen nach dem BGS sind mehrstufig: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Eine solche Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Der Nettoertrag fliesst gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu — ein Detail, das den Schweizer Weg vom Geschäftsmodell einer ausländischen Marke unterscheidet.

Die Aufsicht führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Veröffentlicht wird die Sperrliste der blockierten ausländischen Domänen: die erste Liste stammt vom 3. September 2019, zum Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domänen. Schweizer Telekom-Anbieter sperren diese Domänen per DNS. Blockierte Adressen werden binnen Stunden ersetzt — ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem die Aufsicht ausdrücklich Namen wie Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele nennt und bet365 als auf der Liste stehend.

Was man in der Schweiz belegen darf, ist keine offene Frage. Es gilt eine geschlossene Liste mit den zugelassenen Sportarten, Wettbewerben und Wettarten; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen. Veranstalten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der wettende Spieler wird nicht bestraft. Das ist die eine gute Nachricht in diesem Absatz. Die schlechte: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Fairplay-Kontrolle.

Was aus einem ausländischen Angebot folgt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen und in einem zweiten präzisieren. Es gibt keinen Schweizer Schutz, keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister und keinen schweizerischen Rückgriff. Und die Gewinne sind nach kantonaler Praxis steuerbar; die Steuerpraxis des Kantons Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. «Je nach Kanton» ist hier keine Ausrede, sondern der einzige korrekte Zusatz.

Die Kehrseite der bewilligten Variante gehört in denselben Absatz, sonst wäre er eine Werbeanzeige. Ein bewilligtes Angebot bedeutet ein enges Sportarten- und Marktprogramm, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Die Bewilligung ist keine Garantie für einen langen Wettschein, sondern eine Garantie für einen kontrollierten Rahmen.

Spielerschutz: Limiten, Sperren und was sie über einen Anbieter sagen

Ein Quotenvergleich, der beim Spielerschutz haltmacht, ist ein halber Vergleich. Die Limiten sagen mehr über einen Anbieter als sein Werbebild. Und sie sagen etwas über den Wettenden selbst, denn in der Schweiz setzt sie der Spielende, nicht der Staat.

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Ein freiwilliges Einzahlungslimit für je 30 Tage ist zusätzlich möglich. Von Gesetzes wegen sieht die Vorschrift einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste vor, wobei eine Erhöhung nach 24 Stunden greift — Swisslos und die Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer sein Limit mitten in einer Verlustserie hochsetzen will, wartet also drei Tage und hat den Ärger bis dahin hoffentlich verraucht.

Diese Wartezeit ist die wirksamste Bremse des Schweizer Modells, und sie ist der Punkt, an dem eine selbst gesetzte Limite mehr ist als eine Zahl in den Einstellungen. Es gibt keine staatlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze; was es gibt, ist eine Verpflichtung des Veranstalters, vom Spielenden verlangte Höchstwerte zu führen.

Neben den Limiten steht die Spielsperre. Sie erfasst überschuldete und suchtkranke Personen sowie den Selbstausschluss. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und ein Fachgremium ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Nicht überall ist der Schutz so streng, wie das Gesetz klingt. Die Gespa hat 2025 im Rahmen von Testkäufen geprüft, ob an Verkaufsstellen an Minderjährige verkauft wird, und in 47.5 % von 200 Fällen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Man darf den Schutz an der Verkaufsstelle also nicht für lückenlos halten. Ein Verkaufsstellennetz von der Grösse des Westschweizer Netzes mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden ist eben auch ein Vertrieb und nicht nur eine Aufsichtsfläche.

Was all das für die Wahl bedeutet: Ein ausländisches Angebot ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden. Wer sich dort sperren lässt, sperrt sich bei einem Anbieter — nicht bei einem Schutzsystem. Das ist kein Nebensatz in den AGB, sondern der praktische Unterschied zwischen zwei Arten von Buchmachern.

Krypto und Anonymität: warum dieser Weg am Schweizer Rahmen vorbeiführt

Die Frage nach Bitcoin- oder Krypto-Wettanbietern führt zu einer klaren Antwort, und sie lautet nicht «verboten, aber». Bei bewilligten Schweizer Anbietern sind auf Blockchain gestützte Zahlungen ausgeschlossen. Es gibt sie dort nicht, und sie sind auch nicht in Vorbereitung.

Der Grund liegt in einer Regel, die viel weiter reicht als Krypto. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Eine anonyme Auszahlung existiert im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht, und eine Kreditgewährung an Spieler ebenfalls nicht. Dieselbe Regel schliesst die Auszahlung an ein fremdes Konto aus, unabhängig von der Zahlungsmethode. Krypto ist in diesem Rahmen kein Sonderfall, sondern nur die deutlichste Form des Versuchs, an der Kontoinhaberschaft vorbeizukommen.

Dazu kommt die Identitätsprüfung. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer ein Konto ohne Identitätsnachweis sucht, sucht das Gegenteil des Schweizer Modells.

Wer dennoch einen Krypto-Anbieter nutzt, wechselt in ein Umfeld ohne Bewilligung und damit ohne die beiden Dinge, die oben bereits stehen: keine Anbindung an das Sperrregister, kein schweizerischer Rückgriff. Die vermeintliche Anonymität hat zudem einen Preis, den die Werbung nie nennt. Eine Auszahlung, die keiner geprüften Identität zugeordnet ist, lässt sich im Streitfall auch nicht beanspruchen; wer bei einem Konflikt keine Person und keinen Sitz hat, an den er sich wenden kann, hat Geld ausgegeben und eine Forderung ohne Adresse.

Bonus und Gratiswette: was ein Neukundenangebot in der Schweiz kosten darf

Willkommensangebote sind bei den zwei bewilligten Veranstaltern selten und klein, und das hat einen prüfbaren Grund. Gratisspielguthaben bedürfen vorab der Zustimmung der Aufsicht. Die Gespa hat im Jahr 2025 genau 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Acht Zustimmungen in einem Jahr für ein Produkt, das landesweit beworben wird, ist die kürzeste Erklärung dafür, warum die Schweizer Bonuslandschaft so aussieht, wie sie aussieht.

Einzelne Marketingelemente, die es faktisch gibt, sind keine Gratiswetten. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist keine Gratiszahlung, das ist eine Zusage, die erst bei einer grossen Kombination nennenswert wird — und bei der niemand mehr garantieren kann, dass alle fünfzehn Voraussagen aufgehen. Sporttip-Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das Wort «risikofrei» hat in diesem Zusammenhang eine besonders unglückliche Karriere gemacht. Eine Wette, die im Verlustfall als Gratiswette zurückkommt, ist nicht risikofrei: Der Einsatz kommt als Wette zurück und nicht als Geld, und eine Gratiswette zahlt üblicherweise nur den Gewinn aus, nicht den Einsatz. Der Nullpunkt ist also erst erreicht, wenn der zurückgekehrte Schein tatsächlich gewinnt. Das ist kein Detail am Rande, sondern der ganze Unterschied zwischen einer Rückzahlung und einem Gutschein.

Wer ein Angebot prüfen will, hat drei Fragen zu stellen. Wie hoch ist die Quote, die für die qualifizierende Wette mindestens gelten muss? Bis wann gilt das Angebot, und nach welcher Frist verfällt es? Und gibt es eine Obergrenze für den Gewinn aus der Gratiswette? Die dritte Frage ist die, die selten gestellt und am häufigsten unterschätzt wird: Eine Gratiswette mit Gewinnobergrenze ist genau so viel wert wie diese Obergrenze, nicht so viel wie die Zahl auf dem Banner. Wer nachrechnet, was eine Gratiswette im Durchschnitt einbringt, sollte die Ausschüttungsquote des Marktes berücksichtigen, in dem er sie einsetzt — bei einem Markt mit rund 90 % Ausschüttung ist die Wette etwa ein Zehntel weniger wert, als der Betrag vermuten lässt.

Bei den ausländischen Marken ist die Lage grundsätzlich anders, und die Regel aus dem Gesetz gilt für sie nicht. Sie können ein Zahlungsversprechen aufstellen, ohne dass eine Aufsicht vorher zustimmt, und sie können es an Bedingungen knüpfen, die niemand vorab prüft. Art. 74 und 131 BGS machen Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel zur Straftat, die mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet werden kann. Ein Angebot, das diese Grenze überschreitet, ist per Definition kein neutraler Vergleichsgegenstand.

Zahlungswege und Auszahlung: welche Wege der Schweizer Rahmen überhaupt lässt

Bei der Auszahlung ist der wichtigste Punkt kein Geschwindigkeitsvergleich. Er lautet: Die Auszahlung geht nur auf ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen. Diese Regel schneidet das Feld schneller als jede Vorabprüfung, und sie erklärt, warum ein Anbieter, der Zahlungen an Dritte oder an anonyme Adressen anbietet, den Schweizer Rahmen verlassen hat. Eine Barauszahlung an der Verkaufsstelle ist davon unberührt; sie ist ein anderer Vorgang als eine Online-Auszahlung.

Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen. Für die bewilligten Veranstalter hiesse jede Zahlungsangabe in einem Vergleichstext, etwas zu behaupten, das nur dort steht, wo es steht. Was feststeht, ist die Grenze: keine Kreditvergabe an Spielende, kein fremdes Konto, keine anonyme Auszahlung.

Bei den ausländischen Marken ist die Zahlungsvielfalt ein Verkaufsargument, und sie ist eines, das man getrennt bewerten sollte. Eine grosse Auswahl an Einzahlungswegen ist billig zu beschaffen und teuer zu missbrauchen. Die Dauer einer Auszahlung hängt ohnehin weniger am Anbieter als am Zahlungsweg und an der Prüfung, die davor läuft — bei Karten dauert die Rückabwicklung über das Kartennetz grundsätzlich länger als eine Überweisung, und eine Konto-Prüfung findet in jedem Fall statt, weil Guthaben nur auf den eigenen Namen fliessen dürfen.

Wer eine Auszahlung plant, tut gut daran, sie nicht am Abend eines erfolgreichen Spieltags zu beginnen. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Guthaben ist im Spielerkonto sichtbar, die Auszahlung wird angestossen, die Identität ist bereits verifiziert oder wird es nun, und dann hängt die Dauer am Weg. Wo das stockt, stockt es fast immer an einer Angabe, die nicht mit dem hinterlegten Konto übereinstimmt. Die Prüfung gegen Adress-Datenbanken, die bei der Registrierung läuft, ist genau dafür da.

Ein Punkt gehört noch in diesen Abschnitt, auch wenn er auf keine Anbietertabelle passt. Die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren. Was die Aufsicht tut, ist die Sperrliste, und die wirkt über DNS bei den Telekom-Anbietern. Wer glaubt, seine Bank schütze ihn vor einer Zahlung, irrt.

Mobile und App: woran sich die Bedienung auf dem Touchscreen entscheidet

Auf dem Telefon entscheidet nicht die Zahl der Funktionen, sondern die Zahl der Fehleingaben, die man in den ersten zwei Minuten macht. Ein Wettschein, der auf einem kleinen Bildschirm lesbar ist, ein Login, dem man vertraut, und eine Seite, die nicht bei jedem Wechsel neu lädt — das sind die drei Dinge, die zählen. Eine Funktionsliste, die auf dem Desktop beeindruckend aussieht, ist auf dem Touchscreen oft einfach ein langes Menü.

Die Kombination aus Livewette und mobilem Gerät ist der anspruchsvollste Fall, und die im Abschnitt «Livewetten und Cash-Out» genannten Regeln werden dort am teuersten. Eine Livewette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00 — und das passiert auf einem Telefon leichter als am Rechner, weil die Verbindung schwankt und die Bestätigung später ankommt, als man gedrückt hat. Wer live spielt, sollte die Bestätigung abwarten, bevor er das nächste Fenster öffnet. Und wer auf einen Cash-Out setzt, muss wissen, dass eine ausgeführte Rücknahme nicht widerrufen werden kann; auf einem Touchscreen ist der Weg von «ich schaue mir den Betrag an» zu «ich habe verkauft» kürzer als auf jedem Desktop.

Dass eine Livewette unabhängig davon gilt, ob das Ereignis übertragen wird, ist auf dem mobilen Gerät ein Vorteil. Ein Stream und eine Livewette sind zwei verschiedene Dinge, und wer eine Wette platzieren will, braucht keinen Stream. Das entlastet die Datenverbindung und nimmt dem Anbieter eine Ausrede.

Für die Sicherheit beim Einloggen gibt es eine schlichte Prüfung, die nichts kostet: die Registrierungsbedingungen. Bei Swisslos läuft die Datenprüfung über den hochgeladenen Ausweis und gegen Adress-Datenbanken, ein Konto pro Person, und es darf keine Spielsperre bestehen. Ein Anbieter, der diese Schritte umgeht, spart dem Wettenden keine Zeit — er verschiebt nur das Risiko.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Zehn Namen stehen im Folgenden, und die Rangfolge ist keine Geschmacksfrage: Die ersten zwei sind die Einzigen mit einer Schweizer Bewilligung, die acht danach sind ausländische Marken ohne eine. Wer die Liste liest, sollte diese Trennung im Kopf behalten, weil sie sich auf die Frage der Quoten unmittelbar auswirkt: Ein Anbieter ohne Bewilligung kann theoretisch grosszügigere Kurse stellen, trägt aber keinen der Kontrollmechanismen, die den Schweizer Markt ausmachen.

Swisslos Sporttip: der einzige Veranstalter mit einem eigenen Sportwetten-Regelwerk in Version 4.2

Sporttip ist das Sportwettenprodukt der Swisslos Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Ein Online-Konto ist Personen vorbehalten, die im Vertragsgebiet wohnen: das sind die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Einsatzgrenzen sind konkret und eng. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Der Auszahlungsbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Abrundung ist klein, aber sie ist systematisch und läuft in eine Richtung.

Interessant für Kombinationsspieler ist der Umgang mit abgesagten Ereignissen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Wer eine Zehnerkombination spielt, verliert in diesem Fall einen Zehntel seiner Quote — kein Totalverlust, aber auch kein Trostpreis.

Was bleibt, ist ein Anbieter mit einem Regelwerk, das man tatsächlich nachlesen kann, und mit Preisen, die aus dem Quotenschlüssel heraus rekonstruierbar sind. Die Quote ist hier selten eine Überraschung in die eine oder andere Richtung. Das enge Sportartenprogramm und die Wohnsitzgrenze sind der Preis dafür, und sie sind für einen Wettenden in Zürich oder Lugano kein praktisches Problem, für einen Grenzgänger aus Deutschland schon.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Variante mit anderen Limits

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Das Veranstaltungsgebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; organisatorisch ist sie damit ein Vertriebsnetz eigener Art, in dem die Online-Wette nur ein Kanal unter mehreren ist.

Die Limits unterscheiden sich deutlich von denen bei Sporttip. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Diese Zahlen sind der Grund, warum die Wahl zwischen den beiden Veranstaltern in der Praxis oft keine Wahl ist. Wer im Kanton Waadt wohnt, kommt bei Swisslos nicht über die Registrierung hinaus, und wer in Zürich wohnt, kommt bei der Loterie Romande nicht hinein. Wer das Glück hat, in einem der beiden Gebiete zu wohnen, hat ein Konto und kein Auswahlproblem. Die Unterschiede bei Mindesteinsatz und Höchsteinsatz sind dann nicht mehr vergleichbar, sondern nur noch geltend.

Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombination muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 ist bemerkenswert niedrig — sie erlaubt Kombinationen aus sehr sicheren Voraussagen, bei denen die Gesamtquote trotzdem über der Schwelle bleibt, weil sich die Einzelquoten multiplizieren.

N1 Bet: ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung

N1 Bet tritt als Sportwetten-Anbieter auf, besitzt aber keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 des Geldspielgesetzes in der Schweiz keine Wirkung. Eine für die Schweiz wirksame Bewilligung ist für N1 Bet nicht berichtet.

Was daraus folgt, ist unspektakulär und wichtig: keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein schweizerischer Rückgriff, keine Einbindung in die Aufsicht der Gespa. Die Domäne kann auf die Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Für einen Wettenden mit Wohnsitz in der Schweiz bedeutet das ein Konto, das jederzeit unerreichbar werden kann — nicht wegen eines eigenen Fehlers, sondern wegen eines Verfahrens, das ohne ihn stattfindet.

Wer trotzdem bei einer solchen Marke spielt, sollte wissen, was er nicht verloren hat. Es gibt keinen Schweizer Schutz, aber es gibt auch keine Schweizer Beschränkung auf die zugelassenen Sportarten und Wettbewerbe — was hier verboten ist, wird dort angeboten. Das ist die eigentliche Attraktion solcher Seiten, und sie ist ehrlicherweise zu benennen.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung, mit den üblichen Folgen

Playzilla gehört zur selben Gruppe ausländischer Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei jedem der acht Namen in diesem Abschnitt: keine hiesige Zulassung, eine für die Schweiz nicht wirksame ausländische Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff, und die Möglichkeit der Aufnahme in die Sperrliste mit DNS-Blockade.

Die ausländischen Anbieter unterscheiden sich untereinander stark in Ausstattung und Werbung und gar nicht in der Bewilligungsfrage. Wer sie vergleicht, vergleicht deshalb Bedienoberflächen und Zahlungswege, nicht Rechtspositionen. Ein hübscher Wettschein ändert an Art. 4 BGS nichts.

Ein einziger Punkt sollte bei dieser Bewilligungslage mehr wiegen als jeder Bonus. Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, sind aber nach kantonaler Steuerpraxis steuerbar. Der Kanton Thurgau behandelt solche Gewinne unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Ein Gewinn, der auf dem Konto ankommt, ist also nicht automatisch der Gewinn, der einem gehört. Wer sich darauf einlässt, klärt die eigene kantonale Praxis vorher — Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Funbet: Casino-Profil ohne Schweizer Zulassung

Funbet ist eine der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungskarte ist dieselbe wie bei den anderen: keine Zulassung in der Schweiz, eine Bewilligung, die hier keine Wirkung hat, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Rückgriff.

Ein Punkt, der in diesem Abschnitt noch nicht stand und der hierher gehört: Bewilligungen sind in der Schweiz produktbezogen. Eine Bewilligung für Sportwetten ist keine Bewilligung für ein Casino, und ein Casino-Limit ist kein Wett-Limit. Wer bei einer Marke mit breitem Spielangebot unterwegs ist, sollte die beiden Bereiche getrennt betrachten — nicht nur bei den Limiten, sondern auch bei der Frage, welche Regeln überhaupt gelten.

Für Wettende mit Wohnsitz in der Schweiz bleibt es bei der Grundlage: Nur zwei Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten. Alles andere ist ein Ausflug in einen fremden Rechtsrahmen.

PowBet: keine hiesige Bewilligung, keine hiesige Aufsicht

PowBet steht in derselben Kategorie. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es hier weder eine Bewilligung nach dem BGS noch eine Einbindung in die Aufsicht. Die Domäne kann auf der Sperrliste landen und blockiert werden; das ist der Mechanismus, den die Gespa gegen unerlaubte Angebote einsetzt.

Eine Zahl aus dem Schweizer Rahmen ist hier aufschlussreich, auch wenn sie PowBet nicht betrifft: Die Sperrliste umfasste Ende 2025 bereits 671 Domänen, und blockierte Adressen werden binnen Stunden ersetzt. Wer eine blockierte Seite sucht, findet meist schnell eine neue Adresse. Was er nicht findet, ist die Kontrolle, die mit einer Bewilligung einhergeht.

BDMBet: nur mit den Angaben bewertet, die belegt sind

BDMBet gehört zu den ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Belegbar sind hier zwei Dinge: Es gibt keine hiesige Zulassung, und eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Darüber hinaus ist jede Angabe über Limiten, Zahlungswege oder Märkte eine Angabe aus den Bedingungen des Anbieters selbst.

Das ist keine Schwäche der Bewertung, sondern eine Eigenschaft des Gegenstands. Wer eine Marke ohne Bewilligung beurteilen will, kann nur prüfen, was sie selbst über sich schreibt. Ein Vergleich, der an dieser Stelle Zahlen erfindet, hilft niemandem.

BetOnRed: ohne Schweizer Bewilligung im Vergleich

BetOnRed besitzt keine Schweizer Bewilligung für Sportwetten. Die Bewilligung gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz, ein ausländisches Dokument also nicht hier. Eine wirksame hiesige Zulassung ist nicht berichtet.

Wer eine solche Marke trotzdem nutzt, muss zwei Punkte aus dem schweizerischen Rahmen mitdenken. Erstens: Veranstalten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, und die Strafdrohung richtet sich gegen den Anbieter — bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spieler wird nicht bestraft. Zweitens: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und dieser Vorgang findet ohne den Spieler statt. Die Null auf dem eigenen Konto kommt dann per Brief.

WirWetten: deutschsprachige Ansprache, aber keine Schweizer Zulassung

WirWetten wirbt in derselben Sprache wie die Schweizer Wettenden und besitzt dennoch keine Schweizer Bewilligung. Das ist der aufschlussreichste Fall in dieser Liste, weil die Sprachhürde fehlt und der Rechtsstatus davon unberührt bleibt. Ein deutschsprachiges Menü ist kein Bewilligungsnachweis.

Der Name verleitet zu einer Verwechslung, die man einmal klarstellen sollte: «wir» heisst hier nicht «wir Schweizer Anbieter». Nur Swisslos und die Loterie Romande sind es. Wer eine Wette abschliesst, tut das mit einem Unternehmen in einem anderen Rechtsrahmen, mit allen Folgen, die im Abschnitt «Die zugelassenen Veranstalter im Vergleich» für ausländische Anbieter erläutert sind.

Bruce Bet: der letzte Name ohne Schweizer Zulassung

Bruce Bet schliesst die Liste der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung ab. Es gilt, was für die anderen sieben gilt: keine hiesige Zulassung, keine für die Schweiz wirksame Bewilligung, keine Einbindung in das Sperrregister, kein schweizerischer Rückgriff.

Für die Quotenfrage, um die es hier geht, ist das der eigentliche Punkt. Ein Anbieter ohne Bewilligung kann theoretisch bessere Kurse bieten, weil ihm die Vorgaben des schweizerischen Marktes nicht im Weg stehen. Er kann aber auch bessere Kurse zeigen und bei der Auszahlung andere Massstäbe anlegen. Wer diesen Weg wählt, wählt grössere Freiheit nach beiden Seiten, und das ist eine Kategorie, die keine Bewertung nach der Zahl auf dem Wettschein abbilden kann.

Häufige Fragen zu Quoten und Wettanbietern in der Schweiz

Welcher bewilligte Wettanbieter in der Schweiz hat die besten Quoten, und woran lässt sich das messen?

Messen lässt sich die Ausschüttungsquote: eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Ausgangsquoten. Typisch sind etwa 90 % bei zwei Ausgängen und etwa 85 % bei drei Ausgängen. Swisslos Sporttip und die Loterie Romande Jouez Sport veranstalten unter derselben Aufsicht, und die Margen liegen bei beiden vor allem am Markttyp, nicht am Anbieter.

Zwei. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Aufsichtsliste mit weiteren bewilligten Buchmachern gibt es nicht, weil es keine gibt. Veröffentlicht wird lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domänen.

Wie berechnet sich die Marge eines Buchmachers aus den Quoten eines Spiels?

Man bildet die Kehrwerte aller Ausgangsquoten, addiert sie und teilt eins durch die Summe. Das Ergebnis ist der Quotenschlüssel; die Marge ist der Rest zu 100 %. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 ergibt das rund 95 % Ausschüttung und rund 5 % Marge. Die Zahl der Ausgänge senkt die Ausschüttung zusätzlich.

Warum unterscheiden sich die Quoten für dasselbe Spiel zwischen Swisslos, Loterie Romande und ausländischen Seiten?

Ein Teil der Differenz ist die Marge: unterschiedlich hoch, je nach Markttyp, Wettart und Kalkulation des Veranstalters. Ein weiterer Teil ist rechtlich. Die bewilligten Veranstalter arbeiten auf einer geschlossenen Liste zugelassener Sportarten und Wettbewerbe; ausländische Seiten kennen diese Liste nicht und bepreisen auch Märkte, die hier gar nicht angeboten werden dürfen.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet, und was ändert sich bei einer Kombiwette?

Bei einer Einzelwette ist der Gewinn Einsatz mal Quote. Bei einer Kombination wird zuerst die Gesamtquote gebildet — das Produkt der Einzelquoten — und dann mit dem Einsatz multipliziert. Swisslos rundet das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Eine abgesagte Voraussage zählt in der Kombination mit Quote 1.00.

Welche Rolle spielen Verlustlimiten und die Spielsperre beim Vergleich von Anbietern?

Sie zeigen, wie ernst ein Anbieter den Schutz nimmt. Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage Pflicht, die Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre steht in einem schweizerweiten Register und gilt auch für Casinos. Ausländische Anbieter sind an dieses Register nicht angebunden.

Inhalt erstellt vom Team «mobilzahlungwetten»